Kostenloses Open Source Videoschnitt Programm "Shotcut"

  • hab grad mal reingeschaut.
    einlesen ausgeben geht über ffmpeg


    x264 lossless kann es lesen und schreiben via cusom settings auch alles mögliche


    skalierungsfilter kann auch eingestellt werden.
    die Timeline kann auch als stream bereitgestellt werden. Ob man es so mit megui verwenden kann? keine ahnung...


    scheint aber einen Blick mehr wert zu sein, wenn man kein Geld ausgeben will/kann und nen Schnittprogramm mit Timeline braucht.

  • Das nimmt anscheinend FFMPEG als Codec-Bibliothek und sollte damit so gut wie alles de- und encoden können.
    Die Frage ist wie viel Freiraum einem die GUI von Shortcut beim Encoden gibt, hinsichtlich Codec Wahl und Einstellungen.

  • So richtig viel einstellen kann man wohl nicht...









    Und eine Mediainfo:




  • So richtig viel einstellen kann man wohl nicht...

    Du kannst unter "Sonstiges" eigene Parameter angeben. Da geht so einiges und es dürfte kaum Gründe geben, um sich zu beschweren.

    scheint aber einen Blick mehr wert zu sein, wenn man kein Geld ausgeben will/kann und nen Schnittprogramm mit Timeline braucht.

    Ist es definitiv - sehr nettes Programm. Du musst aber, wenn du es produktiv nutzen willst, bedenken, dass es noch in Entwicklung ist und es noch einige Unzulänglichkeiten aufweist, die mit der Zeit optimiert werden. Ggf. lässt auch die Stabilität noch zu Wünschen übrig - gut möglich, dass es dir im Projekt bei der Bearbeitung unter gewissen Umständen mal abkackt. Das ist der Hauptgrund, wieso ich es nicht regelmäßig erwähne, es scheint sich in den letzten Monaten aber gut entwickelt zu haben.


    Auf OpenShot 2 werfe ich hin und wieder auch einen Blick, da lässt einem die GUI aber deutlich weniger Freiraum beim En-/Decoding ... derzeit.

  • Du kannst unter "Sonstiges" eigene Parameter angeben, was auch so funktioniert. Da müsste alles gehen, was FFMPEG unterstützt.


    In der Theorie ja (auch wenn man sich dafür wieder in die x264-Dokumentation einarbeiten darf), aber zumindest verlustfrei mit QP 0 scheint nicht zu funktionieren. Ich glaube, die Sonstiges-Parameter überschreiben nicht die restlichen Einstellungen...

  • Ich benutze Shotcut und empfinde das Programm als leicht zugänglich, vor allem, wenn man, wie ich, noch nicht so viel Erfahrung mit der Materie hat.
    Die Funktionsvielfalt ist zwar überschaubar, aber mittlerweile, gerade für die Bearbeitung von Let´s Plays, vollkommen ausreichend. Natürlich darf man kein Profi-Tool erwarten, dass seinem Nutzer wahnsinnig viele Freiheiten läßt, aber für mich ist es ein schönes Programm, durch das man an die grundsätzlichen Funktionen bei der Videobearbeitung herangeführt wird.


    Auf der Shotcut-Seite gibt es auch eine Tutorial-Sektion, die auch auf deutsch einen Einblick in die Funktionen gibt.


    Ansonsten, würde ich mich meinem Vorredner anschließen: Es ist noch lange nicht fertig, aber dafür läuft es ganz gut. ;)

  • Das wird bei mir auch nicht übernommen ... scheint wohl ein Bug zu sein. Sowas wird noch häufiger vorkommen - wie gesagt, fertig ist das Ding noch lange nicht.

    CRF kennt kein QP=0, da CRF ein verfahren ist das sich QP Werte für I, P und B Frames selbst ermittelt. Ansonsten ist es ja Schwachsinn von wegen gleichbleibender Qualität ^^


    Bei Shortcut Lossless mit x264 ober besser gesagt libx264 hinzubekommen muss man entweder AVR oder CBR anwenden und erst dann greift auch QP=0. Weil QP=0 ein fester Wert ist.

