Beiträge von Dr. Strangelove

    Als Isolator hilft hier wenn, dann ja nur einer mit USB.
    Deren Effektivität ist generell allerdings stark umstritten.


    Masseschleifen und Dergleichen sind leider kein einfaches Unterfangen.
    Oft hilft nur Trial and Error, indem man einzelne Komponenten so lange austauscht, bis es irgendwann funktioniert. Mal ist es das Mainboard, mal das Netzteil, mal die Grafikkarte,... und mal was völlig anderes, was einem so gar nicht in den Sinn kommt. Bei mir hat bspw. mal die zu hoch eingestellte Polling-Rate der Maus zu einem Fiepen in den Aufnahmen geführt. Offenbar wurden dabei die Spulen des Mainboards angeregt und im hörbaren Bereich moduliert. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, sollen solche Probleme vornehmlich mit hochfrequenten Lastwechseln der Hardware zu tun haben. Der Flaschenhals kann sowohl die Grafikkarte, als auch das Mainboard oder das Netzteil sein. Manchmal lassen sich die Phänomene mit einer etwas gnädigeren Taktung sowie einem Verändern der Energiesparoptionen (im UEFI) in den Griff bekommen. Manchmal bleibt aber nur der Austausch der Hardware.


    Unter Umständen hilft auch ein hochwertigeres Interface, welches per Design besser entstört ist.


    Aber wie gesagt, es kann theoretisch unzählige Ursachen haben.
    Eine kleine Hörprobe wäre an der Stelle denke ich nicht verkehrt. Vielleicht kann man es dann schon ansatzweise eingrenzen :)

    Das Rauschen kommt vom Onboard.
    Da brauchst du gar nicht groß zu experimentieren.


    Problem bei eigentlich fast allen Onboard-Eingängen ist die miserable elektromagnetische Schirmung und Spannungsversogung für Klinkenmikrofone. Ein Elektretmikrofon (solch eins, wie es in so ziemlich jedem Headset steckt) braucht eine Plug-in-Power von etwa 4V bis maximal 10V, um ausreichend Pegel auszugeben und damit schließlich auch den Rauschabstand zu erhöhen. Die meisten Onboard-Anschlüsse werden dem nicht gerecht.


    Laut einigen Beiträgen bei YouTube (insbesondere Podcastage) reichen bereits externe USB-Soundkarte für unter 15 Euro aus, um das Problem zu beheben. Im besten Fall können dort die ganzen 5V, die per USB-Schnittstelle zur Verfügung stehen, als Speisespannung für das Mikro genutzt werden. Dadurch hat man mehr Verstärkungsleistung, kann im zweiten Schritt also den Gain unter Windows rausnehmen und erhält somit (wenn alles glatt läuft) ein saubereres Signal.


    Fun Fact:
    Die Methode, die Mikrofonlautstärke unter Windows runterzudrehen, um das effektive Eigenrauschen des Eingangs zu ermitteln, ist übrigens ziemlich sinnlos. Denn hinter dem Slider hängt idR. direkt der Vorverstärker. Nehme ich hier den Gain runter, dann vermindere ich nicht nur die Lautstärke der Stimme, sondern selbstverständlich auch das Rauschen der Elektronik. Das Eigenrauschen könntest du zum Beispiel mit einem kurzgeschlossenen Eingang bei minimalem Widerstand messen. Damit würdest du den Lastmoment ohne Einfluss eines Mikrofons simulieren. Wäre für solche Zwecke aber zu viel des Guten. Kauf dir einfach eine neue USB-Soundkarte! ;)

    Habs vorhin zwar nur kurz mit ein-zwei Sätzen am NT1 (non-A) verglichen. Aber für den Preis fand ich das Teil gegenüber meinem RME eigentlich ganz solide. Hab halt auch nur 25 Tacken dafür hinlegen müssen :D
    Der Eindruck deckt sich auch mit meinen damaligen Erfahrungen von vor einem Jahr, als ich verschiedene Kleinmembraner zwischen dem Xenyx und einem Audient iD14 hin- und hergeschaltet habe.


