Mikrofon nimmt zu viel auf

  • Da wären mir aber soundbeispiele von dir 'ne menge glaubhafter als die von thomann.
    Das t.bone klingt nämlich eben nicht gleich wie ein rode.
    Da fällt mir ein Julien hat auf seinem Kanal mal selber vergleiche hochgeladen zwischen t.bone sc440, sc450, rode nt2-a und irgendeines noch.
    Und im Gegensatz zu Thomanns beispiel gab es hier nämlich sehr wohl unterschiede.


    Es sagt niemand, dass die "gleich" klingen. Bei Thomann klingen die ja auch nicht "gleich". Es ist aber irgendwo daneben, kategorisch zu proklamieren, dass irgend eines davon "schlecht" klingen würde, weswegen ich euer Gefasel von Klangqualität generell ziemlich vermessen finde -- ganz zu schweigen von Juliens grenzdebiler These, dass dynamische Mikros so muffig klingen, dass man nur mit starker EQ-Nachbearbeitung eine klare Sprachqualität hinbekommen würde.


    Bei Juliens Vergleich klingt übrigens auch weder das SC440 noch das SC450 "schlecht", sie scheinen nur einen ausgeprägteren Nahbesprechungseffekt zu haben. Lediglich das Headset ist für die Tonne. Die beiden USB-Mikros haben in erster Linie das Problem mit dem verrauschten Pre-Amp bzw Interface. Alles andere sind Nuancen und wenn man rauschfreie Samples 10 Leuten "blind" vorspielen würde, dann wäre ich mir nicht sicher, dass das teuerste Mikro bei jedem auf Platz 1 landen würde.

  • Ganz im Gegenteil, die meisten Leute behaupten ja auch in den Kommentaren noch, dass das SC450 den besten Klang von allen hat. :D Vermutlich wegen dem krassen Wannen-EQ und dem brummigen Bass.
    Dass es in den Höhen aber brutal anfängt zu zerren, davon kriegt hier keiner was mit, weil ich in diesem Video nicht pfeife. Und dagegen ist das NT2-A eben komplett gefeit, da klingt Pfeifen halt einfach nach Pfeifen, wie es sein soll.


    Aber klar, für die meisten Leute reicht so was aus – für mich hingegen halt nicht mehr. ^^ (Noch mal extra betont.)

  • Ganz im Gegenteil, die meisten Leute behaupten ja auch in den Kommentaren noch, dass das SC450 den besten Klang von allen hat. :D Vermutlich wegen dem krassen Wannen-EQ und dem brummigen Bass.
    Dass es in den Höhen aber brutal anfängt zu zerren, davon kriegt hier keiner was mit, weil ich in diesem Video nicht pfeife. Und dagegen ist das NT2-A eben komplett gefeit, da klingt Pfeifen halt einfach nach Pfeifen, wie es sein soll.


    Aber klar, für die meisten Leute reicht so was aus – für mich hingegen halt nicht mehr. ^^ (Noch mal extra betont.)


    Wieso? Pfeifst Du etwa in Deinen Let's Plays? Würde es für Deine Spiel-Kommentare 99,9% der Zeit einen Unterschied machen? Was genau ist hier "Qualität" wenn selbst Deine Zuschauer das Billig-Teil am wohlklingensten finden? Mehr als das doppelte zahlen und ein Resultat produzieren, das weniger Leute gefällt, nur damit es auch noch prima klingt wenn Du mal pfeifst?


    Merkst Du langsam, wie blödsinnig euer Gerede von Sprachqualität wird? Ihr nehmt eure persönlichen Vorlieben, erhöht Sie zu einem völlig subjektiven Gradmaß für Qualität und behauptet dann, dass alles andere Scheiße ist... OK, zwar nicht so direkt, aber die Message ist die selbe, denn wenn ihr euer Technik-Investment, Raumstaffage- und Postproduktions-Brimborium mit dem Ziel betreibt, "Sprachqualität" zu produzieren, dann ist da immer mit mitschwingende Andeutung, dass es eben anders nicht geht.


