Youtuber und die Rentenstelle - Scheinselbstständigkeit

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    • Youtuber und die Rentenstelle - Scheinselbstständigkeit

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      Hi,

      mal eine Frage, kennt ihr deutsche Youtuber, die YT hauptberuflich machen und in der DRV versichert sind? Mich würde mal interessieren, wie die eingestuft sind. Es gibt ja 2 Möglichkeiten, einmal pflichtversichert und einmal freiwillig. (Gerne auch als PM falls nicht öffentlich usw)

      Der Hintergrund ist der, dass ich gerade versuche meiner Rentenstelle beizubringen, dass Youtuber, zumindest aus meiner Sicht, nicht scheinselbstständig sind und somit eigentlich nicht pflichtversichert sind. (Es gäbe dann noch eine Einstufung als Lehrer / Künstler etc pp, die pflichtversichert wären)

      Meine Rentenstelle argumentiert, dass Youtube mein einziger Auftraggeber ist und ich 5/6 der Einnahmen von YT bzw einem MCN bekäme und somit Scheinselbstständigkeit wäre und somit in die Pflichtversicherung falle, was natürlich enorm teuer ist. (Von dem ganzen Rattenschwanz mit Sozialversicherungsbeiträge etc pp ganz abgesehen)

      Leider gibt es in DE nicht die EINE Rentenstelle sondern natürlich wieder mehrere, die anscheinend alle ihr eigenes Süppchen kochen....
    • Als normaler Selbständiger, aber das ist bei YouTubern garantiert nicht anders. Die DRV hat ihr "schlaues Buch", in dem jeder Beruf steht, und aus dem zitiert sie. Ganz egal ob das nun auf dich zutrifft oder nicht. Als YouTuber wirst du bestimmt in die Kategorie Schauspieler gesteckt, und der hast du dich zu fügen, ob du nun Schauspieler bist oder nicht. :P
    • Ehrlich gesagt finde ich die Argumentation mit der Scheinselbständigkeit nicht so weit hergeholt. Sofern Du nicht noch andere Deals am Laufen hast, die (substanziell) Geld abwerfen, ist YT de facto Dein einziger Auftraggeber....

      Ich bin auch seit kurzem selbständig, aber ebenfalls nicht mit YT.
    • Nur das dir Youtube in dem Sinne keinen Auftrag gibt oder ein Auftraggeber in dem Sinne ist und es Youtube auch vollkommen "egal" ist, was du wann wo und wie machst. Sicherlich bekommt man nur von einer Stelle sein Geld aber scheinselbstständig oder arbeitnehmerähnliche Beschäftigung ist das für mich nicht.

      Das Problem ist wohl, dass A) jede Rentenstelle es selber entscheidet und B) die ganzen Gesetze immer noch auf die analoge Welt ausgerichtet sind (Siehe Rundfunklizenz)

      Im Endeffekt sind dann ja alle deutschen Youtuber scheinselbstständig? Kann ich mir irgendwie kaum vorstellen.
    • Ehm, ich glaub ich stehe gerade auf dem Schlauch und habe noch nicht das Problem erkannt.
      Du möchtest einfach nicht in die Rentenversicherung zahlen bzw. nur in die freiwillige ?
      Eventuell nochmal Erklären, irgendwie hab ich das noch nicht richtig verstanden, weil jetzt YouTube nicht deine Selbstständigkeit ist oder doch oder
      Nebenberuf ?
    • Ich bin derzeit hauptberuflich Youtuber quasi und wollte mich freiwillig in der DRV anmelden, was dann einen lustiges Rattenschwanz nach sich zog und nun an dem Punkt angekommen ist, wo man quasi mehr oder weniger sagt "scheinselbstständig / arbeitnehmerähnliche Beschäftigung" und somit pflichtversichert aka 500+ Euro bzw wenn Einkommensbasiert 18,6%

      Man argumentiert wie geschrieben damit, das Youtube der einzige Auftraggeber wäre und selbst wenn ich noch 1-2 mehr hätte ala Spenden / Merch es kaum was daran ändert.

      Und deswegen würde ich mich eben gerne mal mit Youtuber unterhalten, die schon länger YT hauptberuflich machen weil ich kann mir kaum vorstellen, dass alle YT in DE so einsortiert wurden.
    • Ich mache YouTube nicht hauptberuflich kann aber grundsätzlich was beisteuern. Da hast du ja schlafende Hunde geweckt.

      Bei einem deutschen Arbeitgeber zahlt dieser alle Beiträge an deine Krankenkasse (Kranken, Arbeitslosen, Renten und Pflege) Höhe abhängig vom Gehalt und zieht sie dir vom Gehalt oder was auch immer ab. Als Arbeitnehmer hast du damit nichts am Hut und der Arbeitgeber zahlt grundsätzlich sogar 50% alleine (gibt da noch ein paar Besonderheiten je nach Gehalt).

      Somit dürfte YouTube auch mit im Boot sein und ein entsprechendes Schreiben erhalten haben. Es sei denn die Rentenversicherung ist der Meinung du bist nicht bei einem deutschen Arbeitgeber beschäftigt. Dann wäre das meiner Einschätzung nach auf jeden Fall ein Fall für einen Profi.

