Das große Let's Player-Einsteigertutorial

  • Das große Let's Player-Einsteigertutorial


    ------------------------------------ von Nevano ------------------------------------


    Einführung


    Dafuq
    Hallo und herzlich willkommen zu diesem Tutorial. Das Thema ist klar: Du willst Let’s Player werden und suchst für den Anfang Hilfe in dem ein oder anderen Bereich (wie kommentiere ich richtig, welche Ausrüstung benötige ich, wie werden Let’s Plays aufgenommen, verarbeitet und auf Youtube hochgeladen, blablabla).


    Dazu vorab etwas zu meiner Person: Ich bin ein Neuling was das let’s-playen angeht. Ja, richtig gelesen. Ich habe vor kurzem erst begonnen, ernsthaft Videos aufzunehmen und trotzdem schicke ich mich an, solch ein Tutorial zu verfassen. Das möchte ich kurz erklären:


    Ich habe selber einiges an Hilfe gebraucht, vor allem was das Aufnehmen und Rendern von Videos angeht, habe aber auch sonst jede Menge Kram über Kommentarstil und ähnliches verschlungen. Leider musste ich mir den Großteil mühsam zusammensuchen. Vieles war in Youtube-Videos zu finden, einiges in den Tutorial hier im letsplayerforum, wieder anderes ist einfach meine Meinung. Um DIR den Einsteig zu erleichtern, möchte ich hier versuchen, so viel Wissen wie möglich zusammenzutragen zu diesem einen Tutorial. Mit den Texten und Links aus diesem Tutorial soll DIR der Einsteig leichter fallen, als er mir vor kurzem noch gefallen ist.


    Das ist zumindest mein Wunsch. Und daher möchte ich keine weitere Zeit vergeuden, sondern gleich anfangen…



    PS: Ab hier schreibe ich übrigens nicht mehr „du“ sondern „ihr“, lediglich die Einleitung sollte etwas direkter wirken. ;)


    Über... einfach alles
    Zunächst einmal möchte ich die verschiedenen Themen dieses Tutorials vorstellen, damit ihr erstmal einen groben Überblick bekommt, worum es insgesamt gehen wird.


    Zunächst einmal werde ich über das Let’s Playen als solches reden. Wie kommt man dazu, was bedeutet es überhaupt, mit welcher Einstellung sollte man da rangehen, wie aufwändig könnte das werden, wie kann es das eigene Leben verändern und so weiter.


    Anschließend kümmere ich mich mehr um die technischen Feinheiten: Welches Equipment ist angebracht, mit welcher Software filme ich meinen Bildschirm idealerweise ab, wie mache ich das mit dem Sound, wie rendere ich das (und was bedeutet das eigentlich) und wie lade ich das dann auf Youtube hoch… also quasi alle Schritte von vor der Aufnahme bis zum Upload auf Youtube.


    Zuletzt möchte ich ein wenig über die eigene Vermarktung sprechen und Tipps geben, die sich auf das eigene Bekanntwerden beziehen. Dazu gehört zum Beispiel ein vernünftiger Youtube-Name, ansprechende Videotitel und Beschreibungen sowie die richtige Tag-Auswahl für die Uploads auf Youtube.


    Daran schließt sich noch ein kurzer Text über die Organisation an, sowohl was Dateien und die eigene [lexicon]Festplatte[/lexicon] betrifft, als auch was einen Uploadplan angeht. Jetzt geht’s aber wirklich endlich los… :p


    Die große Linkliste
    Generelle Informationen für Neulinge


    Aufnehmen/Bearbeiten/Rendern


    Rechtliche Aspekte


    Software (Videoaufnahme/Videobearbeitung, Rendering, Audioaufnahme)
    [list][*]Fraps
    [*]DXTory
    [*]PlayClaw
    [*]Adobe Premiere
    [*]Sony Vegas
    [*]TMPGEnc
    [*]Camtasia
    [*]Audacity

  • Teil 1 - Über das Let's Playen


    Warum wollt ihr Let’s Player werden?
    Ich würde mich wirklich ransetzen und einfach mal darüber nachdenken. Schließlich wird es einen Grund geben, warum ihr die Mühe auf euch nehmen wollt, neben dem privaten Zocken plötzlich Zeit und Mühe für einen guten Kommentar, die technische Verarbeitung und Vermarktung eurer Videos zu investieren.


    Um mal ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: Bei mir war es so, dass ich zunächst einmal Let’s Plays super finde. Ich habe einige wenige Let’s Player, die ich selber gerne und regelmäßig gucke und mir gefällt das Prinzip dahinter und der Spaß, der dadurch vermittelt werden kann. Außerdem habe ich mir überlegt, durch das Let’s playen mein privates Zocken etwas… geordneter anzugehen, nicht dass ich da irgendwelche Vorgaben hätte, aber es hat mich immer gefreut, einen Titel durchzuspielen, nur hatte ich danach nichts davon. In Form eines Let’s Plays dagegen könnte ich mir meine eigenen Erfolge auf Video festhalten und immer wieder ansehen, außerdem habe ich damit quasi eine Art Liste von erfolgreich beendeten Spielen. Für das eigene Ego somit auch ganz nette Streicheleinheiten.


    Doch warum der ganze Streß mit dem Upload und dem Bekanntwerden und so? Weil das Let’s plays ausmacht! Sie dienen dazu, Spaß zu zeigen und Freude zu vermitteln! Und wenn man den Drang hat, die eigene Freude auch bei anderen auslösen zu wollen, sollte einen nichts mehr aufhalten.


    Aber… dann kann mich jeder hören!!!
    Ja, das ist wohl richtig. Ich gebe zu, bei mir war es keine einfache Entscheidung, letzten Endes wirklich an die Öffentlichkeit zu gehen. Es sollte daher jedem klar sein, dass diese Entscheidung nicht aus dem Affekt heraus getroffen, sondern sorgsam überlegt werden sollte.


    Mein Tipp hier: Macht ein paar Testaufnahmen. Und zwar nicht mal eine halbe Stunde aufnehmen und das dann anschauen und für gut befinden, das reicht auf lange Sicht nicht! Auf diese Weise habt ihr eine Testaufnahme, aber die verrät euch nichts über den Aufwand, den man für eine gut produzierte und auf Youtube hochgeladene Episode benötigt.


    Um mal wieder von mir zu berichten: Ich habe mir ein erstes Projekt (Trine) ausgesucht und dieses KOMPLETT aufgenommen, bevor ich an die Öffentlichkeit gegangen bin. Auf diese Weise habe ich während dem Aufnehmen so ziemlich alle typischen Fehler, die einem unterlaufen können, kennengelernt: schlechte Qualität (weil anfangs noch in Half-Size in [lexicon]FRAPS[/lexicon] aufgenommen), suboptimal abgemischter Sound (Ingamesound zu laut im Vergleich zur eigenen Stimme), Lags (Hintergrundprogramme nicht abgeschaltet) und und und…


    Des Weiteren habe ich den Aufwand eines sorgfältig gerenderten Videos kennengelernt. Bis eine Aufnahme mit [lexicon]x264[/lexicon] gerendert war, hat es (da ich diverse Einstellungen im Laufe der Zeit durchprobiert habe) gelegentlich auch mal 3-4 Stunden gedauert – für eine einzige Folge (keine 20 Minuten). Das Uploaden auf Youtube nimmt ebenfalls noch einmal Zeit in Anspruch, wobei man hier die Zeit für das Aussuchen eines Episodentitels und einer Beschreibung zwar vernachlässigen kann, aber auch solche Arbeiten wollen erledigt werden.


    Nicht erwähnt habe ich zudem die Einarbeitungszeit in das ein oder andere Programm.


    Durch eine einzige Testaufnahme wird man diesen Aufwand nicht am eigenen Leib erfahren können. Daher empfehle ich wie gesagt, ein kleines Projekt bis zum fertigen Upload auf Youtube durchzuziehen und sich DANACH zu überlegen, ob man diesen Schritt wirklich gehen möchte.


    Um auch nochmal auf die Überschrift zurückzukommen: Ihr solltet euch selbst anhören können. Sofern euch eure Stimme nicht hundertprozentig gefällt, ist das kein Ding, das tut sie den wenigsten. Aber wenn euch nach fünf Sekunden die Ohren bluten, würde ich mir einfach noch ein wenig mehr Zeit lassen. Vielleicht ist es das erste Mal, dass ihr eure Stimme aufgenommen anhört. Anfangs ist das immer ein wenig befremdlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Also wie gesagt: Einfach etwas mehr Zeit lassen, regelmäßig ein paar Testaufnahmen machen und schauen, wie sich das anfühlt.


    Ein Freund, ein guter Freund…
    Ebenfalls unverzichtbar ist in meinen Augen ein wenig privates Feedback. Die Familie muss es ja nicht unbedingt sein, aber das engste Umfeld (Freund/Freundin, bester Kumpel etc.) kann einem schon ein wenig darüber verraten, ob das, was man da mal testweise produziert hat, gut ankommt oder nicht. Sollte hier echt nur negatives Feedback vorliegen, würde ich mir die Kritikpunkte ganz besonders zu Herzen nehmen und eventuell ein anderes Projekt ausprobieren bzw. den eigenen Kommentarstil (zu gefaked?) ganz genau beobachten. Es geht schließlich um euren Einstieg und der sollte nicht holpriger als notwendig sein.


    Sofern ihr aber überwiegend positives Feedback bekommt – lasst es doch auf einen Versuch ankommen! Es ist zwar nicht gesagt, dass ihr weltberühmt werdet, aber der Spaß an der Sache sollte für euch sowieso der primäre Motor für den Beginn sein. Und bedenkt auch: Im Laufe der Zeit werdet ihr sicherer und entspannter kommentieren können, einfach weil sie dich anfängliche Nervosität und Aufregung gelegt hat und ihr euch an eure eigene Art und Weise, zu kommentieren, quasi gewöhnt habt. Also keine Panik, wenn die ersten Aufnahmen noch recht seltsam rüberkommen – ihr müsst ja nicht gerade DIE zuerst hochladen. ;)


    Und… womit soll ich anfangen?
    Mit Pokemon, [lexicon]Minecraft[/lexicon], Zelda und den neuesten Games auf gronkh.de. Im Ernst: Ich habe nichts gegen Pokemon oder [lexicon]Minecraft[/lexicon] oder Zelda. Fakt ist nur, dass dazu bereits eine Menge Let’s Plays existieren. Daher… ja, was könnte ich jetzt schreiben? Dass ihr kein Minecraft-LP machen sollt? UNSINN!


    Ich weiß, ich wiederhole die Worte, die jeder als Standardantwort auf diese Frage anbringt, aber spielt einfach das, was euch Spaß macht! Wenn ihr viel Spaß an [lexicon]Minecraft[/lexicon] habt, fangt damit an! Wenn euch Pokemon super gefällt, nur her damit! Wenn ihr in Zelda rult, zeigt das!


