Beiträge von Negoya

    Huch! Lieben Dank, Eisenseele, habe den Beitrag jetzt erst gesehen. Freut mich zu sehen, dass ich den Spielen damit mehr Aufmerksamkeit bescheren kann, quasi parallel zur Selbstunterhaltung. :) Und ja, die lieben Videobeschreibungen, das ist auch so ein Thema für sich. Ich mag detaillierte Beschreibungen auch bei anderen sehr gerne, das rundet für mich den Gesamteindruck ab. Vergleiche das immer ganz gerne mit Booklets in CDs, die ich mir auch jedes Mal anschaue und wo es den Gesamteindruck etwas trübt, wenn das lieblos gestaltet ist. Komische Macke meinerseits, irgendwie. :)


    #58: Mission: In den Abgrund (1/2)
    Kaum in Royotia angekommen, wird wieder an allen Ecken unsere Hilfe benötigt. Wir folgen brav der herrschaftlichen Hierarchie und kümmern uns zuerst um den Marquis von Royotia, auch Priam genannt. Die Beschützerin dieser Stadt, die Flammenwächterin, scheint uns zu rufen und das wiederum verwirrt den armen Priam. Also folgen wir dem Ruf und schauen, was wir für die Wächterin tun können. Mit dem Flammen-Schlüssel im Gepäck erreichen wir bisher unerforschte Areale in der Lavagrube und treffen hier wie prophezeit die Flammenwächterin.
    Von ihr erfahren wir, dass sie die Hüterin Vespalias ist, des Vogels, der Royotia zerstören soll/will/kann. Das Flattervieh steht kurz davor, sich aus seinem Bann zu befreien und jetzt ratet mal, wer ihn stoppen soll... Um überhaupt eine Chance gegen den offensichtlich übermächtigen Vogel zu haben, müssen wir vorher 9 purpurne Scherben finden, die uns neue Ausrüstung herbeizaubern sollen und uns einen Sieg ermöglichen. Kann also noch dauern, denn das könnte eine lange Suche werden...
    Und weil wir heute unseren barmherzigen Samariter-Tag haben, helfen gleich noch einer anderen Bewohnerin im Pub, einer sehr jungen Dame, deren Anliegen ich in der nächsten Videobeschreibung etwas präzisieren werde. ;-)

    #66: Verzerrte Stimme & agile Leichen (1/3)
    Nun fehlt uns nur noch ein Teilchen, um endgültig zum Big Daddy zu mutieren: Der Stimmenverzerrer. In den Optimized Eugenics sollen wir fündig werden. Auf der Zielgeraden schöpft das Spiel schockertechnisch nochmal aus dem Vollen: Am Boden liegende Leichen stehen hier im gefühlten Akkordtakt wieder auf. Total verängstigt gabele ich den Stimmenverzerrer auf, schließe damit meine Transformation zu einem Big Daddy ab und begebe mich zum nächstbesten Lüftungsschacht, um mir eine Little Sister zu angeln. Der Plan geht auf: Offensichtlich klinge, stinke und sehe ich aus wie ein großer, blecherner Papa.
    Eigentlich professionell gelöst, doch kurz vor dem Ziel verliere ich die Sister, nachdem sie keine halbe Minute in meiner Obhut war. Epic fail.

    #57: Bergbau-Ambiente in Royotia (2/2)
    Wir erkunden noch den letzten zugänglichen Winkel der Lavagrube, betreten kurz die Tiefen der Unterwelt und machen uns dann auf den Weg in die Bergbaustadt Royotia, wo wir den Mitteilungsbedürfnissen der Leute unser Ohr schenken und die hiesigen Läden natürlich nach brauchbarem Material abklappern. Genauso die Gilde und die Kneipe "Der Feuerstein", wo wir neue Kräfte sammeln, um uns für zukünftige Nebenmissionen zu wappnen. Endlich mal wieder ein bisschen Stadtleben!

    #65: Ein Paar Schuhe in der Buchhandlung (3/3)
    Auf der Suche nach den Big-Daddy-Stiefeln ereilt uns ein kleiner Rückschlag: Sie sind nicht -wie von Tenenbaum vermutet- in der Kandidateninduktion. Durch ein Suchong-Tonband erfahren wir, dass diese in die Bibliothek verfrachtet wurden. Offensichtlich hat der Lieferant Mist gebaut. Egal, damit haben wir ein neues Ziel und begeben uns eher zufällig auch direkt dorthin. Inmitten von Büchern, Verteidigungsmaschinerien und wütenden Bibliothekaren werden wir tatsächlich fündig. Immer her mit dem Schuhwerk!

    #56: Lavagrube & Vodianoi (1/2)
    In diesem Part widmen wir uns der Erkundung weiterer entlegener Winkel dieser Welt und landen in der Lavagrube, die zwar schon lange aktiviert, jedoch nie von uns besucht wurde. Dabei gibt es hier allerhand zu entdecken, inklusive einem seltenen, wie immer außerplanmäßigen Gegner. Ich möchte hier weder hinsichtlich Gegnertypen noch Items irgendetwas spoilern oder gar auflisten, deswegen sage ich einfach: Feuer frei für diese ziemlich heiße Augenweide eines Dungeons!

    #64: Die Welt durch Daddy's Augen sehen (2/3)
    Wir durchforsten die letzten Räume und Räumchen der Little-Sister-Erziehungsanstalt, sammeln alle notwendigen Pheromone zusammen und eignen uns den alles andere als bezirzenden Duft eines Big Daddys an. Irgendwie schaffen wir es dann in die Kandidateninduktion, wo wir ein wahrliches Meer von Big-Daddy-Helmen vorfinden und uns praktisch frei bedienen können, um unserer Daddy-Transformation ein Stückchen näher zu kommen. Natürlich gibt es auch diesmal wieder Splicer, die ihre aggressiv-gewalttätigen Einwände erheben müssen. Immer diese testosterongesteuerten Raufbolde.

    #55: Die Obsidianpfade im Dunkeltal (2/2)
    Back to the roots: Wir kehren zurück zum Dunkeltal und erkunden hier einen nunmehr freigeschalteten Bereich, der uns vorher noch verwehrt blieb. Hier haben wir erwartungsgemäß so einige Aha-Effekte: Neue Schätze, neue Gegner, virtuelle Tode und zwei seltene Gegner sind fast schon mehr als erhofft. Eigentlich sollte das ein kurzer Abstecher werden, stattdessen werden wir hier stärker gefordert als erwartet. Es zeigt aber auch: Dungeon-Rückkehraktionen sind durchaus sinnvoll, denn wir kehren mit vollen Taschen wieder heim!

    #63: Point Prometheus' Erziehungsanstalt (1/3)
    Kaum erreichen wir Point Prometheus via Tauchkugel, provoziert uns Frank Fontaine direkt und lässt sich sogar blicken. Allerdings haut er ab, weil ihn wahrscheinlich unsere unglaubliche Epicness verschreckt. *hust* Stattdessen dürfen wir uns mit seinen minderbemittelten Lakaien herumschlagen. Er verbarrikadiert sich in einem Hinterstübchen, das wir nur erreichen können, wenn wir die Form eines Big Daddys annehmen - nicht nur audiovisuell, auch olfaktorisch. Also begeben wir uns auf die Suche nach den entsprechenden "Zutaten".
    Wir erreichen die hiesige Erziehungsanstalt "Little Wonders", wo wir zuerst nach Pheromonproben eines Big Daddys suchen. Gut, dass Tenenbaum im Sekundentakt betont, wie widerlich ein Big Daddy stinkt.

