Retrogamer oder Grafiknutte ???

  • Hmm als 90 Kind bevorzuge ich [lexicon]Spiele[/lexicon] die n gutes Gameplay und ne gute Story haben da ist mir die Grafik nebensächlich.


    Da [lexicon]Spiele[/lexicon] der Gegenwart auch oft tolles Gameplay und tolle Geschichten liefern, wird es auch Kindern und Jugendlichen von heute nicht egal sein.


    Ich finde solche Argumente immer toll -.- Weil sie teils totaler Bullshit sind.
    Secret of Mana war für damalige Verhältnisse auch "TOP" Grafik. Genau wie die [lexicon]Zelda[/lexicon] Teile.


    Hätte wohl versucht, mich anders auszudrücken, aber: Danke. Mich ärgert es inzwischen auch ein bisschen, wenn aktuelle [lexicon]Spiele[/lexicon] links und rechts zu Unrecht unter [lexicon]Spiele[/lexicon] von anno dazumal gestellt werden, und das meist noch, indem die negativsten Beispiele von Heute und die geliebten Top-Games von damals genommen werden. Es soll ja jeder besser finden, was er möchte, aber dieses immer wiederkehrende Argument, dass damals bessere Stories für Games geschrieben worden seien und Grafik nicht so wichtig war, kommen immer wieder, sind aber immer falsch. Und dann das [lexicon]SNES[/lexicon] immer als Beispiel...Eine der Konsolen, die für ihre technische Leistungsfähigkeit bekannt war und sich vor allem mit Sega darin gemessen hat (obwohl beide nicht die leistungsstärksten Konsolen ihrer Zeit waren. Aber trotzdem haben sie mit ihrer Power geworben).

  • Für mich sind Retrogames die besten Games.
    Zum einen bieten viele Games der heutigen Zeit mir nur wenig bis gar keinen Dauerspielspaß. Ausnahmen bilden hier die reinen Multiplayer Games und vll Skyrim^^
    Wenn ich mir ein neues Spiel kaufe, zocke ich es einmal durch und dann liegt es in der Ecke da ich das Interesse daran verloren habe.
    Retrogames kann ich immer und immer wieder spielen. Es mag sehr wahrscheinlich auch ganz einfach daran liegen das ich mit solchen Spielen aufgewachsen bin und daher einen gewissen Nostalgiefaktor habe.
    Das [lexicon]Snes[/lexicon] zb ist auch eine Konsole die auch heute noch verhältnissmäßig gut aussieht. Sobald es ins Polygon geht, sehen ältere [lexicon]Spiele[/lexicon] einfach echt nicht mehr schön aus.

  • In erster Linie kommt es mir auf das GamePlay und nicht so sehr auf die Grafik an (liegt aber vllt. auch etwas daran das ich in den 80/90er Jahren aufgewachsen bin mit der alten Grafik).
    Wenn ich Lets Plays aufnehme, dann natürlich in der best möglichen Quali (egal ob [lexicon]Xbox[/lexicon], [lexicon]Xbox[/lexicon] 360 oder [lexicon]Xbox[/lexicon] One Spiel).

  • Crysis 3 hier als Beispiel sieht super aus. Aber das war es dann auch schon. So ging es mir bei Crysis 2.


    Das kommt davon, wenn man nur Master-Informatiker von den Unis ankarrt und für einen Hungerlohn an der CryEngine programmieren lässt. (Gut, etwas übertrieben, aber das macht CryTek nunmal aus) Da werden nie [lexicon]Spiele[/lexicon] rauskommen, die auf dem Markt groß bestehen werden, wenn man sich nicht professionelle Designer anschafft oder vielleicht auch mal mehr Geld an seine Mitarbeiter zahlt...


    Aber ein Outlast würde in 2d nicht so eine Wirkung erzielen wie in 3d.


    Ist kein wirkliches Argument. Genau wie die meisten hier. Ein Outlast würde in 2D gar nicht erst existieren. Du kannst nicht sagen "Ein Spiel würde so oder so nicht seine Wirkung erzielen". Das Spiel wurde von vorne herein für die [lexicon]Unreal Engine[/lexicon] designt. Dass das nicht woanders so funktionieren wird, ist klar.