  • @RealLiVe


    Und hier noch ein paar weitere Settings die man bei Shotcut unter Sonstiges treffen kann:

    Code
    movflags=+faststart
    preset=medium
    x264opts=crf=18:aq-strength=1,25:colorprim=bt709:transfer=bt709:colormatrix=bt709:keyint=infinite:min-keyint=1

    Da FFmpeg nur den 8Bit Encoder enthält aq-strength beachten. Den mov-atom flag in der ersten Zeile bitte belassen. Bei MeGUI muss man das nicht angeben, wenn MP4 ausgewählt ist. Das ist speziell für den Container gedacht, damit Videos beim Streaming sofort weiterverarbeitet werden können. Sprich auf YT hochladen und YT kann schon während des Uploads encodieren. Bei FFmpeg muss man das aber mit angeben.


    Des weiteren hier mal ein paar Angaben von wegen Qualitätsbasierend (VBR)


    Code
    100% = CRF 1
    66% - 67% = CRF 18
    60% - 61% = CRF 21
    56% - 57% = CRF 23 (x264 Default)
    0% = CRF 51

    Das kann auch unter dem Punkt Sonstiges getroffen werden.



    Und dann muss man noch die richtigen B-Frames angeben. Die macht das Teil nämlich nicht nach Angabe des Presets.
    B-Frames für:
    ultrafast = 0
    superfast = 3
    veryfast = 3
    faster = 3
    fast = 3
    medium = 3
    slow = 3
    slower = 3
    veryslow = 8
    placebo = 16



    Bei der GOP Angabe bitte die FPS * 100 angeben. Das ist euer Keyint Wert. Der min-keyint bestimmt shotcut automatisch und nimmt exakt den keyint Wert / 100


    PS:
    Oben in der Liste mit den x264 Angaben, habe ich auch noch mal das mit keyint infinite mal mit angegeben. Sprich wer das nicht braucht, muss die Einträge von keyint und min-keyint unter Sonstiges entfernen.


    Auch habe ich Spaßenshalber mal den CRF Wert angeben unter Sonstiges. Klappt auch Wunderbar und ignoriert den Qualitäts % Wert unter dem Punkt Codec.


    Sehr Wichtig sind aber die Colormatrix, Transfer und Charakteristika Werte. Auch die lassen sich via Sonstiges einfügen.


    Und da FFmpeg einen 8Bit Encoder für x264 benutzt, bitte aq-strength auf 1.25 stellen wie oben angegeben.


    Der Rest sollte dem Standard Preset entnommen werden, sofern keine anderen Angaben in Shotcut diese überschreiben.



    Edit:
    Sind dann die gleichen Settings dann die wir alle auch bei MeGUI nutzen oder x264vfw. ;D

  • Danke für's Zusammenschreiben, @Sagaras - erspart die Sucherei für die Nutzer des Programms.

    Da FFmpeg nur den 8Bit Encoder enthält aq-strength beachten

    War die gängige Empfehlung nicht, das bei höheren CRF-Werten auf den Standardwert zu belassen?

    Sehr Wichtig sind aber die Colormatrix, Transfer und Charakteristika Werte. Auch die lassen sich via Sonstiges einfügen.

    Sind sie das tatsächlich, oder ist die Angabe dazu "nur" wünschenswert, um dem Decoder möglichst viele Informationen bereitzustellen? I.d.R. müsste das auch ohne die Angabe der Parameter zufriedenstellend funktionieren.

    Oben in der Liste mit den x264 Angaben, habe ich auch noch mal das mit keyint infinite mal mit angegeben. Sprich wer das nicht braucht, muss die Einträge von keyint und min-keyint unter Sonstiges entfernen.

    Die Entfernung von den beiden Einträgen würde ich nebenbei jedem anraten. Ansonsten ist euer Video lokal quasi nicht spulbar - falls man nochmal durchzappen will, ist das sehr nervig. Und dazu würde ich bei den Erzeugnissen eines Programms, was sich in dem Entwicklungsstand befindet, eigentlich durchgängig raten.

  • Sind sie das tatsächlich, oder ist die Angabe dazu "nur" wünschenswert, um dem Decoder möglichst viele Informationen bereitzustellen? I.d.R. müsste das auch ohne die Angabe der Parameter zufriedenstellend funktionieren.

