Dinge, die für euch in einem Let's Play absolute No-Go's sind

  • Ich finde, es geht gar nicht, wenn man bei Facecam raucht. Ich meine, ich bin selbst Raucher, aber wenn ich mit Facecam aufnehme schaffe ich es auch mal 20 oder 30 Minuten ohne Nikotin. Ohne Facecam - und das gebe ich offen zu - nutze ich manchmal Zwischensequenzen in denen man sowieso nicht redet um mal kurz an meiner E-Kippe zu ziehen. Das zischende Gräusch, was so ein Ding nunmal macht, kann ich ja hinterher auf der Audiospur rausschneiden. Es sollte halt miemand merken, dass man während dem LP raucht, dann ists für mich ok. Das is auch das gute an einer E-Zigarette, da kann man einmal kurz dran ziehen, das dauert 5 Sekunden und niemand merkt was davon :D


    Was Trinken und Essen angeht finde ich, dass man sich das Essen verkneifen kann. Wenn man vor dem LP isst wird man es bestimmt 20 Minuten aushalten ohne zu verhungern. Also Essen muss wirklich nicht sein. Trinken hingegen ist was anderes. Wenn es in den Sommermonaten sehr heiß ist, verstehe ich vollkommen, dass man mehr Durst hat als zb im Winter. Und sofern ich nicht alle 2 min im LP höre, wie derjenige mit seiner Plastikflasche raschelt und trinkt, hab ich gar nichts gegen einzuwenden. Auch ist es klar, dass die Stimme etwas rau wird, wenn man zb vorproduzieren muss und schon seit mehreren Stunden aufnimmt. Ich versuche auch hier, mein Trinken so zu timen, dass ich es hinterner problemlos rausschneiden kann, auch hier sind Zwischensequenzen wieder echt vorteilhaft :D Was anderes ist, wenn man sich zb verschluckt und husten muss und deswegen dann etwas trinkt. Das ist ja auch etwas, das nicht alle 5 min vorkommt und deswegen kein Problem für mich. Lange Rede, kurzer Sinn, Trinken ist ok, solang es nicht andauernd vorkommt und man nicht deutlich mitkriegt, dass derjenige trinkt.


    Ansonsten muss für mich der Ton stimmen. Andauerndes Übersteuern geht gar nicht klar. Natürlich kann es immer mal wieder vorkommen, dass ein Satz oder ein Satzteil etwas übersteuert, das passiert mir auch (weil in meinem Zimmer einfach eine scheiß Akustik ist), aber der größte Teil des LP's sollte sich vernünftig anhören. Deswegen kann ich mir auch nytralon nicht reinziehen, obwohl der Typ an sich eigentlich voll sympathisch ist, aber bei dem sind einfach pro Folge 80% von dem was er sagt übersteuert und davon krieg ich Kopfschmerzen.


    Und zu guter Letzt kann ich es absolut nicht ausstehen, wenn man in Zwischensequenzen reinquatscht! Da könnte ich jedes mal ausflippen, ich will schließlich was von der Story mitkriegen und nach der Sequenz darf der LPer gern seine Meinung dazu sagen aber währenddessen hat man gefälligst die Klappe zu halten xD


    Aaaaach was ich noch vergessen hab, is mir grade erst eingefallen: Ich kann Leute nicht ausstehen, die die ganze Zeit nur über das Spiel oder ihre Mitspieler herziehen. So jemand wie Dhalucard zb. Hab mir bei dem ein paar Folgen Dead by Daylight reingezogen und ich werde so aggressiv bei dem. Gut, man hat manchmal Vollidioten im Team und das mal anzumerken bzw sich kurz darüber zu beschweren ist in Ordnung, das mache ich auch, aber der Typ hält sich einfach für den übelsten Progamer und zieht über die anderen nur her. Er mag bei DbD gut sein, ja, aber ich finde nicht, dass ihm das das Recht gibt über Mitspieler herzuziehen. Das mag vielleicht sein persönlicher Stil sein, aber sowas bringt mich dann dazu, das Video wegzuklicken und mir nie wieder was bei solchen Leuten anzusehen.

  • Also sowas wie Husten und Niesen, also alles ehr Plötzliche Dinge die man auch Teilweise nicht unterdrücken kann, sind für mich OK. Jemanden der kaum Redet weil er das Niesen unterdrückt möcht ich jetzt nicht wirklich zugucken/hören.
    Die "Unfeinen" Körpergeräusche haben in einer Aufnahme jedoch nichts verloren.


    Was mich auch noch Stört ist wenn Leute einfach nicht Nachdenken oder die Anweisungen des Spiels "Tu dieses und jenes dann passiert dieses und welches" nicht beachten. Folglich nichts so läuft wie es soll und dann der Let´s Player solche dinge wie "Scheiß Spiel, das is doch Müll" sagt, obwohl das Spiel ihm mit roter blinkender Schrift der Schriftgröße "Plakat" sagt was er tun muss. Wobei sowas natürlich mal passieren kann es sollte nur nicht zur Regel werden.


    Zum Trinken, niemals aus einer Plastikflasche trinken, sowas nervt. Ein Glas in dem man sich Wasser Einschenkt, natürlich von der Aufnahme, wirkt da schon wunder.

  • Was mich auch noch Stört ist wenn Leute einfach nicht Nachdenken oder die Anweisungen des Spiels "Tu dieses und jenes dann passiert dieses und welches" nicht beachten. Folglich nichts so läuft wie es soll und dann der Let´s Player solche dinge wie "Scheiß Spiel, das is doch Müll" sagt, obwohl das Spiel ihm mit roter blinkender Schrift der Schriftgröße "Plakat" sagt was er tun muss. Wobei sowas natürlich mal passieren kann es sollte nur nicht zur Regel werden.

    Dann bist Du bei Darksydephil (DSPGaming) genau richtig. Schau Dir einfach mal ein "This is how you don't play...." an. :D

  • Was für mich No-Gos sind:


    Darmwinde, auch als Blähungen genannt. Ich hatte mal ein Resident Evil 2 LP angekuckt, wo der Typ ständig erstmal ein ablässt und dann nur "Der musste raus." labert. Als ob der Zuschauer es wissen wollte, dass er gefurzt hat X/


    Rülpsen: Wenn es mal passiert ist es kein Ding und es gibt auch Leute, die wegen der Magensäure mehr rülpsen als andere. Aber wenn man mit voller Absicht rülpst und zwar so, dass einen der Headset vom Kopf wegfliegt, dann ist nicht cool, sondern nur ekelhaft und dazu auch nervtötend.


    Politische Themen: Gegen ein "Merkel ist Schuld" oder Witze über Trumps Haare sind nicht schlimm (bei Gronkh und Co. musste ich lachen als sie in TTT Sprüche über Trumps Haar gerissen haben), aber wenn es in die Richtung geht, welche Person/Partei nun besser/schlechter ist, dann leg ich die Ohren an, einfach weil mich das Affentheater (sorry, aber so kommt mir das vor) nur noch nervt und ich gerne beim LPs gucken wenigstens da meine Ruhe haben will. Außerdem ist das ein sehr heißes Eisen was sehr schnell in den falschen Hals rutscht.


    Ansonsten hab ich keine Probleme bei:


    Trinken. Das mache ich auch weil sonst meine Kehle trocken wird und ich keine Lust auf Halsschmerzen habe.


    Naschen. Mach ich auch manchmal, aber nicht immer :whistling:


    Fluchen. *Hüstel* Ich fluche selbst wie ein Bauarbeiter in einen LP, also warum sollte ich von anderen verlangen es nicht zu tun?


    Rauchen. Auch kein Problem. Halloweed1986 hab auch in seinen LPs ab und zu geraucht und es ist mir nicht störend aufgefallen.


    Niesen/Husten. Ich neige schnell zu Hustanfällen und während einer Aufnahme musste ich niesen (habs so gut es geht unterdrückt, weil sonst den Zuschauern die Ohren wegeflogen wären :S ), darum weiß ich wie schwer das ist.


    Dumme Sprüche. Ich reiss selbst dumme Sprüche, die einige als diskriminierend interpretieren könnten, aber sie sind das was sie sind, nur dumme Sprüche, die nicht ernstgemeint sind.


    Zwischen den Szenen quatschen. Kommt auf dem LPler an: Manche könnte gute Sprüche reissen, andere versuchen es und vermasseln es.

  • Niesen/Husten. Ich neige schnell zu Hustanfällen und während einer Aufnahme musste ich niesen (habs so gut es geht unterdrückt, weil sonst den Zuschauern die Ohren wegeflogen wären :S ), darum weiß ich wie schwer das ist.

    Ich bin komplett neu auf dem Gebiet Lets Play bzw. YouTube als Uploader generell, aber das erste was ich gemacht habe: Eine Mute-Taste für mein Mikro eingestellt. Ich bin Pollenallergiker, ich muss öfter mal husten oder nießen, dann drücke ich eben auf Mute, und in der Regel merkt man es in dem fertigen Video nicht mal, dass etwas war :) Vielleicht so als Tipp :)

  • Hmm... Darf ich hier was nachhacken? Und zwar ihr sagt ja immer man solle das Spiel bloß nicht kritisieren und es ist ja Lehrbuchmäßig eskaliert als Nacho hier voller Absicht leicht getrollt hat (was man übrigens kilometerweise gegen den Wind riechen könnte)....


    Nun meine Frage an euch: warum seid ihr so sensibel? Das ist gar nicht böse gemeint, die Diskussion habe ich schon mehrmals mit meinen Abonennten geführt weil sie sich sofort angegriffen fühlten wenn ich mich über etwas völlig dämliches im Spiel lustig mache.


    Ich verstehe ja, dass man etwas nicht beleidigt haben will, was man selber mag (Star Wars ist Scheiße!). Aber findet ihr wirklich 100% davon gut? Darf ich Star Wars nur zu 80% gut finden und es trotzdem mögen? Oder darf ich es ja bloss nicht kritisieren um den Status "Fan" nicht zu verlieren? Bin ich kein Fußballfan mehr wenn ich zugebe, dass meine Mannschaft heute einfach scheiße gespielt hat? Oder bin ich ein völliger Versager wenn ich in der Prüfung eine 1.3 statt einer 1.0 bekomme?


    Ich sehe das halt völlig anders und verstehe im Gegensatz nicht, warum wir uns bei Videospielen eine heile und perfekte Welt vorgaukeln. Wenn die Entwickler nur wenige Stunden sich tatsächlich um den Sinn ihres Werkes Gedanken gemacht hätten, wären so viele Spiele soooo viel besser geworden am Ende. Stattdessen äußern sich Studios jahrelang nach dem Flopp dass sie ja gar nid schuld wären, sondern die Publisher.


    Vor allem bei AAA-Titeln ist das einfach ne Katastrophe. Das meiste ist einfach nur Müll. Wir hätten für das gleiche Geld gute Spiele haben können wenn die Kunden (wir!) den Mund aufgemacht hätten. Aber das darf man ja nicht, Videospiele sind heilig in der Spielkultur, nichts zum kritisieren.


    Ich finde es falsch. Eine 2,7 ist am Ende des Tages auch eine gute Note und da soll sich keiner beleidigt oder persönlich angegriffen fühlen. Jemand finden es hätte ne 1 verdient? Ok. Nacho schlägt sich den Kopf auf den Tisch und sagt das wäre ne 5? Okay. Es wird ja nicht eurer Geschmack bewertet, sondern das Spiel und zwar völlig subjektiv.


    Auch finde ich, dass wir es verlernt haben miteinander zu streiten. Nur weil ich einer anderen Meinung bin als du, finde ich dich doch nid scheiße. Weil ich etwas scheiße finde was du toll findest, heißt nicht dass ich dich scheiße finde. Und wenn ich irgendwas in einem Spiel scheiße finde, heißt es nicht dass es mir keinen Spaß mehr macht. Ja, im Arrival DLC von ME 2 bin ich geraged! Was ich fast ne Stunde mühsam nen Kampf zu gewinnen versuchte, denn ich gar nicht gewinnen könnte um daraufhin noch Mal gegen Gegnerwellen kämpfen zu müssen, die ich diesmal aber besiegen muss. Das ist ein schlechtes Leveldesign! Völlig objektiv sogar.


    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht warum ich hier plötzlich diesen Fass aufmache und ob es überhaupt zum Thema passt, aber es hat mich gestört wie Nacho mundtot gemacht wurde nur weil er etwas scheiße findet. Ich zwinge ja keinen dazu jetzt plötzlich seine/ihre LP-Vorlieben zu ändern, um Gottes Willen nicht. Aber vielleicht nimmt man eine Spielekritik beim nächsten Mal nicht mehr so persönlich und statt in den Verteidigungsmodus zu übergehen ganz neutral Meinung anderer akzeptiert.

  • Es geht nicht darum DAS ein Spiel kritisiert wird, sondern WIE das passiert und auf welcher Grundlage. Und im Beispiel von Nacho kritsiert er nicht, sonder regt sich über ein Spiel auf (für Kernelement eines Genres in dem es sich befindet sowie einem Kernpunkt der Story) und das ist schon ein wenig fragwürdig. Klar war PushButtons reaktions darauf ebenfalls nicht angemessen, aber ein Stück weit verständlich.


    Es wäre das gleiche, dass ich mich darüber aufrege, dass es in Minecraft keine echte Story gibt und ich nur ganze Blöcke platzieren kann. Und hier ist auch die Wortwahl entscheidend. Darüber zu "ragen" ist was ganz anderes als zu kritisieren. Natürlich wäre ich froh über einen größeren Story-Arc in Minecraft oder mehr Baumöglichkeiten (dafür gibs ja auch mods) - aber mich darüber "aufzuregen" a la "Boar das ist voll kacke hier, keine Story mimimi" wäre dämlich.


