Haltet eure Hände zurück - Brav, schreibt gerne aber nicht bei der Hälfte schon aufgeben ich habe mir dabei was gedacht.
Wie definiere ich Sexismus?
Mir ist es wichtig folgendes zu wissen, Sexismus hat, wie zB auch
Rassismus, immer eine Machtkomponente, zB indem ich jemanden bevormunde.
Ich kann in bestimmten Situationen nicht vollwertig sexistisch sein ,
nämlich dann wenn meine Aussage keinen Einfluss auf den anderen hat,
dann ist es zwar immer noch auf eine Art sexistisch, im sinne von
diffamierend, aber es fehlt einfach ein wichtiger Teil. Bitte im
Hinterkopf behalten.
„Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte
und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von
Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken. Sexismus ist
in vielen westlichen Ländern Gegenstand von Gesetzgebung und Sozialforschung, insbesondere der Gender Studies und der Vorurteilsforschung. „ -http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus
Sind Videospiele nun sexistisch. Ja und Nein. Warum? Wichtig ist immer
die Herangehensweise. Ich werde immer Sexismus finden. Allerdings auch
das Gegenteil, es geht mir darum wie wir es angehen. Nehmen wir ein
einfaches Beispiel. Das Spiel X-Blades
Und oh Mann, das Spiel ist so ein richtiger Klogriff. Aber das nur am
Rande, ich werde nun eine Argumentation aufführen. Und bevor ihr dann
Wütend zum Kommentar greif, denkt bitte daran, dass ich ein Ziel
verfolge und ihr deshalb bis zur Endaussage warten solltet. Gut
Argumentieren wir dafür, warum X-Blades nicht nur schlecht, das wissen
wir eh, sondern aus Sexistisch gegenüber Frauen ist.
Ich möchte mich hierauf die Ajumi beziehen. Als erstes das
ersichtlichste: Ihr Modell: Etwas kleiner, knappe Kleidung, knackiger
Hintern, größere Brüste, lange Blonde Haare, blaue Augen. Wer das Wort
kennt, weiß welches ihr jetzt denken solltet. Diese Darstellung der Frau
im Spiel ist einfach nicht richtig, es ist eine Darstellung die so
nicht erfüllt werden kann und ein „Idealbild“ darstellt, welches Real so
nicht existent ist. Weiterhin ist sie, in der Geschichte zumindest,
intelligent und stark. Sie ist quasi ein „Held“ im Frauenkörper. Durch
diese Darstellung messe ich andere an ihr und setzte sie ins Verhältnis.
Du bist nicht so schön wie Ajumi, schade für dich. Du bist nicht so
schlau, das tut mir Leid. Da Geschichten auch immer einen gewissen
zeitgeist widerspiegeln haben wir damit eine Rolle für Frauen definiert
hier. Und das ist Sexistisch, in meinem Sinne.
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Drehen wir den Spieß um für Männer
Wer kennt sie nicht, die Astartes. Die ultimativen Männer, ich meine
Krieger des Universums. Aber warum kann ich, und wie im groben, sie als
sexistisch gegenüber Männern stellen? Ganz einfach. Wir legen die
gleiche Standards an.
Zuerst der Körperbau, ein Spacemarine ist riesig, muskelbepackt, ein
Krieger, furchtlos, kennt keine Angst oder Schmerz er ist der Über Mann.
Etwas dem wir niemals gerecht werden können. Er sterilisiert die
Rollengebung des Mannes, die Essenz davon, so extrem, dass wir wie
Mickerlinge daneben wirken. Wir sollen so sein. Sein Charakter: In
seiner Welt ist er unerschütterlich. Es gibt fast nichts was ihn bricht.
Du bist kein Mann, wenn du nicht diese Rolle erfüllst, schade für dich,
wenn du nicht so schlau bist, blöd für dich, wenn du nicht so stark
bist.
Gleiche Argumentation oder? Aber jetzt wird es interessant. X-Blade
lasse ich nun weg, da es sexistisch ist, es glorifiziert einfach nur
einen Smexy Pappaufsteller der Jigglybones in den Brüsten hat. Daher
konzentrieren wir uns nun auf Space Marine, denn jetzt will ich darin
kurz Sexismus gegen Frauen, aka Opferrolle, vorstellen. Wartet dann auf
den letzten Schritt!