    Und hier im Thread ist es mal deutlich geworden... eine vernünftige Audio-Qualität mit halbwegs günstiger Hardware und unempfindlichen dynamischen Mikros? Kann nicht sein! Thomann manipuliert Sound-Samples um mehr Billig-Mikros statt Teuer-Mikros zu verkaufen!


    Richtig abgefahren wird es dann, wenn einer der größten und erfolgreichsten YouTuber ein Mikro benutzt, dass Du in der Vergangenheit sogar mal explizit als "ungeeignet für Let's Plays" bezeichnet hast (das Procaster).


    Leute, die auch weit hinter dem Point of Diminishing Returns noch rumoptimieren müssen, gibt's in jeder Szene. Die nennt man Gearheads. Das sind dann auch oftmals die, die meinen, dass Erfolg technische Perfektion vorraussetzt.

  • Dieses dynamisch vs kondensator gedöhns halte ich mich raus. hab nur erfahrung mit kondensator und headsetmikrofon. Hab nie 'nen dynamisches besessen.


    Aber ich trau diesen Soundsamples von Thomann nunmal nicht, weil die eh immer super klingen.


    Einen Vergleich von dir, Julien, oder sonstwer zeigt wie es unter normalen Bedingungen ist und nicht wie es ein Studioraum mit Profiequipment noch rausretten kann. Anders kann man sich nich erklären warum selbst billigstes vom billigsten, was wirklich nicht gut ist, überraschenderweise bei denen wie ein gutes mikrofon klingt, wenn man es dann woanders klar anders hört. nämlich von normalen home bedingungen. Und da scheint sich ein schlechteres mikrofon deutlich bemerkbarer zu machen. Selbst bei Juliens Tonkabine hat man schon einen Unterschied gehört.
    Nur bei Thomann nicht.

  • So, dies wird mein letzter Beitrag hier zu dem Thema, damit ich mir nicht irgendwas in die Schuhe schieben lassen muss, was ich gar nicht gesagt habe. Danach darfst du dich gerne weiter auslassen, aber mir wird das ein bisschen zu öde.



    Wieso? Pfeifst Du etwa in Deinen Let's Plays? Würde es für Deine Spiel-Kommentare 99,9% der Zeit einen Unterschied machen?


    Ja, es macht für mich einen klanglichen Unterschied.



    Was genau ist hier "Qualität" wenn selbst Deine Zuschauer das Billig-Teil am wohlklingensten finden?


    Qualität ist für mich, was ich am besten finde. Ich höre mit meinen Ohren und sitze nicht mit Messgeräten vor den Lautsprechern. :P



    Mehr als das doppelte zahlen und ein Resultat produzieren, das weniger Leute gefällt, nur damit es auch noch prima klingt wenn Du mal pfeifst?


    Mit EQ klingt das NT2-A exakt wie das SC450, nur eben überhaupt nicht mehr zerrend, also tatsächlich noch besser als das SC450. Insofern war die Investition für mich lohnenswert. ;) Ob das Laien auf YouTube raushören, ist mir ziemlich egal.



    Ihr nehmt eure persönlichen Vorlieben, erhöht Sie zu einem völlig subjektiven Gradmaß für Qualität und behauptet dann, dass alles andere Scheiße ist...


    Habe ich nie behauptet. Viele Wege führen nach Rom und jeder hat seine eigenen Vorlieben. Aber das hast du ja zum Glück selbst eingesehen. :D



    dann ist da immer mit mitschwingende Andeutung, dass es eben anders nicht geht.


    Wie gesagt, viele Wege führen nach Rom. Umgebung, Aufnahmesituation, Stimme und noch weitere Faktoren schaffen unendlich viele Möglichkeiten. Das, was ich empfehle, ist meine Empfehlung. Du darfst gerne eine andere haben. ;)



    eine vernünftige Audio-Qualität mit halbwegs günstiger Hardware und unempfindlichen dynamischen Mikros? Kann nicht sein!


