Hit or Shit - 011 Witch Loraine's Death Game
* Erscheinungsdatum: 31.10.2019
* Anspieldatum: 02.08.2020
* Plattform: PC
* Genre: JRPG
* Entwickler: Giordano Pacifico
* Publisher: Giordano Pacifico
* Sprache: Nur Englisch
* Kurzbeschreibung:
"Trials of Mana ist eine moderne Neuauflage des dritten Spiels der bahnbrechenden Mana-Reihe. Das Spiel erschien ursprünglich als Seiken Densetsu 3 in Japan und wurde von Grund auf neu in 3D erstellt." - Steam
* Steamreview: //
* Steuerung: Gamepad + Tastatur
* Besonderheiten: Wurde mit dem RPG Maker MV erstellt (Ein-Mann-Projekt)
Starten wir das Spiel erscheint direkt der Titelscreen mit einer Interieur Ansicht und dem Spieletitel. Beginnen wir ein neues Spiel werden wir direkt in die Szenerie geschmissen und bekommen ein Mini Tutorial in schriftlicher Form präsentiert. So erfahren wir die grundlegenden Spielmechaniken und können direkt mit der Geschichte anfangen. Das Intro ist kein klassisches Intro, sondern eher eines mit Flashbacks und Informationen aus Dialogen. Für die Einführung in das Spiel reicht dies jedoch, da wir unseren Protagonisten Paxton näher kennengelernt haben und seine Ziele und Motivation kennen. Die Antagonistin Loraine wird ebenfalls schnell eingeführt und wie der Titel schon verrät, werden wir viele Todessequenzen erleben und können uns daran erfreuen.
Neben den Standard Spielmechaniken (Menüführung, Laufsystem, ect.) des RPG Makers kommen verschiedene Rätselmechanismen, die zum Großteil auf Trial and Error beruhen. Sinn ist es, alle Fallen und Rätsel zu umgehen und die Hexe Loraine zu stellen. Ein Kampfsystem gibt es als solches nicht. Das einzige, was daran heran käme wäre ein freies "Kampfsystem" (eher Fluchtsystem) in der Auseinandersetzung mit Vincent. Das Design basiert auf den RPG Maker MV, somit wird viel auf Standardressourcen zurückgegriffen, aber es gibt auch einige Besonderheiten. Titel, Endscreen, einige Char- und Facesets sind selber gestaltet und peppen die Szenerie auf. Die begrenzten Möglichkeiten sind der Ein-Mann-Produktion geschuldet, stören jedoch nicht weiter, da es sich um ein kleines RPG Spiel handelt, dessen Rätsel und Humor im Vordergrund steht. Natürlich hätte ich mir bei den Leveldesigns etwas mehr Chichi gewünscht, bin aber auch eine Grafikhure und stehe auf kleine Details. Sind für das Spiel an sich unnötig, aber das ist der persönliche Geschmack. Presenter ist dahingegend die Wahl der Sprache und der Dialoge, die die ganze Atmosphäre schaffen und einen immensen Anteil im Spiel einnehmen, ohne als Wall of Text den Spieler zu erdrücken. Erst durch die Wortwahl wird das Spiel gut. Somit fällt die Vielzahl der optischen Designs in den Hintergrund. Kesse Sprüche, Ironie und zynische Dialoge vermitteln eine angenehme Spieleatmosphäre. Besonders amüsant sind die Auseinandersetzungen zwischen Magnus und der Hexe Loraine.
Bei den Sounds bin ich mir nicht sicher, ob auf Standardressourcen zurückgegriffen wurde oder ob aus anderen Spielen und Plattformen Sounds importiert worden sind. Was ich jedoch sagen kann, dass ausreichend minimalistisch gearbeitet wurde und der Sound gezielt eingesetzt wurde, z.B. für Slapstick. So wird dem Spieler kein Soundbrei vor die Füße geworfen, der nichts für die Spieleatmosphäre tut (viel hilft nicht immer viel und weniger ist tatsächlich mehr!!!). Dagegen scheint die Musik selber komponiert oder remixed worden zu sein. Es handelt sich auf jeden Fall nicht um Material aus den RTP Ressourcen. Ein Lied kam mir verdächtig bekannt vor, allerdings ist dies in einer anderen Fassung transponiert worden. Für den Spieler ein nettes kleines Amuse-Geule.
Da Witch Loraine's Death Game eher zu den kürzeren Spielen zählt und im Vergleich zu anderen Spielen und Genren nicht viel Inhalt bietet, würde ich es keinem Action-Adventurer empfehlen, sondern eher einem Casual Gamer, da Witch Loraine's Death Game eher etwas für den kurzen, unbedachten Zeitvertreib ist. Die Rätsel sind nicht all zu herausfordernd, gerade da vieles auf Trial and Error basiert, aber wer etwas abschalten will und sich vom Humor berieseln lassen möchte, der ist hier an der richtigen Stelle. Preislich gesehen, finde ich WLDG angemessen, da eben auch viel Eigenwerk in diesem Spiel steckt und nicht nur auf Standard Ressourcen zurückgegriffen wurde. Das Spiel kostet nur nen Appel und ein Ei und dafür kann ich es empfehlen.
Zum Gameplay: