Beiträge von Sev

    Naja, Visage ist sicherlich eines der sehr solideren Games des Genres, hochpoliert gerade für ein Indie Studio.

    Aber jetzt kommt nen gefrusteter grumpy-grandpa-Talk von nem ollen Veteranen.. wer das Spiel genießen möchte, gern wegklicken^^


    Wenn jemand gerade in den letzten Jahren reichlich Horrorgames gespielt hat oder auch als Zuschauer sehr vertraut damit ist, kommt man nicht umhin festzustellen, dass es zu großen Teilen doch nur eine aufgeblasene Variante einer wieder aufgekochten 08/15 psychological-Horror-Game Plotsuppe ist. Das Game hat 1 großes Problem: Es dauerte zu lange bis zum Release. Zwar haben wir damit ein an sich echt krasses Spiel bekommen, aber das Genre erstickt so allmählich im eigenen Sud. Als es angekündigt wurde, war P.T. als Silent Hill Teaser super im Hype und hat das Genre mächtig umgekrempelt. Ich glaub Visage hätte da wie eine Bombe eingeschlagen, wenn es nicht noch einige Jahre mit der Fertigstellung gedauert hätte. Und dabei: von allen unique Selling Points von damals: „jedes Playthrough ist anders“, „das Game verändert sich je nachdem wie der Spieler was macht“ ist leider kaum was übrig geblieben. Das was wir bekamen ist ein recht geradliniges Mainstream-Horrorgame. Daran ist nix verwerflich – ich gönne denen jeden Dollar, den sie damit mehr verdienen weil sie mehr Leute ansprechen. Ich habe nur was Anderes gewünscht. Ich habs irgendwann abgebrochen weil ichs einfach nicht mehr sehen konnte bzw. meine Zuschauer auch nicht sonderlich daran interessiert waren. Es fühlte sich halt an wie die Luxus Version von „Hab ich schon 10mal durchgespielt“. Und gerade das Feedback der Zuschauer schlägt sich immer deutlich auf meine Motivation nieder mehr dazu zu machen oder einfach zu sagen "move on"


    In jeglicher Hinsicht reitet das Spiel für meine Begriffe Klischees durch [SPOILER] - Familiendrama: Jemand dreht durch -> Tot -> Fluch. Schon tausend mal gespielt.

    Daran ist leider nix originell oder mutig. Muss es ja auch nicht - es sind nunmal wichtige Elemente der Gattung – vielmehr ist für mein Empfingen aber das Storytelling über die Länge des Spiels sehr dröge. Ähnlich wie beim Griff-ins-Klo "Layers of Fear 2" oder "Blair Witch" versucht man hier dem Spieler die immer gleichen Aspekte der Geschichte immer wieder gehüllt in neuen Audiovisuellen Metaphern vorzusetzen und durchkauen zu lassen. Alles ist sehr vage, Realität und Einbildung verschwimmt. Aber wenn alles vage ist, hat Nichts mehr eine Bedeutung weil du nicht weißt was du ernst nehmen sollst. Was für einige den „boah, krass!“-Effekt auslöst, führt bei mir immer dazu, dass mir das Schicksal der Protagonisten mehr und mehr am Hintern vorbeigeht^^ Es war lange nicht so schlimm wie bei den Games von Bloober-Team. Vielleicht bin ich da auch echt korrumpiert. Aber gerade in der Hinsicht war Visage einfach für mich nicht mehr interessant. Vielleicht ist es auch einfach zu lang für das, was es erzählen möchte. Wo wir wieder bei den releasezeiten wären... ich schätze die Arbeit und Mühe gerade eines kleinen Studios mega... die haben was Enormes auf die Beine gestellt. Aber gerade das tut dem Game vielleicht nicht gut: Wenn das nächste Chapter nen Jahr braucht und ready zu sein - und dann werden Spielstände gelöscht weil sie nicht mehr kompatibel sind. Wenige wollen ein halb-linieares Storygame nochmal spielen oder sind an sich schon in dieser Zeit aus den Story-Details raus. Es ist schade.