Die Space Marine Story im groben – Orks greifen eine Welt an, die Über
Männer kommen um die Welt zu retten, doch dahinter steckt natürlich viel
mehr, denn die bösen Über Männer sind auch da und machen Ärger. Auf dem
Weg zum ersten Plotpunkt treffen wir auf Leutnant Mira, eine junge Frau
in höchster Not. Selbstverständlich retten wir sie und dann den
Planeten. Ach diese Rollenklischees. Sexistisch nicht wahr? Ich spreche
ihnen die „Wahl“ ab, Mann ist Held, Frau ist Opfer.
„ Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte
und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von
Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken.“ - s.o
Und jetzt kommt endlich der Knackpunkt. Nein, das Spiel ist zwar von
der Story her einfach gestrickt. Aber es ist nicht rein sexistisch.
Sowohl Titus als auch Mira wachsen während der Geschichte aus ihrer
Rolle heraus. So entwickelt Titus Gefühle und Zweifel, was seinem Bild
als Über Mann widerspricht auch wenn er sich allem Stellt, er ist ein
Held ja, aber er ist nicht nur ein Held – ist er doch ein Astartes,
daraus ergeben sich innerhalb des Universums gewisse Grenzen. Mira
ebenfalls. Ja wir retten sie aber auch sie trägt nun mit zum „Sieg“ bei.
Sie ist nicht mehr Opfer, nein sie war es sogar nie richtig. In der
Story wird die Führungsriege vernichtet und sie bleibt als letzte
höchste Instanz zurück. Anstatt zu verzweifeln und ein „Opfer“ zu
werden, was sie als Frau müsste nach einigen Aussagen bestimmter
Personen online, versucht sie sich zu behaupten. Sie wird quasi genau
wie Titus zu einem Helden, welcher sein möglichstes tut. Somit kann
Space Marine nicht, nach meiner Auffassung, richtigen Sexismus ausüben,
denn der Welt, in der es Spiel, ist es in der Situation egal ob
Mira/Titus Mann oder Frau ist. Die Story würde mit einem Austauschen der
Geschlechter immer noch funktionieren. Fazit: Ist Space Marine
sexistisch, ja es hat Rollenklischees die Geschlecht spezifisch sind und
nein, es bricht eben jene Klischees auch.
Gut mein nächster Teil ist kurz. Ich sah ein Video worum es darum geht,
dass Watch_Dogs sexsistisch ist, da Frauen nur Opfer sind. Stickpunkte.
Frauenhandel, männliche Antagonisten. Aber lasst mich den Spieß kurz
umdrehen: Es ist Sexistisch gegenüber Männern, da ihnen die Opferrolle
abgesprochen wird, so bevormunde ich sie und schaffe ein soziales
Ungleichgewicht. Also, wenn etwas sexistisch gegen Frauen ist, ist es
meist auch Sexistisch gegen Männer, vorallem sobald beide Geschlechter
involviert sind. Jetzt die Keraussage dazu: Wenn ich mich auf den
Sexismus, welcher gegen Frauen gerichtet ist, fixiere, so schaffe ich
gleichzeitig eine Art Sexismus gegen Männer. Warum? Sobald ich mich nur
auf eine Seite fixiere, spreche ich den Anderen Seite die Notwendigkeit
von Hilfe ab, und schaffe so ein Ungleichgewicht.
Fazit:
Spiele sind Geschichten und irgendwo spiegeln sich in Geschichten immer
Stereotypen wieder. Aber wir sollten endlich aufhören nur mit dem
Linken Auge umzuschauen, wir sollten beide Aufmachen. Wenn wir
Spiele/Filme/Bücher Sexismus gegen Frauen vorwerfen müssen wir es auch
für Männer untersuchen. Eine einseitige Argumentation führt immer in
eine Sackgasse und ist, meiner Meinung nach nur für einen Zweck zu
gebrauchen: Anregung über etwas nachzudenken. Ich hoffe man versteht
nun, warum ich einige sehr plakativ gestaltet habe, ich wollte euch dazu
bringen zu sagen. „Nein, das stimmt doch gar nicht!“ Ich hätte für
meine Argumentation auch Star Craft hernehmen können, auch hier wäre es
ohne Probleme möglich die Argumentation gleich aufzuziehen, aber da
kochen die Gemüter sicher schneller hoch als bei Astartes. Gut kommen
wir zum Ende: Wir müssen die fixierung auf eine Seite beenden, denn die
„Damsel in Distress“ ist auch eine Art Sexismus gegenüber den Männern,
das sollten wir uns deutlich machen. Andererseits müssen wir uns auch
eingestehen, dass Spiele Spiele sind und Geschichten Geschichten.
jetzt, jetzt darfst du mich alles um die Ohren Klatschen, denn wenn du das jetzt tust, habe ich mein Ziel erreicht.