    Und sowas bringt mich auch dazu LPs ganz schnell wieder auszuschalten. Wie gesagt - konstruktive Kritike (oder noch besser, Verbesserungsvorschläge) sind gerne gesehen. Sinnloses Dauergemotze eher nicht so. Aber das ist wie immer nur meine persönliche Meinung.

  • Ich verstehe ja, dass man etwas nicht beleidigt haben will, was man selber mag (Star Wars ist Scheiße!). Aber findet ihr wirklich 100% davon gut? Darf ich Star Wars nur zu 80% gut finden und es trotzdem mögen? Oder darf ich es ja bloss nicht kritisieren um den Status "Fan" nicht zu verlieren? Bin ich kein Fußballfan mehr wenn ich zugebe, dass meine Mannschaft heute einfach scheiße gespielt hat? Oder bin ich ein völliger Versager wenn ich in der Prüfung eine 1.3 statt einer 1.0 bekomme?

    Ich denke, es ist ein Unterschied, ob man in einem Game, das man gerade durchzockt, immer mal wieder an eine Stelle kommt, die einen echt nervt/mit einer Mechanik zu tun hat, die schlicht bescheuert ist und bei der man aus Grund X einfach nicht weiterkommt und frustriert ist ODER ob man in einem fort in jeder Folge des LP über das Spiel herzieht und es schlecht macht.


    Bei ersterem spreche ich mich selbst nicht frei, ich habe bisher kein Game erlebt, an dem man nicht irgendwann mal an so einen Punkt gelangt, egal ob AAA-Titel oder Indie-Game, bei zweiterem frage ich mich einfach irgendwann, ob der LetsPlayer das Game nur zockt, um öffentlich ranten zu können oder warum er/sie etwas spielt, das er/sie anscheinend so besch...eiden findet. So ein LP mag ich dann auch nach kürzester Zeit nicht mehr anschauen, weil es mich weder unterhält noch mir irgendeinen Mehrwert bietet. Leute, die sich über irgendwelchen Kram stundenlang aufregen, ohne dass es was bringt, gibt es im RL genug. ;)

  • Medu hat verstanden worauf ich hinauswollte
    Softwerker du hast es immer noch nicht verstanden., Obwohl Medu genau das gerade formuliert hat.

    Und im Beispiel von Nacho kritsiert er nicht, sonder regt sich über ein Spiel auf

    Wir sind in einem Forum und in keiner Arbeits/Seminararbeit :whistling: Da kann schon etwas Pathos mit rein.


    Darüber zu "ragen" ist was ganz anderes als zu kritisieren.

    Nein, gutes Ragen basiert immer auf Kritik, welche überzogen wird.


    "Boar das ist voll kacke hier, keine Story mimimi" wäre dämlich.

    Nein, ist es nicht. Ich finde genau das bescheuert an MC. Es gibt keine dähmliche Kritik. Gerade wen nes um sowas Subjektives geht. Die Meinung des Einzelnen ist absolut zu sehen. DH sie zu diskutieren/Kritisieren mit, dass ist Dähmlich, ist absolut unsinnig und genau das, dähmlich.


    Dir gelingt es einfach nicht Aspekte aus einem Gesamtwerk zu lösen. Und ich weiß einfach nciht warum oder wie man es dir noch erklären kann.


    In wirklich mal supersimpel, so wie Medu es erklärt hat.


    Ein Spiel besteht aus den bausteinen A - E.
    Ich finde Baustein B absolut bescheuert.
    Ich finde die Baustein A,C,D ziemlich gut
    Ich liebe Baustein E


    =//= Das Spiel ist scheißßö und ich rgöö mir einen ab. Ich bin over und out jetzt. Sonst verzweifle ich langsam.

  • Es gibt keine dähmliche Kritik. Gerade wen nes um sowas Subjektives geht. Die Meinung des Einzelnen ist absolut zu sehen. DH sie zu diskutieren/Kritisieren mit, dass ist Dähmlich, ist absolut unsinnig und genau das, dähmlich.

    Und da scheiden sich denke ich, hier die Geister. Ich bin der Ansicht, Kritik sollte konstruktiv sein, um wirklich als Kritik Sinn zu machen - sonst ist die reine Äußerung 'ich finde Baustein A und C scheiße' einfach nur eine Meinung. Meinungen kann jeder haben, Du kennst sicher das schöne Sprichwort mit den Meinungen, die wie A...löcher sind - aber erst ein konstruktiver Ansatz macht eine Meinung zu einer fundierten Kritik.


