Würdet ihr die Let's Plays einer 13 Jährigen schauen?


  • Alter, dann schreib das doch :-D Ein bisschen mehr Kontext, soviel Zeit muss sein.

  • @SonicEmpire
    Sorry, da habe ich versehentlich FSK statt USK geschrieben. Hoffe, das disqualifiziert mich jetzt nicht als Diskussionspartner, auch wenn ich Moderator bin und auf den Zynismus gerne verzichten würde.



    Glaube nicht, dass alle Jugendlichen gleich überdramatisieren. Jeder ist anders, daher kann man wohl auch nicht pauschal sagen "mache unbedingt schon ganz früh was im Internet um abgehärtet zu werden".
    Dennoch finde ich, man sollte die, die es wollen, auch gewähren lassen. Ebenso wie Leute wie Demon zB. schon in früher Kindheit [lexicon]Doom[/lexicon] spielten und keinen psychischen Schaden davongetragen haben.
    Wäre aber gut, wenn die Eltern das etwas beobachten würden und im Problemfall evtl. eingreifen können.

  • :-D


    Ich persönlich habe kein Problem damit wenn alle Kinder wer Welt im Internet ihre Zeit vertreiben, nur kotzen mich solche Aussagen an, dass das Internet angeblich sicher gegen Mobbing ist und das man einfach sich aussuchen kann mit wem man kommunizieren will bzw Leute einfach blockieren kann wenn man deren Gegenwart nicht erträgt. So einfach ist das aber nicht ^^ Das Internet ist viel schlimmer oder mindestens genauso schlimm, wie die schöne, heile Außenwelt. Diese Gefahren kann man nicht ignorieren oder schönreden.


    Ich bin ein absoluter Gegner der USK und auch der FSK - ich bin gegen jegliche Verbote und Zensuren in sämtlichen Medien. Herrgott, sollen sie sogar Rechtsrock auf dem Markt anbieten, Kunden die sowas haben wollen, bekomme es doch ohnehin. Kinderpornos sollten sie vielleicht nicht gleich legalisieren aber evtl Marihuana - Beides scheint gerade auf der Seite der Grünen gewollt zu sein. Ich bezweifel auch, dass eine 13 Jährige irgendwelche Schäden davon trägt wenn sie Evil Dead guckt und Dead Space zockt.


    All das bekommt man nämlich im Internet und nicht in der Außenwelt - meist sogar ohne Prüfung... Ja das Internet ist schon ein deutlich sicherer und humanerer Ort für uns alle - Bringen wir unsere Kinder doch gleich mit.

  • :-D


    Ich persönlich habe kein Problem damit wenn alle Kinder wer Welt im Internet ihre Zeit vertreiben, nur kotzen mich solche Aussagen an, dass das Internet angeblich sicher gegen Mobbing ist und das man einfach sich aussuchen kann mit wem man kommunizieren will bzw Leute einfach blockieren kann wenn man deren Gegenwart nicht erträgt. So einfach ist das aber nicht ^^ Das Internet ist viel schlimmer oder mindestens genauso schlimm, wie die schöne, heile Außenwelt. Diese Gefahren kann man nicht ignorieren oder schönreden.


    Ich glaube es besteht kein Zweifel daran, dass auch das Internet einen verheerenden Einfluss auf die Psyche haben kann. Ich möchte das absolut nicht kleinreden. Wenn das so angekommen ist, hoffe ich, ich konnte das in meinem anderen Post klar stellen.


    Das schöne am Internet ist ja, dass es ein Sammelbegriff für lauter ganz unterschiedliche Dinge ist. Daher ist es mir eben wichtig, hier die Diskussion trennscharf zu halten. Ich rede nicht über das Internet generell in all seinen Formen und Ausprägungen, sondern konkret über YouTuber. Der mögliche Empfängerkreis eines YouTube-Videos ist zunächst einmal unbegrenzt. Wir reden hier ja nicht über 'nicht gelistete' oder 'private' Videos sondern über einen öffentlichen Kanal.


    Ein YouTube-Kanal ist zudem etwas, was ich aktiv betreibe, weil ich ein Sendungsbewusstsein habe. Sobald ich mein erstes Video hochlade, muss ich mir bewusst sein, dass ich und mein Erzeugnis auf den öffentlichen Pranger gestellt werden kann. Der einzige Unterschied in unser Philosophie ist, dass ich einer – nicht jeder! – 13-Jährigen zutraue, sich dieser Gefahr bewusst zu sein und entsprechend zu handeln.


    Und anders als im Real-Life ist gerade bei YouTube eben die Möglichkeit gegeben, den Stecker zu ziehen und den Kanal zu schließen. Damit wird das Gelesene nicht ungelesen und das Trauma nicht repariert, aber man kann zumindest verhindern, dass der Horrortrip weitergeht. Alles natürlich gesetzt dem Fall, dass man nicht zu viel von sich preisgibt – was ich in dem Alter eben tatsächlich als sehr schlechte Idee erachte.


    Das geht offline eben nicht.