    Der Rauschabstand ist bei den lediglich 15V des Xeynx, wegen denen man den PreAmp teils schon etwas weiter aufdrehen muss, wie zu erwarten nicht gerade überragend. Ansonsten ist die Performance aber erstaunlich solide. Klang bisher jedenfalls nicht auffällig verwaschen oder "kratzig". Alles noch in dem Rahmen, was ich für VoIP oder ein paar YouTube-Schnipsel absolut in Ordnung fände.


    Wegen dem ggf. störenden Rauschen (hängt wie gesagt stark von der elektr. Empfindlichkeit bzw. dem Gain ab) kann man wie angedeutet ja auch noch UMC22 oder UMC202HD umsatteln. Die kosten auch nicht die Welt und performen für die Preisklasse wirklich sehr ordentlich.


    Dass Behringer allgemein so einen "durchwachsenen" Ruf genießt könnte durchaus an der Serienstreuung liegen.
    Das schlägt sich ja auch bei den günstigen Mikrofonen in den Preisbereichen zum Teil sehr massiv nieder. Bei den Stückpreisen darf man ja auch nicht viel Auslese erwarten. Da wird verpackt, was gerade vom Band kommt :D

    Das "Kratzen" könnte auch vom NT1-A kommen, welches im Hochton manchmal sehr hart zeichnet.
    Ist bei Rode leider generell so ein Problem und wird durch die Anhebung im Treble beim NT1-A sicher auch nicht besser gemacht :/
    Stichwort: "De-Esser".


    Anderes mögliches Szenario:
    du übersteuerst... ^^

    Keine Ahnung, warum du das Behringer so verurteilst, Julien.
    Ich habe mein Xenyx 302 vor rund einem Jahr für 25 Euro neuwertig in der Bucht geschossen und finde die Qualität angesichts des geringen Preises eigentlich spitze! Klar, es ist gewiss kein High-End-Gerät. Bringt grundsätzlich jedoch sämtliche Eigenschaften mit, die man für den Einstieg in die Materie benötigt. Die ledichlich 15V Phantomspeisung per USB sind theoretisch ein Nachteil, machen bei den meisten Kondensatormikrofonen (bei den dynamischen sähe es anders aus, da würde ich bei geringstem Budget eher zu den U-Phorias raten) jedoch erstmal keine Probleme.


    Gegenüber meinem Babyface Pro klingt das Teil noch erstaunlich transparent und rauschfrei, wenn man den aufgerufenen Preis berücksichtigt. Den krassen Unterschied hört man eigentlich nur, wenn man die Technik voll ausreizt und auch die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen schafft (insb. Raumakustik). Rein für VoIP würde ich jedoch sagen, sind die günstigen Behringer voll und ganz ausreichend. Die nächstbesseren Kandidaten wie etwa das UR22, Scarlett Solo oder iD4 würde ich mir nur zulegen, wenn die (nicht vorhandenen) Treiber (da Plug 'n' Play) Probleme machen und man etwas mehr Variation seitens der Anschlüsse oder schlichtweg eine bessere Haptik benötigt. Rein von der Aufnahmequalität her sehe ich da jedoch keine eklatanten Unterschiede, die den Aufpreis in jedem Fall rechtfertigen können. So lange das NT1-A am Eingang nicht stärker rauscht, als der laufende Rechner, ist ein Upgrade meines Erachtens nicht nötig.



    Nichts gegen die soliden Einsteigergeräte von Steinberg, Focusrite und Audient. Aber den Aufpreis würde ich persönlich vielleicht sogar lieber in ein besseres Mikrofon oder einen besseren Schwenkarm stecken. Da hat man je nach persönlichen Anforderungen mehr von.

