Atemgeräusche, wie vermeiden?

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  • Moin liebes LPR-Forum,


    vermutlich der 1000. Thread zu diesem Thema, aber nützt ja nichts, da müssen wir jetzt durch.


    Also folgendes:

    Ich habe das Beyerdynamic MMX2 mit der inkludierten USB-Soundkarte an einem aktiven USB-Hub angeschlossen. AGC ist deaktiviert, der Pegel auf 100. Soweit mein "Setup" der ganzen Sache.


    Mein Problem: habe ich das Mikrofon vor/schräg vor dem Mund, wie es ja eigentlich sein soll, hört man mein Atmen. Je nach Nachbearbeitung in Audacity mehr oder weniger extrem. Aber ich bin gut zu verstehen, ohne den Dezibel-Regler hochzudrehen oder "Normalisieren" zu verwenden.


    Meine Lösung schon seit Ewigkeiten: Das Mikro knapp über der Nase platziert. Im Grunde wie dort Beyerdynamic MMX 2 - wirklich gut? von Julien geschrieben. Hier hört man mein Atmen nun überhaupt nicht, allerdings bin ich dann auch so leise, dass es für Konferenzen oder Livestreams im Grunde genommen unbrauchbar ist. In Audacity muss ich dann "Normalisieren" oder den Dezibel-Regler hochschieben. Und vor allem ist hier das Rauschen im Verhältnis recht extrem. Also irgendwie auch nicht so prickelnd.


    Es ist wohl auch egal, ob der Pegel auf 100 oder nur auf 20 steht...


    Meine Frage ist:

    Was muss ich wie machen, dass ich gut und laut zu verstehen bin, aber ohne störende Atemgeräusche? Habe ich irgendeine Audioeinstellung falsch? Gibt es eine geheime Mikrofonposition, die ich noch nicht kenne? Ich weiß es nicht.

    Wenn ich mir so auf YT Videos anschaue, wo das MMX2 vorgestellt oder verglichen wird und es richtig gut klingt (im Vergleich zu mir): was machen diese Leute anders/besser?


    Ich möchte einfach eine Sprachaufnahme, wo ich nicht noch ewig Atem rausschneiden muss oder mit einer Rauschentfernung darüber gehen muss.


    Wer kann hier helfen?

  • Hey H-N-G,


    hast du es mal mit nem Popschutz versucht? Die sind extra dafür da, um Wind- oder Atemgeräusche zu minimieren. Das sind diese Penöpel die man aufs Mikro steckt oder die gibt's auch als so ne Art mit Stoff überzogene Scheibe. Falls du sowas nicht hast, gibt's für ein paar Euro im Netz. Sonst tut's zum Ausprobieren auch ne dicke (bitte gewaschene) Tennissocke über dem Mikro.


    Wie man das Über die Technik sonst machen, kann weiß ich nicht.


    L.G. Chantal

  • Moin Chef, ich benutze das Mikro seit boahh, sicher über 2 Jahre. Habe die AGC aus und auch 100% Pegel. Benutze wie du die mitgelieferte USB Soundkarte und habe auf dem Mikro selber den mitgelieferten POP-Schutz drauf. Von der Position her, ist das Mikro ein paar Zentimeter von meinem Mund weg (schwer ne Position zu beschreiben^^).

    Bei mir ist mit Playclaw(Aufnahmeprogramm) das Mikro auf 90%. Wenn mit Audacity (nur bei den Roleplays) folgende Optionen ausgewählt: Audiohost - WASAPI, Natürlich das Mikro, Mono und das Mikro wird mit 100% aufgenommen. Ich haue dennoch immer gerne noch Rauschverminderung und ein Noisegate drüber. So hört sich einfach besser an. Bei Sony Vegas noch nen Equilizer und nen Kompressor drüber und dann hört sich das ganz respektabel an.


    Hoffe das hilft dir etwas weiter.


    Gruss


    silu785

  • Mal ganz blöd nachgefragt: Atmest du denn wirklich laut?


    Einem Mikrofon sind halt auch physikalische Grenzen gesetzt, und wenn du wirklich laut atmest (es gibt ja so Leute), dann bringen dir die beste Positionierung und Nachbearbeitung nichts, das Atmen wird immer zu hören sein.

  • Was muss ich wie machen, dass ich gut und laut zu verstehen bin, aber ohne störende Atemgeräusche? Habe ich irgendeine Audioeinstellung falsch? Gibt es eine geheime Mikrofonposition, die ich noch nicht kenne? Ich weiß es nicht.

    Wenn ich mir so auf YT Videos anschaue, wo das MMX2 vorgestellt oder verglichen wird und es richtig gut klingt (im Vergleich zu mir): was machen diese Leute anders/besser?


    Ich möchte einfach eine Sprachaufnahme, wo ich nicht noch ewig Atem rausschneiden muss oder mit einer Rauschentfernung darüber gehen muss.

    lade doch mal eine Testaufnahme hoch am besten unbearbeitet und als flac würde mir das dann mal ansehen/hören in Audacity wie sich das anhört von Beschreibungen ist hier schwer nen Tipp zu geben. Eine Halbe Minute bis Minute reicht!

  • Also nen Popschutz würd ich, wie KrawallChantal gesagt hat auch einfach mal ausprobieren.

    Bei einigen Mikros klappt es gut, wenn Du es schräg zu Deinem Mund hälst. Also so, dass Du von der Seite reinsprichst. Man könnte auch versuchen die Aufnahmelautstärke in der Soundkarte weiter hochzuschraueben (falls das noch nicht auf 100% steht). Sodass Du dann weiter vom Mikro weg kannst.

    Es gibt auch nen Trick, der bei manchen Geräuschen allerdings nur bedingt funktioniert. Du lässt einfach ne Aufnahme laufen ohne, dass Du was sagst. Wenn Dich die Atemgeräusche in den Aufnahmen stören, dann atme ins Mikro so, wie Du es auch bei den richtigen Aufnahmen machst. Sodass Du am Ende halt eine Datei mit nur Deinem Atmen und ggf. weiteren Störgeräuschen, die eben mit aufgenommen werden, hast.

    In Audacity und ich wette in den meisten anderen Programmen auch, kannst Du dieses Audio nehmen und quasi von Deinen Aufnahmen abziehen. Du sagst ihm dann quasi, dass er die Geräusche komplett rausrechnen soll. Wenn die Geräusche allerdings zu komplex werden, wird er Dir zu viel aus den Aufnahmen rausnehmen. Da muss man dann etwas rumprobieren.
    Ich hoffe das war einigermaßen verständlich >>

  • Es gibt auch nen Trick, der bei manchen Geräuschen allerdings nur bedingt funktioniert. Du lässt einfach ne Aufnahme laufen ohne, dass Du was sagst. Wenn Dich die Atemgeräusche in den Aufnahmen stören, dann atme ins Mikro so, wie Du es auch bei den richtigen Aufnahmen machst. Sodass Du am Ende halt eine Datei mit nur Deinem Atmen und ggf. weiteren Störgeräuschen, die eben mit aufgenommen werden, hast.

    In Audacity und ich wette in den meisten anderen Programmen auch, kannst Du dieses Audio nehmen und quasi von Deinen Aufnahmen abziehen. Du sagst ihm dann quasi, dass er die Geräusche komplett rausrechnen soll. Wenn die Geräusche allerdings zu komplex werden, wird er Dir zu viel aus den Aufnahmen rausnehmen. Da muss man dann etwas rumprobieren.
    Ich hoffe das war einigermaßen verständlich >>

    das vermindert meist stark die Qualität von der Sprache und sollte nur für Hintergrundrauschen benutzt werden.

  • Mal ganz blöd nachgefragt: Atmest du denn wirklich laut?

    Keine Ahnung, habe da keine Referenz bzw. hat mir noch niemand bisher gesagt, dass ich laut atmen würde.


    Aber hier mal die Testaufnahme, unbearbeitet so wie es OBS aufnimmt:


    Zu diesen Problemen kommt jetzt noch dazu, dass generell was mit dem Sound bei mir nicht mehr stimmt, denn irgendwie zerknallt es die Aufnahme zum Ende hin immer völlig mit übelstem Rauschen, was im Audacity so aussieht:

    Im OBS sieht aber alles ganz normal aus, aber im Moment könnte ich echt nur noch k****n....

  • Hallo H-N-G


    Schick mal die MediaInfo mit rein. Welche Bitrate bzw in welchem Format nimmst du auf ? Man kann zwar verstärken aber das Rauschen ist so übelst das man das nicht mal mit Rauschfilterrung und einem Noise Gate einigermasen raus bekommt ohne die Stimme absolut zu zerstören. Probier vielleicht mal das du es an der Soundkarte runterstellst auf max 80-90 % manche dinger fanger an zu spinnen wenn die zu laut eingestellt sind die brummen und rauschen dann. Ansonsten hat vielleicht hier noch jemd andrer Tipps. Für die Zukunft kommts drauf an wofür du es benutzten möchtest, wenn du gute Videos Produzieren willst solltest du vielleicht je nach Budget mal über ein Update auf ein gutes dediziertes Mikro nachdenken.

  • Im OBS habe ich pcm_s16le als Audiokodierer eingestellt Bitrade 320 und 2 getrennte Tonspuren, eine für Sprache, die andere für In-Game-Sound.


    Wie kann ich so eine Mediainfo erstellen?


