Müssen wir mehr arbeiten?

  • Unser Wohlstand schwindet.

    Das Militär muss wachsen und braucht viel Geld.

    Wärmepumpen und E-Autos verschlingen unsere letzten privaten Reserven.

    Wir arbeiten immer weniger. Brauchen wir nicht eher wieder eine 6-Tage Woche?

    Es nutzt ja nichts, wenn jeder Aktien kauft, aber niemand arbeitet, platt ausgedrückt.

  • Selten so ein Blödsinn gehört.
    Wir leben in einen unbeschreiblich hohen Wohlstand, das Militär war schon immer desolat und Modernisierung wie E-Autos sind unsere Reserven.
    Sau viele Leute arbeiten sich buchstäblich kaputt um den vom Kapitalismus zerfressenen Sozialapparat am laufen zu halten und Leute wie du labern so einen Blödsinn.
    Du willst was ändern? Dann mach was, also was echtes nicht nur rumheulen.
    Der Fachkräftemangel ist real, schul dich um und geh ins Handwerk, viel Spaß.

  • Tankii
    Macht zwar nicht viel Spaß bei so einem Umgangston zu diskutieren, aber ich antworte mal.

    Zum einen habe ich Fragen gestellt und das aufgrund Aussagen aus der Politik, dass wir zB. länger bis zur Rente arbeiten werden müssen.

    Zum anderen habe ich Behauptungen aufgestellt, die man gerne am sogenannten Stammtisch hört und man sachlich entkräften könnte.


    Bis in die 60er gab es noch die 6 Tage-Woche - nun wird diskutiert über die 4 Tage-Woche. Bei immer weniger Geburten eine spürbar geringere Arbeitszeit.


    Wenn das Militär schon immer desolat war, wieso hatten im zweiten Weltkrieg so viele Angst vor Deutschland? Vielleicht kam das Problem erst später. Und das wird jetzt versucht zu korrigieren mit viel Geld. Ob es gelingt, ist eine andere Frage.


    Bezüglich Fachkräftemangel kenne ich viele Berichte und Erfahrungen von qualifizierten Bewerbungen; doch ein entsprechendes Gehalt will oder kann nicht gezahlt werden. Bleibt höchstens der Weg in die risikobehaftete Selbstständigkeit.



    Solltest du bei deinem Umgangston aus dem vorigen Beitrag bleiben, werde ich übrigens nicht mehr antworten.

  • Wir leben in einen unbeschreiblich hohen Wohlstand

    Das wurde nicht bestritten. Wenn du schon so reinpolterst, dann lies die Beiträge wenigstens richtig.



    Sau viele Leute arbeiten sich buchstäblich kaputt um den vom Kapitalismus zerfressenen Sozialapparat am laufen zu halten und Leute wie du labern so einen Blödsinn.

    Das ist respektlose Scheiße, sorry wenn ich hier auch mal so deutlich werden muss. Du kennst seine Umstände nicht, und urteilst hier über einen Haufen Leute ohne, offensichtlich, zu wissen, worum es geht.


    Zitat

    das Militär war schon immer desolat und Modernisierung wie E-Autos sind unsere Reserven.

    Mit Nichten war das Militär immer desolat, vielleicht seitdem du die Berichterstattungen dazu verfolgst, aber die Bundeswehr war mal eine sehr schlagkräftige und moderne Truppe, bis begonnen wurde - vor allem Anfang der 2000er - sie kaputt zu sparen. Und was sollen E-Autos für Reserven sein? Und Modernisierung? Das kostet Reserven, aber es sind keine.


    Zitat

    Der Fachkräftemangel ist real

    Auch das kann man so nicht stehen lassen. Der Fachkräftemangel ist in einigen Branchen real, vor allem in der Pflege, aber ansonsten sind in vielen Branchen sehr viele Fachkräfte verfügbar. Es sind aber die Arbeitgeber, die keine passenden Gehälter zahlen wollen, weshalb sehr viele Fachkräfte ins Ausland abwandern, und dort deutlich besser bezahlt werden.


    Zitat

    Selten so ein Blödsinn gehört.

    Das fasst deinen Beitrag und deinen Umgangston perfekt zusammen.


    ---------------------------------------------------------


    Zitat

    Es nutzt ja nichts, wenn jeder Aktien kauft, aber niemand arbeitet, platt ausgedrückt.

    Naja, es könnte theoretisch funktionieren, wenn andere für uns arbeiten, und wir mit dem Kapital was wir haben, so viele Aktien/ETF/etc. kaufen könnten, dass wir von den Zinsen leben könnten. Der Rest der Welt würde knüppeln, und wir genießen. Schönes Gedankenspiel, aber unrealistisch für 99% der Leute.

    Ich glaube nicht das wir mehr arbeiten müssen. Als Selbstständiger kann ich sagen, dass wir weniger arbeiten müssen. Und zwar weniger mit Bürokratie und hausgemachten Hürden wie der DSGVO. Wir brauchen den Datenschutz, und ich bin auch dafür, aber die DSGVO verhindert Fortschritt, bevor man ihn starten kann. Aus Europa wird nie ein maßgeblicher Beitrag zur KI-Welle kommen können. Es wird nicht passieren. Alles was wir noch tun können ist, uns auf Anwenderseite zu spezialisieren und damit zu punkten. Alles andere verhindert der europäische Datenschutz und unsere Regularien. Wir bremsen uns aktiv aus, weil eine Hand voll Leute, die größtenteils von IT nicht mal ansatzweise ein Grundverständnis haben, Regeln auferlegen. Und die IT ist da nur ein Bereich - wäre aber der, wo der Standort Europa eine riesen Chance gehabt hätte. Wir haben gute Universitäten, hätten Fachkräfte gehabt und auch eine gute Infrastruktur - aber was ist? Einige der genialsten Köpfe haben wir außer Landes ziehen lassen, weil hier Arbeiten abgelehnt wurden, die nun im Silicon Valley zu den Top-Leuten der Welt gehören, was AI betrifft. Wir stellen uns laufend selber ein Bein. Wir sehen das gelobte Land vor uns, ist nicht weit weg, alles was wir tun müssten, wäre 20 Km Autobahn dorthin fertigstellen. Aber wir bauen genau dort, wo die Autobahn hin sollte, die Alpen auf.

