Im Schweiße meiner Füße (Kopfhörer Teufel Airy 2019 Text-Review)

  • Kopfhörer Teufel Airy 2019 Text-Review



    Manche kennen vielleicht noch meinen Thread (letzte Woche erstellt) Kopfhörer zum Joggen, in dem ich einen Kopfhörer zum Joggen gesucht habe, weil ich gerne Joggen mit Kopfhörer gehen bzw. laufen wollte.
    Da es vor allem um einen Kopfhörer zum Joggen ging, wobei insbesondere die Füße gefordert sind, hätte man vielleicht nicht gleich gedacht, dass der Kopf Teil des Problems darstellt. Doch beim schnellen Joggen entsteht starke Schweißbildung an des Körpers höchster Stelle, die schon so manchen Kopfhörer laut Internet nachhaltig bis endgültig schädigte.


    Also habe ich mich für den Teufel Airy 2019 entschieden - es gibt ein paar Änderungen zum Ursprungsmodell, doch diese scheinen mir intransparent dokumentiert worden zu sein, weshalb mein Fokus nicht darauf liegt, zumal dies mein erster Kopfhörer dieser Art ward.
    Zum Webshop und Support werde ich mich an einem anderen Tag äußern, da sich dieser Fall noch keinem Ende zuneigte; jedoch wird das Fazit dazu eher negativ ausfallen.
    Vorweg zum Fazit bzgl. Kopfhörer: An Tag 1 nach erstmaligem Härtetest sehr positiv.


    Es handelt sich um einen sogenannten On-Ear Kopfhörer. Er liegt auf den Ohren auf, wodurch der Klang leichter nach außen dringt und von anderen mitgehört wird. Die Abschirmung vor Geräuschen von außen wird dadurch ebenfalls verringert, was bei hoher Lautstärke allerdings nicht ins Gewicht fällt.
    Für Sport eine sinnvolle Wahl, da die Luft hier besser ans Ohr (nicht ins Ohr) gelangt bis zu den Kopfpolstern, welche die Ohren nicht ganz umschließen - stört mich gar nicht, aber wer einen Kopfhörer für stundenlanges, bequemes Musikhören im Zug sucht, sollte sich lieber etwas anderes suchen. Over-Ears sind Ohrumschließend, was wegen der Schweißbildung nicht in Frage kommt und In-Ears werden sehr schmutzig und können unangenehm drücken; grade beim erhöhten Druck während des Sports - wie immer kann hier jeder unterschiedlich damit umgehen und empfindet es uU genau anders. Ich habe auch bis heute viele Jahre mit In-Ears gesportet.


    Mit ca. 170 Gramm kommt der faltbare Kopfhörer recht leicht daher und verspricht unverrutschbares Hüpfen. So manchem Rezensenten fühlt sich das zu eng an - für mich grade richtig. Wenn ich nicke (was ich glücklicherweise selten tue als stolzer nicht-opportunistischer-Ja-Sager) verrutscht er gefährlich nach vorne. Beim Kopfschütteln und laufen gibts dafür keine Probleme. *Noch* enger würde allerdings sicher weh tun. Die Länge lässt sich verstellen; mir reicht die niedrigste Einstellung, wodurch er auch am festesten am Kopf anliegt.


    Preis: 129,99 Euro
    Design: Edel daherkommend in weiß (hätte lieber schwarz gehabt, aber derzeit nicht verfügbar) mit optisch austauschbaren Ringen.
    Zubehör: Billiges Klinkenkabel, wodurch der Akku nicht belastet wird. Besseres Ladekabel zum Schnellladen und Tansport-Stofftasche, die nur minimalen Schutz bietet. Die Hart-Hülle beim Vorgängermodell wäre da definitiv zu bevorzugen gewesen.
    Kabellos, Steuerung über haptische Tasten an der äußeren, rechten Ohrmuschel, über deren Feedback sich kein Happen beschweren würde, der grade von einem Hai geschnappt wurde.
    Play/Pause/Anruf annehmen/auflegen (1 Taste), sowie zum letzten/nächsten Titel springen klappt problemlos, aber leider kein einfaches Spulen im Titel durch zB. gedrückt halten der Taste.
    Lautstärke lässt sich angenehm über ein Drehrad regeln.


    Technische Daten wollte ich noch raussuchen, aber die stehen sowieso überall und schwächen den subjektiven Charakter dieses Reviews nur ab.
    Über den Klang kann ich allerdings nicht meckern, auch wenn er meinem kabelgebundenen Over-Ear Kopfhörer von Beyerdynamic DT 770 Pro (80 Ohm) (gleiche Preisklasse) nicht das Wasser reichen kann. Für 1 Stunde Sport am Tag brauche ich nicht mehr bzw. die Ansprüche sind ohnehin schon extrem hoch.


    Ohne Kabel fühlte ich mich wie Vogel frei und rannte wie auf Wolken. Transperierung fand ordentlich statt, doch der Kopfhörer ließ sich davon nicht beeindrucken. Hinterher mit einem feuchten Tuch abgewischt.
    Bleibt spannend, ob es langfristige Auswirkungen gibt.
    Die lauteste Lautstärke empfand ich als ausreichend; aber es gibt sicher noch Tricks, diese weiter anzuheben.
    Beim Sport achte ich nicht so extrem auf audiophile Unterschiede zwischen diversen Musik-Genres und fand daher alles Gespielte als einwandfrei wiedergegeben, sowohl Klassik, Techno oder anderes, abgesehen von Hip Hop (was wohl bei keinem Kopfhörer gut klingen kann).


    Die Verbindung zum Smartphone über Bluetooth gelang schnell beim zweiten Versuch - zum PC allerdings nur mit Warndreieck ohne Nutzungsmöglichkeit, was aber an meinem alten Billig-Dongle liegen dürfte, da es mit dem Smartphone auch nicht besser klappt.
    Ich nutze nur lokale Musik, aber durch modernen Codec soll auch Live-Musik von Spotify und YouTube problemlos wiedergegeben werden. Dazu kann ich keine Erfahrung liefern.
    Das integrierte Mikrofon klingt recht mager, aber man kann damit telefonieren.
    Bluetooth-Reichweite würde ich nicht weiter als 1 Zimmer Entfernung beschreiben; danach stockt die Wiedergabe bzw. geht ganz verloren.

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