    Aber eines steht schon mal definitiv fest, werde auf alle fälle mehr Cash in das ganze investieren, da ich ja länger etwas davon haben möchte.
    Werde mir höchstwahrscheinlich den "Rode Podcaster" näher betrachten. Und zusätzlich mit der Spinne gefällt mir das im Gesamtpaket echt gut. :)
    Bei evtl. weiteren Fragen, würde ich gerne auf euch zurück kommen. :)

    Wo wäre dann in etwa deine preisliche Obergrenze?


    Gerade wenn du etwas für die Dauer haben möchtest, würde ich nüchtern betrachtet eigentlich eher zu XLR tendieren. Die Mikros und Stecker sind da einfach deutlich langlebiger gebaut. Die Auseinandersetzung mit einem Audio-Interface wirkt auf den ersten Moment kompliziert, entpuppt sich in der Praxis aber gleichermaßen als Plug 'n' Play (anschließen und loslegen).


    Wie es vielleicht schon an der einen oder anderen Stelle rausgekommen ist, bin ich kein großer Fan der dynamischen USB-Mikros. Das Podcaster klingt in meinen Ohren angesichts der rund 170 Euro eigentlich sehr dünn. Im Blindtest würde ich die Performance nicht über der 100 Euro einordnen.


    Hier einfach mal ein exemplarischer Vergleich zu einem NT1-A. Ist jetzt auch nicht unbedingt mein Favorit unter den Kondensatoren. Aber es zeigt doch ganz gut, wie die klangliche Leistung in etwa einzuordnen ist:



    Und bevor jetzt wieder jemand aufschreit, was die Empfindlichkeit angeht:
    der Großteil dessen hängt schlichtweg davon ab, wie nah du dich am Mikrofon befindest. Isoliert betrachtet sind die Unterschiede zwischen Kondensatoren und Dynamikern nicht so groß, wie oft angenommen. Da muss aber schließlich jeder selbst ausprobieren, mit welcher Variante er am besten zurechtkommt. Das gilt selbstverständlich auch für die klanglichen Qualität.


    Was das sonstige Equipment betrifft, kann ich wie gesagt nur dazu raten, einen Gelenkarm mit Spinne einzusetzen.
    Wenn du dir das Mikrofon per Dreibein direkt auf den Tisch stellst, hast du deutlich mehr Vibrationen mit in der Aufnahme. Da kann ich Rain nur zustimmen.

    In Tonstudios kommen meistens Kondensatoren zum Einsatz, da diese gegenüber den Dynamikern ein naturgetreueres, feineres Signal zeichnen und somit die Details der Stimme besser hervortreten lassen. Abweichungen sind nach persönlichen Vorlieben natürlich immer möglich.


    Bei der Abnahme von Stimmen haben sich Großmembraner normalisiert, obwohl Kleinmembraner rein technisch gesehen in vielerlei Hinsicht vorzuziehen sind. Einigen fehlt da hin und wieder allerdings das "Mojo" oder - etwas greifbarer formuliert - die individuelle Chemie gegenüber dem Frequenzgang. Großmembraner neigen ja bekanntlich zur Färbung, was in vielen Fällen auch gewünscht ist.


    Was den zweiten Punkt betrifft:
    Es gibt auch (zum Teil identisch aufgebaute) Kondensatormikrofone, die ausreichend pegelfest sind. Nicht zu vernachlässigen Die Bügel- bzw. Headset-Mikrofone!


    Im Übrigen habe ich ja auch nicht bestritten, dass es für jeden Zweck unterschiedliche Bauformen gibt.
    Natürlich fordern variable Umweltbedingungen auch eine variable Technik.


    Man kann jetzt viele FAQs und Guides auflisten.
    Diese orientieren sich jedoch in den meisten Fällen am Usus bzw. schlichtweg Dem, was der Markt bereits an aufgestellten Kategorien (die auch nicht immer sinnvoll sind) hergibt. Der Umstand, warum dynamische Mikros angeblich weniger empfindlich sind, wird jedoch nur selten geklärt.
    Anlass genug, die Sache einmal von technischer Seite durchzugehen und eine Erklärung dafür zu suchen.


