Kriegssituation

  • Nach gefühlt Jahrzehnten Frieden gibt es derzeit einige Kriege.

    Besonders der Angriff auf die Ukraine hat uns hart betroffen.


    Wie würden wir in Deutschland konkret damit umgehen, wenn wir angegriffen würden - gesetzt dem Fall, wir wären verteidigungsfähig.


    Wären wir bereit für den (vermeintlichen?) Frieden ein paar Gebiete abzugeben?

    Wir sind in der NATO, aber auf die Amerikaner kann man sich derzeit nicht so sehr verlassen; würden uns die anderen Länder entscheidend helfen?

    Am Anfang gibts ja gerne große Solidarität, aber nach Jahren des Kriegs scheint zB. in der Ukraine für einige fast jedes Mittel recht, den Frieden herbeizuführen. Aber sollte man wirklich den Eindruck vermitteln, der Stärkere kann sich holen was er will? Wird er dann mit den zugesicherten Gebieten zufrieden sein bzw. wie lange?

    Kann das schweizer Modell der Neutralität auch für Deutschland funktionieren?

  • Ich werde mich hier nicht groß zum Thema äußern, nur so viel: Das Schweizer Modell kann in Deutschland gar nicht funktionieren. Warum? Weil der Deutsche keinen Bock hat, auf einem Pulverfass zu leben. In der Schweiz, habe ich gehört, gibt es nur wenige Zugänge - den Luftraum mal außen vor gelassen. Und diese Zugänge sind mit hochexplosiven Materialien bestückt. Würde die Schweiz angegriffen, würde die Regierung den Befehl zur Sprengung geben. Es gäbe ab diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr, in das Land zu gelangen. Davon abgesehen ist die Schweizer Armee sehr stark, weil die Wehrpflicht absolut verbindlich und unumgänglich ist. Anders als in Deutschland.


    Deutschland hingegen ist seit Jahrzehnten von Amerika und seiner Schutzpolitik abhängig gewesen. Das bekommen wir jetzt seit Donald Trumps zweiter Amtszeit zu spüren, der die EU und ganz speziell Deutschland brutal fallen gelassen hat. Wir waren nie wirklich in der Lage, uns selbst effektiv zu verteidigen. Und das wird jetzt auf Krampf versucht nachzubessern.

  • Trump hat uns nicht fallen lassen, es hat sich nicht wirklich was verändert. Vorher hat man vielleicht geglaubt, dass Amerika der große Freund sei. Wenn man überhaupt was positives an der ganzen Sache sehen will dann das, dass Deutschland endlich aufgewacht ist und man endlich gemerkt hat, dass es ohne eigenes gutes Militär nicht geht. Nicht um Kriege zu führen, sondern um sich zu verteidigen. Das was die letzten 20-30 Jahre passiert ist, war hochgradig naiv und dumm, insofern müsste man Trump schon fast danke sagen. Niemand hier will Krieg, aber das entscheiden wir nicht alleine, siehe Ukraine. Die wollten das auch nicht. Und für genau solche Fälle muss man gerüstet sein, da kann und darf es keine zwei Meinungen geben. Das Schweizer Modell funktioniert, weil die Schweiz eigentlich nirgendwo irgendein großes Gewicht hat, weil sie einfach zu klein ist (das ist nicht despektierlich gemeint). Insofern wollen die einfach in Ruhe gelassen werden, und sind glücklich, wenn sich jeder dran hält. Für Deutschland würde das nicht funktionieren, weil wir international nach wie vor ein großer Player sind, und somit automatisch in Kontroversen verstrickt werden.

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