    Über ein dediziertes Mikro denke ich schon ne Weile nach, gibt es hier Empfehlungen?

  • dann ist es im Grunde so Mikrofone ohne Mischpult sind in der regel Qualitativ etwas schlechter als wenn man diese über ein Mischpult anschliesen würde das liegt an den A/D Wandlern die das Analoge Tonsignal in ein Digitales umwandeln. Auch unter den USB Mikros gibt es natürlich verhältnis mässig gute ich hatte lange zeit eines davon bevor ich umgestiegen bin. Hier gibt es nur zwei die sich extrem herausheben in der Preisklasse

    Das wäre der LowBudget Kanditat auna MIC-900B mit ~85€ oder das etwas doppeltso teuere dafür auch bessere Rode NTUSB ~160€

    Soundbeispiel Rohsound Rode NT USB hier


    Wie immer gilt wenn man etwas auf höchsten Ansprüchen machen will kann es sehr teuer werden. Der nächste Qualittätsschritt wäre ein gutes Audio Interface zb Steinberg UR22 MKII ~130€ oder das minimal günstigere Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen ~110€


    Nun sind wir beim Thema XLR-Mikros hier hat jeder seinen Favoriten und hier gibts viele Unterschiedlichkeiten den nicht jedes Mikro ist perfekt für jeden Typ Stimme oder Einsatzzweck.


    Hier mal ein paar:


    Rode NT-1A ~190€

    Sehr bekannt in der YouTuber Gemeinschaft sehr oft anzutreffen Funfact: Gronkh verwendete dieses Mikro sehr lange das Mikro hat einen sehr ausgeprägter Nahbesprechungseffekt und warmen Satter Klang. Dies verwende ich derzeit! Habe schon andere getestet und ist nicht mehr mein Favorit eben wegen diesem Nahbesprechungseffekt, dies mag nicht jederman und prägt schon sehr den Klang der Stimme

    Soundbeispiel was unoptimiert möglich ist

    hier


    Electrovoice RE-20 ~535€ Das Radiosprecher-Mikro schlecht hin. Es wurde seit den 70er Jahren in vielen Radiostationen verwendet und kommt bis heute zum Einsatz. Der Nahsprechungseffekt ist so gut wie nicht vorhanden obwohl es sich um einen Dynamisches Großmembraner handelt Electrovoice nennt dies Variable D Design wieso und warum es so klingt wie es klingt dafür bin ich nicht weit genug drin in der Materie. Dieses Mikro wird für mich das nächste in meiner Sammlung werden. Ab ca 2cm gibt es auch hier einen Nahbeprehungseffekt aber so nah sollte man dann eh ned ran xD Funfact: lustiger Spitzname der mit einem Elefanten zu tun hat werde ich hier nicht nennen :)


    Shure SM7B~590€

    Fast kein Nahbesprechungseffekt das mit am meisten verwendete Mikro der Oberklasse bei Twitch zumindest sehe ich es sehr häufig Funfact Michael Jacksons nahm damit das Album "Thriller" auf.


    Soundbeispiel

    hier


    Das "ich habe zuviel Geld in der Tasche und will es knallen lassen" Mikro

    Das Sennheiser MKH 416 P48 Kostenpunkt ~999€

    Das Mikro wurde eigentlich für den Film entwickelt als Angel Mikrofon aber lässt sich auch perfekt im Homestudio einsetzen. Das Mikro wurde geradezu optimiert bei schwierigen Verhältnissen Sprache perfekt einzufangen und nimmt diese sehr isoliert auf. Es findet Einsatzzwecken bei Reportern, im Film, an der Tonangel oder auch im Radio.

    Gerade hier gibt es bestimmt einige Geheim TIpps von Kleinmebran Mikros


    Soundbeispiel was optimiert möglich ist

    hier


    Dies ist keine Empfehlung! sondern nur ein Denkanstoss am besten ist wenn du ein paar Mikros selbst testest :)

  • Hast du mal versucht, die USB-Soundkarte direkt am Mainboard, statt am USB-Hub anzuschließen? Evtl. liefert das ja bessere Ergebnisse, weniger Rauschen und du musst den Pegel nicht auf das Maximum setzen. Ich glaube, ich hatte damals beim MMX 2 meinen Mikrofonpegel zwischen 80 und 90. Das Mikro selber hatte ich ungefähr auf Kinnhöhe angebracht.

  • Das hatte ich damals mal mit meinem alten PC probiert (siehe dort: Sprachqualität verbessern), da war die Qualität eher noch schlechter, werde das aber auf jeden Fall mal jetzt mit meinem neuen PC testen.


    Aktuell habe ich das Headset direkt mit den Klinkensteckern angeschlossen. Rauscht zwar immer noch AF, aber es ist jetzt so ein Rauschen, was Audacity recht gut wegfiltern kann.

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