    Die Threaderstellering muss an dieser Stelle übrigens auch kein Studium ablegen, da wir die nötigen Informationen freundlicherweise bereits kostenlos hier im Forum zusammenfassen! ;)


    Nachtrag:
    bitte sachlich bleiben!
    Ich habe bereits einige konkrete Vorschläge geleistet, die durchaus sehr günstig sind und zugleich eine gute Qualität liefern. Eine davon liefert alles, was man zum Einstieg braucht und kostet gerade einmal 44 Euro!



    Man sollte Vergleiche und Empfehlungen schon voneinander trennen können...
    Ich hab schließlich auch nicht nach dem DBX gefragt ^^

    Ich weiß gar nicht, warum um Kondensatormikrofone allgemein immer so problematisiert werden


    Die lange Version zum technischen Firlefanz:



    Und die kurze Version:


    Ein Mikrofon, das wenig Umgebung aufnimmt, fordert schließlich zwei grundlegende Gegebenheiten:
    1.) Es wird so nah wie praktisch möglich besprochen. Der Gain (die Lautstärke) des Mikrofons wird entsprechen abgesenkt, damit die Stimme nicht übersteuert.
    2.) Die Kapsel ist in ein massives Gehäuse eingelassen, nur die Frontalachse (die Richtung Sprecher zeigt) liegt frei.


    Wenn wir uns nun den Markt ansehen, dann finden wir sehr wohl auch unter den Kondensatormikrofonen Kandidaten, die hierfür infrage kämen:
    https://www.thomann.de/de/klei…atormikrofone.html?oa=pra


    Der grundlegende "Vorteil" bei den Kleinmembran-Kondensatoren wäre, dass sie die Stimme sehr naturgetreu aufzeichnen. Das gibt deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung, unterschiedliche Effekte zu erzielen. Wenn man das Gefühl hat, dass einem die Details nicht gefallen, dann kann man das Signal in einem gewissen Grade immernoch komprimieren und beschneiden.

    @Vouk

    Das ist in der Tat ein nicht zu vernachlässigender Punkt!
    Bei einigen Sängern ist es wohl auch so, dass sich ein optisch besonders pompöses bzw. großes Mikrofon positiv auf die Performance auswirkt. Kein Witz!


    Dabei sind Kleinmembraner rein technisch gesehen eigentlich das Non-Plus-Ultra, wenn es z.B. um Präzision und Neutralität geht.
    Die kompaktere Bauform ist für mich jedenfalls ein Vorteil, da sich das Mikro so deutlich besser aus dem Sichtfeld blenden lässt. Ist beim Zocken eigentlich recht angenehm.


    @SvenPower


    Ist doch völlig egal, wie viel oder wenige Mikros man schon in der Hand hatte.
    Entscheidend ist, wie viel Know-How dahintersteckt. Das macht schließlich auch die Tontechniker aus ;)


    Der Herr aus dem Video verwendet ein DBX 286 S als Vorstufe. Liegt so gesehen also noch eher in der "Einstiegsklasse" :D
    Dass man ein Mikrofon mit Feintuning gut klingen lassen kann, ist ja auch genau der Punkt. Das zeigt schließlich, dass allein die Wahl des
    Mikros noch keinen guten Ton macht. Es geht wie immer um die Summe aller Faktoren, wo nicht nur die Nachbearbeitung, sondern zum Beispiel auch die Raumakustik und - das Entscheidende - die eigene Performance (nämlich der geübte Sprecher) mit reinspielt.