    Eine 6 Tage Woche rettet niemanden. Eine 4 Tage Woche per se auch nicht. Wir brauchen weniger Behörde und Verwaltung, und dann haben wir - je nach Branche - bis zu 30% mehr Zeit für die eigentliche Arbeit. Digitalisierung würde helfen, aber so lange ewig gestrige dafür Verantwortlich sind, wird es nur tausende Insellösungen geben, die alle nicht richtig funktionieren. Die Politiker haben aber alle Angst das sie Wählerstimmen verlieren, wenn sie Dinge ändern, die ihre größte Wählergruppe, alte Leute, verärgern. Das ist der falsche Weg, nichts gegen alte Leute, aber die verlieren mit zunehmendem Alter eben den Anschluss an die moderne Welt, und verwalten gestriges. Wenn meine Mitarbeiter jetzt also 30% mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit hätten, würde das den Umsatz massiv steigern, ich könnte besser/schneller expandieren, mehr einstellen, bessere Löhne bezahlen und Qualifikationen ermöglichen.

    Auch einfach Absurditäten abschaffen. Warum muss ich einen Kassenbon ausdrucken, der direkt in einen Mülleimer gedruckt wird, der unter der Kasse steht? Da ist eine TSA dran, der wird sowieso digital erfasst. Für welchen Fall brauche ich den auf Papier? Eine einfache verpflichtende API für alle Zahlungssysteme, mit deren Hilfe sich jeder den Kassenbeleg digital auf sein Smartphone ziehen kann, fertig. Aber Oma Anneliese hat kein Smartphone! Ja, das ist in dem Fall dann Pech für Oma Anneliese, dann muss es der Enkel oder Sohn oder wer auch immer für sie tun. Aber das ist genau das denken, was Europa zurückhält.

    Warum brauche ich eine Baugenehmigung (!) für ein Werbeschild? Warum kann eine Stadt nicht entscheiden, an Stelle X darf das Werbeschild angebracht werden oder nicht? Nein, ich muss dafür ein Bauantragsformular ausfüllen - natürlich analog, einen Lageplan einreichen (weil anscheinend die Leute die bei der Stadt arbeiten nicht wissen, wie diese aussieht), eine Zeichnung (!!) und eine Beschreibung der Werbeanlage einreichen, und eine "farbige Lichtbildmontage" einreichen. Für ein Schild. 1,4m x 45cm. Bis ich das alles fertig habe, gehen 6-8 Stunden drauf, also ein kompletter Arbeitstag. Wir rechnen 102 Euro netto pro Stunde ab. Ich muss also irgendwas um die 700 Euro netto "ausgeben", um einen Antrag - nicht das fertige Schild - für ein Werbeschild ordnungsgemäß einzureichen. Das heißt nicht das ich das Schild dann auch aufhängen darf. Meine Partnerin musste Unterlagen für die kassenärztliche Vereinigung einreichen. Sie geht in eine Praxis einen Ort weiter, und dafür wurde ein Auszug aus deren Register benötigt. Kann man nachvollziehen, könnte man meinen. Sie muss sich aber an die Vereinigung des Landes wenden, um diesen Auszug einem Ortsverband der gleichen Kammer wieder zurückzugeben! Und als wäre das nicht schon absurd genug, muss sie diesen Auszug beglaubigen lassen. Die Kammer fordert also ihre eigenen Unterlagen beglaubigt zurück an. Das ist leider Deutschland in Reinstform und der Grund, wieso wir alle wie Dullies durch die Gegend rennen, und nicht vorwärts kommen. Wir sind wie Hühner denen man den Kopf abgeschlagen hat, wir rennen alle blöd durch die Gegend, und wissen nicht wohin. Selbst wenn ich das Kollegen aus der Schweiz oder Österreich erzähle, bekommen die sich vor lachen nicht ein. Bei denen gibt es auch viel zu viel Bürokratiewahnsinn, aber Deutschland zeigt auf, und setzt dem Ganzen nochmal eins oben drauf. Wir müssen also nicht mehr Stunden/Tage die Woche arbeiten, wir müssen überhaupt mal arbeiten dürfen. Aber wir machen halt lieber unsere Industrie kaputt, noch können wir uns auf dem Wohlstand der Generation vor uns ausruhen - aber er schwindet massiv.

  • Um mal etwas sarkastisch, aber doch ehrlich zu antworten:


    Unser Wohlstand schwindet.

    Nein, nein, der ist noch da, nur halt nicht mehr bei dir oder bei mir.


    Das Militär muss wachsen und braucht viel Geld.

    Es gibt in Deutschland viele überreiche Menschen, die das zu ihrer eigenen Sicherheit bestimmt gerne übernehmen möchten.


    Wir arbeiten immer weniger. Brauchen wir nicht eher wieder eine 6-Tage Woche?

    Wir brauchen eine Reichensteuer.


    Es nutzt ja nichts, wenn jeder Aktien kauft, aber niemand arbeitet, platt ausgedrückt.

    Es nutzt auch nichts, ein paar Krümel vom Boden aufzusammeln, wenn man sich auch am Festmahl am Tisch sattessen könnte.

    Bitte lass mir meine drei Krümel. 🥺

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!