    Natürlich. :D Siehe oben, viele Wege führen nach Rom.



    Thomann manipuliert Sound-Samples um mehr Billig-Mikros statt Teuer-Mikros zu verkaufen!


    Fast richtig: Thomann beschönigt Sound-Samples (auch mit Idealbedingungen), um so viele Mikrofone wie möglich zu verkaufen. Das dürftest selbst du nicht abstreiten.



    Richtig abgefahren wird es dann, wenn einer der größten und erfolgreichsten YouTuber ein Mikro benutzt, dass Du in der Vergangenheit sogar mal explizit als "ungeeignet für Let's Plays" bezeichnet hast (das Procaster).


    Und? Seit wann hat die Audioqualität einen Einfluss auf den Erfolg? Gronkh könnte auch ein Logitech G35 benutzen und wäre riesig. Das Argument ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. :D




    Also @ReplicaLP, tut mir leid dass das hier so ausgeartet ist, aber ich halte mich ab sofort hier raus, weil mir diese Unterstellungen etwas zu sehr Überhand nehmen. Falls du noch Interesse an der von mir beschriebenen Lösung hast, darfst du mich gerne weiterhin fragen, wenn du lieber die Möglichkeit mit dem dynamischen Mikrofon angehen willst (was auch völlig legitim ist), dann hilft dir die Kiste bestimmt gerne weiter. ^^

  • Von der Mikrofonart gibtes jedenfalls nicht wirklich ein richtig oder falsch. Da kommt es einfach darauf an, was für einen selbst einfach besser ist.
    Ist wie mit vielen anderen Dingen. Eigentlich mag ich viel lieber mechanische Tastaturen die auch noch richtig schön rumklackern, aber für Let's Plays sind sie LPs sind sie weniger tauglich. Wobei ich meine mechanische noch gar nicht mit dem Procaster ausprobiert habe. Bin derzeit wieder auf Rubberdomes, muss vll. doch mal eine mechanische mit lautlosen Tasten ausprobieren, auch wenn das Geklacker irgendwie zum Gesamterlebnis dazugehört ^^


    Bei Mikrofonen ist das dynamische für meine persönlichen Anforderungen halt einfach perfekt. Sollte ich jedoch mal auf die Idee kommen eine Pen & Paper-Runde aufzunehmen, müsste ich mein Blue Yeti wieder ausbuddeln (oder mir was Neues zulegen, was Kondensator ist), damit jeder in der Runde gut zu verstehen ist. Unterschiedliche Anwendungsfälle, unterschiedliche Lösungen.


    Ein zufriedenstellendes Ergebnis kann man mit beidem gut hinbekommen, sieht man vielleicht von ein paar Wenigen mit ganz sensiblem Gehör ab. Für den normalen Zuschauer reicht eben auch ein USB-Mikro vollkommen aus, wenn es nicht völlig schlechte Qualität ist. Meist ist es der Youtuber selbst, der irgendwann einfach nen noch besseren Sound will ;)

  • Natürlich werden die Aufnahmen bei Thomann in einer möglichst perfekten Umgebung gemacht. Man muss doch irgendwie eine Vergleichsmöglichkeit haben, also sind die Bedingungen für alle möglichst gleich. Verstehe das sinnlose Gebashe nicht, wer sich bei Thomann mal hat beraten lassen merkt, dass sie nicht darauf aus sind dir Ramsch anzudrehen, sodnern sich wirklich Zeit nehmen und einen beraten. Aber das ist wohl Mode gegen alles was irgendwie groß ist zu bashen, sei es YouTube, Google oder eben Thomann.

    Qualität ist für mich, was ich am besten finde. Ich höre mit meinen Ohren und sitze nicht mit Messgeräten vor den Lautsprechern.

