Die bessere Frage anstelle von: "Welches Ziel hast du?"

Bitte hilf mit, das Forum zu verbessern und nimm an dieser sehr kurzen Umfrage teil: https://forms.gle/UNcxKJktwoUMEF7D7
  • Huhu ihrse,


    war schon etwas länger nicht mehr hier aber heute plagt mich eine Frage, die ich euch gerne stellen möchte.


    Kurze Einführung:
    Ich habe mir letztens das Buch "The subtle Art of not giving a Fuck" gegönnt und war von dem Buch begeistert. Da drin gibt es eine Passage in welcher der Author die übliche Frage nach "Was ist denn dein Ziel?" oder "Was willst du erreichen?" zerreisst.


    Die Frage ist so nichtssagend und die Antworten in den meisten Fällen immer recht ähnlich. Jeder will doch irgendwie reich, berühmt oder beides sein (mit entsprechenden Unterstufen). Die bessere Frage wäre stattdessen wäre:


    "How do you choose to suffer?".


    Bin ich wirklich bereit in meinem strengen Zeitplan zwischen Arbeit und Familie noch viele, viele Stunden in Videos und Streams zu investieren? Will ich mich wirklich durch teilweise bissige Kommentare kämpfen, Drama in der Community lösen und zum X-ten mal den Community Server reparieren?


    Diese Strapazen und Hürden sind zum Teil das, auf was man später mit einem nostalgischen Auge zurückblickt und sagt: "Hart wars, aber Spaß hats gemacht."


    Hier mal im original nachzulesen: https://markmanson.net/question



    Also meine Frage die ihr für euch ehrlich beantworten solltet:


    "Welche Strapazen/Schmerzen/Probleme willst du als Youtuber/Streamer durchleben?"


    Ich selbst kann jetzt nach mehr als zwei Jahren sagen, dass ich mich gerne jederzeit wieder durch Minecraft Logs quäle, wenn der Server mal wieder nicht will. Dass ich immer wieder bis 3 Uhr morgens Aufnahmen mache und vorbereite, um dann um 9 schnell noch die Thumbnails fertig zu machen bevor ich dann zur Arbeit gehe um von dort aus den Release zu planen. Dass ich gerne immer wieder in heftigen Stress verfalle wenn ich es eine Stunde vor Streambeginn noch immer nicht geschafft habe notwendige Projekte oder Listen vorzubereiten oder einfach mal wieder nix funktioniert.


    Ich bin gespannt auf eure Antworten.

    :)
  • "Welche Strapazen/Schmerzen/Probleme willst du als Youtuber/Streamer durchleben?"

    Ich nehme die üblichen Schluckaufs von YouTube in Kauf, die Tatsache das mehr oder weniger die gesamte Netz-Community, egal wo, gefühlt immer toxischer wird, und den Fakt, dass ich ohne das irgendwas unvorhergesehenes passiert auf YouTube immer jemand sein werde, der nur ein minimales Publikum erreichen wird.
    Der Rest ist eigentlich ganz angenehm, wobei mich die obigen Punkte nicht sonderlich stören oder nerven, ich spiele gerne (wenn es die Zeit eben zulässt), und ich liebe Multiplayer-Spiele. Sollte ein Spiel das nicht hergeben, mag ich es, wenn ich es zumindest so spiele das man auf YouTube zuschauen kann, und kommentieren kann. Das ganze Thema spielen ist ein Hobby von mir, gerne würde ich wie früher "als ich noch jung war", viel viel mehr Rennspiele machen, was eigentlich das ist, was ich am besten kann. Der Fakt das ich oft bis spät abends arbeite weil ich selbstständig bin, und das ich dann keine Lust mehr habe Lenkrad und Co. aufzubauen verhindert leider, dass ich das für YouTube aufnehmen kann, oder generell selber machen kann. Ist leider schon über ein halbes Jahr her, dass ich das letzte mal in einem virtuellen Rennwagen saß, was mich ziemlich traurig macht. Aber so ist das halt manchmal, wenn man anderweitig versucht Träume auszuleben und sich verwirklichen möchte, manche Dinge bleiben dann für eine Zeit lang einfach mal auf der Strecke. Wenn es irgendwann der Platz hergeben sollte, baue ich mir einen kleinen Rechner auf der einfach nur für Rennspiele da sein wird. Dann wird es davon mehr auf YouTube geben, das ist das, was ich mir wünsche und vorstelle. Ich muss mit YouTube nicht bekannt werden, ich muss damit kein Geld verdienen oder irgendwie alles daran setzen, um Klicks zu bekommen.


