100 Abonnenten, magische Grenze? Wird dann alles "einfacher"?

  • Grundsätzlich ist es natürlich immer schade und frustrierend, wenn Yotuber seit vielen Jahren hochqualitative Videos produzieren und dann immer noch bei einer sehr geringen Abo-Zahl stehen. Ehrlich gesagt kaufe ich Vielen auch nicht ab, dass es Ihnen egal ist und es grundsätzlich nur um den Spaß geht. So etwas ist immer leicht gesagt und gibt mir (oft, aber nicht immer) den Eindruck: Hey ich bin so bescheiden, und mache das nur aus Spaß, bitte abonniert mich doch, weil ich so korrekt bin.


    Ich habe im Februar angefangen und auch bereits ein paar Kleinigkeiten gelernt.


    1. Abo ist nicht gleich Abo


    Am Anfang habe ich den Fehler gemacht und Spam Nachrichten verschickt, um an Abos zu kommen, was auch teilweise geklappt hat. Ich hatte relativ schnell die 100 Abo Grenze erreicht. Da die Abos allerdings von keinen Leuten stammen, die sich tatsächlich für meine Videos interessiert haben, sondern viel mehr weil ich auch abonniert habe, sind diese fast komplett inaktiv gewesen. Ehrlich gesagt schäme ich mich teils für diese Strategie, teils war das aber auch eine wichtige Erfahrung. Die letzten 10 richtigen Abonnenten die ich dann auf ehrliche Weise dazugewonnen habe, sind viel aktiver und decken die anderen 100 komplett ab.


    2. Mir ist klar, dass ich durch meine Videos nicht super berühmt werde.


    Es ist bestimmt noch möglich heutzutage auf YT groß zu werden, viele Youtuber sind ja tagtäglich der Beweis dafür. Allerdings bin ich mir bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit dafür drastisch gering ist. Auch ich mache das aus Spaß, würde mich aber auch freuen, wenn dieses zeitintensive Hobby irgendwann viel mehr Menschen erreicht. Und sein Hobby sogar als Beruf ausüben zu dürfen, ich denke so gut wie jedem würde das gefallen.


    3. Ich glaube es gibt keine magische Zahl


    Oft habe ich schon gelesen, dass es eine magische Zahl geben soll und der Kanal ab einer bestimmten Anzahl von Subs automatisiert laufen soll. Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Ich denke, wenn man das richtige Rezet hat um groß zu werden, passiert das auch. Etwas Werbung schadet dabei gerade am Anfang sicherlich auch nicht. Allerdings ist das Vollspamen keine effektive Werbung (m.M.N) Wenn jemand also ehrlich und durch guten Content erst 100, dann 1000, dann 10.000 Abos erreicht, passiert das sicherlich, weil er einfach im Gesamtpaket richtig unterwegs ist. Dass der Faktor ab einer bestimmten größe explodieren kann, mag sein. Aber pauschal eine magische Zahl dafür zu benennen, empfinde ich persönlich als falsch.

  • Grundsätzlich ist es natürlich immer schade und frustrierend, wenn Yotuber seit vielen Jahren hochqualitative Videos produzieren und dann immer noch bei einer sehr geringen Abo-Zahl stehen.

    Hier muss ich mal einhaken und sorry wenn es arrogant klingt.


    Wenn man über mehrere Jahre qualitativ hochwertige Videos produziert und dann nicht irgendwann dreistellige Viewer/Abozahlen hat - macht man in der Regel iwas grundlegend falsch. (SEO, Thumbnails etc.) oder der Content ist nicht so gut, wie man eben selbst denkt. Oder man ist in einer Sparte unterwegs, die eigentlich so gar niemand sucht. Jedem, der in so einer Situation steckt würde ich als erstes raten zu schauen wo das Problem wirklich liegt.


    Selbst mit normalen Content kann man über Zeit und Beharrlichkeit eine übersichtliche Viewer/Abozahl erreichen. Meine ersten Videos waren grottenschlecht - so richtig mies - und selbst die haben inzwischen vierstellige Aufrufzahlen.



    Eine magische Grenze gibt es allerdings in der Tat nicht. Es hängt von vielen Faktoren ab - hauptsächlich aber wie viele aktive Abonennten du hast im Vergleich zu anderen YouTubern, die dasselbe Spiel Let's Playen, aber auch die Zeit spielt eine große Rolle.

  • Nur anhand dieser Zahlen zu urteilen ist in meinen Augen unhaltbar, weil sie nichts darüber aussagen, ob man den Kanal deshalb gut finden kann oder nicht.