    Damit ist doch die ganze DIskussion wirklich beendet und sinnlos. Qualität ist für jeden etwas anderes, aber einige (ohne jemanden direkt anzusprechen) wollen das was sie für Qualität halten anderen aufschwatzen.

  • Ja, es macht für mich einen klanglichen Unterschied.

    Ja welchen Unterschied macht es denn nun konkret, wenn Du nicht gerade pfeifst? Unten schreibst dann sogar noch, dass das NT2-A mit etwas EQ sogar exakt wie die 89€ t.bone Gurke klingt. Macht es jetzt effektiv bei Deinem Let's-Play-Kommentar einen Unterschied oder nicht? Die Frage wird sicherlich mit einem "für mich" nicht befriedigend beantwortet. Mir ist nicht mal so wirklich klar, welchen Unterschied es praktisch und faktisch für Dich persönlich macht. Rein psychologisch? Seelenfrieden?


    Qualität ist für mich, was ich am besten finde.

    Was Du am besten findest nennt sich "persönliche Präferenzen" und nicht "Qualität". Wenn man über Qualität redet, dann muss das doch irgendwo nachvollziehbar und an konkreten Dingen festgemacht sein. Also z.B. geringes Rauschen, gute Verständlichkeit usw. Alles andere hat nämlich nichts mehr mit "Qualität" zu tun, sondern mit persönlichen Vorlieben und genau dieses Verschwurbeln von Qualität und Vorliebe werfe ich Dir vor.


    Ob das Laien auf YouTube raushören, ist mir ziemlich egal.


    Treibst Du und den Aufwand dafür, dass Deine Zuschauer eine optimale Sprachqualität bekommen oder nicht? Wenn es die eh nicht raushören, ist das nämlich letztendlich nur masturbatorisch. Und das ist ja auch völlig OK, aber dann erzähle bitte hier den Leuten nicht, dass ein Procaster für Let's Plays ungeeignet sei und dass man mit dynamischen Mikros ohne massiven EQ-Einsatz keine klar verständliche Sprachqualität hinbekäme. Beides ist nämlich schlicht falsch.


    Und? Seit wann hat die Audioqualität einen Einfluss auf den Erfolg? Gronkh könnte auch ein Logitech G35 benutzen und wäre riesig. Das Argument ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. :D


    Hat Gronkh denn schlechte Audioqualität? Komisch, dass einer mit einem "muffigen" dynamischen Mikrofon, das zudem für den Einsatzzweck laut Dir angeblich völlig ungeeignet ist, bei just diesem Einsatzzweck großen Erfolg hat. Und viele meinen, dass der Typ prima klingt. Da passt was nicht zusammen. An den Haaren herbeigezogen ist das, was Du hier teilweise von Dir gibst, um weiter unreflektiert am Kondensator-Altar huldigen zu können.

  • Sie war sehr lange unterirdisch, weil er auch permanent halb ins Mikro geschrieen hat. Also ja, er hatte eine schlechte Qualität zu bieten was das betrifft.


    Naja, OK. Scheint weniger ein Problem mit der Technik und mehr mit seinem Stil zu sein. Man stelle sich dann vor, der würde in ein empfindlicheres Mikro als das Procaster brüllen...

  • @ReplicaLP ich habe das gleiche Mikrofon. Ich habe es bei mir etwas gemindert, indem ich den Schaumstoff der in der Verpackung zwischen PopSchutz und Mikro liegt zugeschnitten habe und dann auf der Rückseite mit 3 Kabelbindern befestigt habe. So stumpfe ich die Rückseite etwas ab. Zudem habe ich bei Windows 10 den Pegel auf 83 stehen. In OBS habe ich es dann so eingestellt, dass ich in den Videos etwas lauter bin als das Spiel. Ein klicken der Maus wirst du irgendwie immer hören aber so fahre ich eigentlich ganz gut mit.
    Ich benutze das schon ne ganze weile. Wenn du dir ein paar Videos von mir anschaust, kannst du dir ein Bild davon machen, ob es anders ist als bei dir.