    Sicher ist ein USB-Mikro die im ersten Moment die unkomplizierte Angelegenheit.
    Die Plug-n-Play Lösung bringt wie gesagt jedoch auch Nachteile mit sich:
    (Auch hier mal der Übsicht halber gespoilert)



    Das wären so die üblichsten Argumente, die man da aufzählen könnte.
    Eine 2-in-1 Fertiglösung mit USB ist halt Fire-and-Forget, bringt hier und da aber auch seine Nachteile mit sich.
    Und so kompliziert ist die getrennte Kombi im direkten Vergleich nun auch wieder nicht. Die Begrifflichkeiten sind da meist deutlich sperriger, als der eigentliche, alltägliche Gebrauch ;)


    Den Gusseisernen Standfuß von Samson habe ichim Übrigen auch noch irgendwo stehen. Hat sich bei mir langfristig allerdings nicht durchsetzen können, da ich das Mikro damit nur auf Brusthöhe bekommen habe und durch die großflächige Ankopplung an die Tischfläche leider auch Vibrationen vom Tisch schneller ans Mikro übertragen wurden. Als Alternative empfehle ich einen einfachen Schwenkarm. Die gibts auch schon für unter 20 Euro bei Amazon et al und reichen für Einsteiger vollkommen aus. Damit kann man sich das Mikro auch direkt vor bzw. neben den Mund ziehen.


    PS: Sorry für die kolossale wall of text!
    Da hat sich wohl wieder einiges angestaut, was mal raus musste. Ich hoffe, die Threaderstellerin kann es mir verzeihen :D

    Mein Rode NT2a (nicht zum broadcasten) steht z.B. ca. 3,5m von meinem Schreibtisch entfernt

    Nichts für ungut, aber siehe letzte Zeile meines letzten Beitrags.
    Wer nur Umgebungsgeräusche in der Aufnahme hat, hat sich nicht mit den Grundlagen der Materie auseinandergesetzt!


    Außerdem lassen sich mit Kleinmembran-Kondensatoren im Prinzip genau so gute Dämpfungswerte erzielen, wie mit dynamischen Mikros.
    Man muss einfach nur genau so nah ran. Allein dort liegt der Hund begraben: im Arbeitsabstand!


    Dass dynamische Mikros allgemein deutlich weniger empfindlich seien, ist nach wie vor Quatsch.
    Entscheidend ist die Form des Gehäuses, die Richtcharkteristik und - ganz wichtig - der Arbeitsabstand.
    All diese Attribute kann man jedoch auch bei der Wahl eines Kondensatormikrofons berücksichtigen. Hat den großen Vorteil, dass man mitunter erheblich an Auflösung gewinnt und die Nebengeräusche dennoch auf ein Minimum reduzieren kann ;)


    PS:
    Für den Fall, dass eine XLR-Konstellation infrage kommt:


    USB Audio Interface: https://www.bax-shop.de/behrin…umc22-usb-audio-interface oder https://www.thomann.de/de/steinberg_ur12.htm / https://www.thomann.de/de/focu…scarlett_solo_2nd_gen.htm
    alternativ USB Mixer: https://www.bax-shop.de/behrin…b-pa-und-studio-mischpult oder https://www.thomann.de/de/yamaha_ag03.htm
    Mikrofon Variante A): https://www.amazon.de/Pronomic…ofon-silber/dp/B004BFUGIQ oder https://www.amazon.de/dp/B0002KZAM6
    Mikrofon Variante B): https://www.amazon.de/Professi…n-inklusive/dp/B00XJF5DMI oder https://www.thomann.de/de/marantz_mpm_1000.htm oder https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2035.htm


    Falls noch jemand Zweifel hat, dass ein Mikrofon für läppische 15 Euro keine Qualität liefern kann:


    Das Podcaster klingt in meinen Ohren eigentlich äußerst unschön. Im Fundament viel zu nasal und dosig. Im Treble viel zu dünn und stellenweise kratzig. Insgesamt eigentlich sehr dumpf und unnatürlich.
    Out of the Box finde ich es nicht mal deutlich besser, als ein gutes Headset-Mikrofon.


    Ist nur meine Meinung. Aber ich würde da lieber zu einem klassischen Kondensator wie dem AT2020 oder von mir aus auch dem Rode NT USB raten. Diese Mics lösen um Welten(!) besser auf und klingen deutlich ausgewogener.