    Einer puren Meinung bei einem LP stundenlang zuzuhören empfinde ich persönlich als wenig interessant. Kritisiert ein erfahrener Spieler jedoch konstruktiv, zeigt also mögliche Verbesserungen auf, oder erklärt, wo andere Spieledesigner an einem ähnlichen Problempunkt die Sache besser gemacht hat, hat man imho viel mehr davon.

  • der LetsPlayer das Game nur zockt, um öffentlich ranten zu können oder warum er/sie etwas spielt, das er/sie anscheinend so besch...eiden findet.

    Was ist denn der bessere Weg? Das Spiel sofort abzubrechen, wenn einem etwas nicht passt? Klar, wenn einem nach mehreren Folgen wirklich die Lust ausgeht - gerne. Aber bei ersten Missgeschick? Das ist einfach Blödsinn und dazu zitiere ich:


    Ein Spiel besteht aus den bausteinen A - E.
    Ich finde Baustein B absolut bescheuert.
    Ich finde die Baustein A,C,D ziemlich gut
    Ich liebe Baustein E

    Spiele müssen auch eine gewisse Länge erreichen, meistens gibt es aber nicht genügend Inhalt/Story/Stoff um die Zeit zu stopfen. Mal will den Spieler zum weiterspielen bringen, also muss der Abschnitt A voll geil sein. Noch wichtiger - man will dem Spieler gut in der Erinnerung bleiben, also muss der Abschnitt E bombemegagailo werden. Für den Inhalt B, C, D fehlt aber der Stoff und so ist es in den meisten Spielen dadraußen eine Flaute. (Und nein, wir reden jetzt nicht davon, dass einem die Mission oder so nicht gefällt, meistens ist B-D übelst repetetive Aufgaben in einer eintönigen Umgebung. Hier gerne wieder Mass Effekt 2 als Beispiel: B,C und D bestehen aus Nebenquests. Nur A und E ist tatsächliche Geschichte von Mass Effekt 2. Ist das in der Entwicklung denn keinem aufgefallen?). Soll man jedes Mal nach 2 Stunden das Spiel abbrechen? Nein! Die Entwickler sollen sich den Arsch aufreisen das Spiel über die ganze SPielzeit konstant am Leben zu erhalten ODER eben die SPielzeit zugunsten vom Spaß kürzen.


    Don't shoot the messenger, der sich traut das auch so zu sagen.



    Leute, die sich über irgendwelchen Kram stundenlang aufregen, ohne dass es was bringt, gibt es im RL genug.

    Das ist richtig so, aber mich nerven genauso Menschen die etwas super toll findet, nur weil ihre Lieblingsmannschaft ist, Lieblingsfilm, whatever. Bei Videospielen finde ich das noch ein bisschen krasser weil es seit Jahren gar nichts mehr innovatives am Markt war und die Kunden stört es überhaupt nicht, dass die Spiele 1:1 austauschbarer Müll sind und die Entwickler sich nicht drum scheren weil sie Kohle scheffeln und sich sowieso keiner beschwert. Und es traut sich keiner Kritik zu üben weil dann einem eben die Fans der Genre davon rennen und somit die Klick-/Aufrufzahlen.


    Sowas finde ich sehr kontraproduktiv und oft auch sehr enttäuschend wie völlig erwartungslos Spieler manche Videospiele spielen. Noch eine Welle Gegner? Geil! Gegner spawnen ohne Ende bis ich mich zu dieser Kiste bewege? Sau innovativ! Der Bösewicht aus Überzeugung und mit Moral, der Robin Hood des Weltalls ist unser alter Kumpel Garrus? Darauf wäre ich ja nie gekommen!


    P.S. Das heißt ja nicht, dass das ganze Spiel scheiße ist oder dass es gar keinen Spaß macht. Es ist einfach frustrierend wie die Entwickler sich oft keine Mühe machen — ich finde nämlich, dass wir diese Mühe verdient hätten.

  • Ach Leute, die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen. Die Mischung machts, und jeder hat das Recht Dinge zu kritisieren. Es gibt Elemente über die man sich (mit der Zeit) einfach aufregt und dann mal Dampf ablässt, dann mag es Elemente geben die gut gemeint aber nicht zu Ende gedacht sind, über die man dann philosophiert und ruhige Kritik übt. Mir persönlich ist in über 20 Jahren noch kein Spiel untergekommen, wo mir alles gefallen hat. Trotzdem habe ich so viele Spiele gespielt, die ich jeden Tag geliebt habe und denen ich heute nachschmachte.
    Andersrum geht es auch, das Spiel kann erstmal gut sein, dann gibt es aber einen Teil oder eine Sache, die einfach "unglücklich" gelöst wurde, und die ruiniert dir dann das komplette Spiel. Also findet man es "scheiße". Beide Formen sind vollkommen legitim und man muss sich für seine Meinung nicht rechtfertigen.


