YouTube in der Gesellschaft

  • Bei den neuesten Berichten zum "Ende von YouTube 2019" ist es mir wieder aufgefallen, wie Nachrichtenportale von "Panik in Kinderzimmern" schreiben.


    Ist YouTube tatsächlich so überpräsent bei Kindern, dass Erwachsene sich vielleicht schon fremd fühlen?
    Oder fehlt hier von Außen das Verständnis, wie schon bei der Killerspieldebatte und auch wie bei Let's Plays oft?


    Ob sich die Stellung von YouTube noch einmal ändert? Twitter und Facebook waren ja auch lange nur als StudiVZ-Nachfolger verschrien, wo lauter Belanglosigkeiten zwischen Teenagern ausgetauscht werden; und heute gibt es kaum eine mini-Firma oder sonstiges, die nicht eine eigene Facebook-Seite hat und die Politiker twittern wie verrückt.

  • So wie ich das sehe, ist YouTube quer durch alle Altersklassen verteilt und auch bei fast jedem bekannt, nur sind die meisten wohl nur Nutzer und keine Creator. Das könnte dann doch eher der jüngeren Generation liegen – wenn auch nur knapp.

  • Kommt immer drauf an. Also meine Eltern können mit YouTube auch noch immer nicht viel anfangen. Und ich denke ältere schauen eher bedarfsorientiert Videos statt wirklich "Social Influencern" zu folgen, die eben am ehsten über YouTube rumjammern und eine ganz andere Subkultur sind, die tatsächlich in großen Teilen der Bevölkerung noch belächelt wird.


    Auch viele Schreiberlinge tun sich mit dem Video-Medium ziemlich schwer. Viele Spielemagazine die damals sogar online gestartet sind, haben ziemliche Schwierigkeiten mit der YouTube-Welt, die ihnen bei Veranstaltungen wie der Gamescom mittlerweile den Rang abläuft. Lustigerweise haben die Magazine, die sich bereits früher von Print zu Online umstellen mussten, weniger Probleme nun den nächsten Umstieg zu machen. Der Gamestar gehört sogar eines der größten deutschen YT-Netzwerke.

  • Werden sie auch hoffentlich weiterhin, "Influencer" ist das Unwort des Jahrtausends in meinen Augen. Es müsste heißen: Laufende Litfaßsäulen.

    Zu meiner Zeit nannte man solche Leute ganz einfach Schnorrer und keine Sau hat denen wirklich viel Beachtung geschenkt...aber das hat sich mittlerweile komplett geändert. Leider!

  • Werden sie auch hoffentlich weiterhin, "Influencer" ist das Unwort des Jahrtausends in meinen Augen. Es müsste heißen: Laufende Litfaßsäulen.

    Eigentlich habe ich uns Let's Player auch in diesen Sammelbegriff Social Influencer gesehen, da es in der Regel mehr noch um den Let's Player geht, als um das Spiel an sich. Klar, die meisten abonnieren einen LPer wegen eines bestimmten Spiels, aber was unsere Let's Plays von anderen abhebt ist die Art, wie wir das Spiel zocken.


    Dazu übrigens mal wieder ein ungefähres Zitat meines Vaters, der nichts vom Umfang meiner LP-Tätigkeiten weiß:
    "Wenn man was sucht bekommt man immer nur diese dämlichen Videos, wo es heißt "Hallo erstmal" und sich jeder für toll hält. Ich will mir keine dummen Videos anschauen."
    Ich merke also ständig, dass es da noch einige gibt, die absolut kein Verständnis für YouTube haben und jene die damit Geld verdienen.


    Auf der anderen Seite finde ich es aber selbst schade, dass hochwertiger Spielejournalismus stark darunter leidet und einige Onlinemagazine mittlerweile schon stark verwässerten Inhalt auf Buzzfeed-Niveau anbieten.

  • Eigentlich habe ich uns Let's Player auch in diesen Sammelbegriff Social Influencer gesehen, da es in der Regel mehr noch um den Let's Player geht, als um das Spiel an sich.

    Aber man ist kein Influencer wenn man was spielt oder mit Leuten redet. Ansonsten ist einfach jeder auf dieser Welt ein Influencer.
    Ich definiere einen Influencer als jemanden, der eine gewisse Autorität besitzt, in einer Position ist, die ihm eine gewisse Macht verleiht Dinge zu bewegen oder zu ändern. Und dazu zählen keine YouTuber die irgeneine Army haben und sagen macht mal da was, oder Instagram-User die vor Lauter Werbung im Bild Probleme haben sich selber auf das Foto zu bekommen. Das sind doch keine Influencer. Sie werden aber gerne als solche hingestellt, weil die ganzen Kids denen blind nachlaufen. Das wiederum ist ein Problem der Erziehung. Gerade deshalb müssten sich auch die ewigen Verweigerer mal mit den "neuen" Medien auseinandersetzen, um ihren Kindern zu zeigen, wie sie erkennen können ob ihnen nur das Geld aus der Tasche gezogen werden soll, oder da wirklich eine Persönlichkeit sitzt dessen Werte man selber auch vertreten kann.

  • Dazu muss man sich doch nur mal die Statistiken anschauen. Zum Beispiel hier:
    https://www.omnicoreagency.com/youtube-statistics/

    • Altersgruppen 35+ und 55+ wachsen am schnellsten.
    • 75% der Erwachsenen nutzen YouTube aus nostalgischen Gründen
    • 37% der 18-34-Jährigen schauen übermäßig viel

    Klar, das deckt nicht alles ab, aber daran sieht man ganz gut, dass der größte Teil der Nutzer wohl so zwischen 18 und 35 liegt. Und was ist mit denen unter 18? Tja, die tauchen in den meisten Auswertungen nicht auf, da minderjährig. Ich denke schon, dass man die Gruppe 18-35 sicher auch 12-40 ausweiten kann. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Themen sich da sicher stark unterscheiden. Reisen und Handwerk sind Themen, die ich eher ab 18 ansiedeln würde, rein aus subjektiver Einschätzung, wohingegen Gaming bestimmt auch schon ab 12 interessant ist.


    Meine Eltern sind 50+ und für die ist lineares Fernsehen noch das Maß aller Dinge. Video on demand kennen sie, nutzen es aber kaum. Mama stöbert gelegentlich aber auch mal bei YouTube. Papa ist technisch versiert, braucht also keine Videos, wie man Elektrogeräte zusammenbaut. Letztlich kommt's einfach drauf an, wer sucht und warum gesucht wird. Die Akzeptanz wird insgesamt zwar immer größer, finde ich, aber gerade bei der älteren Generation, die nicht so medienaffin ist, hält sich das Ganze noch ein wenig in Grenzen und wird häufig nicht als Hobby angesehen. Erste Frage meiner Mutter darauf, dass ich YouTube mache, war beispielsweise: Und wieviel verdienst du damit? ;)

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