Die eigentliche Frage ist; Was versteht man unter Sexismus? Für manche ist es schon Sexismus wenn ein weiblicher Spielcharakter recht freizügig rumläuft (Stichwort X-Blades), für andere Leute, so wie ich, ist es ein Ausdruck von Selbstbewußtsein der Heldinnen, da es auch eine gehörtige Portion Mut erfordert, in knappen Fummel rumzulaufen. Dass die Kleidung nicht gerade viel Schutz bietet steht auf einen andern Blatt.
Dafür finde ich es sexistisch, wenn eine Frau sich selbst untreu wird um einen Mann zu gefallen und sich alles von ihn gefallen lässt und das noch positiv dargestellt wird. Komischerweise kommt das immer gut an, sonst wären Bücher wie Twilight und Fifty Shades of the Shit Greys nicht so ein Megaerfolg.
Interessant finde ich übrigens, dass man einige Feministinnen nicht recht machen kann. Jetzt mal überspitzt gesagt;
Was? Es kommen keine Frauen drin vor? Sexismus!!! Auf die Idee zu kommen, dass das Game nie dafür ausgelegt ist, interessiert sie nicht.
Wie bitte?! Die Prinzessin wurde entführt/eingekerkert? Sexismus!!! Und ignorieren mal gerne, dass diese Tat weder beschönigt, noch gutgeheißen wird (sonst würde weder Mario, noch Link, oder sonst ein Held losziehen, um das Mädel zu retten, oder täusche ich mich da?).
OMG!! Die Frauen sind ja fast nackt in ihren Bikinirüstungen! Sexismus!!! Dabei wird nicht bedacht, dass gerade selbstbewußte Frauen es sind, die sich so kleiden, oder hattet ihr z.B. bei Ivy den Eindruck, sie wäre ein Frauchen mit geringen Selbstbewußsein?
Und, und, und (Liste beliebigt weiter verlängern.)
Was mich tierisch stört ist dieses aus dem Zusammenhangreissen. Es interessiert manchen Frauenrechtler nicht das Warum, sie sehen nur, dass eine Frau wieder das Opfer ist und das reicht schon um darüber urteilen zu können.
Wenn ich jedoch ehrlich sein soll: Dieses Genderdedatte in Videospielen hat mich nie sonderlich interessiert, einfach es für mich Latte war ob der Videospielcharakter männlich oder weiblich ist, den ich steuere, was nicht heißen soll, dass ich keine starken Frauen in Games mag. Ich himmele Bayonetta ebenso an, wie ich Peachs Fähigkeiten in Super Paper Mario schätze, aber letztendlich schaut man eher ob einen der Charakter zusagt oder nicht.
Eine Frauenquote in Videospielen halte ich für kontraproduktiv, weil es nichts weiter einer Reduzierung des Geschlechts ist und gerade bei Videospielen kommt es mehr auf dem Charakter als auf das Geschlecht an.
Eine Randmerkung zu Anita Sarkeesian: Ich halte sie für einen Troll, wenn auch für eine intelligente, die erkannt hat, dass man sich mit Feminismus gut in Szene setzen kann und auch praktisch unangreifbar ist.
Überflüssig zu sagen, dass ich sie nicht ausstehen kann.