    Das Blue Yeti halte ich für nichts Besonderes.
    Klanglich noch ok, aber viel zu klobig und durch den dicken Standfuß leider auch sehr anfällig für Vibrationen (welche auf die Membran übertragen werden!). Außerdem ist es mit seinem riesigen Korb und der schlecht schirmenden Nierencharakteristik recht anfällig für Umgebungsgeräusche.
    Keine Ahnung, warum das Teil trotz dieser Nachteile unter Streamern so beliebt ist...


    Ganz nebenbei:
    bei XLR hätte man gegenüber All-in-One USB keine Probleme mehr hinsichtlich der treiberbedingten Lautstärke unter Windows, außerdem eine deutlich höhere Langlebigkeit der Hardware. Nicht nur, dass die Buchsen und Stecker deutlich belastbarer sind (Wackelkontakt im Gegensatz zu USB-B äußerst unwahrscheinlich). Auch verringert der externe Vorverstärker und Wandler inform eines Interfaces/Mixers das Risiko für einen Totalausfall.


    Man kann auch mit günstigen XLR-Komponenten sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn man ordentlich recherchiert und nicht den nächstbesten Mist aus irgendeiner Amazon-Liste bestellt ;)


    Oft hängen schlechte Ergebnisse auch mit einer falschen Nutzung zusammen.

    Recording-Tools ist eine Tochterfirma von Oktava und damit meines Erachtens schonmal deutlich bodenständiger als Auna, die ihre Produkte größtenteils nicht selbst entwickeln, sondern wie die meisten Billig-Anbieter auch nur in Fernost einkaufen.
    Laut einigen Foren sollen die RTs gar nicht mal so schlecht sein. Einige feiern sie in der Preisklasse sogar als Geheimtipps.
    Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen würde. Allerdings haben sie gegenüber den meisten Kandidaten in dieser Liga (darunter auch Auna) schonmal den Vorteil, dass sie nicht mit solch winzigen Elektretkapseln sondern mit "echten", größeren Kondensatorkapseln daherkommen. Diese sind naturgemäß aufwändiger zu fertigen, was für mich schonmal ein Indiz dafür wäre, das der Hersteller zumindest bemüht ist, Qualität zu liefern.


    Ob das Teil gut performt oder nicht, hängt vor allem davon ab, ob dein Rechner damit zurechtkommt.
    Windows 10 ist leider dafür bekannt, Probleme bei einigen USB-Mikrofonen zu verursachen. Offenbar führen die universalen Plug 'n' Play Treiber bei einigen Geräten dazu, dass nicht die volle Gain-Reichweite genutzt werden kann. Die Konsequenz ist in der Regel eine viel zu leise Stimme bei fast gleichbleibendem Eigenrauschen. Diese Symptome können prinzipiell übrigens bei allen USB-Mikrofonen auftreten, welche keinen eigenen Treiber bereitstellen. Selbst bei einschlägigeren Marken wie etwa Rode liest man von solchen Komplikationen...
    Was es mit diesem Bug auf sich hat, ist selbst Microsoft noch schleierhaft. Anscheinend war der Aufschrei bisher noch nicht groß genug, als dass man sich intensiver mit der Angelegenheit auseinandergesetzt hätte.


    Um bezüglich einer Empfehlung aber nochmal ganz konkret zu werden:
    Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass sich die meisten Mikrofone unter 100 Euro nicht wirklich viel geben. Was man in den Portalen so findet, sind oft nur OEM-Varianten aus der gleichen Fabrik mit lediglich abgewandeltem Gehäuse und anderem Aufdruck. Die Technik dahinter ist in vielen Fällen jedoch die Gleiche... was einige Distributoren jedoch nicht daran hindert, die Preisschraube kräftig anzuziehen und das Ganze mit entsprechend viel Marketing zu unterfüttern.