    #54: Das Auge der Verdammnis (1/2)
    Voll beladen mit maximalem Kräuterkontingent, ein letztes Mal in die Hände gespuckt, einmal laut "Tschakkaaaaa" in den Balterossischen Himmel gebrüllt und ab in die Tiefen der Burg Mojcado, wo wir unsere geschundene Seele, unseren zermarterten Stolz und unsere malträtierte Würde zurückzuholen werden. Auge der Verdammnis, auch wenn ich dich anfangs wie ein dummer Bauer suche, du dich in deinem Hinterstübchen über mich lustig machst und ich ewig brauche, dich zu finden, so lass dir gesagt sein: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

    #62: Geglückter Drogenentzug (3/3)
    Immer noch auf der Suche nach einer zweiten Dosis von "Versuch 192", erreichen wir letzten Endes Frank Fontaines Wohnung. Nachdem wir uns von den extravaganten Räumlichkeiten haben beeindrucken lassen, finden wir unsere gesuchte Zweitdosis, konsumieren diese und bekommen von Tenenbaum den Auftrag, uns nach Point Prometheus zu begeben. Vor der Tauchkugel heißt es dann: Einmal tief durchatmen und mental vorbereiten auf die bevorstehende Konfrontation mit Mr. Fontaine. Na das kann ja heiter werden.

    #53: Mission: Blühende Blume, singender Vogel (3/3)
    Nach zig gescheiterten Versuchen, das Auge der Verdammnis niederzuringen, konzentrieren wir uns auf den Missionsabschluss und machen nach laaaanger und beschwerlicher Suche endlich den von Hinnah gesuchten Gegenstand ausfindig, den wir ihr zurückbringen und die Burg Mojcado verlassen. Hannah ist glücklich, ihre Schwester wieder in die Arme schließen zu können, setzt ihre unmoralischen Andeutungen fort, entlohnt uns aber erstmal nur im materiellen Sinne. Doch in meinem Kopf ist nur Platz für ein Thema: Die Vorbereitungen für die Rache am vermaledeiten Auge der Verdammnis. Oh Auge, ich komme wieder und meine Rache wird furchtbar...

    #61: Voll auf Drogen dank "Versuch 192" (2/3)
    Nachdem wir auch die entlegensten Winkel der Artemis Suites erforscht haben, wagen wir uns nun an Versuch 192, konsumieren das ominöse Zeug und werden tatsächlich von Code Yellow befreit! Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen, denn unsere Plasmide führen ein verrücktes Eigenleben und sind nunmehr nicht kontrollierbar. Witzig, irgendwie. Um auch dieses Malheur zu beheben, benötigen wir eine zweite Dosis. Tenenbaum schickt uns zurück in die Mercury Suites, wo wir angeblich fündig werden sollen. Unsere Rückkehr wird jedoch von einem eher unfreiwillig inszenierten Konflikt mit einem Big Daddy unterbrochen...

    #52: Ungesunder Augenkontakt (2/3)
    Wir setzen unseren Streifzug durch die Burg Mojacado fort, immer noch auf der Suche nach Hinnah, die von ihrer Schwester Hannah vermisst wird. Nach ewigem Hin und Her finden wir sie sogar, haben damit aber unser Ziel noch nicht erreicht, den sie hat hier etwas verloren, ohne das sie die Burg nicht verlassen möchte. Heißt für uns: Bühne frei für Suchaktion Nr. 2! Wir können nun die Phoenix-Sektion ohne Einschränkungen betreten und werden auch diesmal wieder von einem grünen/seltenen Gegner böse überrascht: Dem Auge der Verdammnis. Dieser Kontrahent bringt mich allerdings wirklich an meine Grenzen, da mein Kräutervorrat zur Neige geht und ich dadurch erstmal einen feigen Rückzug antreten muss...

    Ich freue mich auf die Poster, die sich noch an diese Zeiten erinnern (ihr alten, über 20-Jährigen ;)) und davon sprechen, dass damals noch andere Dinge im Mittelpunkt standen. Zwar wird man heute immer wieder darauf hingewiesen, aber damals war das nicht einmal nötig: Spaß bei der Sache. Außerdem war schlechte Qualität fast Pflicht bzw. zeugte von Authentizität.

