als ich, bedingt durch die "Ich hab nix zum spielen"-Phase, die man immer mal wieder hat, das Internetz nach akuellen Schnäppchen durchstöbert habe und so auf einen Shop, in dem man Spiele-Keys für Plattformen wie [lexicon]Steam[/lexicon], [lexicon]Origin[/lexicon] & Co. kaufen kann gestoßen bin, schwelgte ich kurz darauf in Erinnerungen, wie das damals so war - da ging man meistens noch in einen Laden, um sich eine CD/DVD in einer Hülle inklusive Anleitung zu kaufen.
Ich konnte damals ortsbedingt beides knicken - [lexicon]Steam[/lexicon] war damals mit DSL Lite zu uninteressant um mich damit zu beschäftigen und den Weg über den Laden konnte ich ebenfalls knicken - in dem Nest hier gab es keinen und ich bin auch nicht gerade häufig in die Stadt gekommen. Sofern ich mir was gekauft habe, habe ich es meist über Versandhändler gemacht.
Was haltet Ihr vom Spielekauf ohne physisches Medium? Ist es euch egal, stellt Ihr euch lieber eine DVD-Hülle zu Eurer Sammlung ins Regal oder spart Ihr lieber den Platz? Angenommen, ein Spiel kostet als physische Version genau so viel wie als digitale: digital kaufen und runterladen, oder ab in den Laden? Könnt ihr damit leben, wenn mal eine CD/DVD das zeitliche segnet oder habt ihr lieber uneingeschränkten Zugriff auf eure Online-Sammlung, die Ihr von überall immer wieder runterladen könnt?
Ich hatte nie Probleme mit kaputten CD's und mit etwas Sorgfalt halten die auch ziemlich lange. Ich hab mir trotzdem digitale Sicherungskopien angelegt, deren Lauffähigkeit ich auch überprüft habe.
Aber zurück zu deiner Frage: Bei den meisten Titeln ist mir die Hülle scheißegal und ich würde deshalb die Verfügbarkeit und die Platzersparnis im Zweifelsfall bevorzugen, bei einigen wenigen Ausnahmen - bei mir z.B. bei einigen Titeln der [lexicon]Assassin's Creed[/lexicon] - Reihe - habe ich wegen "Bindungen" zur Serie trotzdem zur physische Kopie samt Hülle / Steelbook gegriffen. Zumindest da war auch das Problem mit den CD's nicht - wurde mit einem Account verknüpft und ich kann immer auf die digitale Version zurückgreifen. Mittlerweile wird der physische Datenträger aber wohl wegen immer größerer Day 0 / Day 1 - Patches immer witzloser - nur noch ne Frage der Zeit, bis man sich bei Retail-Fassungen nur noch auf Key + Dreingaben beschränkt, zumindest auf dem PC. Zu Konsolen kann ich nichts sagen ... vielleicht werfe ich die irgendwann mal wieder an.
Wie steht Ihr dazu? Nervt es euch, dass Publisher auf eigene Clients wie [lexicon]Steam[/lexicon], [lexicon]Origin[/lexicon] oder Uplay setzen? Ist es euch egal, wenn ihr eure Spiele nicht mehr verkaufen könnt, weil sie an eure Nutzerkonten gebunden sind? Würdet ihr von dem Kauf eines Spiels absehen, wenn ihr euch dafür einen Client herunterladen und das Spiel registrieren müsst? Oder gefallen euch derartige Clients, weil sie euch vielleicht über Rabattaktionen informieren und euch mit euren Freunden vernetzen?
Ich habe nie ein Spiel verkauft und dementsprechend ist mir das egal, auch eine Aktivierungspflicht stört mich nicht. Was mich aber stört ist, wenn ein Offline-Spiel eine dauerhafte Internetverbindung voraussetzt. Nichts ist frustrierender, als z.B. bei einem defekten Router nen Mittelfinger vom Spiel zu sehen zu bekommen. Sofern ich an einem solchen Spiel interessiert sein sollte, dann warte ich vor dem (eventuellen) Kauf auf eine funktionierende Möglichkeit, diese hirnrissige Gängelung zu entfernen - da kratzen mich auch die Rechte des Publishers wenig. Zu den Clients an sich ... sofern er was taugt und nicht negativ auffällt soll es mir egal sein - das schaffen zum Glück die Meisten. Ansonsten durchaus ein Grund, diverse Spiele zu meiden.
Stimmt das? Waren Spiele wirklich früher bei Veröffentlichung "fertig(er)" als sie es heute sind? Und wenn ja, was ist wohl schuld daran? Gibt man sich einfach nicht mehr so viel Mühe oder stehen die Entwickler unter einem größeren Druck als noch vor ein paar Jahren, sodass das Spiel vielleicht für den Umfang den es bietet eine zu kurze Entwicklungszeit bekam? Sind euch Day-One-Patches oder häufige Updates egal oder habt Ihr was dagegen?
Ja, Spiele waren früher "fertiger" - was da heutzutage rausgeschissen wird ist oft echt nicht mehr feierlich. Ich kann es aber meist den Entwicklern nicht negativ ankreiden - von ein paar Ausnahmen mal abgesehen. Ich vermute, dass meist zu knapp gesetzte Dead Lines in Kombination mit unvorhergesehenen Problemen und fehlendem Spielraum die Ursache dafür sind.
Vom Prinzip her habe ich weder etwas gegen [lexicon]DLC[/lexicon]'s, noch gegen Mikrotransaktionen. Da du zu letzteren nichts gefragt hast, spar ich mir aber mal die Ausführungen.
Wie steht Ihr zu Äusserungen wie "Sowas wurde früher noch mit Patches nachgereicht"? Stimmt das? Gab es dergleichen früher noch gratis?
Meist nicht. Früher wurde das halt gebündelt und unter dem Namen "Addon" oder "Expansion Pack" vertickt - im Optimalfall hat sich nur die Granularität und die Geschwindigkeit verändert, in der uns das zur Verfügung steht. Beides nicht negativ ... im Optimalfall. Leider tritt der nur selten ein ...
Zahlt ihr gern für zusätzlichen Inhalt oder habt ihr manchmal das Gefühl, dass Inhalte des DLCs eigentlich von Anfang an ins Hauptspiel gehört hätten?
Das ist eine Sache, die mich doch etwas nervt, ja. Bei einigen Titeln merkt man, dass das Spiel ohne [lexicon]DLC[/lexicon] sich nicht komplett anfühlt, bei Javick in Mass Effect 3 war das zum Beispiel der Fall.
Zumal die Raubkopie sogar meist besser dran ist ala Spiel startet schneller
Und liefen oft auch fehlerfreier 