Ein ungewöhnlicher Beginn

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    • Ein ungewöhnlicher Beginn

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      Guten Abend :!:

      Hin und wieder überlege ich, was man neuen Let's Playern raten könnte; oft fragen sie hier ja nach diversen Themen um möglichst reibungslos in die Materie eintauchen zu können.
      Dabei geht es meist um die Themen, wie man aufnimmt, bearbeitet, SEO und Abonnentengewinn.

      Letzteres wird gerne mit "mach gute Videos" beantwortet. Hierbei sollte man vielleicht weiter ins Detail gehen. Wie kann ich meine Videos verbessern?
      Zum einen durch das Erhöhen der Video- und Audioqualität. Bessere Programme und Einstellungen nutzen, bessere Hardware anschaffen, neue Konzepte.
      Zum anderen geht es um das, was das Let's Play objektiv ausmacht: Unterhaltung - etwas weniger gewichtig dürften Informationen sein und das Aufzeigen von Möglichkeiten wie bei einer Komplettlösung.


      Also würde ich einem Neuling raten: Unterhalte vor allem gut.

      Nicht an den vielen technischen Herausforderungen scheitern die meisten (nenne ich mal so, wenn man nach kurzer Zeit die Lust verliert). Auch nicht aus Mangel an Spielen oder Spielvermögen. Sondern an ihrer mangelnden Unterhaltungsfähigkeit oder dem Verweigern von Verbesserung dieser bzw. das Unverständnis, wie eine Verbesserung zu bewerkstelligen wäre.

      Aber wie macht man das? Ist man nicht gerade ein Naturtalent oder hat eine schauspielerische Ausbildung hinter sich, mögen die Unterhaltungskünste doch in den meisten Fällen eher weniger berauschend auf die von qualitativen, gescripteten Fernsehbeiträgen verwöhnte Zuschauerschaft wirken.
      Auch ein Let's Play kann man im Voraus wortgenau scripten. Die Spontanität geht hierbei flöten, aber vielleicht hilft es, um zumindest am Anfang sich mit Einzelgesprächen besser vertraut zu machen und seine eigenen Möglichkeiten kennenzulernen.


      Meine Überlegung war nun, für die ersten Videos, die man mindestens für sich selbst drehen könnte, dass diese erst einmal ohne Kommentar aufgenommen werden. Dadurch kann sich ordentlich aufs Gameplay konzentriert werden.
      So weiß man, was passieren wird, kann sich ein paar Stichpunkte notieren und im Nachkommentieren komplett auf den Kommentar konzentrieren.

      Durch das Separieren lernt man seine Fähigkeiten kennen und zu unterscheiden und merkt schneller, wo tatsächlich Verbesserungsbedarf besteht. Beim Spielen ist es ja eher seltener.

      Das Live-Kommentieren und dabei spielen (und im Stream noch auf Zuschauer achten) scheint mir doch eine Königsdiziplin zu sein, die man nicht mit einem Sturz ins kalte Wasser schnell erlernen kann. Zumindest denke ich mir, dass durch das Aufteilen der Lernprozess zügiger und effizienter vonstatten gehen dürfte.



      Was haltet ihr von der Idee und was gäbe es hinzuzufügen?
    • Tl;dr Fazit: Gute Idee!



      Hab es zwar bisher nur zur Kanalerstellung+Intro geschafft, aber will meine Gedanken dazu trotzdem äußern (wenn ich darf? ^^)..

      Wenn man sich die "großen" Youtuber anguckt, dann hat wahrscheinlich jeder von denen einen Prozess durchlebt - die ersten Videos wirken meist unbeholfen und chaotisch. Irgendwann wird man erfahrener, lockerer, .. ich persönlich glaube, dass man diesen Schritt nicht überspringen können wird. Jeder Kanal hat eine gewisse Entwicklung hinter sich - das Ziel war den meisten vermutlich auch noch unbekannt.

      Zu deiner Idee:
      Finde ich nicht schlecht. Wenn ich das auf mich beziehe - ..ich hab bis jetzt sicher schon so an die 10 Aufnahmen, die ich allesamt nicht hochgeladen habe, weil sie mir zu "schlecht" waren. Ich bin einfach zu ungeübt, um gleichzeitig zu quatschen und zu spielen. Wenn man sich nun nur auf das Spiel konzentrieren würde und anschließend nachkommentiert --> ist zwar ein Mehraufwand, aber für den Anfang sicher sinnvoll.