    Nein, absolut nicht. Aber worum es mir ging, dass ich bei den Kanälen eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit habe, dass ich gute Audio- und Videoqualität geboten kriege. Ob die Videos dann auch unterhaltsam sind, wird sich dann zeigen. Aber die Grundvoraussetzung haben sie bei mir schon mal damit erfüllt.


    Grundsätzlich ist es natürlich immer schade und frustrierend, wenn Yotuber seit vielen Jahren hochqualitative Videos produzieren und dann immer noch bei einer sehr geringen Abo-Zahl stehen. Ehrlich gesagt kaufe ich Vielen auch nicht ab, dass es Ihnen egal ist und es grundsätzlich nur um den Spaß geht.

    Ich glaube, wenn ich GAR KEINE Aufrufe hätte, hätte ich den Kanal auch irgendwann dicht gemacht. Allerdings war mir vor fünf Jahren genauso wie heute klar, dass ich nie groß was reißen werde auf Youtube. Von daher: Mir geht es darum, Spiele durchzuzocken. Da das Kommentieren dabei ganz witzig ist und die Aufnehmerei keinen großen Mehraufwand darstellt, lade ich das eben auch auf Youtube hoch. Einigen gefällt das, also mache ich das weiter. Und man kommt eben auch mit einigen anderen Kanälen in Kontakt, woraus sich die ein oder andere Freundschaft entwickelt hat.


    Und sein Hobby sogar als Beruf ausüben zu dürfen, ich denke so gut wie jedem würde das gefallen.

    Ich glaube, da gibt es immer noch einen großen Unterschied zwischen: "Youtube als Beruf" und "Youtube genauso wie jetzt als Beruf". Spätestens, wenn du davon abhängig bist, musst du dich halt wirklich intensiv in irgendwelche SEO-Geschichten und Trends reinknien. Und da gibt es eben auch einige, die sagen, dadurch dass sie jetzt beruflich so viel liefern müssen, sie am Spielen selber gar keinen Spaß mehr haben. Das Wunschdenken: "Ich zocke ein paar Stunden am Tag was am Computer und verdiene damit mein Geld" funktioniert da leider nicht. Und was ich die letzten Monate so mitgekriegt habe, würde ich eher auf Twitch als auf Youtube setzen, um Geld zu verdienen. Ist erst mal weniger Aufwand und die Hürden, monetarisieren zu können sind da auch deutlich geringer.


    "Youtuber" wird ja oft mit der Selbstständigkeit verglichen (und ist es ja auch). Ich würde das aber eher so sehen, dass du im Angestelltenverhältnis bist, immer die gleich(-gute) Arbeit ablieferst, der Chef aber sagt: "Ja, heute bezahle ich dich mal dafür. Und die nächsten zwei Tage mal nicht. Weil mir ist da grade mal so danach (oder dem Algorithmus). Und du kannst da gar nix gegen machen, wenn es dir nicht passt, geh' wo anders hin, wo die Bedingungen aber deutlich schlechter sind." So ist das halt mit dem Algorithmus und der Demonetarisierung. Oder irgendwas anderes ändert sich von heute auf morgen bei Youtube und du kannst nichts dagegen tun.

  • @Peacemaker zockt


    Zitat: "Das Wunschdenken: "Ich zocke ein paar Stunden am Tag was am Computer und verdiene damit mein Geld" funktioniert da leider nicht."



    Ich bleibe dabei, dass es wohl den meisten gefallen dürfte sein Hobby zum Beruf zu machen. Das dieses Hobby nicht immer nur Spaß macht, sondern auch mir harter Arbeit verbunden ist und eine Selbstständigkeit kein Zuckerschlecken ist, ist dann nochmal ein anderes Thema.
    Dein Zitat ist richtig, habe aber nie was anderes behauptet.

  • YouTube als Beruf bzw. als Haupteinnahmequelle stelle ich mir ehrlich gesagt beschissener vor als jede "normale" Selbstständigkeit. Bei letzterer kann ich viele Faktoren selber beeinflussen, wenn ich aber YouTube mache liefere ich mich komplett aus. Entweder ich mache allen Scheiß und möglichst jeden Trend irgendwie mit, oder ich bekomme immer weniger vom Kuchen. So rosig finde ich diese Vorstellung nicht.

  • YouTube als Beruf bzw. als Haupteinnahmequelle stelle ich mir ehrlich gesagt beschissener vor als jede "normale" Selbstständigkeit. Bei letzterer kann ich viele Faktoren selber beeinflussen, wenn ich aber YouTube mache liefere ich mich komplett aus. Entweder ich mache allen Scheiß und möglichst jeden Trend irgendwie mit, oder ich bekomme immer weniger vom Kuchen. So rosig finde ich diese Vorstellung nicht.