  • Demnach wäre die richtige Entscheidung es einfach komplett abzulehnen - wie Ninchen es halt macht.
    Nur es geht halt darüber hinaus und kaum einer wird sich NUR auf den YT-Kanal fixieren - Man will es schließlich promoten... meldet sich in diesem Forum an, vielleicht dann noch in einem anderen Forum, schreibt seine Freunde bei [lexicon]Facebook[/lexicon] an - evtl mit dem Wunsch das auch die weiter werben sollen und und und. Die Hater finden ihren Weg und man weiß nie, an welche schlimme Ausgeburt man gerät. Natürlich besteht die Möglichkeit das auch gar nichts passiert ^^ aber immerhin sollte man über die Folgen informiert sein und wissen worauf man sich einlässt.
    Einfach nur solche Kommentare wie "Deine Stimme klingt gut" "Ja mach mal, wird schon werden" oder "Versuch es erstmal" sind da nicht sonderlich hilfreich - sondern eher so Kommentare die man sich auch hätte sparen können - gerade im Bezug auf so junge Menschen oder gar Kinder. Man darf nämlich nicht davon ausgehen, dass sie sämtliche Gefahren kennen und das sich schon Leute wegen einem Shitstorm in eine Klinik haben einliefern lassen oder sich gar das Leben nahmen, sind leider auch keine Einzelfälle. Sowas muss genannt werden, denn wenn wir das nicht tun, was sollen wir der folgenden Generation sonst mitgeben.
    Wissen wir etwas über ihr Privatleben? Hat sie Freunde? Wird oder wurde sie in der Schule gemobbt? Flüchtet sie sich in die Welt des Internets um Akzeptanz zu finden? Gerade junge Menschen haben einfach nicht den Plan davon, egal für wie reif man sie hält. Ich habe Foren erlebt wo sich Leute das Leben nahmen, die Polizei eingeschaltet wurde, Leute getötet wurde, Kinderschänder geschnappt wurden, Drogen verkauft und diverse Anzeigen verteilt wurden. Dort waren auch zahlreich Kinder angemeldet ohne das sie extra geschützt wurden. Letztendlich können wir sie eh nicht davon abhalten und ich bin ja auch dafür, dass sie einfach ihr Ding durchzieht - nur sie soll sich klar darüber werden, dass es verdammt viele Arschlöcher gibt.

  • Danke. Die Polemik erleichtert die Diskussion ungemein.


    Sagte er und bezeichnete meine Meinung als...


    das darfst du auch gerne als meine Einzelmeinung verstehen, bezeichne ich einfach als Käse,


    Seriously? Glashaus und so. Ich hätte vielleicht einen anderen Ton angeschlagen, wenn meine Meinung nicht mit einem mir sehr unliebsamen Lebensmittel verglichen worden wäre. Jetzt lebe damit und tue dich bitte nicht als Friedensbotschafter auf.


    Dann liegt es an jedem Menschen selbst, zu entscheiden, ob man sich dieser 'Gefahr' aussetzt oder nicht.


    Japp, ich bin mir sicher, 13 Jährige wissen ganz genau, worauf sie sich einlassen, wie unumkehrbar ihre Entscheidung ist und können ohne Bedenken mit den vorher schon errechneten Konsequenzen leben... Ihr stellt die Jugend alle so da, als wären sie schon kleine Erwachsene, die einen Weitblick besitzen, mit denen selbst die meisten 20-30 Jährigen nicht konkurrieren können.
    Ich zieh mir deren Unreife nicht aus dem Hintern, ich spreche da aus eigenen Erfahrungen. ICH habe auch viel Scheiße im Internet gebaut im Alter von 12-16, aber zum Glück in einem relativ überschaubaren Kreis, dreimal auf Holz gekloppt, dass mich das nicht bis ins Erwachsenenalter verfolgt hat. Denn das hätte sehr locker passieren können, mir meinen Jobchancen im Weg stehen können und anderen Möglichkeiten, die mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mal eingefallen sind. Und nein, soweit habe ICH in dem Alter eben nicht voraus gedacht, so wenig, wie die meisten jungen Pubertierenden.
    Aber das Argument zieht nicht, wenn du wieder mit Utopia anfängst, wo alle 13 Jährigen verantwortungsbewusst ohne Ende sind, ALLES ihren Eltern erzählen, den PC einfach abschalten, wenn man nicht mag, was da steht, sich nichts zu Herzen nehmen und wenn doch, daraus ihre Schlüsse ziehen und getrost weitermachen, in der Youtube eine Traumfabrik von Ideen und Selbstverwirklichung ist und Hater nur zu 0,5% vorkommen, es keine Shitstörme (yay, denglisch) gibt und jeder eigentlich nur konstruktive Kritik üben möchte, auch wenn manchmal vielleicht ungeschickt formuliert.


    Wenn du in deiner Traumwelt leben willst, bitte. Tu das, ich möchte dir da wirklich nicht im Weg stehen. Aber mir ans Bein zu pinkeln, wenn ich einem Kind raten möchte, sich die Sache aus schon 10x genannten Gründen noch mal genau zu überlegen, grenzt schon an einer Rücksichtslosigkeit, die den meisten Eltern mit pubertierendem Anhang den Atem verschlagen würde.


    Ich werde den letzten Abschnitt nicht zitieren, weil wir uns beide damit nur wiederholen würden. Jugendliche sind zu solch einem Urteilsvermögen und einem derartigen Maß an vernünftiger Selbstkritik einfach nicht fähig. Sicher warst DU die bekannte Ausnahme von der Regel, mein Punkt bleibt bestehen. Am besten wirst du deinem Kind oder zukünftigen Kind einfach mal nen richtig schönem Shitstorm im frühen Alter aussetzen und wir werden sehen, wie Charakter förderlich das Ganze ist :rolleyes:


    Auf die restlichen Punkte geht mein Vorredner schon explizit drauf ein und hat damit eigentlich auch schon alles gut zusammengefasst ^^


    Da nützt es nichts, sich in einem Wattehäuschen einzunisten.