    Anonsten habe ich aber auch noch ein wenig gegen den Raumhall getan. Ich habe hier bei mir PVC liegen. Habe deswegen einen großen Teppich am Schreibtisch liegen und dann noch hinterm Monitor und an der Wand wo viel Fläche ist, eine MDF Platte (ca. 1-1,5cm Dicke) Mit Pyramidenschaum drauf angeschraubt. So Bremse ich die Höhen etwas im Raum und reduziere auch die Rückkopplung von den Wänden.
    Anstonsten steht hier der normale Kram drin. 2 Regale, Sofa und bisken Deko.

  • @Die Kiste


    Mit solchen Aussagen, die du hier verbreitest, darfst DU allerdings auch nicht erwarten, als Gesprächsteilnehmer wirklich ernstgenommen zu werden. Du versuchst Vorurteile zu entkräften, pochst im gleichen Atemzug jedoch immer wieder darauf, dass dynamische Mikros die erste Wahl wären.


    Es gibt genugend Anwender, und darunter auch Profis, die Kondensatormikros aufgrund ihres Auflösungsreichtums und in der Tendenz auch ausgewogeneren Klangbilds (Ausnahmen gibt es selbstverständlich auf beiden Seiten) bevorzugen. Allein bei Gesang oder Instrumentaufnahmen sind Kondensatoren - insbesondere Kleinmembraner - kaum wegzudenken.
    Die festgehaltenen Unterschiede werden oftmals auch mit Ideologie vermittelt. Da gebe ich dir völlig recht.
    Es ist aber keines Falls so, dass Kondesatoren und dynamische Mikros technisch und schließlich klangqualitativ nahezu oder gar absolut gleichwertig sind. Andernfalls würde sich die Frage, welche der beiden Varianten für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet ist, selbst in den Fachforen und der Literatur der Tontechnik kaum jemand stellen.


    Bezüglich der Handhabung dynamischer Mikros sollte man übrigens bedenken, dass sie dem PreAmp aufgrund ihrer deutlich geringeren elektrischen Empfindlichkeit mehr Gain abverlangen. Die akustische Empfindlichkeit, ferner die Gegebenheiten der Physik, ist bei beiden Varianten grundsätzlich identisch. Wie soll eine Membran, ein simples mechanisches Konstrukt, auch zwischen Nutzsignal und der störenden Umgebung unterscheiden können?
    Der praktische Unterschied liegt letztendlich darin, dass dynamische Mikros einen geringeren Übertragungsfaktor bereitstellen (was zunächst erst mal ein Nachteil ist und nicht durch jedes Interfaces ausreichend kompensiert werden kann!) und infolge lauter, sprich näher, besprochen werden müssen. Deswegen gehen Nutzer schlichtweg näher an die Kapsel heran, um den Eingangspegel zu erhöhen. Wenn man so möchte also ein schierer Kompensationsakt. Reduziert sich der Abstand zwischen Membran und Mund, reduzieren wir im Verhältnis wiederum den Pegel der Umgebung. Das ist simple Physik und hat auch nichts mit Glaube oder individueller Überzeugung zu tun: sowohl dynamische als auch Kondensator-Mikrofone sind für unterschiedliche Geräusche pinzipiell gleichermaßen empfänglich! Daran kann auch die Verengung des Übertragungsbereiches nicht viel ändern.