    Hallo Christian,


    hier muss man unterscheiden zwischen "Youtube als Beruf" und "Sein Hobby zum Beruf machen".


    Bei der ersten Variante nimmt man eine Position ein, in der man sich wie du schon richtig gesagt hast, verbiegen muss um am Ball zu bleiben bzw seine Existenz zu erhalten. Bei der zweiten Variante ist man mit seinem Hobby so erfolgreich, dass man davon leben kann. Ob man dadurch dann 2.000€ oder 40.000€ im Monat verdient, sei erst mal dahingestellt -> genauso wie die Frage ob das überhaupt möglich ist.

  • Bei der zweiten Variante ist man mit seinem Hobby so erfolgreich, dass man davon leben kann. Ob man dadurch dann 2.000€ oder 40.000€ im Monat verdient, sei erst mal dahingestellt

    Wenn du dein Hobby zum Beruf machst musst du davon leben können, ansonsten ist es vielleicht eine Art nebenjob. Aber es bleibt ja trotzdem so das du dich YouTube auslieferst. Du brauchst schon eine sehr große Community um eigenständig was bewegen zu können was vielleicht völlig gegen den Strom ist, aber dir dann trotzdem Einnahmen bringt.

  • Ehrlich gesagt kaufe ich Vielen auch nicht ab, dass es Ihnen egal ist und es grundsätzlich nur um den Spaß geht. So etwas ist immer leicht gesagt und gibt mir (oft, aber nicht immer) den Eindruck: Hey ich bin so bescheiden, und mache das nur aus Spaß, bitte abonniert mich doch, weil ich so korrekt bin.

    Da sprichst du mir echt aus der Seele. Den Gedanken hatte ich auch schon oft.
    Allerdings gibt es auch viele, die damit auch ein Stück weit ihren Frust rauslassen. Viele, die von sich behaupten, nicht auf Erfolg aus zu sein, regen sich lustigerweise am stärksten über jene auf, die durch SEO, Clickbait und Co Erfolg haben.


    Es gibt aber auch tatsächlich eine Gruppe, denen die Zahlen völlig Wurst sind - teilweise sogar trotz hohen Potentials,
    Ist dann natürlich schade, aber solange der Lets Player damit glücklich ist, ists okay.


    Für jemanden, der "nur" gute VIdeos macht, wird es aber in der Regel schwierig. Youtube besteht eben aus einigem mehr, als nur die Aufnahme der Videos - noch mehr in einem Genre, wo es exorbitant viele Creators im Verhältnis zu den Zuschauern gibt. Von daher ist es nicht SO unfair, dass jene mit dem gewissen Extra-Biss sich am Ende durchsetzen.
    Also auch ein Faktor, der nochmal wichtiger ist, als eine bestimmte Abo-Hürde.

  • Mir ist das völlig wurscht. Ich freu mich wenns angeklickt wird oder solche Sachen wie zuletzt mit Walulis passieren. Ich werde mit dem Zeitaufwand den ich betreibe ohnehin nie die Chance haben mit YouTube Geld zu verdienen oder es gar als Beruf zu haben. Ich bin auch mit den Gedanken gestartet YouTube einfach mal auszuprobieren und es als Hobby zu betreiben wenn ich dafür Zeit habe. Klar wäre es für jeden toll wenn man tausende Klicks auf die Videos bekäme - da würde wohl niemand nein sagen, aber das war und ist nie mein Ziel gewesen.
    Das einzige was ich mir vorstellen könnte, was einen anderen Reiz zu wecken würde, wäre sowas wie damals mit Vidme. Irgendwas neues wo dann aber letztlich auch mehr Durchhaltevermögen hintersteckt wo man vielleicht von Anfang an mit dabei sein kann. Aber ohne einige Millionen im Rücken wird es das nicht geben.

  • Magische Grenze ?
    Nein, der Kanal schleppt sich genauso zäh voran wie davor. Jedenfalls war/ist es bei mir so.



    Einige Kanäle bekommen mit 1000 Abonnenten plötzlich einen Boost, andere sehr bei 10.000. Es ist wirklich komplett
    unterschiedlich und hängt ja auch nicht nur mit der Abozahl zusammen, sondern auch sehr mit den Aufrufzahlen der Videos und der Playtime der letzten 12 Monate etc.


    Zudem haben wir Letsplayer es wirklich schwer, weil es eben sehr sehr viele von uns gibt.