    Hui, ein Appell an die Szene-Senioren unter uns, da fühl' ich mich glatt angesprochen. ;)
    Das Thema Qualität betrachte ich in vielen Diskussionen sehr zwiespältig. Die erste Assoziation mit diesem Begriff ist bei vielen die Technik im Sinne von Hardware. Ja, es gehört dazu und ja, es ist nicht unwichtig. Aber es ist nicht der Schlüssel. Die schlechte Qualität, von der du sprichst, bezieht sich denke ich ebenfalls auf die technische Qualität. Und ja, das war am Anfang so. Warum sind die alten Hasen trotzdem erfolgreich geworden? Weil sie einen qualitativ hochwertigen Kommentarstil geboten haben. Das ist zumindest in meinen Augen der richtige Inbegriff von Qualität. Unterhaltung via Instrument Stimme und Erzählinhalt. Wer das beherrscht, der ist das, was man gemeinhin als "gut" bezeichnet. Wer hier nichts bieten kann, den retten auch keine überteuerten Mikrofone, High-End-PCs oder Schneideprogramme. Schon merkwürdig, wie sich die Prioritäten gedreht haben. Früher hat man erst geredet und geübt, dann nach und nach aufgerüstet. Heute wird erst aufgerüstet und danach entstehen Threads à la "Worüber soll ich in meinen LPs sprechen?" oder "Wie kriege ich mehr Abos?". Eine in meinen Augen absolut falsche und kontraproduktive Entwicklung.


    Heutzutage werden täglich Threads erstellt mit Fragen, wie man mehr Abonnenten erhält, warum man überhaupt LPn sollte, ob man keine Freunde hat.
    Außerdem ist es zum Normalzustand geworden, dass nach Erstellung eines Kanals unweigerlich die Partnerschaft in welcher Form auch immer folgen muss. Natürlich nur für die Thumbnails.
    Benutzerdefinierte Thumbnails sind wahre Klickfänger. Ich habe sie bereits bei 2-5 Videos von meinen ca. 750 verwendet und diese erhalten unglaublich viele Aufrufe.
    720p ist mittlerweile Standard. Persönlich begrüße ich das, doch muss ich täglich Threads lesen wie "Internet so langsam, Dateien so groß, [lexicon]MeGUI[/lexicon] zu schwer, will aber berühmt und von allen geliebt werden mit möglichst wenig Aufwand."

    Da sind einige schöne Beispiele dabei, die recht offenkundig Aufschluss über die Mentalität eines Let's Players geben. Ich schaue mir die Kanäle dieser Leute recht oft an, einfach um zu schauen, ob mein Eindruck sich bestätigt und das ist fast immer der Fall. Der Großteil hat kaum Praxiserfahrung, kaum Abonnenten und noch lange nicht den richtigen Kommentarstil gefunden. Wenn dann von Partnerschaft die Rede ist und die Leute das mit den benutzerdefinierten Thumbnails begründen, dann ist das ein Witz, denn wer sich nur 2 Minuten Zeit nimmt, um sich mit der Materie zu befassen, der findet sehr schnell heraus (nicht nur hier im Forum), dass für dieses Feature keine feste Partnerschaft notwendig ist. Fazit: Eindeutiger Fall von purer Faulheit. Maximale Gewinne mit minimalstem Aufwand, so scheint die Devise vieler zu sein. Das klingt trocken und betriebswirtschaftlich? Ja, ich denke, dass es für viele auch nichts anderes ist. Ein Medium, das als Melkkuh für schnelle Einnahmen seinen Kopf hinhalten muss. Da kann man noch soviel von Spaß und Leidenschaft faseln. Gerade hier im Forum erkennt man recht schnell, wer seine Prioritäten wie verteilt.
    An dieser Stelle sei noch kurz angemerkt, dass sich Spaß an diesem Hobby und der Wunsch nach monetärer Vergütung keineswegs ausschließen. Es gibt sicher durchaus Youtuber, die damit Geld verdienen und Spaß dabei haben bzw. das Hobby selbst dann fortsetzen würden, wenn man den Geldhahn zudrehen würde. Aber wir sprechen ja hier von dem "Ich habe 5 Abonnenten, bin seit 2 Wochen dabei und will monetarisieren"-Klientel und da halte ich besagte gesunde Mischung eher für unwahrscheinlich.


    Einige wollen mit diesem 'Hobby' ihren Lebensunterhalt oder zumindest etwas Taschengeld dazuverdienen. Die einen verpönen dies, die anderen haben Verständnis aber keine Klicks, der Rest macht es schon fleißig und 'muss dann mal wieder aufnehmen'.