    Persönlich - und hiermit deklariere ich in der Tat ein subjektives Urteil, das ich jedoch nicht nur nach eigenem Empfinden, sondern auch nach einer langfristigen Beobachtung kund tue - missfällt mir bei dynamischen Mikrofonen oft (nicht immer!) eine nasle, dosige, topfige bis hin zu schroff-reibende Grundcharakteristik. Es sind sicherlich keine Ausmaße, die im Verhältnis zu den doch recht immensen Einflüssen der Raumakustik und schließlich der Technik und Performance des Sprechens / Singens stehen.
    Stelle ich mir jedoch die Frage nach einem Mikrofon, so möchte ich zunächst ein mal ein Produkt erhalten, welches dazu in der Lage ist, meine Stimme so neutral, unverfälscht und schließlich detailreich wie möglich einzufangen. Das AT 2035 von Audio Technica wäre ein beliebtes Beispiel, das diesen Anforderungen bei noch überschaubarem Budget entgegenkommt. Was man dann damit macht, ist jedem selbst überlassen. Ich sehe das "Mehr" an Informationen als grundlegenden Vorteil. Wer unbedingt den ultimativen Broadcast-Röhren-Sound braucht, kann sich den Klang per Plugins zurechtbiegen und sich nach der Aktion immernoch dafür entscheiden, doch wieder zur (verhältnismäßig) neutralen Grundabstimmung zurückzukehren. Wenn man das Ganze auf die Spitze treiben möchte, nimmt man gleich einen guten Kleinmembraner. Mit den richtigen Plugins und ein wenig Know-How kann man sich dann so ziemlich jedes Sounding virtuell zusammenstellen.


    Letztendlich ist das Mikrofon auch nur ein Werkzeug, das richtig eingesetzt werden möchte.
    Viele wege führen nach Rom, nur ist der eine vielleicht länger und holpriger als der andere. Für welchen man sich entscheidet, sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Wichtig ist jedoch, dass wir diese Entscheidungen bewusst treffen und uns nicht auf Pauschalisierungen berufen!


    @ReplicaLP


    Die Hinterseite des Mikrofons mit Schaumstoff auszukleistern halte ich nicht für sonderlich sinnvoll. Wäre das eine wirkungsvolle Methode, um die von hinten einfallenden Raumanteile zu bedämpfen, dann hätte man diese Maßnahme bereits bei der Entwicklung berücksichtigt.


    Im Weiteren sind auch Mic-Screens kein Ersatz für gut durchdachte raumakustische Maßnahmen.
    Das bischen Schaumstoff vor perforiertem Metall wird aus einer Besenkammer ganz gewiss kein Tonstudio machen. Zumal diese Teile in der Regel auch völlig falsch eingesetzt (und vermarktet) werden:
    "Live End - Dead End" - Gedanken zum Reflexion-Filter



    Zur Dämpfung würde ich wenn, dann Breitbandabsorber verwenden, die dir nicht nur die Höhen schlucken. Handelsübliche Schaumstoffe (selbst diejenigen mit dem Catchword "Akustik" im Namen) sind Höhen-Killer und im mittleren, insbesondere unteren Spektrum nutzlos!
    Die zu erwerbenden Elemente sollten dann an die kritischen Erstreflexionsstellen sowie die Raumecken gehangen werden.


    Ohne viel Aufwand zu betreiben, wirst du höchstens mit einer noch effizienteren Nierencharakteristik und oder einem kürzeren Abstand zur Besprechung der Membran glücklich werden.


    LG,
    Strangelove

    PS:
    Was mir da noch einfällt; allein die Wahl des Mikrofons ist nicht der wichtigste Faktor. Über die Ergebnisse entscheidet die Summe der Optimierungen, die in der Aufnahmekette und seiner Umgebung vorgenommen werden.






    Nur mal so als Beispiele, was man selbst mit den billigsten Mikrofonen unter den richtigen Bedingungen so anstellen kann.


    Zur weiteren Lektüre und Beratung empfehle ich die beiden Communitites Recording.de und Musiker-Board.de.
    Dort finden sich auch so einige Threads und Stickies mit Empfehlungen bezüglich Ausrüstung und Raumakustik, in denen sich hin und wieder auch die Experten aus der Szene zu Wort melden ;)

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