    Anekdote hierzu (Achtung! Spoiler zu Ubisoft Spielen! Ich pack das mal nicht in einen eigenen Spoiler, dafür ists mir zu wichtig. Aber wer Far Cry 3 und Watch_Dogs in keinster Weise gespoilert bekommen will, der sollte hier mit Vorsicht weiterlesen.):
    Ich hab mich neulich mit meinen Kollegen mal über Ubisoft unterhalten. Die [lexicon]Spiele[/lexicon], die sie (also Ubisoft Montreal und Co., nicht Related Designs oder Blue Byte bspw., halt Ubisoft selbst) entwickeln haben alle eine AAA-Fassade ohne viel Inhalt. Die meisten werden zunächst sagen: Naja, also ich fand Assassins Creed IV, Far Cry 3 und Watch_Dogs schon sehr beeindruckend. Oh, das sind sie, keine Frage, und es sind auch sicherlich [lexicon]Spiele[/lexicon], die ich weiterempfehlen würde, aber: Viele haben bei Far Cry 3 bspw. die Missionen gelobt, insbesondere die Ersten, bei denen man die Welt erst noch kennen lernt und natürlich die mit dem Hanffeld. Doch gerade diese Missionen sind eigentlich entweder Laufsimulationen oder Schusswechsel, denn was anderes passiert in dem Spiel eigentlich auch nicht... und die Bossfights sind der größte Witz. Anstelle eines epischen Kampfs hat man wieder einen Laufsimulator vor sich gespickt mit einigen schnellen Tastendrücken (QuickTimeEventMassaker) und der Gegner liegt am Boden.
    Das Problem dabei: Ich habe mich natürlich mit meinen Kollegen unterhalten, wie man die Missionen besser hätte designen können. Natürich hatten wir Ansätze, aber diese waren auch alle nicht 100% zufriedenstellend, denn irgendwas fehlte. Wir kamen zu dem Schluss, dass nicht wir, die, die versuchten zu designen, Schuld haben, dass da nichts sinnvolles draus wird, sondern das Spiel selbst. Es wurde von vorneherein so konzipiert, dass die Spielmechanik so, aber auch nur genau so zu funktionieren hat. Natürlich fahren da alle anderen Ideen gegen die Wand, wenn man nicht Kernelemente der Spielmechanik miteinbezieht. Leider waren es genau diese, die uns störten. Neben der misslungenen Welt natürlich, das steht außer Frage. Ich glaub ich mach da mal ein Video zu, warum Far Cry 3 kein gutes Spiel ist... aber nicht heute...
    Naja, wie dem auch sei, lange Rede, kurzer Sinn: Die [lexicon]Spiele[/lexicon] werden bereits zu Beginn in eine Richtung designt, was dazu führt, dass andere Elemente ausgeschlossen werden müssen. Während in Far Cry 3 die Forderung an den Spieler zurückging und sich auf die QTEM (siehe oben) beruft, wenn es um Spannendes geht, verlangt ein Outlast nunmal auch 3D-Grafik, und zwar eine ordentliche, die durch die Unreal 3 auch geboten wird, das steht außer Frage. (Spoiler Ende)