    Und letztlich bleibt es dabei: Wenn jemandem der Content auf YouTube nicht gefällt, gibt es in der Regel mehr als 100 andere die das gleiche Spiel spielen, und man einfach da sein Glück versucht. Ist doch toll, jeder hat eine andere Persönlichkeit, wären wir alle gleich, bräuchten wir kein YouTube, keine bunten Autos, keine 30 Sorten Nudeln, etc.!


    PS: Bitte schreibt dämlich nicht mit h, danke! ;)

  • Das Spiel sofort abzubrechen, wenn einem etwas nicht passt?

    Diese Extreme müssen doch auch nicht sein, oder? Wie schon bemerkt: ich kenne kein Spiel, das mir persönlich zu 100% gepasst hätte. Ich glaube auch nicht, dass es das jemals geben würde. Aber zwischen 'ich möchte mir kein LP angucken, das ab einem gewissen Punkt nur noch aus üblem Raging besteht' und 'ich bin der Fanboy, der alles hochjubelt, was im Spiel passiert' ist ein ganz, ganz weites Feld, das bei solchen Extremaussagen schlicht aussen vor bleibt.


    Ich habe kein Problem damit, wenn jemand negative Punkte im Spiel kommentiert und konstruktiv kritisiert - absolut nicht. Das regt mich eher noch dazu an, in den Kommentaren meinen Senf dazu abzugeben und mitzudiskutieren. Mehrere Folgen lang jedoch einen Hassausbruch angucken zu müssen, der mir keinen Mehrwert bietet, ausser jemanden beim eskalieren zuzuhören, das tu ich mir nicht an ;)


    Ich gebe Dir ein Beispiel aus meinem Blog - dort rezensiere ich Bücher, Comics und Rollenspielmaterial. Wenn ich rezensiere und Kritikpunkte finde, überlege ich mir immer: wie könnte man das besser machen? Fällt mir jemand ein, der vor einem ähnlichen Problem stand, und es besser gemacht hat? Kann man Vergleiche ziehen? Mit einer Rezension der Sorte 'ich fand das Buch ganz schlecht' kann ich nichts anfangen. Mit 'ich fand das Buch ganz schlecht, weil die Hauptfigur kaum eine eigene Meinung hatte und sich permanent von links nach rechts gewendet hat, je nachdem, wer mehr Einfluss auf sie genommen hat' jedoch sehr viel mehr.
    In sofern: Wenn einem was bei einem Game nicht passt, ruhig raus damit. Aber dann auf eine Weise, bei der man als Zuschauer auch animiert ist, sich eigene Gedanken zu machen.

  • Ich habe kein Problem damit, wenn jemand negative Punkte im Spiel kommentiert und konstruktiv kritisiert - absolut nicht. Das regt mich eher noch dazu an, in den Kommentaren meinen Senf dazu abzugeben und mitzudiskutieren. Mehrere Folgen lang jedoch einen Hassausbruch angucken zu müssen, der mir keinen Mehrwert bietet, ausser jemanden beim eskalieren zuzuhören, das tu ich mir nicht an

    Den Punkt möchte ich kurz mal aufgreifen.


    Ich hab auch erwähnt, dass das konstante Niedermachen eines Spiel ein No Go für mich ist. Das ist mir bei Lookslikelinks Zelda Parallel Worlds LP so weit gegangen, dass ich es abgebrochen habe. Er hat den Hack nur noch niedergemacht. Das war keine konstruktive Kritik mehr, man hat gemerkt, dass er einfach keinen Bock mehr hatte. Als Zuschauer hatte ich darauf auch keinen Bock mehr, hab in die Kommentare geschrieben, was ich davon halte und den nächsten Part nicht mehr angesehen.


    Nun bin ich selber in eine ähnliche Situation geraten... Ich hab das Spiel Earthbound Beginnings gespielt und hab einige Stellen gehabt, die ich schlicht und einfach unfair oder schlecht gemacht fand. Ich war teilweise auch echt angepisst vom Spiel. Aber ich hab dann eine Pause gemacht und tief durchgeatmet und als ich die Aufnahme wieder startete, habe ich erklärt, dass dieses Spiel leider sehr schlecht gealtert ist und mir diese Stellen aus den von mir erklärten Gründen gerade keinen großen Spaß machen.



