Beiträge von Peacemaker zockt

    Habt ihr denn keine Sicherungskopien, für den Fall, dass man was gelöscht wird oder gelöscht werden muss?

    Hatte ich anfangs tatsächlich mal, allerdings hat da irgendwann die 3 TB-Festplatte auch nicht mehr ausgereicht und dann hab ich's irgendwann ganz sein lassen, würden bei mir auch viel zu große Datenmengen fressen. Wenn der Kanal mal wegen irgendwas weg ist, ist er weg. Dann fange ich vielleicht von vorne an, lasse es ganz sein oder was weiß ich. Entscheide ich dann, wenn es soweit sein sollte. Wie gesagt, Youtube kann auf ihrer Plattform machen, was sie wollen. Da muss man eben auch damit rechnen, dass von heute auf morgen alles weg ist.

    Es kam mir halt so vor das man als anfänger untergeht.

    Das ist ja auch so. Du bist einer von Hunderttausenden anderen Kanälen, die alle das Gleiche machen wie du. Entweder findet man sich damit ab, oder man schaut, dass man sich ein Alleinstellungsmerkmal sucht, um gefunden zu werden, bzw. hat das Glück, dass man irgendwie gepushed wird.


    Ich habe ja nichts gegen ambitionierte Starter, aber ein bisschen Realismus sollte man ja doch mitbringen, dass der Job Youtube nicht eben nur daraus besteht, den ganzen Tag vor'm PC zu sitzen und Spiele zu spielen. Und dieses Aufmerksamkeits- und Mitleidsgebettel geht mir ziemlich auf die Nerven. Bzw. die Einstellung: "Ich gehe jetzt meinem Hobby nach, aber nur, wenn Leute mich dafür bezahlen!", die wurde jetzt durch die 10.000er Grenze aber auch etwas abgeschwächt.


    Ich weiß, Depressionen sind keine schöne Sache und ich kann da aufgrund eigener Erfahrungen auch nix zu sagen. Und natürlich sind die Leute froh, wenn sie dann mal im Internet Bestätigung und Zuwendung kriegen. Aber willst du dann wirkliche eine Community, die dich nur aus Mitleid schaut?

    Mein Kanal wurde trotz Doom (2016), Doom 3 und diverser indizierter Spiele glücklicherweise noch nicht gestriked, wahrscheinlich ist der noch unter dem Radar. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass da irgendein Algorithmus falsch gelaufen ist und die Kanäle wiederhergestellt werden können. Ändern werde ich mein Kanalkonzept sicher nicht. Wenn Youtube tatsächlich meint, die Seite in einen familienfreundlichen Kindergarten verwandeln zu müssen, lasse ich es entweder mit den Let's Plays ganz sein oder suche mir vielleicht doch eine andere Plattform.


    Solange sie allerdings nur weniger Monetarisierung auf den Videos zulassen, kommt mir das sogar zugute, da ich sowieso keine Werbung auf meinen Videos haben will.

    Du hast das etwas kompliziert geschrieben. Die zweite Möglichkeit mit der Fragestellung ist eigentlich dasselbe wie die erste Möglichkeit mit dem "Spoiler"/Andeutung, nur halt als Fragestellung.

    Okay, ich sehe allerdings dann keinen großen Unterschied, ob man dann den Folgentitel als Frage stellt oder eben nicht. Ich dachte wie gesagt, mit dem Spoiler in Möglichkeit 1 sollte Möglichkeit 2 eine "Abschwächung" sein.


    Das ist nicht ganz richtig. Siehe Wikipedia: "Ein Clickbait besteht in der Regel aus einer reißerischen Überschrift [...]."

    Ja, in der Regel. Allerdings steht davor auch: "Clickbaits dienen dem Zweck, höhere Zugriffszahlen und damit unter anderem mehr Werbeeinnahmen durch Internetwerbung oder eine größere Markenbekanntheit der Zielseite bzw. des Autors zu erzielen." Und je nachdem, wie man das auslegen will, kann man sagen, dass jeder, der seinem Video bei Youtube einen Titel gibt, "Clickbait" betreibt, da man ja möchte, dass das Video von jemandem gesehen wird. Ob der Köder gerechtfertig ist oder nicht, ist ja irrelevant. Du kannst auch in dem Video genau das präsentieren, was die Überschrift suggeriert.


