Du hast recht, und k4zz hat das ja auch schon gesagt: Es ist eine sehr subjektive, und eine Gewöhnungsgeschichte. Die englische Version von Avatar hab ich mir z.B. noch nicht angehört, weil mir die deutsche in dem Fall völlig reicht. Auch bei den zahlreichen Comedyformaten greife ich zunächst immer nur auf den O-Ton zurück, weil viele Witze sonst einfach verloren gehen (bei Scrubs verabscheue ich ferner, dass aus "Newby" "Flachzange" wurde. Völlig falsch gewählt).
Ansonsten muss man halt auch immer bedenken, dass eine gute Synchro eben nicht nur blind aus dem Original kopieren darf, sondern eine Lokalisierung darstellen sollte. Um hier mal den Bogen zurück zu Animes zu kriegen: Ruffy wird im O-Ton von einer Frau gesprochen. Das wäre im deutschen Fernsehen unmöglich. Es klänge für unsere Ohren extrem befremdlich, aus dem Mund eines jungen Mannes eine leicht verstellte Frauenstimme zu hören. Deswegen hat man versucht, einen möglichst guten Ersatz zu finden, der nicht gleich die Zuschauer vertreibt (One Piece ist für mich, zumindest was den Hauptcast angeht, übrigens auch ein Beispiel für eine gute Synchro).
Generell finde ich, das habe ich irgendwie schonmal geschrieben, dass wir glücklich über die deutsche Vertonungskultur sein sollten, so einen hohen Stellenwert hat das nicht überall. Ein Gegenargument wäre wiederum die deutsche Version von "Snooky & Jwow".