      So wie ich das verstehe bist du ja auch noch in einer Anhörungsphase oder gibt es schon einen Bescheid mit Rechtsbehelf? Somit kann sich die Auffassung der Rentenversicherung noch ändern auch je nachdem ob und wie auch YouTube darauf reagiert (falls deutscher Arbeitgeber). Ansonsten meiner Meinung nach Widerspruch einlegen und den Fall aller spätestens dann mit einem Profi besprechen.

      Dies ist keine Rechtsberatung nur allgemeine Infos zum Thema, dies kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen und ich übernehme auch keinerlei Garantien. :D
    • Zunächst: Ich bin privat rentenversichert.

      Ich kann da jetzt auch nicht mehr zu erklären, außer was mir noch im Kopf ist:
      Ich meine mein Versicherungsberater hat mir diesbezüglich mal erklärt, dass ich mehr in die (gesetzliche?) Rentenversicherung einzahle wenn XX% von meinem Einkommen von einer Firma/Quelle kommt. Darum gehts ja hier, oder?
      Da das bei mir nicht wirklich so ist, würde mich das nicht betreffen, allerdings läuft die Auszahlung meiner Werbekampagnen natürlich auch über mein Management und daher könnte das von den Behörden so ausgelegt werden. Dem kann man beikommen indem man in Prinzip verschiedene Rechnungen schreibt und darüber seine Einkommenszusammensetzung nachweist. Ich kann dir das nicht genauer Erklären, würde dir aber einen Versicherungsberater nahelegen.
      Wie auch bei steuersachen gilt: Man muss es halt smart umlegen. Da ich weder groß steuerrechtlich noch versicherungsmäßig bewandert bin, läuft das alles über meine externen Berater/Management.
      jebaited
    • @Sev

      Quasi "du" als Person, bekommst sämtliche Gelder nur von deinem Management / Berater mit dem du einen Vertrag hast? Da würde mich echt mal die Meinung der DRV zu interessieren weil im Endeffekt und nach deren Auslegung, wäre ja dann das dein einziger "Auftraggeber" und die 5/6 Einnahmenregel trifft wieder zu.

      Was ich mich auch frage, wenn du privat versichert bist, würde dich das von der Pflichtversicherung bei der DRV entbinden? Ich vermute ja mal nicht, konnte aber auf die schnelle auch nichts ergoogeln darüber.

      Wobei sich aber ja noch ein komplett anderes Problem auftut, selbst wenn die DRV sagen würde, ok YT ist nicht Pflichtversicherung, wie sieht es z.B. mit den Mercheinnahmen aus. Da tritt man ja als Verkäufer auf im Endeffekt, was ja eine komplett andere Tätigkeit ist. Bei den Spenden auch?
      Ist irgendwie ein sehr komplexes Thema das Ganze :(

      Hier findet man mal einige Infos darüber

      sevdesk.de/blog/rentenversicherung-selbststaendige/

      Zum Thema Versicherungsberater, die haben ja im Endeffekt so damit nichts zu tun oder? Die "verkaufen" ja wenn dann nur private Policen. Ich denke, man bräuchte eine Art Rentenberater aber laut der DRV Seite, ist hier im Umkreis niemand QQ
    • Ich bin gar nicht Renten versichert, daher kann ich dir da leider nicht helfen bzw, es war mal im Gespräch und soweit ich weiß kann dir da tatsächlich auch dein Steuerberater helfen falls du einen hast. Der kann das soweit ich weiß auch mit der Rentenversicherung klären,da Rechnungen etc. auch vorgelegt werden müssen und es dann "Offizielle" Belege gibt die dann auch von dem Finanzamt bestätigt sind.


      UndiscoveredLP schrieb:

      Was ich mich auch frage, wenn du privat versichert bist, würde dich das von der Pflichtversicherung bei der DRV entbinden? Ich vermute ja mal nicht, konnte aber auf die schnelle auch nichts ergoogeln darüber.

      Da er Selbstständig ist entbindet es ihn eigentlich komplett, daher war das bei Ihm denke ich auch kein Problem.


      UndiscoveredLP schrieb:

      Wobei sich aber ja noch ein komplett anderes Problem auftut, selbst wenn die DRV sagen würde, ok YT ist nicht Pflichtversicherung, wie sieht es z.B. mit den Mercheinnahmen aus. Da tritt man ja als Verkäufer auf im Endeffekt, was ja eine komplett andere Tätigkeit ist. Bei den Spenden auch?
      Ist irgendwie ein sehr komplexes Thema das Ganze

      Als Selbstständiger was alles darunter zählt musst du dich nicht Versichern lassen bzw. in die Rente einzahlen oder ich habe was wieder falsch verstanden weil die Antwort zu einfach glaub wäre .
    • Selbst Gronkh ist nicht Hauptberuflich YouTuber, sein YouTube-Geld geht AFAIK an die PlayMassive GmbH die wiederum IHM dann ganz normal ein Gehalt bezahlt... und demnach auch dort Versicherung usw. abführt...

      Also entweder klagen oder ne Firma gründen über die dann das ganze läuft...
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