    Wenn ich vor der Wahl stände, würde ich wahrscheinlich zum Neewer NW 7000 USB greifen.
    Das ist so ziemlich das günstigste Set dieser Bauform und qualitativ fürs Erste bestimmt nicht der Flaschenhals. Je mehr man ausgibt, desto ernsthafter sollte man sich nämlich auch mit Themen wie bspw. der Raumakustik befassen, um das Potenzial der Technik voll ausschöpfen zu können.


    Ansonsten, das "MCU-02 HI-END Stuidio Kondensatormikrofon Großmembran" klingt schon vom Namen her wie alle billig Produkte die Amazon verkauft werden...

    Woven sich ein Auna nun in genau wie fern absetzt? :rolleyes:

    Hast du dich mal in den Fachforen bezüglich Akustik erkundigt?
    Da du nun ja vor hast, ein wenig Geld in die Hand zu nehmen, würde ich das Vorgehen vorsichtshalber noch mal mit den Experten durchgehen und dir ein paar speziell auf deine Räumlichkeit zugeschnittenen Ratschläge einholen.


    PS: kein einfacher Schaumstoff, pfui, aus! :D

    Wenn du den Sound noch zusätzlich andickst, dann hebst du dir allerdings auch die Raummoden mit an. Sprich, den Teil, der untenrum so dumpf-dosig klingt. Weniger ist manchmal mehr ;)


    Darf ich fragen, wie bzw. womit du dein Zelt behangen hast?
    Würde es für den Anfang mit ein paar Decken-Schichten versuchen. Ruhig auch luftige Bettdecken, denn das Futter dämpft.
    Wenn möglich auch oben drüber, damit du das kritische Gewölbe ein wenig kompensierst.


    Wie weit ist der Abstand zum Mikro?


    PS: dein Noise-Gate ist zu hoch eingestellt. Deine Stimme wird viel zu schnell abgeschnitten.

    Noch ein paar Gedanken meinerseits:


    1.) Gelegentliches Übersteuern bekommt man wenn, dann ja eher, wenn man den Gain im Vorhinein schon zu hoch dreht.
    Dann lieber ein kleines Polster lassen und die Lautstärke in der Nachbearbeitung normalisieren.


    2.) Die Spannungsversorgung von USB ist auf 5V spezifiziert und darf offiziell höchstens +/- 5% abweichen. Probleme kann es zum Beispiel geben, wenn man Verlängerungen oder besonders billige, schlecht gerschirmte Kabel mit zu gerinem Leiterquerschnitt einsetzt. Ist der Spannungsabfall aufgrund des herrschenden Widerstandes zu groß, dann meldet sich auch Windows zu Wort und das Mikro funktioniert nicht mehr ordnungsgemäß.


    Ich gehe in diesem Fall nicht davon aus, dass sich ein Spannungsabfall unmittelbar auf die Lautstärke (in Form des Gains) auswirkt. Bei den Dynamikern sollte man bedenken, dass das Membransystem selbst keine externe Vorspannung (wie etwa bei Kondensatoren mit ihrern 48V Phantomspannung) benötigt. Was an Spannung von USB kommt, betrifft hier wenn, dann erstmal nur den A/D-Wandler bzw. das integrierte Interface.


    Die Schwankungen der Lautstärke würde ich mir eher im Zusammenhang mit der fürcherlichen Treiberarchitektur von Windows erklären. Speziell bei Microsoft besteht schon seit langem ein Bug, der bei USB-Mikrofonen die Gain-Reserven beschneidet. Das Problem wird schon seit Jahren in dutzenden Communities abgehandelt. MS hat bis dato jedoch immernoch keine Lösung angeboten, nimmt zu den Problemen auch kaum Stellung.
    Hier ein beispielhafter Fall aus der jüngsten Vergangenheit:
    https://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1735184


    Als Lösung bleibt momentan wohl nur das Anheben der Lautstärke per Software (womit man leider nicht nur die Stimme verstärkt) oder aber der Umstieg auf ein XLR-System.


