Rechtliche Youtube-Fragen [Sammelthread]

  • Ahoi!


    Ich hab da mal ne Frage. Geht um das Thema Filme/Serien Parodieren. Auf Youtube gibbet ja jede Menge Zeug (Sinnlos im Weltraum o.ä.) Inwieweit darf man sich Bildmaterial "einfach so" nehmen und synchronisieren? Ich bezweifle, dass man das einfach machen darf, aber ich bezweifle auch, dass sich die jeweiligen Macher mit den Rechteinhabern geeinigt haben und die gesagt haben "klar mach mal". Kriegt man platt gesagt nur einen dran, wenn man Tonmaterial verwendet aus der jeweiligen Serie/dem Film?


    Würde mich über Feedback, gerne mit Quellenangabe, freuen. :)

  • Theoretisch können Sie dich drankriegen, weil du nicht die Rechte zur Nutzung hast. Wenn du Glück hast, wird es geduldet. Vielleicht werden entsprechende Videos bei dir auch nur gesperrt. Letztendlich: Wo kein Kläger, da kein Richter ;)

  • Rechtlich gesehen darfst du natürlich gar nix benutzen, wo du nicht die Rechte für hast. Dies betrifft alle Audioaufnahmen, Filmaufnahmen sowie Texte. Es sei denn natürlich die Werke stehen unter einer bestimmten Creative Commons Lizenz (auch hier gibt es Unterschiede) oder dir wurde von dem Rechteinhaber das freie Nutzungsrecht eingeräumt.

    Wo kein Kläger, da kein Richter

    Das stimmt natürlich, aber das Problem ist vielmehr sobald mal eine Abmahnung ins Haus flattert ist es bereits zu spät und du kannst mit Kosten im 4-stelligem Bereich rechnen.


    Quelle ist hier übrigens das Urheberrecht. Mehr Bedarf es nicht.

  • Solch eine "Genehmigung" kann man aber jederzeit wieder nach Pollenflugrichtung entziehen. Bei einem Vertrag, je nach Vertragsinhalt, ist das schon etwas anders.

    trotzdem ist dann alles unter der Erlaubnis veröffentlichtes Material 'legal'. Erst das Material nach dem Widerruf ist dann theoretisch urheberrechtlich bedenklich

  • Wenn einem das genügt und in der Erlaubnis keine Schlupflöcher versteckt sind, die nachträgliches Nachtreten ausschließen, könnte man sich darauf verlassen.

    die allermeisten Erlaubnisse, die ich bis jetzt gesehen habe, sind in einfachen Sätzen ohne viel Geschwurbel geschrieben. Da stehen die Dos und Donts drin (wenn überhaupt). Es sind mitnichten verschachtelte Formulierungen mit Fallstricken für den Laien.
    Und ehrlich gesagt, habe ich lieber so eine Erlaubnis von Sony (sinngemäß "we allow the use of our materials for non Commercial use") als gar nix. Denn es bietet eine gewisse Rechtssicherhei (auch wenn ich nicht erwarte, dass da jemals was passieren sollte) und lässt mich besser schlafen.
    Und Aufwand ist das jetzt auch kein großer. Entweder Email schreiben (5min) oder in den Policies, die viele Publisher mittlerweile haben, nachlesen (1min).

  • Hey Leute wie geht ihr eigentlich mit Urheberrechtsansprüchen von Leuten um die mit dem Material eigentlich gar nichts zu tun haben? Konkret gehts um zwei F1 2017 Videos von mir (beide noch nicht freigeschaltet, stinknormale lets plays, kein Videomaterial dritter verwendet), darauf wurde ein urheberrechtlicher Anspruch auf visuellen Content von jeweils ca. 1 Minute gestellt und zwar von "GreaterFoolMedia (M), Kanal: HDblog" mit Codemasters bzw der FIA/FOM haben die natürlich nichts zu tun und haben da dementsprechend auch keine Ansprüche zu stellen.


    Es gibt ja verschiedene Auswahlmöglichkeiten, wenn man dagegen Einspruch einlegen möchte. Allerdings sagt keiner der Punkte wirklich aus "Die Pappkameraden sind überhaupt nicht dazu berechtigt Ansprüche auf dieses Material zu stellen". Was dem evtl. noch am nächsten käme, wäre der Punkt, dass es ein Originalvideo von mir ist, an dem ich alle Rechte besitze. Was so natürlich auch nicht korrekt wäre, denn die Rechte des visuellen Contents liegen natürlich nicht bei mir, sondern Codemasters bzw FIA/FOM.


    Wie geht ihr mit sowas um? Fair Use? Oder der Punkt für man hat Lizenz/Genehmigung?
    Ich habe den Kanal übrigens nicht für die Monetarisierung aktiviert. Dass ich das Video nicht verkaufe und damit kein Geld verdiene, wäre natürlich auch eine mögliche Option. Flöten geht mir dadurch ja so oder so nichts ich könnte das also auch einfach so stehen lassen. Wenn ichs vermeiden kann würde ich aber natürlich gerne verhindern, dass eventuelle Zuschauer sich durch Werbung quälen müssen, weil irgendwelche Leute unberechtigte Ansprüche stellen und unbedingt 0,001 Cent durch den halben Aufruf den ich bekomme verdienen wollen^^


    Generell würde ich Youtube ja, wie gesagt, lieber mitteilen, dass da mal wieder Leute Ansprüche auf etwas erheben, woran sie überhaupt keine Rechte haben.

  • Du musst Einspruch erheben. Die Gegenseite hat dann 30 Tage Zeit darauf zu antworten. Antworten Sie nicht verfällt der Claim automatisch nach 30 Tagen. Toll oder? :thumbsup:


    Veränder das Video leicht und lade es nochmal hoch wäre mein Tipp, wenn du es zeitnah veröffentlichen willst.


    Vielleicht kennt aber ja noch jemand einen Tipp?

  • Wie geht ihr mit sowas um? Fair Use? Oder der Punkt für man hat Lizenz/Genehmigung?


    Die Frage habe ich mir auch schon mehrfach gestellt, aber letztendlich wird es wohl ziemlich egal sein – die einzigen Leute, die die angekreuzten Gründe sehen, sind sowieso die von GreaterFoolMedia, und die sind hoffentlich klug genug, bei einer Überprüfung zu erkennen, dass sie keine Rechte am Material besitzen.


    Ich habe immer Fair Use angekreuzt und ins Feld darunter geschrieben, dass die Rechte beim Publisher liegen und nicht bei Firma XYZ. Hat bisher immer funktioniert, aber ob das wirklich nötig war, bezweifle ich mal.

  • Achso, dass da später noch ein Feld kommt in das man was eintragen kann habe ich gar nicht gewusst. Ist das erste Mal, dass ich mich damit auseinandersetze (setzen muss). Da kommt ja später noch eniges... Was du mir bereits gesagt hast, dass nur die Gegenseite den Einspruch sieht und Youtube selbst da gar nichts von mitbekommt, bekommt man ja später auch noch mitgeteilt.
    Ich war noch gar nicht über den ersten Punktauswahlbildschirm hinaus, hätte ja sein können, dass die Sache direkt abgeschickt wird^^
    Auf jeden Fall danke für eure Tipps und Erfahrungen damit.


    Das mit den 30 Tagen ist natürlich auch super... Betrifft mich zwar überhaupt nicht, aber für Leute die damit was verdienen wollen natürlich schön blöd. Nach 30 Tagen sind wohl in den meisten Fällen schätzungsweise mindestens 97% der Klicks/Einnahmen die ein Video generiert bereits durch und die hat sich dann natürlich der Anspruchsteller eingesteckt^^

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!