    Wichtig ist, dass ihr Spaß habt. In euren ersten Let’s Plays werdet ihr vermutlich noch nicht so locker rüberkommen, werdet etwas nervöser sein und so weiter. Wenn ihr dann noch ein mittelmäßiges Spiel zockt, das bei euch selber nur selten Freude aufkommen lässt, wird es euch noch schwerer fallen, diese Freude beim Zuschauer aufkommen zu lassen. Daher macht es euch doch nicht schwerer (und unangenehmer!) als nötig.


    Ihr denkt, euer erstes Projekt muss etwas ganz Besonderes sein? Dann sucht euch etwas ganz Besonderes aus! Aber was, wenn ihr dem nicht gerecht werdet…? Dann nehmt es trotzdem auf! Ihr müsst es nicht hochstellen, ihr könnt es irgendwann ein zweites mal let’s playen, wenn ihr das Gefühl habt, inzwischen wirklich natürlich rüberzukommen und so weiter, es ist euer Kanal und euer Ding, also macht euch nicht allzu viele Gedanken über das Drumherum.


    Ein paar Gedanken solltet ihr euch dann aber doch machen. Nehmen wir [lexicon]Minecraft[/lexicon] als Beispiel: Das Spiel bietet keine richtigen Dialoge (außer vielleicht die Schilder in der ein oder anderen Map) und ist audiotechnisch relativ spartanisch. Ergo müsst ihr selber eine Menge Quatschen (und zwar viel improvisieren), um die Stille zu füllen. Bietet sich für das erste Projekt möglicherweise nicht so an, wenn ihr eine eher stillere Person seid oder euch anfangs noch zu nervös fühlt, um wirklich frei zu labern.


    Rollenspiele mit viel Text können da helfen, da ihr häufig Texte vorlesen könnt/müsst und euch damit eine Menge Vorlage zum Reden geboten wird. Doch auch hier solltet ihr darauf achten, die Texte spannend vorzulesen. Das bedeutet NICHT, dass jeder Charakter eine eigene Stimme haben muss. Das Reinversetzen in Charaktere in Form von verschiedenen Stimmen liegt nicht jedem, was einen aber nicht daran hindern muss, RPGs zu spielen. Dennoch solltet ihr die Leute mit einem gewissen Elan sprechen. Der besorgte Familienvater, der gerade seinen einzigen Sohn verloren hat, sollte nicht gelangweilt vor sich hingähnen, während er vor den brennenden Überresten… na, ihr wisst schon was ich meine. :)


    Noch kurz ein paar Worte zu Blind-Let’s Plays: Diese können unheimlich spaßig beim Angucken sein, weil man einfach natürlichere Reaktionen erlebt. Ein „Oh mein Gott, was ist das denn schon wieder für eine #$§#%!“ ist halt häufig spannender als ein „Ah, stimmt, hier war ja diese komische Falle, ich erinnere mich“. Nicht immer, aber häufig, jedenfalls in meine Augen. Allerdings bietet sich das für den Anfang nicht an. Wenn ihr ein für euch unbekanntes Spiel spielt, wisst ihr zu Beginn nicht mal, ob es euch überhaupt so viel Spaß macht, dass ihr es durchspielt. Und das erste Projekt bereits aus Langeweile abzubrechen ist… nun ja, wirklich schade. Zudem könnt ihr viel mehr erzählen, wenn ihr das Spiel schon kennt. Ihr könnt von Anfang an auf die Spielmechanik eingehen, könnt erzählen, was den Spieler noch erwartet („Bald können wir allerdings bliblablub und das wird dann richtig klasse!“) und habt einfach mehr Stoff zum Babbeln. Daher würde ich (wie offenbar die meisten anderen auch) zu Beginn von einem Blind-LP abraten.


    Ein ebenfalls häufig zu lesender Rat ist, mit einem kurzen Projekt anzufangen. Macht irgendwie Sinn. Ihr wollt herausfinden, ob das Let’s playen wirklich etwas für euch ist, ihr wollt schnell ein erstes Erfolgserlebnis in Form eines abgeschlossenen Projekts, ihr wollt die Motivation beim Spielen nicht verlieren (vor allem nicht beim ersten Projekt, ein 100-Stunden-RPG bietet sich dazu nicht unbedingt an, ist auch schade für den Zuschauer, der euch gespannt verfolgt, bis ihr irgendwann enttäuscht aufgebt). Nur was bedeutet „kurz“? 2 Parts? 10 Parts? 30 Parts? Das müsst ihr leider mit euch selbst ausmachen. Abgesehen davon, dass die Partlänge sowieso recht individuell ist (10 Minuten und 20 Minuten machen immerhin einen Unterschied von 100% aus!), habt ihr vielleicht das ideale Spiel für grob 15 Parts. Ist vielleicht nicht superklein, aber würde euch echt reizen. Dann zögert nicht, solange ihr nicht Monate vor eurem ersten Projekt hängt, sollte alles in Ordnung sein!


    Selten dämlich sind allerdings Umfragen, womit ihr beginnen sollt. Ganz ehrlich: Wenn ihr neu seid, woher soll jemand wissen, ob er euch überhaupt sehen/hören will. Und das ist nicht mal beleidigend gemeint! Der eigene Kommentarstil wird immer Leute finden, die ihn mehr oder weniger mögen und somit wird keiner vorab sagen können, welches Projekt er von EUCH gerne sehen möchte, wenn er EUCH gar nicht kennt!


    Abgesehen von diesen Tipps ist etwa jeder zehnte Thread ein „Womit soll ich nur anfangääääääääääääääääääääään?“ – sollte also nicht allzu schwer sein, sich da noch ein paar weitere Infos zu holen.


    Also: Sucht euch etwas Schönes raus, an dem ihr Spaß habt und let’s played es einfach mal. Wenn ihr dann damit zufrieden seid, gibt es bestimmt Leute, die ebenfalls Gefallen daran finden.


    Ein paar Worte über den Kommentarstil
    Ich möchte an dieser Stelle noch ein Thema ansprechen, das sich „Play-by-Play“ nennt. Zumindest scheint dieser Begriff negativ damit belegt zu sein, dass ein Let’s Player nur das für alle Zuschauer Offensichtliche kommentiert. Ich weiß nicht, wie andere dazu stehen, aber ich habe damit grundsätzlich kein Problem.


    Wenn ich das Spiel kenne und sehe, dann gehe ich davon aus, dass der Let’s Player sich durchaus auf das Spiel bezieht und zwar nicht nur in Form von endlos vielen Hintergrundinfos sondern eben primär darauf, was er gerade erlebt. Entscheidend sind da in meinen Augen die Emotionen, die rüberkommen müssen.


    Ob jemand in The Binding of Isaac mit monotone Stimme und ohne jegliche Beteiligung ein “Noch’n Schlüssel. Aha, eine Truhe. Schließe ich die mal auf… mmh… Geld, ok.“ rauslässt oder ob der Kommentar mitreißend à la „Wow, ein Schlüssel, ein Schlüssel! Genau das, was ich jetzt brauche. Und – super – da ist auch direkt eine Truhe, mal schauen, was wir darin finden. Uuuui, Geld, kann man immer mal gebrauchen…“ daherkommt – der Ton macht die Musik! Das bedeutet – natürlich – nicht, dass man sich da verstellen sollte. Aber wer das Spiel mit etwas Begeisterung zockt und sich auf das Spielgeschehen einlässt, kann in meinen Augen auch problemlos größtenteils das „Offensichtliche“ kommentieren, weil man ihm dann anhört, dass er wirklich Spaß dabei hat.


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    Hier geht's weiter mit meinen Gedanken zu diesem Thema...

  • Teil 2 - Über die Technik


    Überblick
    Ihr wollt also ein Video aufnehmen. Gut. Jetzt gibt es dazu einiges zu wissen. Zunächst einmal benötigt ihr ein Aufnahmeprogramm, das den Bildschirm abfilmt. Darüber bekommt ihr das Videomaterial. Dies beinhaltet auch den Ingamesound.


    Gleichzeitig müsst ihr euren Kommentar aufnehmen. Häufig wird dies in einem seperaten Programm gemacht, aber auch hier gibt es Spielraum (Camtasia z.B. kann Ingamesound und Kommentar auf 2 Spuren aufnehmen). In jedem Fall ist es besser, am Ende zwei Audiospuren zu haben, damit ihr die Abmischung zwischen Ingamesound und Kommentar nach der Aufnahme noch sauber vornehmen könnt, ohne euch mit Filtern und ähnlichem die Soundqualität vollkommen zu vermurksen.


    Als nächstes wird das Video gerendert bzw. encodiert (der korrekte Ausdruck ist meines Wissens „encodieren“ und „rendern“ wird fälschlicherweise synonym verwendet, korrigiert mich da, falls ich was Falsches erzähle). Da eure Videoaufnahme normalerweise VIEL zu groß für Youtube ist (schon mal 20 Gigabyte hochgeladen? Währenddessen kann man Urlaub machen!), wird unter möglichst minimalem Qualitätsverlust das Video encodiert, um die Dateigröße extrem zu verringern. Ich persönlich lese am meisten vom x264-Encoder und würde euch diesen auch ans Herz legen. Klar, mit der Export-Funktion von [lexicon]Camtasia[/lexicon] (MP4, 720p) bekommt man schnell ein Ergebnis, aber die Qualität ist wirklich nicht vergleichbar mit [lexicon]x264[/lexicon]. Zum Glück gibt’s für alles ausführliche Tutorials, aber dazu gleich.


    Zum Schluss muss der ganze Krempel dann noch auf Youtube hochgeladen werden. Das ist das geringste Problem. Einfach die hochzuladenden Dateien auswählen, bestätigen und Videotitel und –beschreibung reinpfeffern. Was man dabei beachten sollte, darauf kommen wir gleich zurück.


    Nun aber ab ins Detail…


    Abschnitt 2.1. – Das Equipment (aka HARDWARE)
    Mit welcher Ausrüstung geht ihr an den Start, das ist hier die Frage. Zunächst einmal wäre ein PC von Vorteil, der ein wenig was draufhat. Schließlich muss er es nicht nur fertig bringen, euer Spiel mit den gewählten Grafikeinstellungen ruckelfrei (wäre jedenfalls besser) zum Laufen zu bringen, sondern muss nebenher auch noch gigabyteweise Videodaten erstellen und auf eure Platte schaufeln.