    Gameplaytechnisch.. bekannte Puzzleelemente, passives sich-wehren können, alles cool, aber das Inventarmanagement... alter.. seit Beginn kritisiert und leider eine absolute Katastrophe geblieben.


    Das gute ist: Die meisten Spieler (und darauf kommts an) feierns sicher enorm. Ich kann nur nicht von meiner YouTuber-Perspektive abweichen.

    Die YouTube Statistiken sehen GRAUSAM aus. Innerhalb von 2 Monaten auf ein Viertel der Views von davor runter. Abonnenten stagnieren wie nie zuvor. Ich glaube, YouTube will mir klarmachen, daß man mich auf dieser Plattform nicht braucht. Na schön: Wo man mich nicht will, da dränge ich mich nicht auf. Ist nicht mein Stil und es ist ja auch nicht so, daß ich nichts Anderes zu tun hätte. BEI WEITEM NICHT! Wenn Alphabet Inc. beschlossen hat, die Plattform YouTube zu einer Plattform für Prankster, Instagram Gangster, Asi-YouTuber, Zappelphilipps, ADHS Artisten, Katzenvideos etc, zu machen, dann ist das deren Entscheidung!

    was ich halt absolut nicht nachvollziehen kann ist, warum du angesichts der eigenen enttäuschten Erwartungshaltung jetzt noch auf Teufel komm raus den pseudomoralischen Zeigefinger heben musst indem du vollkommen zusammenhangslos aber elitär gegen Alles schießt, was en vogue unliebsam ist, ansatt den selbsreflektierten Schritt zu gehen und konstruktiv bei dir selbst anzufangen. Was soll das? Wem nützt das?
    Ich will dir keinen Neid in die Richtung unterstellen, in die du schief blickst, aber an dieser Stelle muss man sich zunächst mal klar machen, weshalb man überhaupt mit YouTube angefangen hat. Auch für "ein wenig" Anerkennung müste man logisch etwas präsentieren, was von deiner gewollten Zielgruppe auch anerkannt werden kann. Das klingt hart, ist aber NICHT mein Urteil, sondern das deiner Zuschauer & du belegst es mit einem Blick auf die Statistik.
    Denn frage dich, was hast du unternommen als die Views einbrachen und die Abos stagnierten? So wie ich das oberflächlich betrachte, bist du größtenteils bei den selben Mammutprojekten in der selben Art der Präsentation geblieben - Spiele, die auf YouTube in der Form übersättigt sind und bei dir eventuell (kann ich nicht beurteilen) keinen anderen Mehrwert bieten, als bei Anderen - und hast dich damit auch ein stückweit selber austauschbar gemacht. Anstatt das stumme Feedback bislang aktiver und auch potenzieller Zuschauer anzunehmen, machst du die 300ste Folge Fallout und die 700ste Episode von Minecraft, mit den selben nichtssagenden generischen Thumbnails, erwartest anderen Output mit dem gleichen Input.
    Und da hab ich nen Spoiler: das liegt nicht an Erwägungen des Konzerns oder dem Content von Anderen, sondern lediglich an dir selbst.

    Jahr

    20192020
    Wiedergabezeit (Stunden)

    5.599.003,1 h
    9.603.687,3 h
    Durchschnittliche Wiedergabedauer

    7:018:00
    Aufrufe

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    nach dem ich bestimmt 1000+ HorrorGames in meinem Leben gespielt habe, kann ich ohne Umschweife sagen dass man "Cry Of Fear" unbedingt gespielt haben muss. Ist ein etwas älterer Hut und sicher totgelutscht auf YT, aber rein für experience. Es gibt kein Game (zumindest für mich) was mich jemals so unglaublich "runtergezogen" hat, die Musik... das permamente Gefühl der Einsamkeit, die Sounds und abwechslungsreichen Settings, ekelhafte Jumpscares und das nicht zu knapp, Themen wie (TRIGGERWARNUNG) geistige Krankheiten, Suizid usw.... Es ist fürchterlich. Ich will das niemals wieder spielen.. glaub für ein Game wie das, ist das recht positiv^^

