Was würdest du anders machen?

  • Wir schreiben das Jahr 2007. YouTube wurde kürzlich von Google gekauft und erlaubt nur Videos mit maximal 10:59 Minuten Länge und 480p-Qualität.

    Bereits mit 100 Abonnenten wird man bereits fame und noch nicht geldgeil.

    Let's Plays sind quasi unbekannt und du möchtest nun der Erste sein (mit dem Wissen von heute).


    Was würdest du anders machen im Vergleich zu deinem tatsächlichen Anfang Jahre später?

    Würdest du anstreben zu den größen LPern dauerhaft zu gehören?

    Würde sich an deiner Spielauswahl etwas ändern?

    Würdest du dich mit später "wichtigen" Leuten zusammentun, solange sie noch unbekannt und nahbar sind?


    Oder würdest du noch ein paar Jahre warten, bis die technischen Voraussetzungen auf YouTube und deinem eigenen Setup (Mikrofon, Webcam etc.) besser aussehen?

  • Ich glaube... nichts. Hab anfangs immer Sorge gehabt, dass man irgendwann unter Beobachtung steht (eine sehr unberechtigte Sorge ^^), aber mittlerweile find ich einen Kanal "unter Ausschluss der Öffentlichkeit" auch irgendwie ganz gut (solange wenigstens noch ein bisschen Leben drin ist).


    So richtig professionell würde ich das nicht machen wollen und vor allem nicht können. Dafür bin ich zu casual.


    Das Einzige, das ich bereue, ist, dass ich zwischen dem ersten Versuch und dem danach (und seitdem) konsequenten Betreiben eines Kanals ein paar Jahre gewartet hab. So wäre ich vielleicht heute wenigstens vierstellig. Und das möchte ich auch nur sein, damit wenigstens ein bisschen mehr Interaktion mit einer Community möglich ist.

  • Finde die Frage echt schwierig zu beantworten ^^.


    Also ich wollte natürlich auch immer zu den Großen Let's Playern gehören... mittlerweile bin ich tatsächlich froh das nicht geschafft zu haben.

    Denn was diese großen Let's Player heutzutage für Content produzieren müssen um irgendwie Relevant zu bleiben... das ist überhaupt nicht meine Welt. Selbst wenn ich damals größer gewesen wäre, ich wäre heute trotzdem nicht mehr so wirklich relevant. Höchstens was für die "Der Absturz von..."-Serie von Zeo.


    Ansonsten hätte ich sehr wahrscheinlich meine Spielwahl und meinen ganzen Produktionszyklus überdenken sollen. Ich meine, das Ziel jeden Monat mindestens ein neues Spiel zu bringen hat mich überfordert. Ein Spiel erstmal komplett im Kasten zu haben, bevor ich es veröffentliche hat dagegen später auch für mehrere Wochen ohne Programm gesorgt, nur damit das Projekt dann innerhalb von 2-3 Wochen veröffentlicht wurde, da dann jeden Tag eine neue Folge gab.

    War also weder auf der einen noch auf der anderen Seite nicht so clever. Letztendlich viel zu unflexibel gewesen.


    Und für Togethers oder Mehrspielervideos hätte ich vielleicht auch deutlich offener sein sollen.


    Aber die wahrscheinlich wichtigste Lektion ist sicherlich der Umgang mit Kommentaren. Ich ließ mich damals von negativen beleidigenden Kommentaren auf YouTube und später auf Twitch gerne provozieren...

  • Ansonsten hätte ich sehr wahrscheinlich meine Spielwahl und meinen ganzen Produktionszyklus überdenken sollen. Ich meine, das Ziel jeden Monat mindestens ein neues Spiel zu bringen hat mich überfordert.


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    Aber die wahrscheinlich wichtigste Lektion ist sicherlich der Umgang mit Kommentaren. Ich ließ mich damals von negativen beleidigenden Kommentaren auf YouTube und später auf Twitch gerne provozieren...

    Ach ja, das habe ich ja gar nicht erwähnt. In meiner Bedeutungslosigkeit leiste ich mir den Luxus, meinen Pile of Shame chronologisch abzuarbeiten (ältere Sachen zuerst, bevor sie noch älter werden). Nun gut, eigentlich könnte man es als aktives Killen des Kanals betrachten, wenn man konsequent Inhalte bringt, die zehn Jahre alt sind ^^ und ich meine wortwörtlich "nur" zehn Jahre, womit sie noch nicht einmal unter retro laufen.


    Den Lernprozess mit Kommentaren kann man täglich bekommen. Ich kommentiere viel auf YT (allerdings genau nicht auf meinem Kanal ;() und ein Idiot ist immer dabei, der dämlich reingrätschen muss. Dabei habe ich gelernt:


    1. Dieser eine Typ ist eben immer da und nicht repräsentativ.


    2. Einmal kann man sachlich versuchen, den in eine gemäßigte Bahn zurückzubringen. Wenn das nicht klappt und ein beratungsresistenter weiterer Kommentar kommt: nicht mehr weiter antworten! Es bringt nichts. Das ist inzwischen meine eiserne Regel.


    Gilt im Grunde also auch für den eigenen Kanal. Dort könnte man Nervensägen sogar blocken, ist ja mein Territorium. Mein Lernziel besteht aber darin, die Grenze möglichst spät zu ziehen, denn Zensur gibt es inzwischen schon zu viel auf der Welt. Und nie vergessen: ein mieser Kommentar sagt eher wenig über den Adressaten, aber enorm viel über den Absender aus...

  • Heey,

    sehr interessante Frage!

    Wenn ich richtig motiviert wäre dann hätte ich einfach drauf los aufgenommen. Ohne Gedanke alles perfekt machen zu müssen, einfach nur aus Spaß. Ich würde einfach mal gucken wie weit man kommt :D. Regelmäßigkeit wäre da aber vorhanden. Ich würde die alten Spiele auch spielen, weil die einfach cool waren! Mit den wichtigen Leuten würde ich mich zusammentun, einfach weil ich sie mag und deren Content einfach feier!

    Das mit der Webcam etc kommt ja nach und nach. Da würde ich mir tatsächlich kein Stress machen. Maybe würde ich mir tatsächlich nochmal die Thumbnails und Titel anschauen und sie anpassen, wenn man es kann.

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