    Dann bekommste ein BT.601 Video. Knallhart. x264 bei MeGUI arbeitet ganz anders. Der würde BT.709 nutzen. FFmpeg hat aber nicht nur x264 enthalten, sondern das ganze Spektrum. Und da wird auf BT.601 zurückgegriffen. Also ja, die Angabe ist sehr wichtig.


    War die gängige Empfehlung nicht, das bei höheren CRF-Werten auf den Standardwert zu belassen?

    Bei einem CRF unter 20 könnte man es rauslassen. Aber es schadet auch nix wenn es drin steht. Und wenn es drin steht, macht euch die Arbeit damit eh leichter. Weil die Faulheit von Usern ist meist so, das sie es dann eh nicht wieder entfernen und dann einfach mal mit CRF 24 oder so encodieren.


    Lass es drin. ^^

  • Bei Shortcut Lossless mit x264 ober besser gesagt libx264 hinzubekommen muss man entweder AVR oder CBR anwenden und erst dann greift auch QP=0. Weil QP=0 ein fester Wert ist.

    Das ist aber auch hier total strange.
    QP kommt von Quantizer P. Er bestimmt den P-Frame Quantizer und I und B bilden sich aus dem gewollten Ratio aus diesem Faktor.
    Sprich es ist der Constant Quantizer Encodiermodus. Den stellt die GUI nicht zur Verfügung?

    War die gängige Empfehlung nicht, das bei höheren CRF-Werten auf den Standardwert zu belassen?

    Ja. Weil man hier die adaptive Quantisierungsempfindlichkeit einstellt. Inkomplexität wird weniger komprimiert, während Komplexität stärker komprimiert wird als bei der Standardstärke. Es macht halt den CRF aggressiver sozusagen.
    Daher sollte man für die Komplexität einen ausreichenden Puffer mitbringen, damit diese nicht eventuell doch mehr leidet als gewollt.



    Und wenn es drin steht, macht euch die Arbeit damit eh leichter. Weil die Faulheit von Usern ist meist so, das sie es dann eh nicht wieder entfernen und dann einfach mal mit CRF 24 oder so encodieren.


    Lass es drin.

    Genau in dem Fall würde ich die aq-strength eher weglassen (!)
    Das Ding können experimentell erfahrene Leute einsetzen.

  • QP kommt von Quantizer P. Er bestimmt den P-Frame Quantizer und I und B bilden sich aus dem gewollten Ratio aus diesem Faktor.
    Sprich es ist der Constant Quantizer Encodiermodus. Den stellt die GUI nicht zur Verfügung?

    Kannste doch unter Sonstiges angeben. Bedenke das das Teil noch in Entwicklung ist.



    Code
    movflags=+faststart
    preset=medium
    x264opts=qp=0:colorprim=bt709:transfer=bt709:colormatrix=bt709

    Schon ist es Lossless. Da können se dann in der GUI einstellen was se wollen. Nur das was unter Sonstiges bei den x264opts drin steht zählt dann.


    Nur die B-Frame Angabe sollten sie machen, da diese von der GUI übernommen wird und nicht vom Preset. Genauso die GOP Angabe. Bzw. ist es ja die Keyint Angabe.

  • Das Programm hat gerade definitiv schwerwiegendere Baustellen als ein unschönes Encodingfenster, @De-M-oN ;)

    Dann bekommste ein BT.601 Video. Knallhart. x264 bei MeGUI arbeitet ganz anders. Der würde BT.709 nutzen. FFmpeg hat aber nicht nur x264 enthalten, sondern das ganze Spektrum. Und da wird auf BT.601 zurückgegriffen.

    Ohne in den Code zu schauen: Ich glaube, dass du dich hier in dem Fall irrst. Schau dir mal die MediaInfo von @Julien an - dort steht ohne deine Ergänzung die Farbmatrix und auch bei einem lokalen Test sieht mir das so aus, als würde die korrekte Matrix benutzt, ohne dass ich es in den x264opts spezifizieren müsste. Wenn das FFmpeg-Plug-In normalerweise BT.601 nutzt, dann wird Shotcut das BT.709 wohl aus den Projekteinstellungen (Videomodus) ziehen.

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