    ansonsten so ziemlich alle Games von Puppet Combo (80s Trash-Style aber mit sehr geilen Konzepten und brutaler Schonungslosikeit) oder "SOMA" von den Amnesia Entwicklern, recht lang, recht slow, weniger in-die-Fresse-Horror, aber die Story und das Thema (dem Wert des Seins) wird dich Tage nicht loslassen.


    Visage und Layers Of Fear, wenn du noch nicht so viel Horror gespielt hast. Die haben mich eher extrem gelangweilt weil predictable 08/15 psychological Horror mit immer wiederkehrenden Metaphern die dir simple Zusammenhänge wieder und wieder erklären... aber.. wenn du sowas nicht schon hundert mal hattest, bockt es dir vielleicht^^

    manche meinten mehrere kurze Folgen, spezialisiere dich bloß, sonst ist das zu schwammig usw.

    mit variety erfolgreich zu sein (egal wie man das jetzt definieren mag) ist halt immer der Traum. Aber rückblickend betrachtet, war es von Vielen der Weg, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Nische oder ein Genre vertreten haben und damit den Kanal zum wachsen brachten. Was Schaui meinte war eher auf den Stempel bezogen, den du dir mit einer Spezialisierung aufdrückst. Sollte das mal groß werden, musst du damit leben können nicht ohne potenziellen signifikanten Schwund des Status Quo deine Richtung ändern zu können.
    Das Ziel könnte daher sein: Biete deinen Content so an, dass sich die Leute eher an ihn und deine Person binden, als an Spiel X. Aber da muss man einfach schauen, womit man sich wohlfühlt und was man überhaupt machen möchte. Für Manche sind die Games eher ein Instrument, andere wollen ihr Zocken teilen. Das kannst du nur für dich beantworten.

    weil es nichts zu empfehlen gibt, Jeder muss seinen Weg und seine Lücke auf YT finden. Punkt aus und Ende.


    Du hast doch auch eigentlich genug Erfahrung, um eine produktive Erkenntnis beizutragen.
    Ja, YouTube ist ein extrem dynamischen Pflaster, Schauverhalten, Trends und Gewohnheiten entwickeln und verändern sich stetig. Das, der Zeitgeist und die Tatsache, dass die meisten ihre eigene Art in die Umsetzung einfließen lassen, führen dazu, dass die selben strategischen Erwägungen nicht unbedingt bei dem Zweiten so funktionieren wie beim Ersten. Wie kann man denn aber leugnen, dass beispielsweise gezielte Spielauswahl nach Neureleases oder Hypes, Uploadtimings, Optimierung der Thumbnails auf Blickfang und zur Anregung der Fantasie, Interesse weckende Titel oder auch schlicht und ergreifend Statistiken für die Verwendung von Metadaten, Zielgruppenanalyse -> also das Menschen in-die-Hände-spielen, die man eventuell erreichen möchte, prinzipiell per se keine Bedeutung besitzen können? Das ist halt einfach lediglich eine ignorante Aussage. Was jeder daraus macht, ist selbstverständlich persönliche Sache. Aber deswegen macht es doch die Erfahrungswerte und den Austausch über Zusammenhänge & Erkenntnisse, zur Beflügelung jener persönlichen Strategien, nicht weniger sinnvoll.


    Mal zu den Thumbs... ich bin auch so jemand, der sich da dem Erfolgsmuster nicht nur aus Kreativ- oder technischer Ahnungslosigkeit verweigert, sondern auch aus Geschmacksgründen. (und ich fand den Vergleich mit der BILD gar nicht so schlecht ).