    Als Fazit: Kritik ist absolut angebracht! Vor allem, wenn sie berechtigt ist und man als Zuschauer sagen kann: "Oh ja, er/sie hat einen Punkt." Was aber als Zuschauer kaum tragbar ist, wenn jemand das Spiel einfach nur noch schlecht macht oder man stark merkt, wie wenig Spaß er/sie selber noch an der Sache hat. (Mann, wir brauchen mal geschlechtsneutrale Pronomen im Deutschen...)

  • er/sie

    Probiers mal mit "man".^^



    Für mich ist es ein Unterschied, ob man das Haar in der Suppe sucht, oder es angewidert aus dem Mund zieht und sich dann zurecht darüber aufregt.
    Für manche scheint das Kanalkonzept darin zu bestehen, zu polarisieren und das geht nicht mit "alles so super toll" - das geht am besten mit überzogenen Reaktionen, die jeglicher Verhältnismäßigkeit entbehren. Persönlich sehe ich mir das nicht an, wenn es sich durchzieht und nicht von einem Moment(um) beeinflusst wurde.
    Allerdings werden wir in dieser medialen Welt so mit Informationen zugeballert, dass oft Sachlichkeit gar nicht erst wahrgenommen wird. Mit unsachgemäßen Mitteln die Sachlichkeit zu verteidigen scheint vordergründig zu greifen, wird meiner Meinung nach langfristig aber zum Scheitern verurteilt sein. Die Folge besteht aus dem, was längst begonnen hat und als "moralischer Verfall" auf YouTube und der Gesellschaft bezeichnet werden kann.


    Meine Lösung hierzu ist keine. Dennoch würde ich mich auf Sachlichkeit und Konstruktivität beschränken und stillschweigend hinnehmen, dass sich dadurch global wenig ändert, aber lokal sich alle wohlfühlen.
    Zudem gelten YouTube-Videos jetzt weniger als seriöser Journalismus - Let's Player wollen für gewöhnlich einfach ihre Lieblingsspiele zocken und ihre spontanen Gedanken dazu äußern. Zumindest war das früher so.



    Dass die Videospiele sich spielerisch gefühlt nicht mehr steigern, liegt an der Nachfrage. Zwar ärgern sich ein paar Leute darüber, aber der Masse gefällts, wenn es das 10. CS mit identischem Konzept gibt. Ich habe mir vor über 10 Jahren das letzte Fifa gekauft, da es sich ständig wiederholte. Aber diese Kontinuität gefällt (mir) auch. Änderungen benötigen Mut und führen nicht selten zum Misserfolg.

  • Für manche scheint das Kanalkonzept darin zu bestehen, zu polarisieren und das geht nicht mit "alles so super toll" - das geht am besten mit überzogenen Reaktionen, die jeglicher Verhältnismäßigkeit entbehren.

    Ich glaube ich weiß was du meinst, aber ich würde es nicht als polarisieren bezeichnen. Hmm muss grad irgendwie an deinen Lügen-Thread denken, ein besserer Begriff fällt mir aber auch nicht ein...

    Zudem gelten YouTube-Videos jetzt weniger als seriöser Journalismus - Let's Player wollen für gewöhnlich einfach ihre Lieblingsspiele zocken und ihre spontanen Gedanken dazu äußern.

    Ich verstehe grad den Sprung zum seriosen Journalismus nicht, ehrlich gesagt. (Aber wenn wir schon dabei sind, bin ich auch der Meinung, dass unser Gaming-Journalimus grundsätzlich nichts kritisiert um einerseits es mit den Fans der Genre nicht zu verkacken und weil man sonst vom Publisher nicht zu den coolen Events eingeladen wird. Das verdient mMn. nicht als "Journalismus" bezeichnet zu werden, aber das ist ne andre Suppe.)


    Aber so eine Bewertung im so nem Magazin sagt dann auch nicht zwangsläufig aus ob das Spiel einem gefallen wird? Ich störe mich grad auch ein bisschen an dem Begriff "Lieblingsspiele" - Klar, wenn ich ein Spiel spiele, welches ich bereits kenne und mehrmals durchgespielt habe wäre es sicherlich doof eins auszuwählen, welches mir schon beim letzten Mal keinen Spaß gemacht hat. Aber bei neuen Spielen weiß man doch gar nicht was einen erwartet?

  • Habe nach dem Durchlesen des Topics viele Punkte gesehen denen Ich zu 100% zustimme.