    Ich schüttel den Kopf und verweise auf meinen vorletzten Absatz. Mehr kann ich dazu einfach nicht mehr aufbringen :rolleyes:

  • Hey,


    Leuts ist gut jetzt,
    streitet euch bitte Privat oder innem neuen Thema.
    (Neues Thema wäre toll, verlinkt mich dann da)
    So gerne ich lese wie ihr euch zerfleischt und wenigstens ein paar gute Argumente nutzt,
    so Offtopic gammelt ihr gerade rum.


    Das Bubberle, deren Namen ich vergessen habe (Ja bin zu faul hoch zu scollen),
    hat ne Frage gestellt und jeder von euch hat sie beantwortet, mit Begründung, mit Rechtfertigung etc.


    Am wichtigsten sollte jetzt sein, dass sie sich alles durchließt und das wichtigste merkt:
    1. Internet böse
    2. Eig. Menschen im Netz böse
    3. Nicht alle böse
    4. Lass dich ein, aber nicht zu stark
    5. Wer mobbt der putzt
    6. Unrelevanz kann lustig sein
    7. Versuch es jetzt einfach mal, alles ist gut bzw kann gut werden, solange du interessiert und motiviert arbeitest
    8. Mir fällt nichts mehr ein
    9. Alles ist gut so lange du wild bist
    10. Leb deinen Traum


    Joar reicht xD


    Ps. es wirkt so, als würde hier keiner die Meinung des anderen zulassen, aber sollte nicht genau das der Fall sein, keiner hier wirkt richtig wie ein Diskussionspartner, auf den ich Lust hätte, so viele Anfeindungen und echt böser Sarkasmus, da freu ich mich ja mehr auf die Arbeit und Uni, als auf dieses Forum.


    PPs. jetzt sind bitte alle wieder Freunde und jeder schaut sich mal den Kanal des anderen an und gibt ein Konstruktives Komment xD

  • so Offtopic gammelt ihr gerade rum.


    Wir debattieren, ob 13 jährige sich wirklich schon schrankenlos im Internet präsentieren sollten und was für Konsequenzen das für den Einzelnen haben könnte, damit könnten wir kaum mehr ONtopic sein.


    7. Versuch es jetzt einfach mal, alles ist gut bzw kann gut werden, solange du interessiert und motiviert arbeitest
    8. Mir fällt nichts mehr ein
    9. Alles ist gut so lange du wild bist
    10. Leb deinen Traum


    Und wenn ich das schon lese, sagt es mir, dass wir hier offensichtlich noch nicht fertig sind mit Diskutieren.


    PPs. jetzt sind bitte alle wieder Freunde und jeder schaut sich mal den Kanal des anderen an und gibt ein Konstruktives Komment xD


    Ich bin hier mit niemanden verfeindet nur weil ich einen starken Gegenpunkt vertrete und gerne auf Sarkasmus und Hyperbeln zurückgreife um meinen Punkt zu verdeutlichen. Das hier ist eine angeregte Diskussion, die ich zumindest für meinen Teil sehr genieße, wenn dir das zu sehr auf der Seele drückt, dann such dir doch einen anderen Thread, wo sich gegenseitig mehr auf die Schulter geklopft wird.


    Ich respektiere @TheBlakeBox als fähigen Diskussionspartner und solange @sem die Sache nicht unterbindet, sollten wir getrost weiter Meinungen austauschen können in einem DISKUSSIONSforum.


    Btw. war das nun Offtopic :/ Sorry

  • Gerade bei sowas kann man gar nicht genug OT machen - auch wenn wir vom einem reinen OT noch meilenweit entfernt sind. Gefahrenquellen muss man verdeutlichen, da offensichtlich noch heute sehr viele Leute diese vollkommen unterschätzen. Wenn jetzt die Angst erweckt wird, dass die Kleine vollkommen eingeschüchtert die Motivation verliert ihre Projekte vorerst zu realisieren - haben wir damit schon einen wichtigen Beitrag geleistet und es wurde bewiesen wie mächtig das Internet doch wieder ist - zusätzlich war man im recht, dass sie einfach noch nicht bereit für sowas ist bzw die Konsequenzen noch nicht standhalten kann. Das hat nichts damit zutun, dass man Leute vergrault, sondern dient allerhöchstens als Vorstufe wie schlimm Fremdmeinungen sein können. So oder so bin ich zufrieden ^^


    Das Internet kann dein bester Freund aber auch dein schlimmster Feind werden - Die schönste Spielwiese oder die schlimmste Hölle. Je nachdem wie bereit man dazu ist.

  • Sehe das genau so wie Ninchen. Gerade weil wir anderer Meinung sind, ist die Diskussion doch spannend. Und es geht ja um genau das angesprochene Thema. Ist ja keine Umfrage, sondern ein Thema in einem Diskussionsforum.


    Zitat von Ninchen


    Japp, ich bin mir sicher, 13 Jährige wissen ganz genau, worauf sie sich einlassen, wie unumkehrbar ihre Entscheidung ist und können ohne Bedenken mit den vorher schon errechneten Konsequenzen leben... Ihr
    stellt die Jugend alle so da, als wären sie schon kleine Erwachsene, die einen Weitblick besitzen, mit denen selbst die meisten 20-30 Jährigen nicht konkurrieren können.


