Hallöchen.
Wegen der Diskussion über die Änderungen, die das Remake zu FF7 zu erdulden hat, habe ich mir gedacht, warum reden wir nicht allgemein mal über Remakes?
Dazu möchte ich zwei Beispiele an Remakes aufbringen:
Das erste ist [lexicon]Pokémon[/lexicon] Omega Rubin und Alpha Saphir. Diese beiden Spiele für den 3DS sind ein Remake von [lexicon]Pokémon[/lexicon] Rubin und Saphir für den [lexicon]Game Boy[/lexicon] Advance.
Ich finde, diese beiden Remakes sind fantastisch gelungen. Sie haben die Welt größtenteils unverändert gelassen (lediglich Malvenfroh wurde größer und das Schiffswrack zur Seewoge Malvenfroh) und erweiterten den Rest sinnvol auf die 6. Generation und verbesserten sogar Unzulänglichkeiten, die es in noch in X und Y gab. So war die Mega-Entwicklung nicht nur ein zentrales Thema, sondern die Megasteine konnten auch im Spielverlauf gefunden werden anstatt wie in X und Y in großer Anzahl erst nach der Liga. Auch der im Original irgendwie lieblos dahingeklatschte Kampf gegen Heiko am Ende der Siegesstraße erfuhr eine Überarbeitung und wurde mit einem epischen Soundtrack und Mega-Entwicklung auf einem Blumenfeld ausgetragen. Diesen Kampf werde ich sicher nie vergessen, so begeistert war ich davon (vor allem war das eine Nuzlocke und Heiko hat mich stark in die Enge getrieben).
Für mich ist das ein absolut würdiges Remake, dass den Geist des Originals völlig unangetastet lässt und an den richtigen Stellen das Spiel verändert bzw. erweitert hat.
Nun haben wir das Flashgame The Binding of Isaac. Da gab es vor einem Jahr ein Remake zu. Oder? Ist das wirklich noch ein Remake? Der Grundgedanke des Spiels ist völlig unverändert, aber in Rebirth wurden Tonnen an Content hinzugefügt. Neue Items, neue Monster, neue Geschichtsstränge, neue Räume und sogar eine komplett neue Ebene und neue Charaktere wurden hinzugefügt. Eigentlich fühlt sich das Remake wie ein zweiter Teil an, nicht wie ein Remake vom Original. Es ist nicht schlechter, tatsächlich finde ich es sogar besser, aber irgendwie ist es für mich wirklich mehr so eine Art Teil 2. Es juckt mich manchmal in den Fingern, das Original wiederzuspielen, einfach so, um die Änderungen nochmal genau aufnehmen zu können.
Und jetzt darum, warum ich den Titel gewählt habe.
Gerade in der heutigen Zeit scheinen sich Spiele immer man eine hektische Gesellschaft anpassen zu wollen, die das Interesse nach fünf Sekunden wieder verliert. Aber viele der alten Spiele funktioneren heutzutage noch tadellos. Warum sollte man sie komplett verändern, wenn man sie einfach nur gerne in aktuellerer Grafik hätte? Bestimmte Kickstarter-Erfolge sprechen ebenfalls Bände, dass viele Spieler gerade diesen Oldschool-Stil wollen.
Wie seht ihr das mit Remakes? Soll es das genau gleiche Spiel sein und einfach nur die Grafik und Unzulänglichkeiten ausbessern oder seid ihr wild auf ein komplett neues Spielerlebnis in der bekannten Welt?
Ach ja, ich hab leider kein ordentliches Negativbeispiel gefunden, ich hab aber gehört, dass z.B. das Remake zu Rocket Knight Adventure vom Genesis voll in die Hose ging. Kennt jemand ein richtig schlechtes Remake?