    Die Frage ist halt, ob man sich mit unnötigen Vergleichen in Selbtgerechtigkeit suhlt, oder ob man schauen will, welche Quintessenz des Gesagten man vielleicht adaptieren kann. Man muss halt nicht immer die ganze Sache anhand ihres Negativstbeispiels verwerfen.


    Dafür hast du ja auch ein schönes Beispiel vorgebracht. LetsPlayMarkus arbeitet halt genau mit den von Bador hier vorgeschlagenen Mechaniken (komplimentäre Farben, auch mal greller und dadurch lebendiger, Kontraste, große Sichtbarkeit der wesentlichen Elemente, Gesichter mit übertriebenen Emotionen) nur halt in anderer Thematik als das Andere hier auffassen. Gut, wo er die Grafiken herbekommt, kann sonst auch keiner sagen. Aber eine abgespeckte Version von bearbeitetem offiziellem Artwork, was es ja wie Sand am Meer geben müsste, ginge halt genauso. Figuren ausschneiden kriegt jeder hin, ein Gefühl für Farben kann man lernen, oder man kopiert halt einfach solche kleinen Bausteine von Anderen, bis man ein Gefühl dafür bekommt.

    letztlich ist jeder "Tipp", der hier verfasst wird, persönliche Präferenz. Denn was für den einen funktioniert, passt für den anderen überhaupt nicht - Stichwort Thumbnails. Wenn ich mich an Deine Vorschläge halten würde, dann würden mir auch meine letzten 5 regelmäßigen Zuschauer abschalten, weil das nicht ihr Ding ist. Wenn es für Dich funktioniert, dann freut mich das für Dich. Allgemeingültig formuliert ist was anderes

    Ich glaube man kann dem geneigten Leser durchaus zutrauen selbstständig mal das eigene Rechenzentrum anzuschmeißen. Wer über diesen Thread stolpert und erwartet, eine 1:1 übernehmbare Checkliste vorzufinden, womit er innerhalb von 2 Wochen zum nächsten Unge wird, hat eh Vieles auf viel grundsätzlicher Ebene schonmal nicht begriffen.
    Warum muss man immer dazu sagen, dass es nicht um Missionierung geht, sondern um Hilfe; dass aber jeder Kanal und die Vorstellung, wie man ihn führen möchte, etwas sehr Individuelles ist; es aber trotzdem technische und handwerkliche Aspekte gibt, die allgemein einfach Sinn machen (wobei es auch völlig egal ist, ob man das jetzt zum Kotzen findet) aber eben auch Andere, die eher hinderlich sind (vollkommen unabhängig, ob die jetzt "schöner", "niveauvoller" oder "seriöser" daherkommen)?


    ---
    Da sollte sich, im Sinne einer konstruktiven Diskussion, zwischen Schnappatmung und anschließendem Bewertungsfilter vielleicht die Frage dazwischen schieben, was man aus den Tipps/Hinweisen mitnehmen kann, um es mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen und die Synergie zwischen beiden dann einfach mal auszutesten. Um es mal konkreter zu formulieren: Man kann mit 5 beständigen Zuschauern zufrieden sein und auf solche potenzielle neue Zuschauer, die die Content-Ausrichtung allgemein mögen würden, sich vielleicht jedoch eher von Gesichtern angesprochen gefühlt hätten und die Videos deswegen in den Vorschlägen übersehen/ignorieren, erstmal scheißen - dann hat man die Frage nach Reichweitengewinnung für sich aber schon abgehakt - ODER man versucht die Grundsätzlichkeiten optischer Reiz-Reaktion zu verarbeiten, seine Grafikkenntnisse insofern zu erweitern, dass man vielleicht zumindest stärker mit Kontrasten und die Wirkung verschiedener Farben aufeinander arbeiten und durch zusätzliche Grafiken/Elemente etwas mehr Emotion und individuellen Charakter in die Thumbnails bringen kann.