    Mir ist das wirklich wichtig, dass das ankommt: Es geht mir nicht darum, diesen Weitblick jedem Dreizehnjährigen zuzusprechen. Ein überwiegender Anteil aller Dreizehnjährigen besitzt diese geistige Reife nicht. Da widerspreche ich dir nicht. Nur möchte ich es eben im Gegensatz zu dir nicht kategorisch ausschließen, dass es Menschen diesen Alters gibt, die dazu imstande sind.


    Und aus diesem Grund erachte ich es eben als falsch, Leuten aufgrund ihres Alters (nochmals: kategorisch) YouTube madig machen zu wollen. Vor den Folgen und Gefahren muss man sie selbstverständlich warnen und sie dafür sensibilisieren. Das habe ich (siehe unten) getan.


    Zitat von Ninchen


    Aber das Argument zieht nicht, wenn du wieder mit Utopia anfängst, wo alle 13 Jährigen verantwortungsbewusst ohne Ende sind, ALLES ihren Eltern erzählen, den PC einfach abschalten, wenn man nicht mag, was da steht, sich nichts zu Herzen nehmen und wenn doch, daraus ihre Schlüsse ziehen und getrost weitermachen, in der Youtube eine Traumfabrik von Ideen und Selbstverwirklichung ist und Hater nur zu 0,5% vorkommen, es keine Shitstörme (yay, denglisch) gibt und jeder eigentlich nur konstruktive Kritik üben möchte, auch wenn manchmal vielleicht ungeschickt formuliert.


    Wenn du in deiner Traumwelt leben willst, bitte. Tu das, ich möchte dir da wirklich nicht im Weg stehen. Aber mir ans Bein zu pinkeln, wenn ich einem Kind raten möchte, sich die Sache aus schon 10x genannten Gründen
    noch mal genau zu überlegen, grenzt schon an einer Rücksichtslosigkeit, die den meisten Eltern mit pubertierendem Anhang den Atem verschlagen würde.


    Ich zitiere:

    Zitat von TheBlakeBox


    Eine Sache solltest du dir aber zu Herzen nehmen: Du bist als YouTuber schonungsloser, manchmal unfairer Kritik bis hin zu persönlichen, verletzenden Beleidigungen ausgeliefert. 95 % aller YouTube-User sind freundlich und konstruktiv, der Rest allerdings leider oft am Lautesten – das kann einem durchaus mal die Laune versauen. Du brauchst also ein dickes Fell. Wenn du der Ansicht bist, auch Kritik, Dislikes und Trolle verkraften zu können, sehe ich da keinen Grund, nicht schon in deinem Alter anzufangen.


    YouTube ist ein Milliardengeschäft und so etwas zieht dubiose/unlautere Geschöpfe an. Daher ist ebenfalls wichtig, dass du mit einer gesunden Skepsis an irgendwelche verlockenden Angebote, Deals und Werbemails reagierst. In dem konkreten Fall solltest du tatsächlich mit deinen Eltern sprechen.


    Zitat von TheBlakeBox


    Und natürlich kann man den Kopf nicht einfach abstellen, gerade wenn man eine vernichtende, beledigende, einfach destruktive Resonanz erhalten hat.
    Ich habe die Erfahrung gemacht (korrigiere mich da gerne, wenn du das anders siehst), dass man als Kreativschaffender (da zähle ich YouTuber zu) sehr eng mit dem eigenen Projekt verbunden ist. Distanz zu schaffen zwischen dem Erzeugnis und dem Erzeuger – also dieses "Der kritisiert nicht mich, sondern das, was ich geschaffen habe" – fällt vielen schwer.


    Zitat von TheBlakeBox


    In jeder Art von kreativer Arbeit, ob nun Videos, Musik, Kunst, Literatur oder weiß der Geier was, wird man im Laufe des Lebens Kritik begegnen. Und ein Großteil der Kritik ist unberechtigt, unfair und demotivierend. Dennoch muss man genau damit lernen, umzugehen.


    Ich wäre auch gerne in einer Welt, wo jede Resonanz fair, konstruktiv und begründet ist. Leider ist das nicht der Fall. Daher sehe ich es gerade in der kreativen Arbeit als unbedingt erforderlich an, dass man lernt, mit einer solchen Kritik umgehen, sie einordnen und auch aus destruktiver Kritik etwas Konstruktives abgewinnen zu können.


    Ich fange hier mit keinerlei Utopia an. Im Gegenteil habe ich bereits vor den Gefahren von YouTube gewarnt, noch bevor du dich in diesem Thema geäußert hast. Mir jetzt zu unterstellen, ich würde allen Dreizehnjährigen ohne Bedenken und Zweifel die Reife zum Betreiben eines YouTube-Channel zuzusprechen, entspricht einfach nicht der Wahrheit. Das stimmt einfach nicht. Da kommen wir in der Diskussion auch nicht weiter, wenn du mir Dinge in den Mund legst, die ich so nicht gesagt habe.