    Meine Meinung zu "Retrogamer oder Grafiknutte":
    Ich bin auf jeden Fall eine Grafiknutte. Und Retrogamer. Also Beides.
    Grafiknutte bin ich vor allem, weil ich selbst Spieleentwickler bin und bei mir auch immer versuche das Beste rauszuholen, wenn ich mit Texturen, Modellen, Shadern und Partikelsystem hantiere. Ich [lexicon]spiele[/lexicon] [lexicon]Spiele[/lexicon] wahrscheinlich auch mit anderen Augen, als die meisten hier. Daher kommen Diskussionen, wie die über Ubisoft zustande. Mit einem Kumpel im Multiplayer rumhängen und das UV-Mapping von Steinen bewerten ist übrigens auch ein netter Zeitvertreib...
    Für mich muss ein Spiel eines sein: Schön. Nicht Fotorealistisch, wenn es nicht sein muss, aber ich erwarte, dass ein Spiel seinem Genre, seiner Zeit und vor allem Designkonzept gerecht wird. So fühle ich mich in einem Spiel mit Echtzeitschatten und -reflektionen wohler, als in einem ohne, sofern es denn relevant ist. Wenn ein Spiel mir Realität vorgaukeln will, dann soll es das aber auch in seiner Grafik zeigen (siehe [lexicon]Hitman[/lexicon]: Absolution auf Ultra oder eben jene Ubisoft [lexicon]Spiele[/lexicon], auch auf Ultra). Wird mir allerdings ein Spiel von einem namenhaften Publisher/Entwickler vorgelegt, der mit N beginnt und mit intendo aufhört, dann erwarte ich nicht, dass die Grafik aussieht, als seien die Charaktere real, denn das will mir das Spiel auch gar nicht mitteilen. Ein Mario, ein Link oder ein Donkey Kong sind nicht gerade die, denen ich außerhalb der [lexicon]Spiele[/lexicon] begegnen könnte (wär zwar lustig, aber... anderes Thema). Ich "verzeihe" es den Spielen in dem Fall aber auch nicht, dass sie eben jene Grafik besitzen, ich finde es sogar besser. Klar, ein hoher Polycount sieht immer besser aus, aber wozu, wenn die Texturen doch auch eher einfarbig und auf Comic ausgelegt sind.
    Ich finde, dass man gar keinen so großen Unterschied zwischen Grafik und Alter (was Retro ja eigentlich impliziert) machen muss. Ich bin mit beidem zufrieden und bin auch froh, dass beides existiert. Die Grafik muss nur für ihr Spiel angemessen sein, und ich bin zufrieden.


    Noch ein kurzer Nachtrag: Ich hab mit der [lexicon]Need for Speed[/lexicon] Reihe nach NFS:Porsche aufgehört, weil mir das Gameplay nicht mehr zugesagt hat. Mir war dabei die Grafik dann auch egal. Das Einzige, was ich bei einem guten Rennspiel will ist eine gute Fahrphysik.

  • Natürlich beides. Ich von der PC Herrenrasse spiele auch A Link to the Past mit dem [lexicon]ZSNES[/lexicon] auf Ultra 8)


    Spass beiseite. Wenn die Technik nicht das ganze Budget auffrisst sind mir auch aufwendigste Tesselation und Ultra Texturen willkommen. Und 8- bzw 16 Bit muss nicht gleich heissen dass das Spiel alt ist. Siehe Axiom Verge.

  • @Vrall
    Geiler Spruch mit [lexicon]Zelda[/lexicon]^^


    Ich mag auch beides sehr gern. Ich bin wenns geht ein Freund von toller Grafik weil das der Grund war warum ich wieder mit Videospielen angefangen habe nach laaanger Pause. Weil Games endlich so aussagen wie ich es mir schon immer vorgestellt und gewünscht habe. Ich kann mich mehr in die Welt reinversetzten wenn sie glaubwürdig aussieht.
    Andererseits mag ich auch Pixelgrafik sehr. Nicht nur weil sie mich an meine Kindertage mit dem [lexicon]SNES[/lexicon] erinnert, sondern auch weil man sich bei diesen Spielen voll und ganz auf deren Inhalt konzentriert hat beim entwickeln und ich persönlich habe mit Spielen wie Factorio, Prison Architect, Gunpoint oder aktuell Sunless Sea genauso, ja beinahe mehr Spass wie mit riesen Spielen ala The Witcher 3.



    ps: 7 Days steht hier selbstverständlich ausser Konkurenz. Das Spiel is einfach geil :)

  • Mich hat die Grafik eines Spiels noch nie großartig interessiert und ich muss auch nicht mit den Ultra-Einstellungen spielen (zumal das bei mir wahrscheinlich eh nicht flüssig laufen würde).
    Ich spiele auch gerne immer mal wieder ältere Spiele, zuletzt z.B. den ersten [lexicon]Silent Hill[/lexicon]-Teil. Grafisch ziemlich...naja...grottig, wenn man es mit den letzten Teilen vergleicht, aber trotzdem sehr atmosphärisch, zumindest für mich, da ich den Teil vorher noch nie gespielt habe ^^
    Ich habe aber mit 2 abgestimmt, da ich, wenn ich mir heute ein neues Spiel für 50-70€ kaufe, doch auch grafisch ein bisschen was davon erwarte.
    Also zusammengefasst, bei alten Spielen ist mir das ganze relativ egal, bei neueren sollte es nicht unbedingt Pixelmatsch sein, wenn ich einen gewissen Preis dafür bezahlen soll.