    Je nach eurer Hardware müsst ihr also durch Ausprobieren herausfinden, wie weit ihr bei der Aktualität eurer Spiele bzw. bei den Grafikeinstellungen gehen könnt. Ob es nur für Flashgames reicht (hey, ich mag Flashgames!) oder ob ihr die neuesten Ultra-Shooter mit Unreal Engine 42 flüssig let’s playen könnt – probiert es aus, macht Testaufnahmen und schaut, ob sie euch grafisch gefallen bzw. ob sie ruckelfrei sind. Natürlich sollte es auch BEIM Spielen nicht/kaum ruckeln, selbst wenn dabei in der Aufnahme nichts zu sehen ist. Ein ständiges „Aaaargh, schon wieder tot, verdammt, warum lagt das so“ ist ja auch dann nicht schön, wenn man am Ende von den Lags nichts mehr sieht.


    Nächster Schritt: Ein vernünftiges Headset. Hier gibt es genügend explosiven Diskussionsstoff in den Weiten des Internets. Abgesehen davon arbeite ich selber mit einem günstigeren Modell (Name und Preis sind mir nicht bekannt, nur die Marke: Logitech). Ehrlich gesagt bin ich mit diesem Bereich noch nicht sonderlich vertraut, aber erste Anlaufstellen sind die folgenden:



    Hier macht CyrixDX konkrete Empfehlungen zu einem Headset und einem Kondensator-Mikrofon, inklusive aufschlussreichem Beispielvideo



    Nachdem ihr euch euren Hardcore-PC zusammengeschraubt und euer Ultra-Gaming-Headset aufgesetzt habt, kann es auch schon losgehen – die Aufnahme wartet!


    Abschnitt 2.2. – Die Aufnahme (aka SOFTWARE)
    Zum Aufnehmen benötigt ihr eine spezielle Aufnahmesoftware. Davon gibt es viele und die Diskussionen darüber, was besser und was schlechter ist, sind überall nachzulesen. Daher möchte ich mich an dieser Stelle da raushalten und lediglich vorstellen, welche Alternativen existieren:


    [lexicon]FRAPS[/lexicon]
    Dieses kleine Programm erstellt recht große Dateien, ermöglicht aber, in EXTREM hoher Qualität aufzunehmen. Zudem ist es sehr verbreitet und Tutorials dazu finden sich an jeder Ecke. Übrigens: Wenn ihr in irgendwelchen Tutorials etwas davon lest, dass [lexicon]FRAPS[/lexicon] die Dateien splittet: Das stimmt nicht mehr! Inzwischen KANN man die Dateien alle 4 Gigabyte splitten, kann [lexicon]FRAPS[/lexicon] aber ebenso eine einzige große Datei erzeugen lassen.


    [lexicon]DXTory[/lexicon]
    Umfangreicher als [lexicon]FRAPS[/lexicon], aber mit dem selben Ziel: Videos in hoher Qualität zu erstellen.


    [lexicon]Camtasia[/lexicon]
    Eine All-in-one-Aufnahme-Suite, in der die Videos aufgenommen, bearbeitet und gerendert werden können. Zumindest für das endgültige [lexicon]Rendern[/lexicon] würde ich jedoch [lexicon]x264[/lexicon] statt des Camtasia-Encoders nutzen.


    PlayClaw
    Soll im Gegensatz zu [lexicon]FRAPS[/lexicon] statt der [lexicon]Grafikkarte[/lexicon] den [lexicon]Prozessor[/lexicon] beanspruchen, was (in Zeiten von Vierkernprozessoren) zu einer wesentlich flüssigeren Aufnahme führen soll. Je nach gewählter Kompressionsstufe können die Videos hier ebenfalls in sehr hoher Qualität aufgenommen werden.


    Mehr dazu:
    Tutorial zu Dxtory


    Abschnitt 2.3. – Der Sound
    Euer Aufnahmeprogramm nimmt im Normalfall den Spielesound mit auf. Allerdings bietet es sich wie gesagt an, euren Kommentar auf einer separaten Tonspur aufzuzeichnen, zwecks späterer Weiterbearbeitung. [lexicon]Camtasia[/lexicon] beispielsweise verfügt über die Fähigkeit, bei einer Aufnahme Systemsound und Audiokommentar zu trennen. [lexicon]FRAPS[/lexicon] kann dies bisher leider nicht. Daher solltet ihr da zu einem Zweitprogramm greifen.


    Meine einzige Empfehlung in diesem Bereich ist das kostenlose Programm [lexicon]Audacity[/lexicon]. Viel gibt es dazu nicht zu sagen. In der oberen Menüleiste könnt ihr neben dem Mikrofon-Symbol euer Aufnahmegerät (also euer Headset/Mikro/whatever) einstellen. Ebenfalls findet ihr dort zwei Schieberegler, wobei der rechte davon (der mit dem Mikrofon-Symbol) euren Aufnahmepegel steuert.


    Ich persönlich fahre momentan mit einem Pegel von ungefähr 6 ziemlich gut. Aber ich denke, das ist ein Punkt, bei dem vor allem Ausprobieren angesagt ist, allein schon aufgrund eurer Sprechweise (eher ruhiger und zurückhaltend oder die ganze Zeit am Rumschreien… äh, ja, das war ein Extrembeispiel :D) solltet ihr da etwas probieren, bevor ihr ernsthaft ein Video kommentiert, um Übersteuerung zu vermeiden und trotzdem so laut wie möglich zu klingen, damit sich alles noch gut nachbearbeiten lässt (eine sehr leise Aufnahme lässt sich zwar lauter drehen, aber normalerweise wird dadurch auch das Rauschen lauter, was ihr unbedingt vermeiden wollt).


    Zum Schluss einfach oben auf den Record-Button (groß, rot und rund) drücken und ihr könnt beim Sprechen sehen, wie eure Stimme aufgezeichnet wird. Am Ende die Aufnahme stoppen und über Datei -> Export das ganze als .wav-Datei exportieren.


    Abschnitt 2.4. – Die Nachbearbeitung
    Bei der Nachbearbeitung geht es ans Ganze: Ihr schneidet euch euer Videomaterial zusammen, ihr gleicht die Lautstärke von Systemsound und Kommentarspur an, ihr fügt Effekte und Übergänge ein und macht halt alles voll kuuuuhl und so.


    In einem leider mittlerweile offline gegangenen Video erzählt euch der gute Dekay etwas über drei Programme: [lexicon]Camtasia[/lexicon] (günstig, einfach zu bedienen, komfortabel, [lexicon]Encoder[/lexicon] nicht so dolle), [lexicon]Sony Vegas[/lexicon] (professioneller, teurer, Einarbeitungsaufwand beachten) und Adobe Premiere CS (teuer, aber extrem professionelles Videobearbeitungsprogramm). Ach so, er erzählt auch kurz was über den Windows Movie Maker. Süßes Programm. :)


    Zu Beginn bietet sich meiner Meinung nach [lexicon]Camtasia[/lexicon] an. Hier könnt ihr euch mit den grundlegenden Bearbeitungsmöglichkeiten einer Videobearbeitungssoftware vertraut machen, ohne von der Funktionsvielfalt erschlagen zu werden. Grundlegende Audio- und Videobearbeitungsmöglichkeiten sind vorhanden und eine kostenlose Testversion ermöglicht das umfangreiche Ausprobieren.


    Hier geht’s zur Website von Camtasia


    Neben dem Schneiden und Bearbeiten des Videomaterials ist der wichtigste Schritt beim Nachbearbeitung das Synchronisieren von Audio- und Videomaterial. Etwas später im obigen Video verrät euch Dekay seinen persönlichen Geheimtrick (ISCH-KNÜPPEL-HIER-MAL-DIE-SAVESTATE-TASTE-KABUDD-Methode, Video ist zwar offline, aber der Titel ist Programm: So laut auf den Controller hämmern, dass das Mikro diesen Klang aufnimmt und diesen Ausschlag zum Synchronisieren nutzen).


    Ich bin anfangs so verfahren, dass ich „Drei, zwei, eins, Klick“ gezählt habe und bei „Klick“ die Fraps-Aufnahme gestartet habe. Mögliches Problem dabei: Sollte die Aufnahme tatsächlich etwas später starten, wird das ganze wieder asynchron. Daher würde ich doch schauen, dass eine Synchronisierung bei LAUFENDER Videoaufnahme stattfindet, z.B. durch das gleichzeitige verbale Signalgeben („JETTTTTTZT!“) und Auswählen eines Menüpunkts. Lasst euch was einfallen, so lange die Signale deutlich genug sind, sollte es keine Probleme geben.


    Hier geht es weiter zu meinen Ausführungen über die Qualität eures Videos auf Youtube


    Wenn ihr mit [lexicon]Camtasia[/lexicon] arbeitet, empfehle ich diese Vorgehensweise: Ihr nehmt euer Video mit z.B. [lexicon]FRAPS[/lexicon] auf. Ihr bearbeitet es mit [lexicon]Camtasia[/lexicon]. Anschließend exportiert ihr das Video lossless (also verlustfrei) mit dem Lagarith-Codec. Anschließend encodiert ihr das Ergebnis mit [lexicon]x264[/lexicon] und [lexicon]MeGUI[/lexicon] (siehe unten).


    Eine ausführliche Anleitung dazu findet ihr hier


    Abschnitt 2.5. – Das Encoding
    Dieser Schritt dient dazu, euer 30 GB-Movie in ein für einen Youtube-Upload erträgliches Maß an Dateigröße zu reduzieren. Meine Empfehlung an dieser Stelle ist der x264-Encoder, sehr verbreitet und gilt offenbar als beste Wahl. Dieser Schritt ist etwas komplexer, da zumindest für die kostenlose Variante drei Programme installiert werden müssen (ein viertes dazu erleichtert eine MENGE Arbeit). Aber keine Sorge. Erstens ist das ganze recht schnell Routine geworden (Script erstellen, rendern, mergen, fertig) und zweitens gibt es dazu wirklich ausführliche Tutorials dazu.


    Um das ganze kurz zu umreißen: [lexicon]MeGUI[/lexicon] ist das Programm, welches aus eurem Video mit dem x264-Encoder (der für gute Komprimierung bei minimalem Qualitätsverlust sorgt) die verkleinerten Varianten erzeugt. Dabei werden Video und Tonspur getrennt gespeichert bzw. encodiert. Das Programm bedient sich dabei eines AviSynth-Skripts, welches sich mit dem AviSynth-Skriptgenerator von Lucki wunderbar erstellen lässt. Allerdings muss [lexicon]AviSynth[/lexicon] selber ebenfalls zunächst installiert werden (vor MeGUI!). Zum Schluss müssen die beiden generierten Dateien (Video und Audio) noch zusammengefügt werden. Dies geschieht mit dem Programm mkvMergeGui.


    Klingt nach einer Menge Holz, ist aber nur am Anfang etwas kompliziert.