    Die einzigen beiden Punkte, auf denen ich beharre, sind einfach zusammengefasst:
    1. Ich möchte nicht kategorisch ausschließen, dass ein Dreizehnjähriger reflektiert genug ist, einen YouTube-Kanal zu betreiben und sich der Gefahren/Risiken bewusst zu sein. Auch wenn ein überwiegender Anteil dazu mit Sicherheit nicht fähig ist.
    2. Es besteht ein Unterschied zwischen jemanden, der sich als Erschaffer eines YouTube-Videos in der Öffentlichkeit positioniert und damit angreifbar wird und jemandem, der anderweitig, entweder offline oder in teilöffentlichen Netzwerken wie z.B. [lexicon]Facebook[/lexicon] Opfer von Mobbing wird.

  • ... ich denke, gerade wenn man sich der Öffentlichkeit mit seinen Videos im Web präsentiert, sollte man nicht allzu viel darauf geben, was die Allgemeinheit von den Dingen hält, die man tut oder sagt - von daher - tu' was du willst!


    Es kostet dich nichts und du gehst keinerlei Risiko ein, sofern du nicht zu viel persönliches teilst. Außerdem bringen dir Erfahrungen in Sachen Aussprache, Ausdrucksweise, Moderation, Entertainment und dem ganzen technischen Gerödel nur Vorteile.


    Ob es letztlich jemand schaut oder nicht, wird nur die Zeit zeigen! Also - leg' los! =)


    Cheers,
    Gerold

  • Beim LPen kommt es nicht umbedingt aufs Alter an (außer wenn die Stimme zu hoch ist, das will man einfach nicht e.e), aber das Problem ist, dass sich die Interessen einer 13-Jährigen und eins 20-Jährigen beispielsweise einfach zu stark voneinander unterscheiden... Dafür kann sich ein 13 jahre alter Zuschauer bei einer 13 jahre alten LPer besser hineinversetzen als in zB ein 20 Jährigen^^

  • Ich denke schon das du die Möglichkeit hättest das zu machen, und es würden sicherlich auch Leute zuschauen. Du scheinst Geistig jedenfalls sehr viel weiter als 13 zu sein, wenn ich mir anschaue wie du so schreibst.


    Das steht hier warscheinlich schon 50 mal oder so, aber mach es einfach wenn es dir gefällt. Du wirst Später ja auch irgendwann mal einen Job haben oder Studieren oder oder oder...dann musst du auch darauf achten, das du Spaß hast.


    Finde das Thema allgemein sehr interessant, und wenn du mal was aufnehmen würdest , kannst du gerne bescheid sagen, ich würde das gerne mal sehen :D


    Hab spaß an dem was du machst, und wenn es anderen nicht passt und dir gefällt es noch immer, dann mach weiter ! :)


    LG

  • Da ich selbst mit 13 meine ersten Videos hochgeladen habe und nach 2 Monaten mit 14 mein erstes LP, kann ich nicht viel dagegen sagen :P


    Meiner Meinung nach ist das Alter egal, Hauptsache du hast Spass daran ^^ Das einzige Problem mit so jungen Jahren ist vielleicht die fehlende Erfahrung und eventuell die Stimme.
    Nicht alle sind gleich reif mit 13, aber je früher man damit anfängt, desto besser.


    Just do it!


  • Wäre aber gut, wenn die Eltern das etwas beobachten würden und im Problemfall evtl. eingreifen können.


    Daran hakt es aber meistens.
    Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, was ihre Kinder da jetzt genau machen und kontrollieren es auch nicht (was eigentlich ihre Pflicht ist).
    Ich für meinen Teil weiß nicht so recht, ob das schon was für eine 13jährige ist. Klar, sie soll machen was ihr Spaß macht, aber gäbe es nicht auch anderes für dieses Alter? Beruflich bedingt habe ich ja mit Kindern zu tun und vielen ist, auch wenn sie erwachsen wirken, ihr Tun oftmals noch nicht so wirklich bewusst. Viele können auch mit Cybermobbing nicht so gut umgehen, auch wenn es hier Einzefälle gibt die sagen: "Hey ich hab damit kein Problem". Ihr wisst im Endeffekt nicht, wie das Mädchen wirklich innerlich gestrickt ist. Ich hab es damals in der Schule nach außen hin auch nicht gezeigt, dass mich das Mobbing anderer doch sehr getroffen hat.

  • Mir jetzt zu unterstellen, ich würde allen Dreizehnjährigen ohne Bedenken und Zweifel die Reife zum Betreiben eines YouTube-Channel zuzusprechen, entspricht einfach nicht der Wahrheit.


    Das eine behaupten und das andere Tun. Du differenzierst also die selbstbewussten, ihrem Alter weit voraus entwickelten 13 Jährigen von den normalen, bei ihrer Charakterentwicklung gerade mal am Anfang stehenden Jugendlichen Anhand von zwei hoch geladener Videos auf einem Youtubechannel. Dabei ermutigst du natürlich die erst beste 13 Jährige, die einen Thread eröffnet und fragt, was der Rest so von ihrem Alter und Vorhaben hält. Nichts, niente, nada an Informationen, inwieweit dieses eine Mädchen nun schon tatsächlich in ihrer Entwicklung ist, welchen Reifegrad sie vorweisen kann oder wie es sonst so bei ihr läuft, wird sie von allen Seiten ermutigt sich so weit wie möglich in die Öffentlichkeit zu rücken, aber natürlich immer mit dem freundlichen Hinweis am Rande, es KÖNNTE böse enden. Aber nichts für ungut, selbst wenn das passiert, das wäre ja dann nicht mehr das Problem des Ratgebers, der hat ja von Anfang an gesagt, da KÖNNTE was passieren. Fein raus aus der Sache!
    Ich behaupte mit Fug und Recht, dass weder du noch ich beurteilen können, wie gut oder schlecht sie mit dem nicht unwahrscheinlichem Fall umgehen könnte, wenn sie tatsächlich einige Hater abbekäme. Der Unterschied ist, dass ich das Worst-Case-Szenario annehme und damit auf der sicheren Seite stehe. ICH ermutige keine Kinder sich ins Schwarze zu stürzen und mal zu sehen, was dabei rum kommt, denn ICH bin nicht diejenige, die später alle Scherben aufkehren darf, wenn es denn tatsächlich in die Hose ging, aus welchen Gründen auch immer.