    Ergänzend dazu fällt mir aber gerade noch ein zusätzlicher Aspekt ein, worüber man nachdenken könnte: Spielauswahl.
    Das ist auch ein Punkt der mit so ziemlich jedem Aspekt, den Bador oben nannte ineinander greifen kann.
    Klar, man kann prinzipiell Videos zu jedem Game hochladen und damit auch Leute auf den Kanal bringen. Es gibt allerdings einfach Games, die mehr für YT geeignet sind und Andere, die es eher nicht sind. (Mit "für YT geeignet" meine ich das Schauverhalten der durchschnittlichen Zuschauerschaft). Man muss sich halt die Frage stellen, wie viele wirklich Zeit aufbringen können und wollen, einem 50h Story-Adventure zu folgen, dann weitergefragt: Wie viele davon würden das bei mir schauen, wenn schon 5 große Kanäle, 50 mittelgroße Kanäle und 5.000 Minikanäle gerade Videos dazu machen? - Wie finden sie meine Videos & was lässt sie eher meine, anstelle der von UltrazockerHD & Gronkh anklicken? Und dann weiterhin gefragt: Was kann ich denen, die dann tatsächlich auf meinem Video landen an Alleinstellungsmerkmal & Charakter bieten, sodass sie dran bleiben?
    Den möglichen Anteil an potenzieller Zuschauerschaft kann man bei jeder Frage erhöhen, in dem man gezielt die Spielauswahl von vorherein kanalisiert: Wettbewerbsvorteil durch Uploaden ASAP nach Release sollte klar sein (hat Bador auch schon erwähnt). Darüberhinaus aber
    1. Welche Games sind aktuell, haben aber (auf dem deutschen Markt) weniger Konkurrenz?
    2. Welche Spiele sind leicht zu konsumieren? (verdichtete Inhalte bei kürzeren Games)
    -> 3. mehr Auswahl = mehr generelle Einstiegsmöglichkeiten als bei langen Projekten: a) eventuell erhöhte Chance dass jemand eher auf ein 12min Video klickt (wenn er sich über den Inhalt unschlüssig ist), als auf ein 30min.


    Auch hier: Man muss nicht spieletechnisch der zweite Markiplier werden, aber neben längeren Sachen kann man ab und an auch gern mal etwas einstreuen, was einem nicht nur hilft neue Zuschauer zu begeistern, sondern auch für bestehende Viewer Abwechslung bietet.

    Ich bin ganz ehrlich, ich verurteile es. Denn m.M.n. verkauft man sich damit bereits. Sicherlich schade, dass es so ist, und wer richtig erfolgreich sein möchte, muss so entscheiden, klar - aber der hat sich dann schon ein Stück weit gegen sich selbst entschieden und das respektiere ich nicht. Das verdient sich bei mir keine Anerkennung, denn es ist ja im Grunde Manipulation.

    Versteh mich bitte nicht falsch: Ich kann durchaus nachvollziehen woher deine Aussage kommt, aber ich glaube nicht zu wissen, wo sie hinführt. Wie ist denn dann deine Sicht auf so ziemlich alle gängigen Formen der Arbeitnehmerschaft und Berufe im Allgemeinen, wenn jedes Stück Opportunismus eigentlich verurteilungswürdig ist? Verdient jetzt niemand deine Anerkennung, der es seinem Chef rechtmachen will, der auf Kundenzufriedenheit Wert legt und auch mal Entscheidungen gegen sich im Sinne anderer Kollegen trifft? Wie soll das sonst funktionieren? Wenn man es herunterbricht, sind einige Aspekte auch einfach Grundsätzlichkeiten des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Aber warum sind diese Mechanismen, die jeder von uns auch an ganz anderer Stelle im Alltag annimmt, gerade auf YouTube immer so ein Problem?
    Weil andere scheinbar nicht wie der eigenen Vorstellung entsprechend in die Fußstapfen von schlichtem Broadcast-Yourself-Hobby-YouTube treten möchten? Und dann weiter: Woran misst man das in Bezug auf deine Kriterien?
    Kein Ahnung ob ich mich generell angesprochen fühlen soll aber ich kann ja eh nur aus meiner bescheidenen Perspektive reden: Ich behandle YouTube wie einen Beruf - Ich betreibe YouTube aber auch wie ich will - ich entscheide mich in den allermeisten Punkten erstmal für mich - aber natürlich muss man sich bewusst sein, dass man, wenn man möglichst viele viele Tausend Leute ansprechen will, es auch mit vielen Tausend Persönlichkeiten zu tun hat, was bedeutet dass man zwischen sich und diesen Menschen irgendwo einen gemeinsamen Nenner finden muss. Sei es halt allgemeines Interesse an bestimmten Themen, eine bestimmte Sprache, Aufbereitung der Inhalte etc. Das liegt einfach in der Natur der Sache.