    Nun zu den Tutorials:
    Die beste und umfangreichste Hilfe für die genannten Programme (AviSynth, [lexicon]MeGUI[/lexicon], mkvMergeGui und der AviSynth-Skriptgenerator) ist in meinen Augen das vom Let’s Player-Leitfaden: *Klick*


    Generell würde ich empfehlen, die gesamte Playlist anzuschauen, die Videos sind in meinen Augen gut gemacht und sehr gut strukturiert: *Klick*


    Ein zweites, ebenfalls sehr ausführliches (> 40 Min!) Tutorial zu [lexicon]MeGUI[/lexicon] wurde von De-M-oN erstellt und ist hier zu finden: *Klick*


    Der offizielle Thread zu Luckis Skriptgenerator findet sich hier: *Klick*


    Um eure MeGUI-Einstellungen zu optimieren, lohnt es sich meiner Meinung nach zudem, einen Blick in dieses Thema zu werfen: *Klick*



    Zudem habe ich dieses Tutorial gefunden. Ich habe es bisher nicht selber durchgearbeitet, aber offenbar wird der x264-Encoder in [lexicon]Camtasia[/lexicon] eingebunden, was womöglich eine Menge Arbeit (und die drei genannten Programme) erspart: *Klick*


    Zuletzt gibt es noch ein Programm zum [lexicon]Rendern[/lexicon] von Videos namens Avidemux. Ich persönlich hatte damit kleinere Probleme, weshalb ich es nicht weiter beachtet habe, allerdings findet sich von Grumskiz hier ein sehr ausführliches Tutorial dazu: *Klick*


    Abschnitt 2.6. – Der Youtube-Upload
    Wenn ihr am Ende so weit seid, dass ihr eine einzige Datei vor euch habt, die eueren gesamten Part darstellt und in akzeptabler Größe (ich komme momentan so auf 200-800 MB, je nachdem) vorhanden ist, seid ihr so weit, das Teil auf Youtube raufzuhauen.


    Ihr geht also auf „Video hochladen“ und zieht eure Datei in das Fenster (bzw. wählt mit dem entsprechenden Button über ein Auswahlmenü eure Datei(en) aus). Während dem Upload könnt ihr dann eure Einstellungen (Videotitel, Beschreibung, Tags) bearbeiten und (wichtig!) die Sichtbarkeit einstellen. Mit der Sichtbarkeit könnt ihr beispielsweise einen ganzen Haufen Videos auf Vorrat hochladen, die ihr während des Uploads alle schön auf „Privat“ stellt. Diese könnt ihr dann einfach Tag für Tag freischalten. Spart Zeit und ermöglicht euch, vorauszuarbeiten.

  • Teil 3 – Über die Vermarktung


    Wie werde ich bekannt?
    Was heißt denn überhaupt „bekannt werden“? Nein, nein, schon gut, ich weiß, ihr wollt Abos, Abos, Abos. Und natürlich auch viele Klicks!


    Ok, fangen wir an. Bevor ihr eure ersten Videos auf Youtube hochladet, solltet ihr in den Youtube-Einstellungen unter Einstellungen -> Standardeinstellungen auswählen, wie eure Videoinformationen normalerweise aussehen.


    An dieser Stelle würde ich dazu raten, euch ein allgemeines Muster für die Beschreibung und den Titel von Videos zu überlegen (z.B. „Let’s Play [Spielname] #Partnummer – Episodentitel“). Wenn ihr das dort einstellt, könnt ihr ohne dauernd eure bisherigen Videotitel zu kopieren schnell die notwendigen Informationen bei einem neuen Upload eintragen und behaltet dabei trotzdem einen einheitlichen Stil bei.


    Zur Beschreibung: Da habt ihr wirklich freie Hand. Manche Let’s Player schreiben ein paar lustige Worte rein, andere ganze Romane (letzteres soll sich positiv auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken, laut DocRattie, siehe unten). Ein paar Infos über das Spiel und eventuell entsprechende Links fände ich persönlich immer sinnvoll. Ein Link auf die entsprechende Playlist ist auch nicht verkehrt (wenn jemand einfach nur EINES eurer Videos (ohne Playlist) findet und dann über euren Kanal erst die entsprechende Playlist suchen muss, ist das mehr als umständlich).


    Zu den Tags: Hier würde ich mir andere Let’s Player anschauen. Was haben die da drin stehen? Neben üblichen Informationen (euer Username, Spieletitel, die Begriffe „Let’s Play“, …) könnt ihr auch speziellere Informationen (das Genre, die Platform, der Hersteller) unterbringen. Wichtig: Um zusammenhängende Begriffe aus mehreren Wörtern zu bilden, setzt diese in Hochkommata! Also z.B. „Let’s Play“ anstatt Let’s Play (letzteres wären zwei getrennte Begriffe, die in der Form aber auch sinnvoll in jeder Tag-Liste sind).


    Sinn und Zweck der Tags sind nicht nur, dass User eure Videos gut finden, sondern auch, dass eure eigenen Videos in den Empfehlungen eurer Videos auftauchen (und man auf diese Weise womöglich schon von Part zu Part geleitet wird). Ich finde es immer etwas befremdlich, wenn ich nicht auf die Folgevideos desselben Let’s Players verwiesen werde, sondern nur auf die von anderen Let’s Playern.


    Welchen Username soll ich mir zulegen?
    Konkrete Empfehlungen müssen irgendwie wohl draußen bleiben, weil bei mehr als einem User würden die ja eh nicht klappen. :p


    Wozu ich raten würde: Nicht zu viele Zahlen drinnen, nicht zu kryptische Schreibweise. Der Name sollte sich leicht merken und sich gut aus dem Kopf reproduzieren lassen. Ich nehm als Beispiel mal den Namen Emero. Sag einer anderen Person: „Der Kerl heißt Emero“ und deinem Gegenüber ist sofort klar, wie sich der Name schreibt. Zudem ist der Name recht kurz, sollte sich gut merken lassen. Zuletzt besteht der Name aus drei Silben. Ich denke, man sollte maximal drei Silben anstreben (ein etwaiges „LP“ als Anhängsel mal außen vor gelassen, da es nicht unbedingt direkt als „Name“ zählt), damit sich das ganze auch noch angenehm flüssig sprechen lässt (Extrembeispiel ist wohl Gronkh, der einsilbige Steintroll).


    Was ebenfalls für weniger Silben spricht: Pokemon! Man schaue sich mal auf Wikipedia oder ähnlichen Seiten die Liste der Pokemon an. Pokemon ist in meinen Augen primär eine Serie für Kinder und Jugendliche, wobei diese sich die Namen der Pokemon ja durchaus auch merken sollen, obwohl es derart viele sind. Warum klappt das? Ich denke, es liegt vor allem daran, dass kaum ein Pokemon mehr als zwei oder drei Silben in seinem Namen hat. Schaut ruhig mal nach, ich denke, es spricht für sich.


    Was das „LP“ als Namenszusatz angeht: Es hilft zunächst einmal, einen Kommentarschreiber direkt als Let’s Player zu erkennen. Könnte also für mehr Klicks sorgen. Auf der anderen Seite wird es von einigen als unprofessionell angesehen. Gegenargument ist, dass der persönliche Wunschname häufig nur noch in abgewandelter Form (z.B. eben mit einem angehängten „LP“) verfügbar ist. Letztendlich müsst ihr das allerdings mit euch ausmachen. ;)


    Zur Namensgebung hat Kniron noch ein paar konkretere Tipps, primär in Form von Wortkombinationen:


    Übrigens: Da Youtube inzwischen ja mit Google+ verheiratet ist, lässt sich ein reines Youtube-Konto gar nicht mehr einrichten. Um dennoch soweit es geht anonym zu bleiben (Realname vom Google+-Konto bei Youtube ausblenden), hilft dieses kleine Tutorial weiter:


    Was darf ich überhaupt let’s playen?
    Ich bin kein Rechtsanwalt (doofer Spruch, liest man doch dauernd, wenn es ernst wird :p), aber grundsätzlich gehören den Entwicklern/Publishern eines Spiels die Rechte am Bildmaterial, weshalb unerlaubte Let’s Plays rechtlich fragwürdig sind.


    Allerdings gibt es hier diese wundervolle Liste, die einem einen ersten Anhaltspunkt dazu gibt, welche Publisher kein Problem mit der Verbreitung ihres Bildmaterials in Form von Let’s Plays haben (z.T. ist sogar die Monetarisierung, also das Geld-Verdienen mit den Let’s Plays auf Youtube, erlaubt):


    In jedem Falle ist es sinnvoll, spätestens bei der Monetarisierung zuvor eine schriftliche (Brief/E-Mail) Erlaubnis des Publishers/Entwicklers einzuholen, um sich für den Fall der Fälle (der offenbar meistens Youtube-Content-entdeckt-jetzt-gibt’s-auf-die-Nase heißt) abzusichern.


    Über Abonemments und Sub4Sub
    Sub4Sub bedeutet auf gut Deutsch: Abonnement für Abonnement. Das bedeutet, dass man sich gegenseitig abonniert. Eine Variante davon ist, sich gegenseitig zu verlinken.


    Was gibt es dazu zu sagen? Wieso sollte ich jemanden abonnieren, den ich mir überhaupt nicht anschaue? Und umgekehrt, was habe ich von einem Fake-Abo, das nur für den Counter zählt aber auf lange Sicht eher die Zahl der echten Zuschauer verfälscht.


    Daher meine Meinung dazu: Fordert die Leute nicht zu Abonnements auf! Aber ermutigt sie dazu, wenn sie euch mögen und weiterschauen möchten. Ein Abo ist schließlich genau das: Der Wunsch, stets über die aktuellsten Videos eines Youtubers informiert zu sein. Wenn jemand das von euch möchte, wenn sich jemand stets für eure aktuellen Projekte interessiert, dann macht ihm klar, dass ein Abo genau das richtige dafür ist. Aber fordert nicht sinnfrei dazu auf, euch zu abonnieren, denn davon hat nur euer Counter was.


    Und wenn ihr nur für den Counter let’s played, könnt ihr euch auch gleich Fake-Accounts auf Youtube erstellen und euch selbst abonnieren, das bringt vergleichbar viel. ;)


    Netzwerke
    Vielen dürften Netzwerke ein Begriff sein. Zu diesen können sich Let’s Player zusammenschließen, um ihren Content gemeinsam unter die Leute zu bringen. Ein bekanntes Beispiel ist gronkh.de, auf dem sich ein kleiner Haufen Let’s Player in meiner Meinung nach äußerst professionellem Ambiente auf die Verbreitung ihrer Let’s Plays fokussiert hat.


    Da ich damit bisher noch keinen Kontakt hatte, möchte ich gleich mal weiterverweisen auf einen sehr umfangreichen Text von DocRattie, der auch einiges über die Suchmaschinenoptimierung eurer Videos zu sagen hat.