    Trotzdem glaube ich das wenn man etwas kann und fleißig ist und auch bleibt, dass dann zumindest eine Chance da ist, das der Kanal auch mal irgendwann etwas schneller wächst. LG

  • Da sprichst du mir echt aus der Seele. Den Gedanken hatte ich auch schon oft.Allerdings gibt es auch viele, die damit auch ein Stück weit ihren Frust rauslassen. Viele, die von sich behaupten, nicht auf Erfolg aus zu sein, regen sich lustigerweise am stärksten über jene auf, die durch SEO, Clickbait und Co Erfolg haben.


    Es gibt aber auch tatsächlich eine Gruppe, denen die Zahlen völlig Wurst sind - teilweise sogar trotz hohen Potentials,
    Ist dann natürlich schade, aber solange der Lets Player damit glücklich ist, ists okay.


    Für jemanden, der "nur" gute VIdeos macht, wird es aber in der Regel schwierig. Youtube besteht eben aus einigem mehr, als nur die Aufnahme der Videos - noch mehr in einem Genre, wo es exorbitant viele Creators im Verhältnis zu den Zuschauern gibt. Von daher ist es nicht SO unfair, dass jene mit dem gewissen Extra-Biss sich am Ende durchsetzen.
    Also auch ein Faktor, der nochmal wichtiger ist, als eine bestimmte Abo-Hürde.


    True Story, ich denke das diese gezeigte Gleichgültigkeit gegenüber Abos und Klicks von vielen auch eine Art Strategie ist.


    Aber soll jeder machen wie er möchte. Ich sehe das als eine künstlerische Freiheit. Den ein oder anderen gibt es da bestimmt, dem es wirklich egal ist.
    @DaddelZeit!, bei merke ich, du ließt zwischen den Zeilen und weißt wovon zu redest. Oft wird man zitiert und merkt, der Leser hat deinen Text überflogen und redet an dir vorbei. Du bist der erste, der mich verstanden hat, denke ich.

  • Der Beitrag ist ja nun schon etwas älter und vielen habe ich hier ja zunächst einmal absolut zugestimmt.


    Seit einigen Tagen habe ich nun die 100 Abonnenten überschritten (viel Dank ;-)!) und möche nochmal meinen subjektiv gefühlten Eindruck nun dazu äußern.


    Denn gefühlt kommen nun doch etwas schneller Abonnenten hinzu. ABER das liegt wohl weniger an der "magischen" 100. Grenze sondern viel mehr das meine Videos / Thumbnails ect. immer mehr Konstante zeigen und ich kontinuierlich an einem Projekt arbeite (meinem FIFA 18 WM Projekt) und das sich damit mehr Zuverlässigkeit für meine Zuschauer und mich einstellt. Außerdem einen kleinen Tick meine Qualität kontinuierlich ansteigt. Also denke ich wenn dann dies der eigentliche Grund.


    liebste Grüße an euch alle und danke für jeden Kommentar von euch zum Thema ;-).

  • Naja 100 Abo sieht besser aus als 55 Abos, ist halt eine Ziffer mehr und Leute abonnieren viel eher, ich gehe zumindest davon aus.

    ich bleibe bei der Meinung, seitdem ich die 100 erreicht habe geht es schneller.

  • Ich denke nicht, dass es zwangsläufig schneller geht, wenn man die 100 Abo Marke geknackt hat. Zwar kann man es so sehen, dass es bei steigender Abozahl, eine steigende Menge an potenziellen Leuten gibt, die deine Videos weiter empfehlen können... ALLERDINGS.. kann sich dein Kanal auch in ein Abofriedhof verwandeln wie meinen Kanal. Die Leute vermuten mittlerweile schon sogar oft, dass ich mir meine Abos ermogelt oder gekauft habe. Total Toll.. :D

  • Ich denke nicht, dass es zwangsläufig schneller geht, wenn man die 100 Abo Marke geknackt hat. Zwar kann man es so sehen, dass es bei steigender Abozahl, eine steigende Menge an potenziellen Leuten gibt, die deine Videos weiter empfehlen können... ALLERDINGS.. kann sich dein Kanal auch in ein Abofriedhof verwandeln wie meinen Kanal. Die Leute vermuten mittlerweile schon sogar oft, dass ich mir meine Abos ermogelt oder gekauft habe. Total Toll.. :D

    Für die Abozahl hast du aber erstaunlich wenig Aufrufzahlen. Durch was kam denn der große Zulauf auf deinen Kanal?

  • Für die Abozahl hast du aber erstaunlich wenig Aufrufzahlen. Durch was kam denn der große Zulauf auf deinen Kanal?

    Ich hatte nie einen großen Zulauf. Das ist Jahrelanges "erfarmen"... Damals waren das halt eben noch 100 Abos monatlich & dann sank es über die Jahre langsam aber sicher :) .. Aber vielleicht wird das ja noch was, ich hoffe weiter! :)

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