Noch ein paar Gedanken meinerseits:
1.) Gelegentliches Übersteuern bekommt man wenn, dann ja eher, wenn man den Gain im Vorhinein schon zu hoch dreht.
Dann lieber ein kleines Polster lassen und die Lautstärke in der Nachbearbeitung normalisieren.
2.) Die Spannungsversorgung von USB ist auf 5V spezifiziert und darf offiziell höchstens +/- 5% abweichen. Probleme kann es zum Beispiel geben, wenn man Verlängerungen oder besonders billige, schlecht gerschirmte Kabel mit zu gerinem Leiterquerschnitt einsetzt. Ist der Spannungsabfall aufgrund des herrschenden Widerstandes zu groß, dann meldet sich auch Windows zu Wort und das Mikro funktioniert nicht mehr ordnungsgemäß.
Ich gehe in diesem Fall nicht davon aus, dass sich ein Spannungsabfall unmittelbar auf die Lautstärke (in Form des Gains) auswirkt. Bei den Dynamikern sollte man bedenken, dass das Membransystem selbst keine externe Vorspannung (wie etwa bei Kondensatoren mit ihrern 48V Phantomspannung) benötigt. Was an Spannung von USB kommt, betrifft hier wenn, dann erstmal nur den A/D-Wandler bzw. das integrierte Interface.
Die Schwankungen der Lautstärke würde ich mir eher im Zusammenhang mit der fürcherlichen Treiberarchitektur von Windows erklären. Speziell bei Microsoft besteht schon seit langem ein Bug, der bei USB-Mikrofonen die Gain-Reserven beschneidet. Das Problem wird schon seit Jahren in dutzenden Communities abgehandelt. MS hat bis dato jedoch immernoch keine Lösung angeboten, nimmt zu den Problemen auch kaum Stellung.
Hier ein beispielhafter Fall aus der jüngsten Vergangenheit:
https://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1735184
Als Lösung bleibt momentan wohl nur das Anheben der Lautstärke per Software (womit man leider nicht nur die Stimme verstärkt) oder aber der Umstieg auf ein XLR-System.
3.) Normaler Schaumstoff ist nach wie vor kein empfehlenswerte Mittel zur Behandlung der Raumakustik!
Mit dem zeug dämpft man aufgrund der Materialeigenschaften fast nur den Hochton. Allein zu den unteren Mitten hin fällt der Dämpfungsgrad in der Regel schon erheblich ab. Im Bass sind einfache Schaumstoffe schließlich gänzlich wirkungslos. Noch schlimmer wird das Ganze, wenn man das Material lediglich in wenigen Zentimetern Tiefe bemisst. Dann fällt die Effizeinz umso stärker ab und es werden lediglich sehr hohe Frequenzen gedämpft.
In Folge erhält man ein völlig unausgewogenes und unnatürliches Klangbild, in dem nur die Höhen der Stimme geschluckt werden. Alle anderen Probleme, wozu vor allem die kritischen Raummoden (stehende Wellen) zählen, bleiben jedoch nach wie vor bestehen und sorgen für ein topfiges, dosiges, dumpfes Wummern.
Leider gibt es immernoch genügend Unternehmen, die sich an dem Unwissen der Nutzer bereichern und ihren spottbilligen Verpackungsschaumstoff unter dem Banner des "Akustikschaumstoffs" zu Mondpreisen verticken. Leider gibt es auch viele YouTuber, die immer wieder auf diese Tricks reinfallen und dann leider Gottes auch als Vorbild für andere dienen...
Die Problematik an den meisten Schaumstoffen ist jedenfalls das inhomogene Dämpfungsverhalten. Ein akustischer Absorber sollte so linear wie möglich wirken, sprich das gesamte Spektrum im gleichen Grade dämpfen. Wenns Richtung Bass geht, wird das allerdings ein äußerst schwieriges Unterfangen. Selbst Basotect kommt da trotz Werbeversprechen schnell an seine Grenzen.
Breitbandig wirkende Absorber, die auch im Bass noch wirken, kann man sich zum Beispiel aus Mineralwolle selber basteln. Stichwort: Superchunks. Dringende Voraussetzung ist jedoch, dass das Material nicht nur 5cm dick ist. Bei Breitbandabsorbern bewegt man sich eher im Rahmen von 30cm aufwärts. Kann man sich im Vorhinein auch schon ungefähr ausrechnen: http://www.acousticmodelling.com/porous.php
4.) Einen Raum künstlich zu verkleinern ist pauschal auch keine Lösung. Damit sind die Reflexionen nur noch unmittelbarer.
Ein ausgewogener Klang braucht ein gewisses Grundvolumen und vor allem Symmetrie.
Vollgestellte Regale oder offene Schränkte können unter günstigen Bedingungen als Diffusoren wirken.
Ich würde bei dem vorliegenden Fall jedoch erst mal für Symmetrie sorgen, den Wandabstand erhöhen und die kritischen Erstreflexionsflächen mit Breitbandabsorbern behandeln.
5.) Ein akustisch wohlklingender Raum ist in der Regel keiner, in dem man auch gerne wohnt. Denn er ist lediglich nach den Maßstäben der Physik gestaltet und auf das Nötigste reduziert.
Damit muss man sich leider abfinden.
Ein Kompromiss ist zwar möglich. Allerdings erfordert es dann immernoch eine Auseinandersetzung mit der Materie sowie Investitionsbereitschaft im mindestens(!) dreistelligen Bereich. Das gilt auch fürs Home-Recording!
6.) Bei den Gewölben schätze ich, lässt sich ohnehin nicht viel machen.
Der Raum ist für Sprachaufnahmen schlichtweg nicht geeignet.
Wenn du es dennoch erzwingen und nicht sonderlich viel Geld ausgeben willst, dann würde ich mir vielleicht ein Gerüst eines großen Zeltes um den Arbeitsplatz bauen und ein paar schwere Decken an allen Seiten drüberwerfen.
Immernoch besser als gar nichts 