    Geht das nicht schneller?
    Mit den Abos und so? Bestimmt! Im Folgen möchte ich mal meine VERMUTUNG zur Let’s Player-Szene skizzieren. Ob diese zutrifft, das mag jeder für sich selbst entscheiden.


    Es gibt Leute, die haben piepsige Stimmen, es gibt Leute, die sagen nicht viel, es gibt Leute, die ulken nur rum, es gibt Leute, die geben nur bierernst Informationen über das Spiel wieder, es gibt noch etliche weitere Extrema und es gibt alle möglichen Zwischenstufen. Der Grund, dass man nur langsam bekannt wird, liegt höchstwahrscheinlich NICHT daran, dass man nicht gut genug ist.


    So ziemlich jeder dürfte mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinem Kommentierstil den Nerv von sehr vielen Menschen treffen. Das Problem ist nur, dass diese Menschen noch nicht zu einem gefunden haben. Kleines Beispiel: In meiner Gegend könnte ja eine tolle Coverband meines Lieblingssängers umhertouren und eine geniale Show abziehen. Die könnten mich schon mal als sicheren Fan und Konzertbesucher abstempeln – wenn ich sie denn KENNEN würde! Ich hoffe, es wird klar, worauf ich hinaus will.


    Nur weil ihr eure Let’s Plays auf Youtube hochladet, muss noch lange nicht der Großteil derjenigen, die sich wirklich für euch interessieren, tatsächlich zu euch finden. Daher ist in meinen Augen Werbung und werbeähnliche Maßnahmen sehr wichtig. Ihr stellt euren Content schließlich hoch, damit ihn diejenigen genießen können, die euch sympathisch finden und eure Videos wirklich mögen. Wenn ihr das Pech habt und am Anfang ein paar Hater auf euch zieht, die eure Videos down-voten, während ihr beinahe gar keine Abonnenten sammelt, ist es nur verständlich, wenn das nicht gerade glücklich macht. Ab an diesem Punkt müsst ihr daran denken, dass die vielen Leute, die sich wirklich für euch interessieren, erst einmal zu euch finden müssen.


    Wie werde ich denn dann berühmt?
    Tja, wenn ich das wüsste. Ich kann nur versuchen, ein paar Tipps zu geben, die euch helfen, das obige Ziel zu erreichen: Eure Fans auch tatsächlich zu euch zu führen.


    Zunächst einmal ist es sicherlich sinnvoll, eure Let’s Plays hier in den Foren vorzustellen. Wer auf Google nach einem bestimmten Let’s Play sucht (und nicht erst auf Youtube) könnte möglicherweise auf euren Thread stoßen. Außerdem fallt ihr dann natürlich innerhalb des Forums auf und Leute, die eurer Projekt interessant finden oder rein aus Zufall auf euren Thread klicken, könnten sich euren Kanal anschauen und euch möglicherweise sogar abonnieren.


    Live und in Farbe
    Eine letzte Ansicht von mir zum Schluss: Ich habe das Gefühl, dass das Thema Live-Streaming in nächster Zeit immer wichtiger werden wird. Ich vergleiche das ein wenig mit der Musik-industrie: Anfangs zählte jeder CD-Verkauf, das war die Haupteinnahmequelle. Inzwischen, in Zeiten von digitalen Downloads und Kopien, in Zeiten von Youtube, wo man sich den Großteil der Songs kostenlos reinziehen kann, zählen primär die Konzerte. Die Bands geben sich Mühe, eine unvergessliche Performance abzuliefern, da die Konzertbesucher selber nun die Haupteinnahmequelle darstellen und eine enge Bindung zu den Fans mittels der Bühnenperformance der entscheidende Faktor für langfristigen Erfolg darstellt.


    Ähnlich sehe ich das mit Let‘ Plays. Klar ist es wundervoll, täglich mit den neuesten Videos versorgt zu werden. Aber seinen Lieblings-Let’s-Player LIVE zu beobachten, wie er IN DIESEM MOMENT spielt, kommentiert und vermutlich auch mit den Zuschauern INTERAGIERT, stellt einfach das interessantere Element dar. Daher sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man auch diese Schiene befahren will.


    Falls man sich dazu entschlossen hat, gibt es einige nette Möglichkeiten, die Zuschauer bei Laune zu halten. Zum einen ist eine grobe Planung, WAS gespielt werden soll, ziemlich sinnvoll, da sich damit bereits viele Zuschauer für sich gewinnen lassen. Wenn ich jetzt weiß: „Let’s Player xyz spielt bald The Binding of Isaac und das Spiel ist ja eh so voll der Oberhammer“ – dann schalte ich da doch gerne ein und merke mir das vor. Allerdings würde ich mir hier dennoch genügend Raum lassen, falls sich spontan etwas anderes ergibt (ein neues Spiel geschenkt bekommen, eine Let’s Play Together-Anfrage IM Stream etc.). Wenn man jetzt bereits jede Sendeminute verplant hat, sieht’s halt düster aus – entweder, man wirft seinen Plan komplett um und die eigene Planung wird generell eine unsichere Sache werden oder man verzichtet eben auf die tolle Gelegenheit.


    Das Problem hängt eng zusammen mit der Zeitgestaltung des Streams sowie der Häufigkeit des Sendens. Ein Let’s Player, der jeden Abend zwei Stunden auf Sendung geht, sollte kein Problem damit haben, mal mitten im Programm die gesamte Planung über den Haufen zu werfen (sofern er sich überhaupt die Mühe macht, sein Programm länger als fünf Minuten zu planen, bei täglichen Streams gehe ich davon aus, dass der Großteil recht spontan entsteht).


    Wenn allerdings jemand nur einmal im Monat einen großen 16-Stunden-Stream veranstaltet, würde ich mir an seiner Stelle gut überlegen, welche Spiele ich gerne spielen möchte und diese auch ankündigen. Klar, dass sich da beim Stream noch was ändern kann, aber sofern genügend Pufferzeit vorhanden ist (z.B. drei, vier größere Spiele einplanen, die problemlos in die 16 Stunden passen), ist das ja kein Problem. Blöd wird’s nur, wenn in den 16 Stunden plötzlich 20 Spiele gezockt werden sollen.


    Im Endeffekt würde ich daher lieber weniger Spiele ankündigen und das aus mehreren Gründen. Erstens: Wenn wenigstens die angekündigten Spiele drankommen, ist die angekündigte Planung erfolgreich – und je weniger Spiele das sind, desto leichter sollte es fallen, allen Zeit einzuräumen. Zweitens: Es gibt genügend Puffer, um spontan Material einzubauen, neue Spiele anzutesten oder auf Anfragen einzugehen. Drittens: Wenn ein Zuschauer sich sicher sein kann, dass NUR die geplanten Spiele drankommen und er überhaupt kein Interesse an diesen Spielen hat, schaltet er womöglich nicht ein. Die Ungewissheit, was der Let’s Player noch so raushauen könnte während dem Stream kann eine zusätzliche Motivation sein, sich den Stream anzugucken (das soll natürlich nicht bedeuten, dass man seine Zuschauer verarscht, sondern lediglich, dass man nicht seinen kompletten Plan preisgeben muss).

  • Teil 4 - Organisation und Planung


    Ordnung auf der lokalen Platte
    In euren Let’s Plays darf es ja gerne mal drunter und drüber gehen. Es ist allerdings hilfreich, wenn es im Hintergrund etwas ruhiger zugeht und damit meine ich alles, was organisatorisch an Arbeit anfällt. Einen Großteil davon haben wir schon besprochen: Das Hochladen auf Youtube und das Erstellen von Username, Beschreibungen, Titeln, Taglisten und so weiter.


    Jetzt soll es ein wenig um die Ordnung auf eurer lokalen Platte gehen. Zunächst einmal: Benennt eure Fraps-Dateien um oder steckt sie in geeignete Ordner! Jedes Pausieren erzeugt eine neue Datei, wenn ihr also beispielsweise wegen Lags mehrfach die Aufnahme anhalten müsst und dabei alle Dateien sämtlicher Projekte in EINEM Ordner liegen habt, wundert ihr euch am Ende vielleicht, wieso ihr bei 30 Fraps-Dateien nicht diejenige findet, die zu eurer Audiospur passt.


    Daher mein Tipp: Direkt nach der Aufnahme einen Ordner für die Datei (bzw. die Dateien, sofern sich die Aufnahme aus mehreren Teilaufnahmen zusammensetzt) erstellen, der nach Projekt und Part-Nummer beschriftet wird. Auf die Weise könnt ihr euch auch sicher sein, dass ihr am Ende die richtigen Dateien löscht – nämlich das Rohmaterial der Parts, die bereits fertig gerendert wurden. Wenn ihr das nach Part-Nummer ordnet, verliert ihr nicht so schnell den Überblick.


    Dasselbe gilt für eure Audio-Dateien. Wenn ihr mit Audacity die Audiospur eures Parts exportiert, benennt sie vernünftig. Am besten ebenfalls nach Projekttitel und Part, auf diese Weise könnt ihr auch da notfalls gezielt Platz schaffen (wobei die Audio-Dateien wesentlich weniger Platz wegnehmen als die Videos) und habt gleichzeitig beim Bearbeiten eine gute Übersicht, welche Videodateien zu welchen Audiospuren gehören.


    Das Aufnehmen organisieren
    Wie? Wat? Einfach auf den roten Knopp drücken und feddisch!


    Ja, was die reine Aufnahme angeht, mag das (äh… GROB) stimmen. Die Frage, auf die ich hinaus will, ist etwas größer gedacht: Wie viele Projekte wollt ihr gleichzeitig aufnehmen, wie viele Parts pro Tag könnt/wollt ihr aufnehmen, kurz: Wie viel Material schafft ihr so?


    Wenn ihr nur zwei, drei Mal die Woche zum Aufnehmen kommt und dann auch immer nur so eine halbe Stunde, wäre es nicht gerade von Vorteil, fünf verschiedene Projekte laufen zu haben. Es ist natürlich möglich, die Projekte rotierend hochzuladen, aber wenn ihr bestimmte Projekte allzu lange vernachlässigt, könnten die Leute auch das Interesse daran verlieren (oder mit unglaublicher Spannung den nächsten Part erwarten, beides ist möglich). Von einem aktuellen und beliebten Projekt aber nur alle 1-2 Wochen mal einen Part hochzuladen, solltet ihr vermeiden. Dann lieber auf 2 Projekte beschränken und die so regelmäßig aufnehmen, dass auch flüssig neue Parts hochgeschoben werden können.