    Dein Beispiel mit Mario Kart ist natürlich nicht reißerisch, aber dient dem Zweck, Leute, die sich für Mario Kart interessieren, auf das Video zu "locken".

    Werbung für "kinderfreundliche" Produkte wie Gummibärchen* sehe ich auch in einer Fernsehwerbeunterbrechung eines gewaltgeladenen Actionstreifens um halb zehn abends im werbeverseuchten Free-TV.
    Zumindest vor 15 Jahren, als ich noch fern gesehen habe, wurden immer Werbetreibende gefunden, die kein Problem damit hatten, in der Werbeunterbrechung von Terminator* oder Alien* zu landen, selbst wenn das beworbene Produkt nicht ausschließlich für Erwachsene gedacht ist.

    Der Unterschied zum Fernsehen ist, dass dort die Videos nochmal "kontrolliert" werden, bevor sie ausgestrahlt werden, bei Youtube nicht. Zumindest eben bis jetzt. Und ich glaube nicht, dass es ein so gutes Licht auf bspw. Jack Daniels wirft, wenn ihre Werbung vor einem Video über Suchtprävention oder Alkohol-Selbsthilfegruppen läuft.


    Rassistische und homophobe Videos kommen beim Fernsehen erst gar nicht durch, außer der Sender selber will es. Bei Youtube kannst du die einfach reinstellen und je nach Zielgruppe und Verbreitung auch eine Menge Klicks machen.


    Video hochgeladen, 30 Minuten nix... dann hab ich den Titel über mein Tool eingegeben... direkt "Nicht für alle Werbetreibenden geeignet"... dabei steht nur das Wort "dating" im Titel... WTF?


    Anderes Video, vorab "Schwarzbild mit Tonspur" hochgeladen, KEIN Titel ausser 3 Buchstaben und 3 Zahlen gab instant "Nicht für alle Werbetreibenden geeignet", SELBES Video nur mit Bild ist aktuell (noch) Freigeschaltet...


    Der Joke mit "if (random(0,1) == 1) return UNGEEIGNET;" scheint zu passen, YouTube verteilt diese Dinge teils wohl willkürlich wenn die selbe Tonspur und der Selbe Titel einmal MIT und einmal OHNE Video dazu unterschiedliche Resultate hervorbringen...

    Da mir das gerade nicht so klar wurde: Hast du jetzt bei dem zweiten Video einfach nur die Tonspur vom ersten Video mit Schwarzbild hochgeladen? Dann würde das nämlich tatsächlich Sinn machen. Das erste Video wurde scheinbar aufgrund des Titels als nicht werbefreundlich eingestuft. Also werden daraufhin alle Videos, die die gleiche Tonspur haben, ebenfalls als nicht werbefreundlich eingestuft, da ja schon mal sowas nicht werbefreundlich war. Ist die Frage, ob die Begründung in dem Algorithmus weitergegeben wird, vielleicht soll es auch einfach verhindern, dass die Youtuber das Video mit neuem Titel hochladen, um wieder werbefreundlich zu erscheinen. Oder ob es da ein separates Suchtool gibt, das einfach sagt: "Okay, dieses Video ist wegen irgendwas nicht werbefreundlich, also stellen wir alle Videos mit der gleichen Tonspur auch auf nicht werbefreundlich".


    Die Devise von Youtube ist jetzt erst mal: "Lieber erkennen wir viel zu viel, als viel zu wenig.". Von daher könnte ich mir auch vorstellen, dass vielleicht auch Videos schon präventiv als nicht werbefreundlich gestellt werden, wenn ein Kanal wiederholt durch nicht werbefreundliche Videos aufgefallen ist.

    Das ist natürlich schlechter Spoiler. Ein guter Spoiler muss anregen, aber nicht zu viel verraten.