      Das trifft aber vermutlich nur auf gewisse Zielgruppen zu. Manche Kanäle wachsen ja gerade deshalb, weil alles chaotisch und unstrukturiert ist, während andere wohl nur dann wachsen, wenn sie etwas sicherer werden.
      Mein Kanal: Soup?
    • Kann man als Tipp auf jedenfall mitgeben.
      Viel schöner wäre es natürlich, wenn die Leute es einfach machen, und learning by doing betreiben.

      Meine ersten LPs von Secret of Mana und Lufia 2 waren kommentartechnisch grauenvoll, aber es war halt nunmal der Anfang. Man wird nie perfekt sein, man wird in einigen Augen nicht einmal gut sein.

      Ich habe mir damals wenig Gedanken darüber gemacht, wie ich kommentiere, was ich kommentiere etc. ich habs einfach getan. Vielleicht bin ich aber auch nicht gut :P aber ich bin zufrieden
    • Irgendwie finde ich diesen Ratschlag an sich ziemlich nichtssagend, da das Ziel der Unterhaltung ein Selbstverständnis sein sollte bei einem Let's Play und ein Nachkommentieren vermutlich eher mehr Probleme aufwirft. Zumindest gehe ich davon aus, dass die meisten bei einem Let's Play die Livereaktion erleben wollen. Und nachträglich das ganze wie live wirken zu lassen ist auch nicht viel einfacher. Genau genommen ist Uncut-Let's Plays mit der simpelste Content den man auf Youtube machen kann - darum machen es ja so viele.

      Am Anfang auch am besten Folgen einzeln aufnehmen damit man - so dass Spiel es zulässt - bei totalem Missfallen oder technischen Problemen neu aufnehmen kann. Und mal knallhart gesagt: Wer ständig das Gefühl hat etwas nicht hochladen zu können, der muss sich entweder andere Formate / Wege suchen oder sich eben ein anderes Hobby suchen.
      Wobei ich es ja gut finde, wenn jemand über genug Selbstreflexion verfügt sich zu hinterfragen. Manche jüngere Youtuber laden jeden Scheiß hoch, egal wie schlecht, und denken trotzdem sie sind King of Currywurst. Da lieber jemand der da selbstkritischer ist.

      Spielerisch perfekt muss übrigens kein Let's Player sein. Ich bin selbst eine totale Multi Tasking-Katastrophe und muss ständig von meinen Zuschauer auf Dinge aufmerksam gemacht werden. So lange man keine kompetitiven Spiele zockt, ist das aber kein Problem - es bietet sogar gelegentlich lustige Situationen. Also nicht zu viel Nachdenken, sondern einfach machen
      RimWorld täglich 16 Uhr
      My Time at Portia
      Mo | Mi | Fr | So 17 Uhr
      Parkasaurus Di | Do | Sa 17 Uhr
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      Ihr seid also mit dem Status Quo zufrieden.
      Da so viele mit dem Hobby schnell mangels Motivation aufhören, habe ich überlegt, wie man diese fördern kann - daher der Thread.

      Soup? schrieb:

      Wenn man sich die "großen" Youtuber anguckt, dann hat wahrscheinlich jeder von denen einen Prozess durchlebt
      Das dürfte für jeden YouTuber gelten.

      Soup? schrieb:

      ist zwar ein Mehraufwand, aber für den Anfang sicher sinnvoll.
      Ein Mehraufwand für ein paar wenige Videos, der dafür das Hobby statt wenigen Wochen zu einem jahrelangem werden lassen könnte.

      Soup? schrieb:

      Manche Kanäle wachsen ja gerade deshalb, weil alles chaotisch und unstrukturiert ist
      Das würde sich durch meinen Vorschlag bestimmt nicht ändern. Lediglich die Kommentiersicherheit würde möglicherweise wachsen. Als Beispiel nehme ich gerne den gelernten Schauspieler PhunkRoyal. Nie um einen Spruch verlegen und quasi durchgängig unterhaltsam - und dennoch stets Unvorbereitheit und Unprofesionalität ausstrahlend, was LPern, wie auch ihren Zuschauern, meist so wichtig ist.