    Oft habe ich ebenfalls den Eindruck, dass viele das Aufnehmen als Zwang sehen. Kann natürlich auch zuviel reininterpretiert sein. Aber man liest tatsächlich recht häufig vom Muss. Vielleicht sehe ich das auch zu kleinkariert. Ich denke, dass jeder, den man diesbezüglich auf seine Wortwahl anspricht, diesen "Vorwurf" abstreiten und darauf verweisen würde, dass das "müssen" ja mit Spaß verbunden sei. Nun ja.


    Weiterhin waren in diesem bzw. dem anderen Forum anfänglich sehr viele, heute und/oder damals, große und erfolgreiche Let‘s Player angemeldet und haben sich auch beteiligt. Wenn ich mich heute umsehe, sehe ich fast nur 'Neue', oder 'Kleine', die meist ihre kurze, technische Frage stellen und ihren 2-Zeiler in 'Diskussionen über Let's Plays' erstellen und nebenbei auf ihren Kanal aufmerksam machen.

    So sieht's aus. Von diesen Usern, die sich nicht am Forumsgeschehen beteiligen, sich aber dennoch anmelden, gibt es maximal 3 Phasen (um das mal ein bisschen theoretisch aufzugreifen, denn so habe ich das in den letzten Monaten aufgefasst): 1. Vorstellung im Vorstellungsbereich. Einige versuchen das auch mehrfach, also stellen sich alle paar Wochen neu vor, was laut Bereichsregeln nicht gestattet ist. 2. Projekte posten im Bereich "Abgeschlossene/Unvollständige Projekte". 3. Threads eröffnen, wenn man nicht weiterkommt, meist bei Problemen technischer Natur. Schade ist, dass diese Leute allesamt eine riesengroße Gemeinsamkeit mit uns allen haben, denn sie teilen dein und mein und sein und ihr Hobby. Dennoch klinken sie sich komplett aus der Community aus, versuchen hier primitiv Werbung zu platzieren und verschwinden dann von der Bildfläche in der Hoffnung, im Alleingang möglichst schnell möglichst viel zu erreichen. Das sind Verhaltensmuster, wo ich nur schwer abkaufen kann, dass es hier ausschließlich um den Spaß geht.


    Gestern hat man mich (von einem relativ neuem User) mal wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Userschaft hier scheinbar recht verbittert ist. Dies liegt wahrscheinlich an der Barschheit, die sich scheinbar als Souveränität ethabiert hat, mit der oft auf Fragen und Diskussionen reagiert wird. Andererseits sind diese Fragen auch oft schnell durch die Forensuche selbst zu beantworten und die Diskussionensthreads wurden eben mal in 10 Sekunden erstellt, weil sich jemand dachte: "Oh, worüber soll ich eigentlich in meinen Videos reden?". Die Alteingesessenen können dies mitunter nicht mehr sehen; da sich das aber nicht bessert, gehen sie zum Teil nach einer Weile auch auf Nimmerwiedersehen.