    Ein Spoiler ist immer etwas, was dir im Voraus eine Handlung verrät, statt es dich selber erfahren zu lassen.


    spoiler noun (TELLING STH)

    information in a newspaper article, blog, etc. that tells you what happens in a television programme, which may spoil your enjoyment of it if you have not already seen it:
    Spoiler alert - if you haven't seen Sunday's episode, stop reading now!

    Deswegen sind Spoiler eben so ungerne gesehen. Wenn es nichts verrät, ist es kein Spoiler sondern eine Andeutung.


    Oh hey, da hast du ja GANZ ZUFÄLLIG genau das gleiche Beispiel genommen wie ich! Warum? Dein TItel spoilert! Er verrät das Wichtigste aus dem Video! Und beim zweiten Punkt ging es speziell um Fragestellungen. Ausschließlich um Fragen, deins ist keine Frage.

    Achso, ich dachte, dir ging es bei dem Punkt darum, durch eine Andeutung Spannung aufzubauen. Als Frage formuliert dann zum Beispiel: "Warum verrätst du uns?" Im Gegensatz zum Spoiler wird dann nicht die Auflösung direkt vorweg genommen, aber ein Folgentitel sollte ja normalerweise auch was darüber aussagen, was in der Folge passiert.


    Vergleiche diese 3 Titel:
    Eine Explosion!
    Eine große Explosion!
    Die größte Explosion!


    Das erste ist etwas langweilig. Deswegen nutzt man ein passendes Adjektiv, um es ansprechender zu gestalten! Wenn man dieses dann noch einmal steigert, vermehrt sich der Effekt, kann aber, wie du bereits sagtest, abschreckend wirken.

    Ja, ich würde mich da für die mittlere Version entscheiden. Superlative benutze ich daher extrem selten, eben weil es so abgedroschen ist, alles direkt als das Extremste zu bezeichnen, nur um Leute auf das Video zu locken.


    Wenn man aber wachsen möchte, ist das eine sinnvolle Methode, da gerade jüngere Zuschauer leicht zu beeinflussen sind und das ein stark beeinflussender Titel ist.

    Natürlich, es funktioniert, und das auch sehr gut. Genau wie Sub 4 Sub. Ist halt die Frage, was willst du alles machen, um auf Youtube zu wachsen.


    Zu deiner Definition von Clickbait: Clickbait heißt direkt "Klick-Köder". Also ein Köder, um jemanden zum Draufklicken zu verleiten. Das ist ein allgemeiner Begriff und keiner für YouTube-Videos (wie viele denken).

    Ja, jeder, der seinen Videos einen Titel gibt, betreibt Clickbait. Weil der Titel dazu anregen soll, auf das Video zu klicken. Deswegen wollte ich nochmal klarstellen, dass ich mich hier explizit auf die negative Assoziation mit dem Ausdrucks beziehe.

    "YouTube's response to why my video wasn't advertiser appropriate is because they think a 5yr old can't watch it"

    Selbst wenn es sich wieder ändert. Ich als kleiner Youtuber habe keine Möglichkeit die Videos nochmal überprüfen zu lassen. Ich werde in den nächsten 10 Jahren nicht auf 1000 Aufrufe pro Video kommen.

    Das ist leider das Problem bei Youtube. Die können das von heute auf morgen ändern, wenn sie Lust haben. Ist ihre Plattform. Wenn die jetzt sagen: "So, Geld verdienen geht nur noch mit Kindervideos!" dann ist das so. Klar wird es die auch treffen, wenn halt große Youtuber abspringen werden oder eben wie @Gronkh keine Werbung mehr schalten wollen (wenn ich das richtig in Erinnerung habe), aber es gibt von der Reichweite auch keine Alternative zu Youtube. Vielleicht Twitch irgendwann mal. Und daher werden sich bestimmt auch einige sagen: "Na gut, dann mache ich jetzt lieber kindgerechte Videos und behalte meine bisherigen Zuschauer bei Youtube, als auf einer anderen Plattform nochmal von vorne anfangen zu müssen."

