Interessant das in einem Kommentar der Storybezug hervorgehoben wird.
Wenn ich mir die Spielelandschaft so anschaue, dann sehe ich ehrlich gesagt überwiegend nur irgendwelche Open-World und Sandboxspiele, die eigentlich keine wirkliche dichte Story erzählen. Ja, die erzählen eine Story, sind aber doch nur Mittel zum Zweck.
Ich persönlich habe eher den Eindruck, dass eher das freie Rumlaufen in der Spielwelt gefragt ist... und nicht wirklich eine gut und dichte erzählte Geschichte.
Wenn ich da bei Ubisoft schaue... Ghost Recon... FarCry... das hat eigentlich nichts mehr mit den Anfängen der Serie zu tun.
Verbuggte Spiele gab es leider immer schon, das fing eigentlich alles damit an, als es Internet und Festplatten gab. Habe hier auch Titel von 1997 und 2000 die erst nach 4-5 Patches liefen.
Schlimmer finde ich es da eigentlich nur noch, dass Konsolen mittlerweile auch gar nicht mehr das haben, was sie für mich einfach mal ausgezeichnet haben: Spiel einlegen und losspielen... heutzutage muss man erstmal Gigabyte an Day-0 Patches ziehen... oder überhaupt erst das Rest des Spiels, weil auf dem Datenträger nicht alles drauf ist.
Finde ich wirklich blöde.
Dämlich finde ich ehrlich gesagt auch künstliche Multiplayer-Modi die als Rechtfertigung für Always-On Mechanismen dienen. Wozu Spiele wie The Crew oder Need for Speed [2015] zwingend eine Internetverbindung brauchen, erschließt sich mir überhaupt nicht, da man in beiden eigentlich auch alles alleine machen kann, außer eben spezifische Mehrspielerrennen, da könnte man aber auch Online gehen, wenn man die Lobby betritt... funktionierte vor Jahren beim ähnlichen Test Drive Unlimited schließlich auch.
Aber selbst bei manchen MMOs verstehe ich gar nicht, wieso da der Online- und Mehrspieleraspekt tatsächlich nicht optional ist. World of WarCraft kann man überwiegend auch sehr gut als Einzelspieler-RPG spielen... gibt jetzt aus meiner Sicht nur wirklich wenige Spiele, die wirklich zwingend diesen Multiplayeraspekt durchleben. Fällt mir spontan auch nur EVE-Online ein.
Mikrotransaktionen und solche Sachen wie die Lootboxen finde auch total absurd. Bei Free-2-Play Spielen lasse ich mir das sogar noch gefallen, schließlich müssen die Entwickler ja auch irgendwie Geld verdienen... aber bei einem Vollpreisspiel hat das einfach nichts zu suchen.
Schlimm finde ich darüber hinaus auch irgendwelche Pre-Order Boni. Kaufe Version Y bei Händler Z um Extra A zu erhalten. Kaufst du aber Version X bei Händler Y gibt es Extra B&C...
Aber eine Fassung, die A, B und C beinhaltet gibt es nicht... ach doch... die kostenlose Piratenfassung
Ganz davon abgesehen, dass es auch viele Pre-Order Boni gibt, die total das Balancing zu Anfang eines Spiels auf den Müll werfen.
Naja, darüber hinaus bin ich tatsächlich eigentlich auch gerne ein Retail-Sammler. Mit Datenträger und tatsächlich Patches als Datei vor Ort... damit wäre ich nämlich von irgendwelchen Diensten total unabhängig. Die kann ich offline installieren, patchen und spielen. Ohne Steam etc.
Aber mittlerweile lohnt sich ja nicht einmal mehr ein Retail-Kauf, weil auf der DVD auch nur ein 5MB Steam Installer drauf ist -.- Wenn es denn mehr als nur ein blöder Zettel mit Downloadcode ist.
Ehrlich gesagt würde ich mir PC-Spiele auch lieber mit einer richtigen BluRay kaufen und auf Wunsch nach wie vor die Möglichkeit haben, Patches manuell als Offline-Installer runterzuladen.
Wer das nicht braucht, könnte ja ein automatisches Patchsystem nutzen, wie es Steam etc. haben. Sehe das aber auch als einen der wenigen Vorteile an solchen Diensten. Hat aber auch den Nachteil, dass man eben die gewünschte Version des Spiels nicht mehr wählen kann. Entweder frisst du die aktuelle Version des Spiels oder verzieh dich.
Habe seit dem Aufkommen des "Digital Downloads" aber sowieso ehrlich gesagt total das Gefühl, dass Videospiele (gilt aber auch für Filme und Serien) nur noch wirklich pure Massenmedien ohne wirklich individuellen Wert für einen sind. Der Großteil der Spiele wird eigentlich nur noch verramscht... ich weiß nicht, mit einem Spiel den Laden verlassen hat für mich ehrlich gesagt einen ganz anderen Charakter gehabt als einfach nur den "Kaufen"-Knopf zu drücken. Nicht davon zu reden, dass die Preise seit der Downloadmöglichkeit eh überwiegend billiger sind, als auf einem Trödelmarkt.
Das wirkliche fehlen von Experimenten stört mich nicht so sehr. Bin tatsächlich froh, dass wir mittlerweile in einer Zeit leben wo die einzelnen Spielkonzepte ausgearbeitet sind. Klar, sicherlich spielt sich damit jedes Spiel ziemlich ähnlich... aber entsprechend gleich gut. Gab in den 90ern so einige Spiele, die hatten zwar durchaus die glorreiche Ideen heutigen Genrestandards den Rücken zu kehren... waren aber auch entsprechend unspielbar.
Eigentlich gibt es selbst innerhalb der heutigen Konventionen genug Mechaniken, die ein anderes Spielerlebnis erzeugen. Warum Ubisoft der Meinung ist, jedes Open-World Spiel mit 1:1 den gleichen Features aufzubauen oder EA sich entschieden hat, bei jedem Entwickler die Frostbite Engine vorzuschreiben, womit jedes Spiel tatsächlich exakt wie das jeweils andere aussieht... das ist deren Geheimnis was ich eher wenig nachvollziehbar kann.
Aber zumindest gibt es heute keine Spiele mehr, die irgendwie von ihrem Gameplay her unspielbar sind. Das finde ich eigentlich ganz gut :).
Das fällt mir jetzt zumindest als erstes ein. Vielleicht folgt ja irgendwann noch eine Fortsetzung :D.