    Ich sehe gute große Leute, die tolle Thumbs haben, die viel und/oder inhaltlich wertvollen Content machen, die Videos ansprechend editieren etc., oder die einfach nur authentisch sind, die haben meinen vollen Respekt. Aber wer mehr oder weniger plakativ die Trends mitmacht - einfach nö.

    Du stehst auf einem allgemeinen Platz aber von welcher Position aus redest du?
    Wie möchtest du denn bestimmen was für wen wertvoller Content ist oder sein soll? Für dich persönlich ist es sicher leicht abzugrenzen, aber Anderen kann auch der von dir nicht anerkannte Inhalt durchaus oder vielleicht gerade deswegen sehr viel bedeuten (wenn auch auf einer anderen Ebene) - bspw. weil sie schlicht und einfach einen Creator gefunden haben, dem sie sich irgendwie verbunden fühlen, dessen Videos ihnen Ablenkung und bessere Stimmung verschafft, dessen Content man quasi zu einem Teil seines Alltages macht, wenn oder weil man vielleicht auch nicht immer glattgelutschte Kommunikation oder Bildungsansprüche ansprechend findet - um mal Klischeebeispiele rauszukramen. Aber diese Leute bzw. das, was Ihnen etwas bedeutet, haben dann keinen Respekt verdient? Das finde ich schade.
    Über Inhalt lässt sich streiten und man muss auch darüber streiten, aber "Wert" kann eine so vielfältige Bedeutung haben, wie Menschen unterschiedliche Facetten. Respekt muss man nicht immer ausschließlich in der euphemistischen Bedeutung des Wortes verstehen. Es reicht ja schon anzuerkennen, dass ein schwarz-weiß-Filter viel seltener passt als man denkt oder anders gesagt: Was man an der Oberfläche sieht, ist meist lange nicht alles.

    Nein kann es nicht.


    Doch. kann es.
    Nur braucht es dann, wie schon anmerkst, ein kostenloses Programm + kleinen Post-Produktionsschritt mehr zugunsten der besseren Qualität. Dachte, dem TE gings genau um diese?


    Aber dann muss man MKVToolnixGUI öffnen, das Vegas Video rein, die AAC demarkieren und die FLAC adden und neu muxen. Nicht unbedingt der größte Komfort


    jemand, der den Leuten die Schnittprogramme verwenden, jahrelang Encoding-Tutorials mit Frameserver + Avisynth/ Scripten + MeGui + MKVmerger nahegelegt hat, findet 4-5 Klicks mehr "unkomfortabel"?
    Ach komm.

    ich verstehe diese Fragen immer nicht.


    Wenn es darum geht, welcher Gaming-Content gut ankommt, solltest du dir diejenigen Kanäle anschauen, die einen gewissen Erfolg (von mir aus nach Nische gefiltert) vorweisen können und daran lernen, warum diese Spiele gerade für YouTube sehr gut geeignet sind.


    Wenn es darum geht, worauf du am meisten Bock hast, dann kannst du zunächst erstmal nur dich selber zu Rate ziehen.


    Was hoffst du, was man dir antworten möge?