    Wir können hier überhaupt nicht von einem Fall ausgehen, wo ihr diesen Jugendlichen bereits kennt und einschätzen könnt, ob er von so einem Vorhaben profitieren könnte oder nicht oder ob ihn der mögliche Stress in seiner Entwicklung voran bringen oder eher beeinträchtigen könnte. Das hier ist eine völlig fremde Person und dennoch wird instinktiv davon ausgegangen, dass sie die Ausnahme von der Regel bildet. Und nun möchte ich keine Behauptungen hören, das wäre so gar nicht der Fall. Ich sehe doch die ganzen Motivationsbanner und Ponpons in die Luft werfenden Socialcoaches, die meinen, solang man Spaß hat und sich nichts zu Herzen nimmt (like wtf? Als ob man sich aussuchen könnte, erst recht in SO JUNGEN JAHREN, was man sich zu Herzen nimmt und was nicht), solle man doch beruhigt weitermachen.


    . Es besteht ein Unterschied zwischen jemanden, der sich als Erschaffer eines YouTube-Videos in der Öffentlichkeit positioniert und damit angreifbar wird und jemandem, der anderweitig, entweder offline oder in teilöffentlichen Netzwerken wie z.B. [lexicon]Facebook[/lexicon] Opfer von Mobbing wird.


    Nenn mich ruhig ignorant, verblendet oder einfach nur grenzdebil, aber ich verstehe nicht, worin der Unterschied in Sachen psychischer Belastung besteht?


    Ich bin 13 und gerade am Anfang meiner Selbstfindung. Mir steht die Möglichkeit offen mich im Internet zu präsentieren, wie ich will, was mir vielleicht durch etliche Faktoren im realen Leben verwehrt bleibt. Also mache ich mein Internet-ich, mein Alter Ego, meine Online-Persona- zu dem ich, das ICH sein möchte, wenn ich nicht an gewisse Grenzen durch gesellschaftliche Restriktionen im reellen Leben geknüpft wäre. Und nun kommen fremde Leute daher und bilden sich über mein perfekt zurecht gezimmertes Ich, mein Idealbild meiner eigenen Person, ein Urteil. Ein sehr mieses Urteil. So ein richtig menschenverachtendes, perfides, absolut destruktives und sicherlich nicht in Watte verpacktes Urteil über mich und der Art und Weise wie ich mich darstelle. Und natürlich halten sie damit nicht vor dem Berg, im Gegenteil, sie beschmeißen mich geradezu an jeder Ecke mit ihren verbalen Ausdünstungen, für wie wertlos und schlecht sie mich halten und die einzige Lösung dazu der Strikt am Balken sein kann, am besten noch mit der Telefonnummer zum nächsten Bauhaus.


    Inwiefern ist das bitte harmloser oder weniger kritisch zu betrachten, als wenn mein Facebookprofil von ähnlichen Beleidigungen zugemüllt wird? Jede Form von "Internetmobbing" kann zu schwerer psychischer Belastung führen mit darauffolgender Depression bis hin zur Selbstverstümmelung und Wählen des Freitods. Das sind reale Konsequenzen, die man sich vor Augen halten sollte, bevor man jedem daher gelaufenem Jugendlichen dazu ermutigt sich selbst so angreifbar zu machen, auch wenn es von eurer Seite vielleicht nett gemeint war.


    Und wenn du glaubst, dass ich übertreibe, dann wirf doch einen Blick auf diesen, bereits erwachsenen jungen Herren, der mit seiner Lebenserfahrungen es hätte besser wissen KÖNNEN, es aber dennoch nicht getan hat: Erfolg der Hater!!!

  • @ Ninchen: Den letzten Satz eines Beitrags benutzen um damit das gesamte Argument zu entkräften ist aber mal nicht die feine englische Art. Wenn Kinder (und Jugendliche... achwas, Menschen allgemein) nicht mit schwierigen Situationen, und ja, dazu gehören auch die bösen, bösen Worte, lernen umzugehen, weil sie immer geschont werden oder gar vor diesen Situationen komplett bewahrt werden, können sie keine Methoden entwickeln, um mit Konflikten umzugehen.
    Leid ist nicht nur wenn man missbraucht wird, Leid entsteht auch, wenn man scharfe Kritik erhält und damit nicht umzugehen weiß.