      DarkHunterRPGx schrieb:

      Viel schöner wäre es natürlich, wenn die Leute es einfach machen, und learning by doing betreiben.
      So tun sie es ja in den allermeisten Fällen, oder?

      DarkHunterRPGx schrieb:

      Ich habe mir damals wenig Gedanken darüber gemacht, wie ich kommentiere, was ich kommentiere etc. ich habs einfach getan. Vielleicht bin ich aber auch nicht gut aber ich bin zufrieden
      Denkst du nicht, dein Einstieg wäre leichter gewesen, wenn du ein paar wenige Videos wie vorgeschlagen separat aufgenommen hättest? Ans Ziel kann man so oder so kommen. Aber warum einen Tretroller nehmen, wenn da ein Fahrrad steht?
      Viele wollen unter gar keinen Umständen gepusht werden. Dadurch kommen viele "tote" Abonnenten. Aber sind diese wirklich so schädlich oder helfen sie im Grunde nicht sogar auch beim reelen Kanalwachstum?
      Da LPs ja "so leicht" zu produzieren sind (und dennoch nur die wenigsten riesige Zahlen erreichen) sollte man meinen, der Weg des geringsten Widerstandes wäre der Beliebteste. Hier scheint aber auch Stolz eine Rolle zu spielen.

      DaddelZeit! schrieb:

      Zumindest gehe ich davon aus, dass die meisten bei einem Let's Play die Livereaktion erleben wollen
      Selbstverändlich. Mein Vorschlag bezog sich wie erwähnt nur auf die ersten, wenige Videos, die man nicht unbedingt veröffentlichen muss - um sein Können zu prüfen und optimieren.

      DaddelZeit! schrieb:

      Und nachträglich das ganze wie live wirken zu lassen ist auch nicht viel einfacher.
      Würde ich auch nicht empfehlen das zu suggerieren.

      DaddelZeit! schrieb:

      Spielerisch perfekt muss übrigens kein Let's Player sein.
      Richtig. Habe ich oben auch versucht darzulegen, weshalb der Vorschlag besonders auf die Verbesserung der Unterhaltungskünste abzielt.
    • sem schrieb:

      So tun sie es ja in den allermeisten Fällen, oder?
      Da sie schon nach kurzer Zeit nachfragen, tun sie es nicht.

      sem schrieb:

      Denkst du nicht, dein Einstieg wäre leichter gewesen, wenn du ein paar wenige Videos wie vorgeschlagen separat aufgenommen hättest?
      Kann ich nicht mehr beurteilen, ich denke aber nicht, dass es ein Unterschied gemacht hätte. Aber da ist auch jeder anders. Nachkommentieren ist für mich ein No-go. Die Zeit, die ich da doppelt investiere, ist mir zu schade.
    • sem schrieb:

      Letzteres wird gerne mit "mach gute Videos" beantwortet. Hierbei sollte man vielleicht weiter ins Detail gehen. Wie kann ich meine Videos verbessern? Zum einen durch das Erhöhen der Video- und Audioqualität. Bessere Programme und Einstellungen nutzen, bessere Hardware anschaffen, neue Konzepte.
      Man sollte sich da nicht zu verrückt machen. Ein gewisses Minimum sollte man schon abliefern, aber da sollte eigentlich selbst der größte Narzisst mit der gestörtesten Selbstwahrnehmung erkennen können, was bzgl. Qualität gar nicht geht.

      sem schrieb:

      Nicht an den vielen technischen Herausforderungen scheitern die meisten (nenne ich mal so, wenn man nach kurzer Zeit die Lust verliert). Auch nicht aus Mangel an Spielen oder Spielvermögen. Sondern an ihrer mangelnden Unterhaltungsfähigkeit oder dem Verweigern von Verbesserung dieser bzw. das Unverständnis, wie eine Verbesserung zu bewerkstelligen wäre.
      Die meisten scheitern denke ich an überhöhten Erwartungen und die Frustration, die sich daraus ergibt, dass sie nicht erfüllt werden können. Wie @_MikuXC schon sagte, so einfach reißt man auf YouTube nichts mehr und wenn man das will, dann muss man mehr machen als einfach nur Videos ins Netz zu kacken. Zumindest schätze ich das so ein.