    Für mich ist das ein Hobby, welches mir einfach zu einem Großteil Spaß macht. Sollte ich durch YouTube irgendwelche größeren Probleme bekommen, um auf die Eingangsfrage nochmal abschließend einzugehen, würde ich von jetzt auf gleich damit aufhören. In meinem Umfeld ist mir so ziemlich alles wichtiger als YouTube, was nicht heißen soll das ich es nicht gerne mache oder keinen Spaß daran habe. Ich habe nur gelernt, in den letzten Jahren meine Prioritäten zu sortieren. Und da steht recht weit oben erst mal das ich meinen Betrieb richtig führen muss, um etwas zu verdienen. Und das muss ich in Einklang mit Partnerin, Familie und Freunden bringen. Dann brauche ich für mich persönlich einen Ausgleich, und wenn das alles erledigt ist, dann kommt irgendwann langsam YouTube in Sicht. Also Strapazen o. ä. würde ich mir durch YouTube einfach nicht aufdrücken lassen, das wäre es mir einfach nicht wert.


    Interessant wäre es, wenn jemand der von YouTube (größtenteils) lebt, die Fragen einfach mal so beantworten würde. Ich stelle mir das nämlich weder einfach noch angenehm vor, um ehrlich zu sein.

  • Als creator meiner animations-Serie würde ich schon gerne den Stress erleben, dass viele Leute die nächste Folge nicht abwarten können. Das würde mich irgendwie motivieren, besseres abzuliefern um diese Leute zufrieden zu stellen, sodass sich die Warterei doch lohnen kann.

    ^^
  • "Welche Strapazen/Schmerzen/Probleme willst du als Youtuber/Streamer durchleben?"

    Das Chaos das entsteht wenn sich zwei Parteien wegen eines Themas streiten das Unwichtiger nicht sein könnte.
    Das würde ich nur zu gerne durchleben.


    Strapazen und Schmerzen würde ich gerne vermeiden. Und Probleme? Die werden kommen ich weis nur noch nicht ob ich die durchleben möchte...
    Alles zu umgehen ist zwar unmöglich, aber ich halte mich trotzdem so gut es geht von den drei dingen fern.

  • Jeder will doch irgendwie reich, berühmt oder beides sein (mit entsprechenden Unterstufen).

    Ja, zu einem saftigen Lottogewinn würde ich nicht nein, sagen, aber ...

    "Welche Strapazen/Schmerzen/Probleme willst du als Youtuber/Streamer durchleben?"

    mit YouTube möchte ich kein Geld verdienen. Auch möchte ich da so wenig Strapazen/Schmerzen/Probleme wie möglich haben. Seitens YouTube oder mit der Technik kann es immer mal wieder haken, aber ich selbst möchte YouTube ganz entspannt angehen. Kein Druck, kein Stress. Einfach das tolle Hobby mit möglichst vielen Gleichgesinnten ohne Verpflichtung teilen. Ich möchte mir durch irgendeinen Druck ungern diese tolle Freizeitbeschäftigung kaputtmachen lassen. Dafür ist sie mir zu schade und wertvoll

    ^^
  • Für mich ist das ein Hobby, welches mir einfach zu einem Großteil Spaß macht. Sollte ich durch YouTube irgendwelche größeren Probleme bekommen, um auf die Eingangsfrage nochmal abschließend einzugehen, würde ich von jetzt auf gleich damit aufhören.

    Das ist der Punkt, der ganze Stress den man sich macht und die Probleme die das ggf. mit sich bringt sind auf ihre ganz eigene Art eine Motivation. Frag doch große Spieleentwickler, Musiker etc. nach den besten Momenten in ihrer Karriere. In den meisten Fällen waren das die Situationen wo sie zu kämpfen hatten, wo es nicht so glatt lief und man sich den Arsch aufgerissen hat um was zu schaffen.


    In dem Moment stinkt sowas sicherlich, aber es bringt auch eine gewisse Befriedigung (Zumindest bei mir), wenn man mal wieder ein Problem gelöst hat und man hier und da sieht, was man dabei doch schon alles geschafft hat. Und durch die Nostalgiebrillle wird dann eh alles nochmal für schöner.


    Aber das ist halt auch ein wichtiger Punkt, den der Author dabei zeigen will. Man muss diesen Struggle ebenfalls mögen und ihn aktzeptieren um vorwärts zu kommen. Und das bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens. Sei es Kinder großziehen, sich selbständig machen oder für einen Marathon trainieren. Der Grundgedanke ist, dass man nicht auf das Ziel schaut, sondern auf den Weg und sich dann ein Ziel findet bei dem man auch den noch so steinigen Weg irgendwie gut findet.

  • Das ist der Punkt, der ganze Stress den man sich macht und die Probleme die das ggf. mit sich bringt sind auf ihre ganz eigene Art eine Motivation. Frag doch große Spieleentwickler, Musiker etc. nach den besten Momenten in ihrer Karriere. In den meisten Fällen waren das die Situationen wo sie zu kämpfen hatten, wo es nicht so glatt lief und man sich den Arsch aufgerissen hat um was zu schaffen.