    @ SonicEmpire: Terroristen formen sich auch außerhalb des Internets und töten Menschen außerhalb des Internets. Menschen werden versklavt, gehandelt und missbraucht, und das alles außerhalb des Internets. Der ganze Abschaum, der sich so im INternet sammelt, existiert auch außerhalb des Internets.
    Cyber Mobbing ist ein absolut aufgeblasenes Problem. Schnell (und oftmals falsch) geschriebene Worte in einem Kommentar oder [lexicon]Tweet[/lexicon] können mir nichts anhaben. Die Leute, die sich davon dermaßen zugrunde richten lassen, haben vollkommen andere sozial-emotionale Probleme.
    Und in den Fällen, in denen Leute über das Internet hinaus agieren und tatsächlich anderen Auflauern, ihnen die Polizei ins Haus schicken, sie beim Arbeitgeber anschwärzen oder tatsächlich in deren sozialen Raum eingreifen, sprechen wir nicht mehr von Cyber Mobbing, dann handelt es sich schlicht und ergreifend um Belästigung, Mobbing und/oder noch härteres.
    Genauso wie wenn Leute, die aus meinem sozialen Umfeld stammen (wie zB Schule, Arbeit, Nachbarschaft) das Internet als zusätzliches Mittel nutzen mich zu belästigen.
    Ansonsten gibt es tausend und eine Methode, im Internet solcherlei negativer Aufmerksamkeit zu entgehen, wenn man sich ihr nicht stellen möchte.

  • Würde eher einem 13-jährigen Mädchen zuschauen als einem Jungen. Aber eher beides nicht.


    Es ist einfach eine Frage des Erfahrungshorizonts. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sprachlich viel drin steckt, geschweige denn von inhaltlich.

  • @ SonicEmpire: Terroristen formen sich auch außerhalb des Internets und töten Menschen außerhalb des Internets. Menschen werden versklavt, gehandelt und missbraucht, und das alles außerhalb des Internets. Der ganze Abschaum, der sich so im INternet sammelt, existiert auch außerhalb des Internets.
    Cyber Mobbing ist ein absolut aufgeblasenes Problem. Schnell (und oftmals falsch) geschriebene Worte in einem Kommentar oder [lexicon]Tweet[/lexicon] können mir nichts anhaben. Die Leute, die sich davon dermaßen zugrunde richten lassen, haben vollkommen andere sozial-emotionale Probleme.
    Und in den Fällen, in denen Leute über das Internet hinaus agieren und tatsächlich anderen Auflauern, ihnen die Polizei ins Haus schicken, sie beim Arbeitgeber anschwärzen oder tatsächlich in deren sozialen Raum eingreifen, sprechen wir nicht mehr von Cyber Mobbing, dann handelt es sich schlicht und ergreifend um Belästigung, Mobbing und/oder noch härteres.
    Genauso wie wenn Leute, die aus meinem sozialen Umfeld stammen (wie zB Schule, Arbeit, Nachbarschaft) das Internet als zusätzliches Mittel nutzen mich zu belästigen.
    Ansonsten gibt es tausend und eine Methode, im Internet solcherlei negativer Aufmerksamkeit zu entgehen, wenn man sich ihr nicht stellen möchte.


    Tolle Gegenargumentation über die Kriminalität im Internet - in der realen Welt gibt es sowas auch :-D Auch wenn es noch so beruhigend ist, habe ich nie behauptet, dass es sowas nur im Internet gibt - vielmehr ist es im Internet einfacher. Versuch mal außerhalb des Internets an Millionen von Daten der Bevölkerung ranzukommen. Alles wird heutzutage elektronisch festgehalten - ergo kann man mit den nötigen Fähigkeiten an ALLES rankommen. Die ISIS rekrutiert und plant teilweise ihre Anschläge auf versteckte Internetseiten - Anonymus prahlt sogar damit, dass sie alles online machen und auch lahmlegen können. Die gesamte Flüchtlingshetze beläuft sich zum Teil online, selbst solche grenzdebilen, Vollidioten wie Til Schweiger bekennen sich dazu und nehmen zuerst online dazu Stellung bevor die Presse oder Nachrichtensender darüber informieren. Wo bekommst du denn am schnellsten die neusten Nachrichten her? Nicht im TV, Radio oder gar Zeitung (die übrigens auch zum großen Teil alle online recherchieren) Du bekommst diese Infos am schnellsten im Newsticker.
    Das Mobbing im Netz ist auch einfacher, weil es einfach bequemer ist und auch feiger. Man muss die Person gar nicht sehen um sie zu hassen und recht schnell findet man Artgenossen die damit aus reiner Freude mitmachen. Wie willst du dagegen ankämpfen wenn es erstmal richtig losgeht - ohne deine Bewegungsfreiheit einzuschränken oder deine "Karriere" zu bedrohen? Ja klar du kannst einfach aufgeben nach dem Motto "Versuch es erstmal, wenn es schlimm wird kannst du jederzeit aufhören" Tolle Lebenseinstellung die man einer 13 Jährigen mitgeben will. Ich habe auch nie behauptet das Cybermobbing kein Cybermobbing mehr ist wenn es außerhalb des Internets fortgeführt wird oder kurz online weitergeführt wenn der Ursprung in der "echten Welt" stattgefunden hat. Das Internet ist einfach nur ein Hilfsmittel - und Mobbing bleibt Mobbing, scheißegal auf welcher Plattform und in welcher Realität - da gibt es einfach keinen Unterschied. Ich bin lediglich der festen Überzeugung, im Internet ist es schneller, einfacher und kann sich deutlich schlimmer entfalten (insofern man an die richtigen Personen gerät) Das dir und mir sowas vielleicht gleichgültig ist, weil wir uns damit abfinden können und einfach darauf scheißen, heißt aber nicht das gerade deutlich jüngere Personen das auch können. Wir kennen deren Umfeld nicht. Wie ihre Psyche ist. Was sie dazu veranlasst im Internet nun ein zweites Leben zu führen bzw sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.