    3.) Normaler Schaumstoff ist nach wie vor kein empfehlenswerte Mittel zur Behandlung der Raumakustik!


    Mit dem zeug dämpft man aufgrund der Materialeigenschaften fast nur den Hochton. Allein zu den unteren Mitten hin fällt der Dämpfungsgrad in der Regel schon erheblich ab. Im Bass sind einfache Schaumstoffe schließlich gänzlich wirkungslos. Noch schlimmer wird das Ganze, wenn man das Material lediglich in wenigen Zentimetern Tiefe bemisst. Dann fällt die Effizeinz umso stärker ab und es werden lediglich sehr hohe Frequenzen gedämpft.


    In Folge erhält man ein völlig unausgewogenes und unnatürliches Klangbild, in dem nur die Höhen der Stimme geschluckt werden. Alle anderen Probleme, wozu vor allem die kritischen Raummoden (stehende Wellen) zählen, bleiben jedoch nach wie vor bestehen und sorgen für ein topfiges, dosiges, dumpfes Wummern.


    Leider gibt es immernoch genügend Unternehmen, die sich an dem Unwissen der Nutzer bereichern und ihren spottbilligen Verpackungsschaumstoff unter dem Banner des "Akustikschaumstoffs" zu Mondpreisen verticken. Leider gibt es auch viele YouTuber, die immer wieder auf diese Tricks reinfallen und dann leider Gottes auch als Vorbild für andere dienen...


    Die Problematik an den meisten Schaumstoffen ist jedenfalls das inhomogene Dämpfungsverhalten. Ein akustischer Absorber sollte so linear wie möglich wirken, sprich das gesamte Spektrum im gleichen Grade dämpfen. Wenns Richtung Bass geht, wird das allerdings ein äußerst schwieriges Unterfangen. Selbst Basotect kommt da trotz Werbeversprechen schnell an seine Grenzen.


    Breitbandig wirkende Absorber, die auch im Bass noch wirken, kann man sich zum Beispiel aus Mineralwolle selber basteln. Stichwort: Superchunks. Dringende Voraussetzung ist jedoch, dass das Material nicht nur 5cm dick ist. Bei Breitbandabsorbern bewegt man sich eher im Rahmen von 30cm aufwärts. Kann man sich im Vorhinein auch schon ungefähr ausrechnen: http://www.acousticmodelling.com/porous.php


    4.) Einen Raum künstlich zu verkleinern ist pauschal auch keine Lösung. Damit sind die Reflexionen nur noch unmittelbarer.
    Ein ausgewogener Klang braucht ein gewisses Grundvolumen und vor allem Symmetrie.
    Vollgestellte Regale oder offene Schränkte können unter günstigen Bedingungen als Diffusoren wirken.
    Ich würde bei dem vorliegenden Fall jedoch erst mal für Symmetrie sorgen, den Wandabstand erhöhen und die kritischen Erstreflexionsflächen mit Breitbandabsorbern behandeln.


    5.) Ein akustisch wohlklingender Raum ist in der Regel keiner, in dem man auch gerne wohnt. Denn er ist lediglich nach den Maßstäben der Physik gestaltet und auf das Nötigste reduziert.


    Damit muss man sich leider abfinden.


    Ein Kompromiss ist zwar möglich. Allerdings erfordert es dann immernoch eine Auseinandersetzung mit der Materie sowie Investitionsbereitschaft im mindestens(!) dreistelligen Bereich. Das gilt auch fürs Home-Recording!


    6.) Bei den Gewölben schätze ich, lässt sich ohnehin nicht viel machen.
    Der Raum ist für Sprachaufnahmen schlichtweg nicht geeignet.


    Wenn du es dennoch erzwingen und nicht sonderlich viel Geld ausgeben willst, dann würde ich mir vielleicht ein Gerüst eines großen Zeltes um den Arbeitsplatz bauen und ein paar schwere Decken an allen Seiten drüberwerfen.
    Immernoch besser als gar nichts ^^