  • Mich freut es wenn die Grafik toll ist. Aber ein Muss ist das definitiv nicht. Ein Spiel muss für mich andere Anforderungen erfüllen um gut zu sein. Die Grafik ist da eher das Sahnehäubchen.
    Ich habe lieber eine etwas schlechtere Grafik wenn die Ressourcen dafür in Story oder gerne auch interessante Nebenaufgaben (oder irgendwie sowas halt) gehen.

  • Ich habe mal die 2 angekreuzt, weil ein Spiel für mich schon zumindest eine Grafik haben sollte. Soll heissen Textgames sind nichts für mich und ASCII Spiele nur in Ausnahmefällen.
    Ansonsten stehen für mich Story und Gameplay im Vordergrund. Was für mich auch wichtiger ist als gute Grafik, ist gutes Voiceacting bei Storylastingen Spielen.

  • Grafik ist das unwichtigste an einem Spiel, wenn ich ein Spiel bewerten würde, gäb's für'n Spielehandbuch in der Retailverpackung mehr punkte, als für eine wunderhübschige Grafik. So lange man noch alles erkennen kann und das kann man bei vielen Spielen, ist alles in Ordnung und mir ists egal ob die Grafik auf Atari 2600 oder auf High End Ultra PC-Grafikstand ist.

  • Ich kauf mir kein Spiel wegen der Grafik allein, allerdings kann eine beschissene und v.A. unpassende Grafik ein Grund für mich sein, das Spiel zu ignorieren - würde wohl eine 7 / 10 geben, wenn ich nach der Wertung gehe.


    Wobei ich mit dem Begriff "Grafiknutte" nicht ganz warm werde - ich erwarte bei der Grafik zwar eine gewisse Detailverliebtheit und Stimmigkeit, die sich aber nicht (nur) durch über-realistische Grafik oder Effekt-Bloat erreichen lässt. Es muss einfach "passen".


    MfG

  • In meinem Fall kann sogar ein Strich auf den andern Strich, einen Strich kacken, Ich habe den C 64 erlebt zu seinen frühesten Zeiten, beim Atari schrie ich noch "WOW WAS FÜR EINE GRAFIK"
    Noch Fragen?


    Natürlich habe ich Zero angekreuzt. Ein Spiel muss gut sein, die Grafik an sich tut nur einem die Fantasie berauben.....aber ich kann deswegen auch Grafik Games spielen, so ist es nicht.

  • Das kommt finde ich ganz aufs Spiel an. Bei Shoot 'em ups z.B. finde ich Retro-Pixel-Grafik besonders toll und stimmig, gegen annähernden Fotorealismus hab ich aber auch selten was. Wichtig ist, dass das Budget auch zu einem großen Teil in die eigentlichen Spielmechaniken und/oder die Story gesteckt wird. Also: Die Grafik sollte in jedem Fall stimmig sein, damit ich an einem Spiel wirklich Spaß hab. Stimmig kann aber auch 8-bit sein. Ich steh zwischen 7 und 8.

  • Ich glaube das kommt immer ganz auf den Spielertyp und das Lebensalter drauf an. Als die PS2 rauskam war ich von der Grafik total gehypt und Grafik war mir relativ wichtig. Mitlerweile sind die auch Grafik getrimmten Spiele häufig nicht so Spaßig wie einige Sachen früher (gut ansichtssache ;)). Grafik ist schön und gut, aber kann niemals gutes Gameplay ersetzen. Ich habe die 3 angeklickt ;).

  • Generell bin ich eher für eine packende Story + gut durchdachtes Gameplay als eine atemberaubende Grafik. Wenn ich allerdings die Möglichkeit habe, die Grafik aufzupolieren (Mods :D), dann ergreife ich die auch immer. Das Auge spielt halt mit ;)

  • Retrogamer.
    Klar, Spiele sehen heute wahnsinnig gut aus, aber ich bevorzuge immer noch gutes Gameplay, was leider meistens nicht vorhanden ist.
    Deswegen eher Retrogamer.

  • Ich hab vor einigen Tages zum ersten mal die Dosbox gestartet und gleich ein paar meiner Alltive-Favs, aus meiner Kindheit, installiert. Da werd ich wohlnoch einige Zeit damit beschäftigt sein, bevor ich mich wieder Spielen aus der "Neuzeit" zuwende.

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