    Gibt hier grob gesagt zwei Lager. Einmal die, die das Let's Plays wegen des Spiels schauen und dann die, die es wegen des Youtubers schauen und das Spiel dabei relativ egal ist. Ich gehöre zwar auch zur ersten Gruppe und daher schaue ich auch bei meinen favorisierten Youtubern nicht alle Videos, wenn mich das Spiel eben nicht interessiert, kann aber die andere Seite auch verstehen. Aber ich möchte bei einem Let's Play das Spiel erleben und da gehören langweilige Parts eben auch mal mit dazu, wo man nur rumläuft. Das kann auch sehr zur Atmosphäre beitragen.


    Daher halte ich es eben auch so, dass alles, was über das Spielen und Aufnehmen selber hinausgeht, soweit es geht automatisiert und vereinfacht wurde bei meinen Let's Plays. Kein Facecam, keine "lustigen" Effekte in den Videos, keine Schnitte. Einfach nur Spiel und Kommentar dazu.

    Ich denke, es werden nicht nur die Titel und Keywords ect. gescannt, sondern eben auch die Tonspur des Videos. Vielleicht reicht es da schon, wenn du einmal "Fuck" oder "Scheiße" sagst, dass das Video nicht mehr werbefreundlich ist.


    Werbefreundlich scheint ja äquivalent mit kindgerecht zu sein.

    1. Spoiler: Indem du schreibst, was so das Highlight des Videos sein wird, weiß der Zuschauer, was auf ihn zukommt und will das unbedingt sehen.

    Bin ich kein Fan von. Ich möchte mich in der Folge gerne von der den Storyplots überraschen lassen und wenn die Folge dann heißt: "So, Hans ist also der Verräter!" ist für mich die Spannung weg und ich ärgere mich, dass mir dieser Plottwist genommen wurde.


    2. Fragestellung: Durch Fragestellung konfrontierst du den Zuschauer mit einem Thema, dessen Lösung noch unklar ist und der Zuschauer will es durch das Ansehen des Videos erfahren.

    Das ist dann schon eher meine Herangehensweise. Ein wichtiges Ereignis andeuten, aber nicht verraten, um das Interesse des Zuschauers für das Video zu wecken. Muss nicht unbedingt als Frage gestellt werden: "Wir entlarven den Verräter!"


    3. ausdrucksstarke Adjektive: Durch ausdrucksreiche Adjektive wie episch, lustig, spannend oder ähnliche kannst du den Zuschauer manipulieren. In Steigerungsformen ist es noch effektiver. z.B.: Der spannenste Kampf meines Lebens!

    Sagt mir überhaupt nicht zu, denn wenn in jeder Folge Superlative benutzt werden, schwächt das die Wirkung dieser deutlich ab. Es ist halt nicht immer das Extremste, was je passiert ist. Dann am Besten in Kombination mit Capslock: "Der HEFTIGSTE VERRAT evooooor!" und diese Art von Clickbait* sorgt dafür, dass ich überhaupt nicht erst auf das Video klicken will.


    4. Zuschauerbindung: Wenn du den Zuschauer direkt mit einbeziehst, zum Beispiel: Das wusstest du noch nicht!, wird er sich angesprochen fühlen und eher auf ein Video klicken.

    Auch das geht mir zu sehr in den Bereich Clickbait*, der mich eher abschreckt, als auf ein Video zu klicken. "Du wirst nicht glauben, wer der Verräter ist!" Wird ja auch gerne von Überschriften in online Blogs und Zeitungen genutzt, um eben Leute auf die Seite zu locken und den Artikel zu bewerben: "Mann geht aus seinem Haus. Du wirst nicht glauben, was dann geschah." und dann ist das eine unnötige Lappalie oder eben eine Selbstverständlichkeit, z.B. dass er in sein Auto steigt und zur Arbeit fährt. Und gerade Sätze wie "Du wirst nicht glauben, was dann geschieht!" oder "Das hast du noch nicht gewusst!" bauen eine Erwartungshaltung auf ein besonderes Ereignis auf, was sich dann aber oft (oder immer) als bedeutungslose Nichtigkeit rausstellt.



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    *Clickbait bedeutet für mich in dem Fall das übertriebene Verwenden von Superlativen oder in Beispiel vier das bewusste Aufbauen einer Erwartungshaltung auf eine besondere Auflösung, die dann nicht geliefert wird.