      sem schrieb:

      Aber wie macht man das? Ist man nicht gerade ein Naturtalent oder hat
      eine schauspielerische Ausbildung hinter sich, mögen die Unterhaltungskünste doch in den meisten Fällen eher weniger berauschend auf die von qualitativen, gescripteten Fernsehbeiträgen verwöhnte Zuschauerschaft wirken.
      Fernsehbeiträge überlese ich mal. Ich würde es als "aufbereitet" bezeichnen. Dynamischer, angenehmer zu schauen.

      sem schrieb:

      Auch ein Let's Play kann man im Voraus wortgenau scripten. Die Spontanität geht hierbei flöten, aber vielleicht hilft es, um zumindest am Anfang sich mit Einzelgesprächen besser vertraut zu machen und seine eigenen Möglichkeiten kennenzulernen.
      Der Zweck heiligt in dem Fall die Mittel und am Schluss zählt ja nur, ob das Video was taugt oder nicht. Das mit dem Nachkommentieren kann man vorschlagen. Und es ist wesentlich besser als mein Vorschlag, sich einfach hemmungslos die Birne wegzusaufen und darauf zu hoffen, dass man betrunken lustiger ist als nüchtern.

      sem schrieb:

      Durch das Separieren lernt man seine Fähigkeiten kennen und zu unterscheiden und merkt schneller, wo tatsächlich Verbesserungsbedarf besteht. Beim Spielen ist es ja eher seltener.

      Was haltet ihr von der Idee und was gäbe es hinzuzufügen?
      Tipp ist gut. Ich würde noch "keinen überzogenen Respekt vorm Spiel haben" hinzufügen. Außerdem vielleicht noch "Selbstkritik ist keine Sünde".
      Java is to JavaScript what Fun is to Funeral
    • Ich finde den Aspekt der Unterhaltung ebenfalls enorm wichtig. Niemand schaut sich ein total langweiliges Video an. Andererseits sollte man sich aber auch nicht verstellen, da es sonst künstlich wirkt.

      Humor ist halt immer so ne Sache. Man weiß nie ob er gut rüber kommt oder nicht. Ich finde aber ein gutes Indiz für guten Humor ist, wenn man über sich selber lachen kann. Ich erwische mich hin und wieder, wie ich beim schneiden meiner Videos mehrere Minuten am Stück lachen muss. Wenn dieser ganze Müll, den ich von mir gebe, es schafft mich zum lachen zu bringen, warum dann nicht auch jemand anderen ;) ?

      Wichtig ist, dass man es schafft seine ehrlichen Gefühle und Gedanken dem Zuschauer zu vermitteln. Und wenn dieser dich dann mag, dann kommt er auch gerne wieder.
      Gaming ist nicht nur Leidenschaft, sondern ein Lebensstil.

      Mein Kanal: youtube.com/channel/UCInQ_TFI1ikCuJwU7lLOcBw
    • Unterhaltend kann ja so ziemlich alles sein

      - rumschreien
      - fluchen
      - weinen
      - Witze machen
      - Tipps geben
      - etc.
      Und jeder mag was anderes. Ich persönlich HASSE es wenn jemand die ganze zeit nur am schreien und fluchen ist, finde es aber total unterhaltend wenn jemand entspannt und ruhig ist, manchmal ist weniger halt mehr.
      Deswegen finde ich es schwierig jemanden zu sagen: "Du musst Unterhaltend sein" oder "Du musst mehr Witze machen" etc.
      Meiner Erfahrung nach, soll man einfach machen, man fängt ganz automatisch an so zu Kommentieren wie man es selbst am liebsten hat.


      Schauerland schrieb:

      Mach Videos die du dir selber ansehen würdest.
      Und das kommt dann hoffentlich dabei raus. Ich schau mir z.B gerne Videos (vor allem etwas ältere) von mir selbst an. Mag etwas selbstverliebt sein, aber ich kann mir sicher sein zumindest einen Menschen zu Unterhalten