    In dem Moment stinkt sowas sicherlich, aber es bringt auch eine gewisse Befriedigung (Zumindest bei mir), wenn man mal wieder ein Problem gelöst hat und man hier und da sieht, was man dabei doch schon alles geschafft hat. Und durch die Nostalgiebrillle wird dann eh alles nochmal für schöner.

    Der Unterschied ist: Alle von dir genannten verdienen Geld mit dem Lösen von solchen Problemen

    ;)

    Im Beruf habe ich das auch, aber nicht bei YouTube. Mir ist da kein Punkt bekannt, der vorher für mich schwer war oder Stress bedeutete, von dem ich dann nachhaltig gezehrt habe, oder mehr Motivation daraus gezogen habe. Das wäre anders wenn ich Geld damit verdienen würde, da bin ich mir ziemlich sicher.



    Beim Kacken will ich mich auch nicht mit Strapazen/Schmerzen/Problemen plagen müssen

    :P


    Warum nur muss ich gerade an den Charmin-Bär denken?

  • Der Unterschied ist: Alle von dir genannten verdienen Geld mit dem Lösen von solchen Problemen

    Guter Punkt, aber ein anderes Beispiel ist Fitness. Ein Fitness-Fan und ich haben sicherlich dasselbe Ziel (fit sein, sportliche Figur). Aber nur der Fitness Fan fühlt sich auch gut dabei früh aufzustehen und ins Gym zu gehen, seine Ernährung umzustellen und Muskelkater zu spüren.


    So gehts mir z.b. auch mit YouTube. Auch wenn es manchmal nicht leicht ist, habe ich Spaß daran Arbeit, Famile und YouTube/Twitch zu koordinieren. Es macht mir Freude den Server wieder ans Laufen zu kriegen wenn modded Minecraft mal wieder nicht so will. Auch wenn es in dem Moment eher nur stressig und nervig ist, habe ich doch gefallen daran.


    Und natürlich hängt da bei mir ein finanzielles Interesse daran, denn es wäre schon geil die Arbeit auf halbtags umzustellen ohne im Monat weniger Geld zu haben.


    Die Frage nach dem Struggle ist einfach auch wichtig für jeden selbst um zu verstehen ob man wirklich das richtige Ziel verfolgt. Sicherlich wäre es grandios eine Sportskanone zu sein. Es wäre toll in der Firma aufzugsteigen und so mehr Geld zu verdienen, etc. - aber ich kann für mich selbst sagen, dass ich den Weg dorthin nicht mögen würde und daher mein Ziel nicht erreichen oder auf dem Weg dorthin einfach ausbrennen.


    Bei YT und Twitch gefällt mir eben auch der teils steinige Weg und daher stecke ich da gerne etwas mehr Energie rein. Aber eben genau das muss wirklich jeder für sich selbst entdecken. Da gibt es auch kein generelles richtig oder falsch, ausser für jeden selbst.

  • "How do you choose to suffer?"


    naja mein wochenende leidet etwas darunter, über die woche hab ich kaum zeit aufzunehmen.
    heißt am samstag nehme ich mehrere stunden mit pausen auf, damit ich keine halsschmerzen bekomme.
    am sontag hock ich mich dann über denn tag verteilt am schnitt und schneide alle huster/unterbrechungen etc raus.
    ach ja und am abend oder am morgen wenn ich leise sein muss, mache ich ganz in der ruhe die thumbs.


    muss sagen am anfang war es schwer, aber nach einer weile gewöhnt man sich dran~
    und jetzt mit meinem kleinen video polster sind die samstage nicht mehr so stressig :3


    jetzt denkt man sich bestimmt wieso denn der stress für ein hobby!
    aber dazu kann ich nur sagen: weil ich da durch immer mehr dazu lerne.


    durch jedes video merke ich, wie sich mein kommentarstil verändert.
    ich werde offener, mein englisch wird flüßiger, lerne neue bearbeitungs tricks mit shotcut
    und die leute helfen mir sachen wahr zu nehmen, die ich alleine niemals wahrgenommen hätte!





    zum beispiel spiel ich gerade smt overclock

    (es kommt ein kleiner spoiler ohne direkten namen aber seit gewarnt)



    da gab es mal einen kampf gegen einen wichtigen subchar dem ich gezielt ausgewichen bin.
    dadurch, dass ich ihm ausgewichen bin, konnte ich nicht sehen das er hariti als demon bei sich trägt.
    hariti ist eine göttin die für ihre kinder über leichen gehen würde und uns dabei verrät das auch er
    wenn es um seinen sohn geht vor nichts zuückschreckt!

    auch hab ich verpasst woher er an seine comps kommt, weil ich ihm nie seinem abgenommen hab xD


    spoiler ende



    meine zuschauer bringen mir sogar etwas über altertümliche gottheiten bei

    :D


    und da macht mir die kleine extra portion stress nichts aus~

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