Guten Abend!
Vor kurzem kam das von mir heiß erwartete Roguelike The Binding of Isaac Rebirth raus und ich bin jemand, der sich dann gern in spielspezifischen (meist englischsprachigen Foren) rumtreibt und herausfindet, was die Leute so treiben, ob sie Geheimnisse entdeckt haben oder ob sie über interessante Dinge quatschen. So auch in diesem Spiel und ein Thread las sich wie folgt:
"Dieses Spiel ist scheiße! Alle zwei Sekunden muss man auf die Wiki und nachschlagen, was dieses Item macht."
WTF? Dieses Spiel ist darauf ausgelegt, dass man selber herausfindet, was die Items machen. Man kriegt nur kryptische Hinweise und so nach und nach entdeckt man dann etwas, bis einem der "Ah-Effekt" kommt und man das Item durchschaut hat. Viele Antworten haben diesem Poster auch genau das gesagt.
Aber das hat mich zu etwas gebracht... Ich habe das Gefühl, über die Jahre sind wir Gamer extrem bequem geworden. Wir kriegen in vielen Spielen alles vorgekaut. Ich seh meinem Mann oft bei Spielen zu und spiele auch selber Spiele und gerade bei Egoshootern wird STÄNDIG wiederholt, welche Taste man für was drücken muss. Die Tutoriallevel ziehen sich ewig lang hin. Irgendwelche Hilfscharakter kauen dir Mechaniken 10mal vor. Nein, man wird nicht ins kalte Wasser geschmissen. Man wird ganz lieb an der Hand genommen und sanft durch die Tür geführt.
Aber dann gibt es so Spiele, die einen ins kalte Wasser schmeißen. Ich glaube, Dark Souls ist so ein. Diese Spiele werden als extrem schwer empfunden. Aber sind sie das wirklich? Bringen sie uns nicht nur einfach wieder die alte Herausforderung von früher? Als wir Spiele selber rausfunden mussten? Als wir noch keine Hilfen hatten? Als wir Geheimnisse gefunden hatten?
Sind wir Gamer heutzutage zu bequem? Erwarten wir von Spielen, dass sie an uns der Hand nehmen und empfinden deshalb Spiele, die dies nicht tun als schlecht oder zu schwer?