    Du schriebst: Und in den Fällen, in denen Leute über das Internet hinaus agieren und tatsächlich anderen Auflauern, ihnen die Polizei ins Haus schicken, sie beim Arbeitgeber anschwärzen oder tatsächlich in deren sozialen Raum eingreifen, sprechen wir nicht mehr von Cyber Mobbing, dann handelt es sich schlicht und ergreifend um Belästigung, Mobbing und/oder noch härteres.


    Rechtlich gesehen ist das dann natürlich kein Cyber-Mobbing mehr, aber das Internet wurde genutzt um die Reize zu wecken. Der Appetit ist da und wird nun vollzogen. In dem Forum wo ich früher war, hat sich ein Junge als Mädchen ausgegeben um sich mit einem anderen Mädchen zu treffen. Das andere Mädchen ging darauf ein und fand dann nachts am Bahnhof einen Typen vor der ihr versprach der Bruder zu sein, der sich nur abholen möchte. Am Ende wurde sie vergewaltigt und ist tot. Und die Tote war volljährig... Nun kann man darüber denken was man will, aber ja, letztendlich war es kein Internetverbrechen sondern einfach nur Mord. Jetzt sag mir, wäre das ohne dem Internet auch so einfach möglich gewesen? Und wenn schon volljährige Menschen so dumm sind sich darauf einzulassen, obwohl man denen genug geistige Reife zuspricht - wie läuft es wohl mit DEUTLICH jüngeren Personen ab?


    Desweiteren meinst du:
    Ansonsten gibt es tausend und eine Methode, im Internet solcherlei negativer Aufmerksamkeit zu entgehen, wenn man sich ihr nicht stellen möchte.


    Nenne mir nur eine die mich vollkommen zufrieden stellt ohne das man seinen gewohnte Ablauf verändern muss. Denn sobald man etwas verändern muss - ist man schon das Opfer was sich geschlagen gibt.

  • "Versuch es erstmal, wenn es schlimm wird kannst du jederzeit aufhören"


    So sehe ich das noch nichtmal. Wenn man mit Kommentaren nicht umgehen kann, kann man die betroffen User blocken, die Kommentare schließen oder (wenn möglich) jemanden bitten, den Channel zu moderieren.


    Und mein Argument ist nicht, dass die Probleme im Internet weniger schlimm sind, weil es die gleichen Probleme außerhalb des Webs auch gibt, sondern, dass unsere Welt ohne das Internet bereits ein ziemlich gefährlicher Ort ist und weitaus schlimmer, als das Netz jemals sein könnte.
    Die meisten Übergriffe geschehen immer noch in der Familie, wollen wir also Kinder nach der Geburt sofort in Heime stecken? Dort geschehen übrigens auch genug Übergriffe.
    Und dein eines Beispiel von jemandem, der sich nachts am Bahnhof mit einem Fremden aus dem Netz getroffen hat (klingt ziemlich nach Urban Legend), toppe ich mit den unzähligen Vergewaltungs-/Gewalt/Mordopfern nach ner ausgiebigen Nacht im Club.


    Aber mit einem hast du recht. Wir haben keine Ahnung, wie es um die Psyche einzelner Jugendlicher aussieht und wie sie mit Online-Belästigung umgehen können.
    Dein Beispiel von einer Erwachsenen, die einem Triebtäter im Internet zum Opfer fiel, zeigt aber, dass das Alter an sich kein Faktor ist.
    Und zum anderen ist es Aufgabe von Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten, Kindern und Jugendlichen Konfliktmanagement - Möglichkeiten zu vermitteln und Resilienz zu ermöglichen. Und wenn das nicht geschieht, haben diese Leute, wie bereits gesagt, weitaus größere Probleme.


    Denn sobald man etwas verändern muss - ist man schon das Opfer was sich geschlagen gibt.


    Konflikte sind nicht auf einer Kommentar-Sektion beschränkt. Mit dieser Einstellung ist man Lebens-Unfähig.
    Entweder man kann sich damit abfinden oder den bösen Stimmen stellen, oder man muss andere Maßnahmen ergreifen (wie oben genannt). Und wenn man dazu nicht bereit ist, dann ist man vielleicht wirklich nicht dafür geeignet, Videos im INternet zu Veröffentlichen (oder sonstigen Ausdruck im sozialen Raum zu bringen)


    im Internet ist es schneller, einfacher und kann sich deutlich schlimmer entfalten


    Gleichzeitg ist es im INternet auch deutlich einfacher, Leute zu ignorieren.
    Das, was Mobbing besonders auszeichnet, ist, dass eine Beziehung zwischen Täter(n) und Opfer besteht, sei es in der Clique oder am Arbeitsplatz. Das geht soweit, dass sowohl bei Aggressor als auch beim Opfer im Nachhinein ähnliche emotionale und psychische Vorgänge zu beobachten sind, sprich, der Täter teilt das Leid des Opfers.
    Fremde im Internet haben keine Beziehung zueinander.
    Belästigung kann stattfinden, sollte es aber zu einem psychischen Zusammenbruch beim Opfer kommen, liegen dem größere Probleme zugrunde... oder aber die Eltern haben bei der Erziehung versagt... was in sich auch eines der größeren Probleme ist.

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