    Oh ja, Verbitterung lese ich hier auch ständig heraus. Kann mich noch gut daran erinnern als ich mich damals hier angemeldet habe. Anfangs ist man ja noch recht euphorisch und ein bisschen aufgeregt, weil alles noch so neu und fremd ist. Wenn man Foren zu anderen Bereichen aufsucht, die an irgendwelche Hobbies geknüpft sind (Musik, Bücher, Fernsehen etc.), da ist der Ton ein gänzlich anderer. Obwohl Let's Plays für mich genauso ein Hobby ist wie zum Beispiel Bücher, wenn auch etwas komplexer, erlebe ich in allen anderen Foren ein viel ruhigeres und freundlicheres Gesprächsklima. "Warum auch Köpfe einschlagen?", denke ich mir jedes Mal, "Wir sind ja alle hier, weil wir eines gemeinsam haben und uns darüber austauschen möchten." Ich bin mir ziemlich sicher (auch wenn es unter euch so manchen geben wird, der mir widersprechen wird), dass wir hier ein genauso lockeres und spaßiges Klima hätten, wenn man mit Let's Plays kein Geld machen könnte. Und auch wenn ich solche Sprüche für abgedroschen halte und Geld in meinen Augen nicht so unwichtig ist im Leben, wie viele das ganz gerne behaupten, so behaupte ich dennoch, dass Geld die Szene verdirbt und die Anhänger in zwei Lager spalten, wodurch es hier immer wieder zu Reibereien kommt. Die Idealisten auf der einen Seite ("Ich brauche keine Partnerschaft und will nie etwas monetarisieren, ich mache das nur aus Spaß.") und auf der anderen Seite die sogenannten "Fame-Huren" ("Wie kriege ich schnell Abos?", "Welches Projekt kommt am besten an?", "Wie kann ich mich schnellstmöglich partnern lassen?", "Besucht mich, ich bin spaßig und hab' Qualität!!!11"). Und dann gibt es natürlich noch die, die beides vereinen und solche, die dem einen Lager angehören, aber versuchen, sich als Anhänger des "gegnerischen" Lagers zu verkaufen. Mentalitätskonflikte, die wir ohne Geld nicht hätten. In anderen Bereichen, wo man sich ebenfalls produktiv und kreativ betätigt, gibt es solche Probleme nicht. Das weiß ich aus diversen Metal-Communities, wo viele auch eigene Bands haben und im Gleichgesinnten keine Konkurrenz sehen, sondern man eher geneigt ist, sich zu helfen. Gleiches gilt für den Bereich des kreativen Schreibens. Auch hier gibt es Unterstützung an jeder Ecke. Klar, der eine oder andere wird sein Konkurrenzdenken auch in diesen Ecken nicht ablegen können, aber diese Leute bleiben die Minderheit. Und die gewagteste These ever kommt jetzt: Die Leute in den anderen Bereichen sind erwachsene Menschen, viele auch über 30 und 40. Bodenständig und ihr Hobby wirklich nur als Hobby betrachtend. Eine Denkweise, die ich hier im Forum manchmal vermisse. Gibt aber auch viele positive Gegenbeispiele, ich will das keineswegs überdramatisieren.
    Wenn es hier etwas Dramatisches zu bemängeln gibt (um wieder auf deinen zitierten Beitrag zurückzukommen), dann ist das die teils grenzenlose Faulheit vieler User, von der Suchfunktion Gebrauch zu machen und einen kurzen Blick in die Bereichsregeln zu werfen. DAS ist der einzig wahre Skandal. ;)


    Wo wird das hinführen? Wir schrieben mal in dem Thread "Wie wird die Szene in Zukunft aussehen". Die einen vermuten, dass sich die Anzahl der LPer stark reduzieren wird und nur die 'Guten' übrig bleiben - klingt fast wie Wunschdenken. Andere schätzen eher, dass wir immer weiter wachsen und die Quantität noch den letzten Nicht-Kenner anlockt. Doch je mehr man von etwas hat, desto weniger ist das Einzelne besonders.
    Seid ihr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung? Glaubt ihr, ihr tragt zur Verbesserung der Situation bei? Ist euch die Szene überhaupt ein Anliegen oder bestreitet ihr sogar ihre Existenz?

    Die für mich schwierigste Frage von allen. Ich weiß es nicht und selbst Mutmaßungen fallen mir schwer. Folgendes vermute ich, so rein bauchgefühlsmäßig: Wenn die Let's Play-Szene es in den nächsten Jahren schafft, sich in der deutschen Medienlandschaft stärker zu behaupten und somit auch einen weitaus größeren Menschenradius zu erreichen, dann wird es einen rasanten Anstieg geben, sowohl bei den Produzenten als auch bei den Konsumenten. Schafft es das Medium nicht und bewegt sich weiterhin fernab von Massentauglichkeit (auch wenn Leute wie Gronkh oder Coldmirror diese bereits erreicht haben, das sind für mich aber keine klassischen Let's Player), wird die Szene eher schrumpfen, zumindest hinsichtlich der Produzenten. Ich weiß ja nicht, wie lange jemand gewillt ist, sich an dem Thema die Zähne auszubeißen, aber irgendwann müsste doch nahezu jeder erkennen, dass man eben nicht von heute auf morgen zu Ruhm und Reichtum gelangen kann. Und dass das selbst nach 10 Jahren im "Business" nicht gewährleistet ist. Die Szene wäre insgesamt wesentlich besser bedient, wenn man das einfach mal ein bisschen lockerer und unverkrampfter angehen würde.