    Im Grunde hängt das direkt mit dem nächsten großen Thema zusammen:


    Ein Uploadplan
    Zunächst einmal geht es mir hierbei darum, dass ihr überlegt, wie viele Parts ihr am Tag hochladen wollt. Von jedem Projekt einen Part pro Tag hochzuladen kann durchaus stressig werden, wenn ihr mehr als 1-2 Projekte habt. Schließlich müsst ihr dann bei beispielsweise 3 Projekten täglich Material von zumindest 30-45 Minuten zusammenkratzen, um die Projekte in vernünftiger Länge täglich weiterführen zu können. Zusammen mit der Zeit für die Bearbeitung, das Rendern und das Hochladen, solltet ihr euch also wirklich gut überlegen, wie schnell ihr neue Parts hochschieben wollt.


    Jeden Tag generell nur ein oder zwei Parts hochzuladen ist dabei schon entspannter. Schließlich könnt ihr aus einer zweistündigen Aufnahmesession im Grunde schon das Material für eine ganze Woche rausholen. Hier kommt jetzt der Rückgriff auf das obige Thema: Bei fünf aktiven Projekten ist es unter Umständen ziemlich nervig, nur alle fünf Tage mal was von seinem heiß geliebten Let’s Play auf Youtube zu sehen zu bekommen.


    Daher würde ich mir Gedanken machen, wie viel Zeit ihr zur Verfügung habt. Jeden Tag einen Part für jedes Projekt? Lieber jeden Tag 1-2 Parts und dafür weniger Projekte? Oder nur unregelmäßig, dafür dann aber gleich einen ganzen Haufen Videos (wenn ihr z.B. nur unregelmäßig aufnehmt, dann aber gleich alles raushauen wollt).


    Kommen wir jetzt noch zur zweiten Bedeutung der Überschrift: Ihr könnt euch einen festen Plan für eure Projekte überlegen. Zum Beispiel ladet ihr montags stets Projekt 1 hoch, Dienstag und donnerstags Projekt 2 und Freitag und sonntags Projekt 3. Am Samstag gibt’s dann ein Special, einen Live-Stream oder einen vLog.


    Eine solche Planung hilft euren Zuschauern natürlich, sich darüber klar zu werden, wann sie neues Material zu den interessanten Projekten von euch erwarten dürfen. Andererseits solltet ihr euch dann auch daran halten. Somit wird es schwerer, mal spontan etwas Ungewöhnliches hochzuladen, wenn ihr nicht gerade einen festen Tag für derartiges eingeplant habt.


    Ebenfalls eine nützliche Möglichkeit, eure Zuschauer zu konzentrieren (ich erwähne als Beispiel mal Emero) ist es, stets zu einer bestimmten Uhrzeit den Part des Tages oder generell neue Parts hochzuladen bzw. zu veröffentlichen. In Emeros Fall kann ein spontan hochgeladener „Ich streame jetzt mal live“-Part natürlich nur deshalb so schnell viele Zuschauer erreichen, weil alle um diese Uhrzeit mit dem neuen Part aus einem seiner aktuellen Projekte rechnen und dementsprechend auf seinem Kanal vorbeischauen. Ist im Grunde natürlich auch ein wenig Stress, sofern ihr das Feature für die zeitgesteuerte Veröffentlichung noch nicht nutzen könnt, fördert aber meiner Meinung nach auch die Bindung des Let’s Players an eine bestimmte Uhrzeit (15 Uhr: Emero-Time), was sich irgendwann in die Gedächtnisse eurer Abonnenten einbrennt.


    Wie nehme ich am besten auf?
    Hier noch ein paar gezielte Hinweise, wie sich die Aufnahmesession etwas angenehmer gestalten lässt: Ihr solltet rechenintensive Programme abschalten. In meinem Fall zählt da auch gerne mal die Firewall dazu, weshalb ich normalerweise vor einer Aufnahme das Internet trenne und meine Firewall deaktiviere. Steam, Skype und Konsorten sollten ebenfalls abgeschaltet bleiben oder im Falle von Steam im Offline-Modus betrieben werden. Jede zusätzliche Internetanfrage benötigt irgendwo auch Rechenleistung, da sie verarbeitet werden muss. Das muss sich nicht großartig auswirken, aber es kann. Und je ruckelfreier eure Aufnahmen sind, desto ist angenehmer ist die Aufnahme letztendlich auch für euch (vor allem BEIM Spielen).


    Übrigens: Das Rendern von Videos braucht in der Tat seine Zeit. Dennoch würde ich auch hierauf beim Aufnehmen verzichten. Wenn ihr erst vor kurzem mit einem Renderprozess angefangen habt und plötzlich den unerträglichen Drang verspürt, aufzunehmen, würde ich gegebenenfalls auch das Rendern abbrechen, um sauber aufnehmen zu können. Rendern könnt ihr auch gut in der Nacht (dank der Queue), weshalb das kein Problem sein sollte, wenn ihr nicht gerade total in Zeitnot seid („Oh Gott, ich MUSS heute unbedingt noch diesen Part hochladen, der ist so geil!!!“).


    Ein weiser Rat zum Schluss


    Zu guter Letzt nochmal der Link zur Tutorial-Sektion von letsplayerforum:


    http://www.letsplayforum.de/index.php?page=Board&boardID=22


    Der Großteil der Links in diesem Tutorial führt zu Threads aus genau diesem Unterforum, welches wohl auch so ziemlich die beste deutsche Anlaufstelle für Hilfesuchende im Bereich Let’s Plays darstellt. Wenn ihr also weiterführende Informationen sucht -> da werdet ihr fündig! ;)



    Nun bleibt mir nichts mehr, als euch viel Erfolg bei euren Projekten zu wünschen. Ich hoffe, ihr empfandet dieses Tutorial als hilfreich. Über Kommentare dazu würde ich mich sehr freuen.


    Außerdem: ABONNIERT MICH! *autsch* Ok, abonniert mich nicht. Außer, ihr wollt es! ;)


    Viele Grüße und einen wundervollen Tag (wünsche ich euch übrigens jedes Mal, wenn ihr das hier lest). Euer


    NevanoLP

  • Hab alles mal überflogen: sieht größtenteils sehr gut aus.


    Würde jedoch im Thread selbst ganz oben zu den anderen Teilen verweisen.


    Und warum steht im Titel Teil 5 und im Beitrag selbst Teil 4?

  • Puuuuh, alles mal durchgelesen und ich kann sagen, dass es sehr verständlich und gut geschrieben wurde. Sehr umfangreich und informativ. Erstmal Lob dazu...
    Negatives fiel mir auf Anhieb nicht auf, aber sobald ich mehr Zeit habe bzw. wacher bin, schau ich noch mal drüber! :)

  • Na da schau her, da hat ja einer ordentlich geschrieben. :D


    Schön, dass hier mal jemand alles zusammenfasst. Das wird Neulingen sicher viel helfen, sodass sie nicht das komplette Forum lesen müssen.


    Kritik gibts natürlich auch:


    Wieso 5 (!) Threads aufmachen? Wieso nicht einen Thread mit vier Antworten? Es ist nicht selbstverständlich, dass dies hier als eine Bibel akzeptiert wird.
    Zudem hast du erwartet, dass wir nun 5 Threads mit dem selben Thema pinnen? Das ist ein wenig übertrieben. Außerdem hätte ich mir hier dann zumindest in jedem Thread ein kleines Inhaltsverzeichnis gewünscht mit Links zu den anderen Threads.


    Ich weiß nicht, ob ich hier nun der einzige bin, der das so sieht. Denn lustigerweise kommen solche Einsteigertutorials nur von jenen Leuten, die selbst Einsteiger sind. Mit gerade zwei Abonnenten jemanden einen Leitfaden zu geben, wie man erfolgreich wird ist schon sehr gewagt!
    Hier fehlt mir so ein kleiner Rückblick, dass man bei 1000 Abonnenten zumindest sagen kann: "Keine Ahnung, wieso genau das funktioniert, aber ich habs ebenso getan und hab nun einen kleinen Zuschauerkreis."
    Wenn, dann möchte ich doch genauso groß werden wie ein großer Lets Player - und da ist so einer doch um einiges aussagekräftiger.


    Was mich eigentlich am meisten gestört hat: Ich mein über den Inhalt lässt sich nicht streiten. Ich stimme zwar nicht in jedem Punkt zu, aber für Neulinge ist da auf jeden Fall genügend Inhalt drin, das reicht allemal aus. Nur im Endeffekt sind diese Threads nichts Weiteres als eine Zusammenfassung von ein paar größeren Threads anderer Leute hier und durchgekaute Punkte von moralischen Diskussionen hier. Ist ja gut - wie gesagt, so muss man sich nicht alles durchlesen. Aber dies dann so präsentieren als wäre das ein eigenes Werk oder Erfahrungssammlung?
    Hier wäre weitaus angebrachter, dass man die groben Punkte, wie du es auch getan hast, nennst, aber eben Querverweise mit Zusammenfassungen zu den Threads nennt. Das ist für mich so schon ein wenig anmaßend.


    Das waren nur mal meine wenigen Zeilen hierzu.
    Über den Inhalt lässt sich demnach nicht groß streiten. Ist ja sowieso nur eine Zusammenfassung von den Sachen, die hier im Forum eh schon durchgekaut worden sind und reingekommen sind anscheinend die Antworten, die am meisten Zustimmung fanden. Der Schreibstil (ich nenne es mal "humorvolle Vaterperson") findet bei mir zwar gar keinen Anschluss, stört aber auch nicht zwingend. Ist also recht nett geschrieben. Ob nun Gesagtes in den 5 Threads Wahrheitswert besitzt oder nicht war nun nicht Bestandteil meiner Antwort.

  • Wieso 5 (!) Threads aufmachen? Wieso nicht einen Thread mit vier Antworten? Es ist nicht selbstverständlich, dass dies hier als eine Bibel akzeptiert wird.
    Zudem hast du erwartet, dass wir nun 5 Threads mit dem selben Thema pinnen? Das ist ein wenig übertrieben. Außerdem hätte ich mir hier dann zumindest in jedem Thread ein kleines Inhaltsverzeichnis gewünscht mit Links zu den anderen Threads.


    Das Problem ist, dass ich auf meine eigenen Beiträge nur alle 1440 Minuten antworten kann. Da ich das Tutorial direkt als Ganzes veröffentlichen wollte, musste ich diesen Weg gehen. Ich hoffe ja, dass die Moderatoren die fünf Threads einfach zusammenführen, so dass das Tutorial in einem durchgehenden Thread zu lesen sein wird.


    Edit: Ach so, übrigens ist der Hauptgrund für 5 Threads/Beiträge natürlich das Zeichenlimit von 15000 Zeichen. Bei über 50000 (!) Zeichen ließ sich die Trennung in mehrere Beiträge also sowieso nicht vermeiden.