    Was ich aber nicht entdeckt oder übersehen habe ist Cheaten. Wenn man ein Gameplay macht dann bitte ehrlich.


    P.S.
    Bevor jetzt jemand den Moralapostel macht:
    JA ich habe selber bei meinem Fallout 4 LP in einer Folge den Godmode benutzt da ich überhaupt nicht weiter kam. :/
    Und das ich meine Tragekapazität durch nen Cheat erhöhe ist nur dafür gedacht nicht in Jeder Folge gefühlte 1000 mal ne Schnellreise zu benutzen um meinen Loot abzulegen. Und auch die gefühlten 1000 Ladebildschirme rauszuschneiden. Hat Gronkh ja bei seinem LP zu dem Game auch gemacht. Dient also nur einem Unterbrechungsfreien Gameplay.


    [EDIT]
    Was meiner Meinung nach mit am wichtigsten ist, dass man sein "Maul" auf bekommt. mir nützt niemand etwas der sich was in seinen Bart (insofern vorhanden) nuschelt. Klar und deutlich sprechen. ohne sich auch großartig zu verstellen versteht sich.
    Und sich selber nicht zu ernst nehmen. auch mal über eigene Versprecher lachen können.


    Da ja auch schon diverse Körpergeräusche angesprochen wurden.
    Mit das schlimmste was einem bei der Aufnahme passieren kann ist nun wirklich einen Schluckauf zu bekommen. :huh:
    Ist mir schon passiert. habe dann so schnell es ging die Aufnahme beendet.
    Habe den Teil auch drin gelassen (ging nur c.a. 90 - 120 Sekunden). Ich musste darüber während der Aufnahme selber so lachen das, dass ausgerechnet mir passiert. :D
    So nach dem Motto; "Shit Happens"

  • Verzeih die späte Antwort. Ich wollte das Thema erst nach ein paar Tagen nochmal neu auf mich wirken lassen.

    Ich glaube ich weiß was du meinst, aber ich würde es nicht als polarisieren bezeichnen. Hmm muss grad irgendwie an deinen Lügen-Thread denken, ein besserer Begriff fällt mir aber auch nicht ein...

    Wie wärs mit "chargieren"? Wie ein überzeichnender Schauspieler.

    Ich verstehe grad den Sprung zum seriosen Journalismus nicht, ehrlich gesagt. (Aber wenn wir schon dabei sind, bin ich auch der Meinung, dass unser Gaming-Journalimus grundsätzlich nichts kritisiert um einerseits es mit den Fans der Genre nicht zu verkacken und weil man sonst vom Publisher nicht zu den coolen Events eingeladen wird. Das verdient mMn. nicht als "Journalismus" bezeichnet zu werden, aber das ist ne andre Suppe.)

    Da hast du recht. Das war noch als Ergänzung zum vorher erwähnten medialen "Overkill". Ich fand den Einwurf nicht verkehrt, da Videos, oft genug auch Let's Plays, zur Berichterstattung oder als Review genutzt werden - sicher auch wegen den besseren Verdienstmöglichkeiten als durch Werbung auf einer Artikelseite.
    Es ist zwar eine andere Suppe, aber ebenso flüssig und im selben Regal im Supermarkt erhältlich.

    Zitat

    Aber so eine Bewertung im so nem Magazin sagt dann auch nicht zwangsläufig aus ob das Spiel einem gefallen wird? Ich störe mich grad auch ein bisschen an dem Begriff "Lieblingsspiele" - Klar, wenn ich ein Spiel spiele, welches ich bereits kenne und mehrmals durchgespielt habe wäre es sicherlich doof eins auszuwählen, welches mir schon beim letzten Mal keinen Spaß gemacht hat. Aber bei neuen Spielen weiß man doch gar nicht was einen erwartet?

    Stimmt. Der Begriff des Lieblingsspiels wird vor allem dann gerne verwendet, wenn ein wenig mit der Materie vertrauter jemandem den Begriff des Let's Plays erklären möchte, der überhaupt keine Ahnung hat, was das ist. Ich übernehme das ganz gerne trotz der Ungenauigkeit, weil das dem Hobby einen gewissen Charme gibt und grade das Tun als Hobby in den Vordergrund stellt.
    Wirklichen Bestand mag das schon längst nicht mehr haben, aber vielleicht wird das wieder, wenn YouTube die Monetarisierung für alle Let's Player deaktiviert. Aber ich will ja jetzt nicht wieder in Verdacht geraten, ich würde mich an Privatinsolvenzen von Menschen erfreuen. ;)


    Was wäre denn für dich noch ein No-Go? (wieso nur dieses Wort!!?)

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