    Warum klickst du nichtmal einen Projektthread an, ganz gleich, ob du das Spiel kennst, und schaust mal rein, hinterlässt einen 2-Zeiler, der vielleicht nur "Kannte ich gar nicht, sieht aber interessant aus. Du könntest allerdings etwas weniger rauschen." enthält? (Fragen stehen bewusst in Zukunft->Vergangenheit-Gegenwart Reihenfolge)

    Das mache ich sogar sehr gerne, wenn die Zeit dafür da ist, auch wenn das dann meist mehr als 2 Zeilen sind (ich tu' mich echt schwer im Kurzfassen). ;) Viele bedanken sich auch direkt per PN. Der Markt ist einfach übersättigt, die Masse an Videos steigt an, viele gute Let's Player gehen unter, der Frust wächst, weil keine Zuschauer an Land gezogen werden, das Konkurrenzdenken nimmt zu. Wenn es eine Sache gibt, die mich an diesem Hobby nervt, dann ist es die mangelnde Kameradschaftlichkeit gekoppelt mit zuviel Verkrampfung und einer Ermangelung am Blick für das Wesentliche: Das Videospiel.


    Zum Schluss noch eine Aussage: Der Spaß soll im Vordergrund stehen, sollte aber mit dem nötigen Ernst betrieben werden. Oder? Oder gilt das nur, wenn man viele Aufrufe will?

    Problem ist, dass mir der Begriff "Spaß" in diesem ganzen Let's Play-Kontext -gerade hier im Forum- zu schwammig ist. Auch Geld verdienen macht Spaß, auch das Hinarbeiten auf Fame kann Spaß machen. Das Wort hat sich hier so dermaßen abgenutzt, dass es mir überhaupt nichts mehr sagt. Für mich soll die Liebe zum Videospiel im Vordergrund stehen, auch wenn das etwas pseudo-pathetisch formuliert ist. Wenn das die Übersetzung für "Spaß" ist, dann trifft deine Aussage für mich genau ins Schwarze.

    #60: Artemis Suites & Suchongs Labor (1/3)
    Endlich erreichen wir die Artemis Suites, das etwas ramponiertere Pendant zu den Mercury Suites. Inmitten der ganzen verlassenen Räumlichkeiten soll sich nun auch Suchongs Labor befinden und Tatsache: Plötzlich stehen wir mittendrin. Der Anblick diverser Behandlungsräume lässt mir das Blut in den Adern gefrieren, aber es gibt keinen Weg zurück: Wir müssen Versuch 192 hier aufgabeln, sonst können wir uns unser herbeigesehntes Happy End in die Haare schmieren.

    #51: Hannah, Hinnah und die Mörderklaue
    Es war einmal eine junge Frau mit keckem Kurzhaarschnitt, die gerne im Café Mondstaub in Balterossa herumlungerte, sich als Söldnerin versucht zu verkaufen und Ausschau nach starken und fähigen Männern hielt. Normalerweise angelte sie sich selbige für ihr libidinöses Vergnügen; da Hannah nun aber ihre Schwester Hinnah vermisst, stellt sie ihr persönliches Interesse vorerst zurück und bittet uns, diese in der Burg Mojcado ausfindig zu machen, nicht ohne uns ihre wolllüstigen Dienstleistungen als Belohnung in Aussicht zu stellen. Wir helfen ihr - was natürlich nichts mit Rushs Begierden zu tun hat, sondern einfach nur unserer grenzenlosen Hilfsbereitschaft zu verdanken ist.
    Leider kommen wir hier nicht wirklich zum Abschluss, denn die Suche nach Hinnah wird von einem seltenen Gegner behindert: Der Mörderklaue. An dem beiße ich mich wieder mal fest, auch wenn er mir ganz schön Paroli bietet...