    Zitat

    Aber dies dann so präsentieren als wäre das ein eigenes Werk oder Erfahrungssammlung?
    Hier wäre weitaus angebrachter, dass man die groben Punkte, wie du es auch getan hast, nennst, aber eben Querverweise mit Zusammenfassungen zu den Threads nennt. Das ist für mich so schon ein wenig anmaßend.


    Ich habe versucht, so viele Querverweise und Links wie möglich anzubringen. Es gibt Themen, in denen ich meine eigene Meinung öußere (z.B. über das Streaming, das sind mehr eigene Ideen, da ich da nicht aus Erfahrung sprechen kann), in anderen Gebieten versuche ich zumindest das Thema zu nennen (aha, Thema bekannt machen), zu erklären (worum geht es, wenn ein Neuling das noch gar nicht gehört hat) und hilfreiche Links zu posten (z.B. DocRatties Text über Netzwerke.


    Ich hoffe nicht, dass es so rüberkommt, als würde ich die ultimative Wahrheit posten, ich ziele mehr darauf ab, generell über die vielen Themengebiete zu informieren und Links zur Vertiefung anzubieten bzw. wo es mir möglich ist, meine eigene Meinung bzw. meine Erfahrungen einfließen zu lassen.


    Abgesehen davon vielen Dank für die Antwort. :)

  • Du stellst es so dar, als ob Fraps und DxTory bei den richtigen Einstellungen unterschiedlich gute Qualität liefern. Wenn überhaupt tritt schlechtere Qualität aber durch Fraps ein, sofern RGB (wie bei fast allen) nicht angehakt ist.
    Fraps ohne RGB = evtl nicht 100% verlustfrei, da eigene YUV Koeffizienten (die konvertiert werden müssen bei einem Encode)


    Bei PlayClaw bin ich mir nicht ganz sicher was du ausdrücken willst. Die Aufnahmequalität ist auf jeden Fall schlechter als bei Fraps und DxTory, es sei denn man kann unkomprimiert aufnehmen? Lossless Codecs gibts da afaik nicht und unkomprimiert nimmt eh keiner auf. Wenn schon nur lossy Aufnahme, warum dann nicht gleich den MSI After Burner? Dafür muss man kein Geld ausgeben. Zu der Flüssigkeit kann ich ehrlich gesagt nichts sagen.
    Welches Aufnahmeprogramm verwendet ihr?


    Zum Video von Dekay: Also ich hatte nie Probleme damit in Camtasia mit Lagarith zu exportieren. Weiß auch nicht genau, was sein Problem ist. 3D-Aufnahmen gingen auch problemlos. Vielleicht hatte er einen der bekannten Camtasia Bugs, wie man dann das Programm aber noch empfehlen kann verstehe ich nicht. Dass bei Fraps die Dateien groß werden sehe ich eher als Vorteil.


    Camtasia nur zum Synchronisieren der Audiospuren erscheint mir etwas überteuert. Mal angenommen, ich nehme mein Mikro mit Audacity und den IGS mit Fraps auf, kann ich die Tonspuren doch auch mit Audacity synchronisieren. Das geht auch mit dem "3-2-1-Trick".


    Was meinst du mit hochqualitativen Auflösungen? Gibt ja auch noch mehr als 1080p.


    Es sollte natürlich jeder für sich die richtige Qualität aussuchen, aber verallgemeinernd zu behaupten, Spiele wie ein Mario-Hack in Full HD hochzuladen sei Verschwendung.. nyaa..
    Muss es HD sein?



    Ansonsten schon echt gut geworden, ich nehm an die Experten werden hier ohnehin noch reinschneien.

  • Das Problem ist, dass ich auf meine eigenen Beiträge nur alle 1440 Minuten antworten kann. Da ich das Tutorial direkt als Ganzes veröffentlichen wollte, musste ich diesen Weg gehen. Ich hoffe ja, dass die Moderatoren die fünf Threads einfach zusammenführen, so dass das Tutorial in einem durchgehenden Thread zu lesen sein wird.

    Oh ok, an das hab ich wiederum nicht gedacht. Dann lass den Punkt mal weg, schreib aber einen Moderator auf Bitte zum Zusammenfügen. :)


    Ich habe versucht, so viele Querverweise und Links wie möglich anzubringen. Es gibt Themen, in denen ich meine eigene Meinung öußere (z.B. über das Streaming, das sind mehr eigene Ideen, da ich da nicht aus Erfahrung sprechen kann), in anderen Gebieten versuche ich zumindest das Thema zu nennen (aha, Thema bekannt machen), zu erklären (worum geht es, wenn ein Neuling das noch gar nicht gehört hat) und hilfreiche Links zu posten (z.B. DocRatties Text über Netzwerke.


    Ich hoffe nicht, dass es so rüberkommt, als würde ich die ultimative Wahrheit posten, ich ziele mehr darauf ab, generell über die vielen Themengebiete zu informieren und Links zur Vertiefung anzubieten bzw. wo es mir möglich ist, meine eigene Meinung bzw. meine Erfahrungen einfließen zu lassen.


    Abgesehen davon vielen Dank für die Antwort. :)

    Gut, das ist auch der richtige Weg. Nur werden meiner Meinung eben viele Themen angesprochen, die in anderen Threads schon vorhanden waren und wo die meisten mit moralischem Hintergrund geantwortet haben - und diese Antwort auch oftmals dann als die richtige hingenommen wird. Und genau dieses Fazit wird eben auch hier mit reingezogen. Ist für mich im Endeffekt lediglich eine Zusammenfassung. (Ist ja nun auch nicht schlecht. ^^)


    Man müsste bei sowas immer trennen, ob man ein ERFOLGREICHER LPer werden will oder es als HOBBY fortführen will. Frage: Welches Spiel eignet sich zum LP?
    Moralische Antwort: Vollkommen egal, spiel, auf was du Lust hast.
    Finde ich ist eine bescheuerte Antwort. Klar, für einen Hobbyspieler wäre das genial - aber da würde ich mir eher die Frage stellen, ob man dann für drei Leute seine Videos hochladen muss. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gronkh mittlerweile keinen Bock mehr auf Minecraft hat (auch wenn er gerne das Gegenteil sagt), denn das Spiel ist irgendwann mal ausgespielt. Aber es zieht eben für ihn die meiste Aufmerksamkeit. Er muss es also weniger durch sein Hobby machen, sondern direkt beruflich.
    Also hier nur mal kurz erläutert, wieso ich mich vor allem über diese "moralischen Antworten" in einem Leitfaden für Neulinge aufreg. :D
    Daher wäre mir eben auch ein renommierter LPer lieber, der eben einfach mal sagen könnte, dass er Spiel X total scheiße fand, aber es eben spielen musste, weil jeder es wollte. Ob das nun so ist, sei dahingestellt, aber wäre doch mal das Hobby LP von einer anderen Seite beleuchtet.


    In jedem Leitfaden kommt Lets Playen auch irgendwie als Selbstverständlichkeit rüber. Technik: Viel ist gut, aber eigentlich brauchste nichts. Commentary: Solange du nicht stotterst ist der Inhalt egal, rede einfach. Videoqualität: Egaaaal, solang man mehr als zwei Pixel sieht.
    Ein Hobby ist IMMER mit Arbeit verbunden. Auch in deinem Fußballverein musst du sonntags zu einem Spiel, wenn du total verkatert bist. Wenn man mit LPs erfolgreich werden will, muss man da genauso viel Arbeit und Zeit stecken - das kommt nur leider nie bei einem Leitfaden rüber.
    Ganz klar: Das "LP ist einfach" findet viel mehr Zuhörer und Leser. Aber es wird eben viel verschwiegen. Wäre eigentlich mal nachzudenken, ob man da nicht mal was anfertigt...


    Das ist nun aber ein allgemeiner Punkt, den ich dir so nicht anprangern kann. Wie ich ja schon sagte: Als Zusammenfassung wirklich super, da nicht jeder das Forum auswendig lernen muss.
    Für mich beisst sich hier nur immer noch dieses Leitfaden-Ding von einem Neuling (mein ich nicht böse) und dass das Zusammengetragene aus dem Nähkästchen geplaudert wird und nicht journalistischer, wenn es schon zusammengetragen ist.

  • Seinen Punkt mit PlayClaw kann ich unterstützen, habe es selbst lange genutzt.


    Seit einer neueren Version kann man verschiedene Qualtätsstufen aussuchen. Der Codec ähnelt dem FRAPS-Codec sehr, ist also mehr als ausreichend.
    Zudem ist es wirklich eine flüssigere Aufnahme (deswegen hat bei mir PlayClaw ja FRAPS ersetzt).
    Die Qualität würde ich hier übrigens nicht festlegen, was TECHNISCH besser wäre (denn das würde weit zu sehr ins Detail gehen), sondern was sich SICHTBAR zeigt. Und da kann es wunderbar mithalten.

  • Nachdem dieses Tutorial jetzt schon eine Weile online ist, wollte ich einfach mal in die Runde fragen:


    Welche Themen fallen euch noch ein, die hier nicht oder nicht ausreichend angesprochen wurden? Damit meine ich kein Spezialwissen wie "Wie rendere ich in [lexicon]MeGUI[/lexicon] und muxe das dann anschließend wieder zusammen?". Sowas gehört in ein Tutorial zu [lexicon]MeGUI[/lexicon]. Im Tutorial versuche ich ja vielmehr, möglichst viele Themenbereiche möglichst einsteigerfreundlich anzusprechen, damit man als Neuling erst einmal kennenlernt, was man sich später im Detail aneignen sollte (und einen ersten Überblick bekommt, wozu das überhaupt nutze ist).


    Hättet ihr irgendwelche Ideen, welche Themenbereiche man da noch ergänzen könnte? :)

  • Vielen Vielen Dank für dieses super Tutorial!
    Ich habe es mir auch mal durchgelesen und hab mir ein paar Tipps abgeguckt die ich vielleicht besser machen sollte! :-)


    Vielleicht wäre noch ein Thema interessant was für Themen man anschneiden könnte wenn man kommentiert, da manche ja auch nicht wirklich wissen über was sie denn reden sollen, das man da vielleicht mal so ein paar Hilfestellungen anbietet wie dass sich die Leute vorher aufschreiben was sie erzählen wollen oder so :)

  • Vielen Vielen Dank für dieses super Tutorial!
    Ich habe es mir auch mal durchgelesen und hab mir ein paar Tipps abgeguckt die ich vielleicht besser machen sollte! :-)


    Vielleicht wäre noch ein Thema interessant was für Themen man anschneiden könnte wenn man kommentiert, da manche ja auch nicht wirklich wissen über was sie denn reden sollen, das man da vielleicht mal so ein paar Hilfestellungen anbietet wie dass sich die Leute vorher aufschreiben was sie erzählen wollen oder so :)

    Wenn ich mich da kurz einklinken darf - es gibt kein Patentrezept, aber aufschreiben ist suboptimal, das ist nicht so natürlich. Am besten ist es, wenn du über Dinge redest, die dir gerade in den Sinn kommen - sei es auf das Spiel bezogen oder von deinem Tag oder besondere Ereignisse, Dinge, die du einfach loswerden willst. Hauptsache ist, dass du du selbst bist und versuchst, dich locker zu machen. Ich empfehle oft, dass man sich vorstellen soll, man würde sich mit Freunden unterhalten, das wirkt nicht aufgesetzt und hilft vielleicht manchmal.



    #Das Böse.

  • Danke für das Lob! Freut mich zu hören, wenn mein Text dem ein oder anderen etwas gebracht hat. :)


    Das Thema "Worüber soll ich reden?" halte ich absolut für wichtig, zumindest dass dazu etwas gesagt wird. Ich werde mir darüber mal ein paar Gedanken machen. Schließlich ist eine große Angst offenbar die "Verdammt, die Aufnahme läuft, was soll ich jetzt nur erzählen"-Angst der Sprachlosigkeit...


    Was das Aufschreiben angeht kann ich aber jetzt schon sagen: Macht Sinn! Und zwar was Spielinfos angeht, die man unbedingt loswerden will. Z.B. Name des Entwicklers, Name des Publishers, Namen etwaiger Add-Ons, Erscheinungsjahr und ähnliche Infos, die man zwar auch in die Spielbeschreibung packen kann, die man aber - sofern man darüber ein paar Worte verlieren möchte - in aufgeschriebener Form am besten parat hat.

  • Was das Aufschreiben angeht kann ich aber jetzt schon sagen: Macht Sinn! Und zwar was Spielinfos angeht, die man unbedingt loswerden will. Z.B. Name des Entwicklers, Name des Publishers, Namen etwaiger Add-Ons, Erscheinungsjahr und ähnliche Infos, die man zwar auch in die Spielbeschreibung packen kann, die man aber - sofern man darüber ein paar Worte verlieren möchte - in aufgeschriebener Form am besten parat hat.

    Ja ok, aber das Problem ist, dass man dann schnell dieses monotone Reden drin hat und es wirklich klingt wie abgelesen - das ist jedoch wenig unterhaltsam. Sowas wie Publisher usw kann man sich raussuchen und in die Videobeschreibung setzen - wäre vielleicht ein Kompromiss?

  • Man...da hast du dir ja richtig Mühe gegeben. :thumbsup:
    Find das Tutorial super und hab mir mal ein paar Tips abgeguckt.
    Allerdings denke ich, dass die Länge viele Anfänger abschrecken könnte, es überhaupt zu lesen. Aber das ist ja jedem selbst überlassen.
    Ich habe es mir angetan und muss sagen, es hat mir als Anfänger weitergeholfen.
    Danke dafür. 8o

  • Da das Ganze hier leider den Rahmen des Beitrags "Über das Let's Playen" sprengen würde, wenn ich das reineditieren würde (wäre nach dem Absatz "Ein paar Worte über den Kommentarstil" gekommen), poste ich das einfach mal hier. Ein paar Ergänzungen zum angefragten Thema "Worüber soll ich reden". Ich hoffe, es nützt euch. :)


    Oh Gott, die Aufnahme läuft… was soll ich nur sagen???
    Ja, das verbreitete Problem: Der rote Knopf wurde gedrückt und jetzt soll man drauflosreden. Nur: was sagen? Nur wenige Zeilen obendrüber habe ich ja erwähnt, dass die Variante „Play-by-Play“ eine Möglichkeit ist, in meinen Augen sogar eine sehr gute, um stets etwas zum Reden zu haben: Einfach mitreißend beschreiben, was passiert. Wenn einem das gelingt, muss man sich kaum andere Themen zum Reden suchen, da der Spielinhalt an sich bereits genug hergibt.


    Allerdings kann es durchaus auch Spiele geben, die über gewisse Strecken so monoton sind, dass man einfach andere Themen braucht. Nehmen wir als Beispiel ein Rollenspiel (z.B. Gothic): Wenn’s grade nix zu tun gibt und man einfach nur einen fünfminütigen Laufweg vor sich hat (die potentiellen Gegner auf diesem Weg sind natürlich schon mal präventiv weggemetzelt worden)… worüber soll man da noch quatschen?


    Mit ein wenig Kreativität sollten einem in meinen Augen IMMER noch genügend Ingame-Themen einfallen, um minutenlange Laufwege zu füllen. Man muss ja nicht jede Sekunde quatschen, aber wenn man beispielsweise in besagtem Rollenspiel an einem zwar von Monstern befreiten aber trotzdem Erinnerungen weckenden Ort vorbeischlendert, wieso das nicht erwähnen? Wieso nicht einfach daran erinnern, welchen harten Kampf man damals dort gefochten hat, welch hübsche Belohnung man dabei einstecken durfte. Wenn Spieler sich über Wochen und Monate ein Let’s Play anschauen (was beim Genre Rollenspiel ja durchaus der Fall sein kann), hat nicht jeder sämtliche Spielsituationen noch in bester Erinnerung und freut sich vielleicht, an den einen oder anderen Moment erinnert zu werden. Außerdem gibt’s dann wie gesagt kaum Themenknappheit.


    Eine weitere Möglichkeit: eigene Interessen einfließen lassen. Wer sich z.B. mit 3D-Grafiken auskennt, könnte (bei besagtem Rollenspiel, aber man kann das auf endlos viele Situationen übertragen) darüber quatschen, wie aufwendig es sein könnte, dies oder jenes zu erstellen, während er daran vorbeigeht. Ob das für die Zuschauer spannend ist, ist natürlich die Frage. Ich persönlich würde bei solchen Off-Game-Topics versuchen, zumindest IM Spiel nicht stehenzubleiben und die komplexen 3D-Grafiken zu bewundern während ich minutenlang darüber sinniere. Könnte nämlich für jemanden, den das überhaupt nicht interessiert, etwas langweilig werden. Stattdessen würde ich versuchen, während ich darüber quatsche, weiterzuwandern und so schnell wie möglich wieder eine spielinterne Situation als Gesprächsthema aufzugreifen. Ist aber auch meine persönliche Vorliebe, den Kommentator primär über das Spiel und dessen Inhalt reden zu hören als über Off-Game-Interessen.


    Wie stets denn aber damit, wenn man TROTZDEM gerne Off-Game redet… also über den neuesten Klatsch, über sein eigenes Leben, über alles Mögliche? Wenn ihr das gerne macht, dann tut es! Ideal wäre es allerdings, wenn ihr euch nicht vornehmt, über etwas Bestimmtes zu reden, sondern anhand von Spielsituationen daran erinnert werdet. Wenn ihr beispielsweise in einem Spiel eine Katze seht und diese euch daran erinnert, dass eure eigene Katze gerade Jungen bekommen hat.


    Dann kann es natürlich noch den extremen Fall geben, dass ihr während des Spielens quasi GAR NICHT auf das Spiel eingeht, sondern beinahe ausschließlich über euer Real Life oder sonstige Themen redet. Solltet ihr der Typ dafür sein und TROTZDEM mal sprachlos sein – wie wäre es, einfach mal wieder ein paar Worte zum Spiel zu verlieren? ;)


    Nur nicht verzetteln
    Zuletzt möchte ich noch auf das Thema „Themen, über die ich quatschen könnte, schreibe ich auf einen Zettel“ reden. Was genau würde auf so einen Zettel gehören? Wann wäre so ein Zettel überhaupt sinnvoll? Überlegen wir mal gemeinsam...


    Auf so einem Zettel könnte man wichtige Infos über das Spiel notieren, beispielsweise den Namen des Spiels (sollte man den mal kurzerhand vergessen, wer weiß… :D), den Entwickler, den Publisher, das Erscheinungsjahr, die Sprache, den Preis, die Verfügbarkeit auf Steam, … man könnte also eine Menge genereller Infos unterbringen, die man vielleicht zu Beginn des Let’s Plays an die Leute bringen möchte. Macht das Sinn? Es ist bestimmt nicht grundverkehrt, allerdings sind diese Informationen in meinen Augen doch besser in der Youtube-Beschreibung aufgehoben. So kann jeder, der daran interessiert ist, sie nachlesen und muss nicht im Video danach suchen, außerdem braucht jeder, den die Infos nicht interessieren, sich nicht daran aufzuhalten.


    Spielinterne Themen (welchen Quest machen wir als nächstes, in welches Gebiet wagen wir uns vor) sollte man wirklich nicht aufschreiben müssen. Entweder man hat so einen Plan vorher im Kopf vorbereitet, was man in der heutigen Episode erreichen möchte… oder es ergibt sich während dem Spielen von selbst. Wer normalerweise einfach drauflosspielt und plötzlich anfängt, Spielsessions minutiös vorauszuplanen und aufzunotieren, um den Spielern diese Planung auch noch mitzuteilen… könnte mitunter auch etwas komisch rüberkommen, wenn es einfach nicht zu einem passt.


    Aktuelle Nachrichten, politische Ereignisse, die neuesten Meldungen von der Börse… ja, langsam schweifen wir wirklich ab, aber so was gehört auch nicht auf den Zettel. Wieso auch? Die wenigsten Spieler schauen ein Let’s Play, um die neuesten Skandale von Stars, Sternchen und Politikern mitzubekommen. Wenn es sich ANBIETET, kann man (sofern es einem spontan in den Kopf kommt) vielleicht so ein Thema ansprechen, aber sich vorher Notizen dazu zu machen, dürfte sehr geplant und steif rüberkommen (so á la „Ich bin gerade mitten in einem heißen Gefecht, möchte aber unbedingt noch die neuesten Skandale raushauen, bevor die Episode zu Ende ist…“).


    Also in der Kurzfassung: Wichtige Infos, die ihr zu BEGINN einer Folge anbringen möchtet, kurz zu notieren (Stichpunkte! Keine Sätze vorschreiben, das wirkt zu steif, außer es SOLL abgelesen wirken), ist absolut in Ordnung. Besser das, als dass man mehrfach innerhalb der Folgen ein „Ach Mist, ich wollte euch noch was über den Publisher erzählen… argh, vergessen, nächstes Mal!“ raushaut, weil man die relevante Info ständig vergisst.


    Was sonstige Themen angeht: Bitte keinen Zettel! Ihr spielt ein Spiel und währenddessen passiert eine Menge… das sollte euch genügend Gesprächsstoff geben. Natürlich können dann auch Off-Game-Topics angesprochen werden, aber diese vorauszuplanen kommt in den seltensten Fällen auch nur halbwegs natürlich rüber.

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