    #59: Robin Hoods böser Bruder (3/3)
    Wir wuseln uns weiter durch die beängstigenden Räume von Frank Fontaines Armenzuflucht, sammeln hier fleißig Munition, Geld, Tonbänder, ein Tonikum und Paranoia en masse. Aber hey, auch wenn wir uns nach dem Verlassen der Einrichtung irgendwie kriminell fühlen - immerhin sind unsere Taschen prall gefüllt mit Geldscheinchen. Das Kehrbild von Robin Hood: Wir nehmen es von den Armen und geben es den Reichen. Und ja, wir sind reich, denn wir hatten auch vor dem Besuch hier schon haufenweise Geld dabei. Kapitalismus, ahoi!

    #50: Mission: Lebwohl, meine Liebe
    Nachdem wir beim letzten Mal die Hauptstory vorangebracht haben, widmen wir uns nun wieder den neuen (und alten) Wehwehchen der Stadtbewohner. Nebenmission-Zeit! Eingeläutet wird die neue Nebenquest-Ära von Paris, dem alten Herzensbrecher, den wir diesmal mit Charlotte zusammen zum Seher eskortieren sollen, der sich in den Großen Unterlanden befindet. Klingt nach einem Spaziergang, denn dort waren wir schon zig Male. Allerdings ist der Seher nicht ganz so drauf, wie wir ihn erwartet hätten...

    #58: Krawalle in Fontaines Armenhaus (2/3)
    Auf unserem Streifzug durch den Apollo Square erreichen wir Fontaines "Zuflucht für die Armen", eine fadenscheinige Wohltätigkeitseinrichtung, wie uns Fontaine im Vorfeld wissen lässt. Offensichtlich ist hier ein Dreh- und Angelpunkt für Splicer-Zusammenkünfte, denn der Laden brummt. Wir arbeiten uns durch diverse Stockwerke und durchstöbern die ramponierten Räume. Einladend ist diese Einrichtung nicht wirklich: Leiche, soweit das Auge reicht und auch die überlebenden Exemplare empfangen uns nicht gerade mit offenen Armen. Schade eigentlich.

    #49: Familientreff in Kriegszeiten (3/3)
    Endlich machen wir unsere Mutter ausfindig und kommen dazu, ein paar Worte mit ihr zu wechseln. Wir erzählen ihr, was unserem Vater zugestoßen ist; dass er im Koma liegt und nur Wagram ihn aus diesem Zustand befreien kann. Aber auch unsere Mutter plaudert aus dem Nähkästchen. Wir erfahren, dass sie Marion Marshalls Segen besitzt, ebenso Irina. Marion war die Frau, die das Artefakt von Elysion gebunden und den Gottkaiser geheiratet hat. Sie konnte die Bindungen der Artefakte auflösen und durch ihre eigenen ersetzen. Unsere Mutter sieht darin einen Fluch, da die Gabe zu Irinas Entführung geführt hat. Doch Rush bleibt optimistisch und ist nun auf's Neue angestachelt, seine Schwester schnellstmöglich zu finden. Marina überlässt uns ein Amulett, welches wir Irina überreichen sollen. Und verschwindet dann spurlos...
    Zurück in Athlum, überschlagen sich erneut die Ereignisse: Der Kongress wollte dem Eroberer kein Artefakt zusprechen und alle Lords sind in ziemlicher Aufregung, denn der Eroberer droht, die Länder einzunehmen und ihre Artefakte zu beschlagnahmen. Wie man es auch dreht und wendet: Ein Krieg scheint unmittelbar bevorzustehen. Herzog Hermeien will deswegen mit Athlum kooperieren. Der Kongress hat sich in zwei Fraktionen gespalten: Die einen sind auf der Seite des Vorsitzenden Hermeien, die anderen sympathisieren mit dem Eroberer, womöglich aus Angst vor der Strafe durch den Gottkaiser, in dessen Namen der Eroberer angeblich agiert. Hermeien wünscht ein persönliches Gespräch mit Lord David in Nagapur, unserem nächsten Zielort.
    Der Marquis erhofft sich von den Verhandlungen, Athlums Unabhängigkeit herauszuhandeln. Bleibt abzuwarten, ob Hermeien da mitspielt...