Das HL1202 HEADSET wurde mir freundlicherweise von Hörluchs zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt.
Dieser Testbericht beschäftigt sich mit dem HL1202 HEADSET (kurz: HL1202) von Hörluchs und richtet sich in erster Linie an Content Creator aus dem Gaming-Bereich. Allerdings werden auch Gamer, die weder Videos produzieren noch streamen, nützliche Informationen in diesem Testbericht finden.

HL1 Headset mit Smart Caps – Foto: Michael Schober
Vorweg: Das HL1202 ist eigentlich ein Set aus zwei Produkten von Hörluchs. Das Set besteht aus den HL1200 In-Ears und einem 2-Pin Headsetkabel mit integriertem Schwanenhals-Mikrofon. Die In-Ears werden an das Headsetkabel angesteckt, allerdings lässt sich das Kabel auch gegen andere 2-Pin-Kabelvarianten von Hörluchs auswechseln. So kann man beispielsweise ein Kabel ohne Mikrofon erwerben und dort seine HL1200 In-Ears verwenden. Ebenso können andere In-Ears von Hörluchs an das 2-Pin Headsetkabel angesteckt werden.
Einzeln sind die HL1200 In-Ears mit einem 2-Pin Standardkabel derzeit für 279 € erhältlich. Das Headsetkabel mit integriertem Mikrofon gibt es für 49 € und ist damit etwas teurer als das Standardkabel ohne Mikrofon, welches separat für 29€ erhältlich ist. Für das Set HL1202 werden 299€ fällig, hier kann also etwas Geld gespart werden, wenn man statt dem Standardkabel gerne das Headsetkabel mit Mikrofon haben möchte.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des HL1202 ist recht üppig. Das HL1202 kommt in einem edlen, hochwertigen Karton mit Pappschuber daher. Beim Öffnen findet man die bereits an das 2-Pin Headsetkabel angeschlossenen HL1200 In-Ears vor. Optisch macht das HL1202 einen guten, professionellen Eindruck. Außerdem springen einem sofort die Smart Caps ins Auge. Die Smart Caps lassen sich einfach auf die In-Ears stecken, um einen individuellen Look zu erzeugen. Hier ist anzumerken, dass diese für jeweils 4,90 € in verschiedenen Farben auch separat erhältlich sind. Außerdem können diese auch individuell angefertigt werden, beispielsweise mit dem Logo des eigenen Kanals. So hat man bei Verwendung einer Facecam sofort einen Hingucker. Neben dem eigentlichen Produkt enthält der Karton noch eine Menge Zubehör. So sind beispielsweise eine kleine, hübsch anzusehende, Stofftasche für den Transport, ein Reinigungstuch und Domes zum Wechseln dabei. Neben Domes aus Silikon sind auch Schaumstoffdomes aus Memory Foam Teil des Lieferumfangs. Beide Varianten gibt es jeweils noch in verschiedenen Größen. Außerdem gehören eine Garantiekarte, eine Benutzerinformation und ein Adapter für den Anschluss an die Konsole zum Lieferumfang.
Die In-Ears

HL1-In-Ears mit roter Smart Cap Paar – Foto: Daniel Elger
Die In-Ears bieten einen hohen Tragekomfort. Das Einsetzen gestaltet sich als sehr einfach. Sie gleiten leicht in Position und werden durch sanften Druck fixiert. Durch die Menge an wechselbaren Domes dürfte hier jeder eine geeignete Passform finden. Das Headsetkabel wird über die Ohren gelegt und mit einer Art Bügel an den Ohren fixiert. An der linken Seite befindet sich das biegsame Schwanenhals-Mikrofon. Insgesamt ist das Produkt sehr leicht, so dass man im Vergleich zu einem üblichen Gaming-Headset, kaum Druck auf den Kopf ausgeübt wird und man es kaum merkt. Auch nach Stunden verspürte ich keine Schmerzen oder unangenehmen Druck. Auch kann ich sagen, dass es problemlos für Brillenträger geeignet ist. Der Bügel an den Ohren stört keineswegs und drückt auch nicht auf das Brillengestell.
Die Klangqualität der In-Ears ist sehr hoch. Der Sound wird klar und präzise wiedergegeben. Bei den HL1200 liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Klangbild. Es gibt beispielsweise auch bassbetonte In-Ears von Hörluchs – diese werden allerdings mehr für Musiker, weniger für Gamer empfohlen. Da sich dieser Testbericht an Content Creator richtet, habe ich insbesondere zwei Einsatzszenarien überprüft: Einerseits Gaming, andererseits Voice Chat.
In Videospielen machen die In-Ears des HL1202 einen sehr guten Eindruck. So lassen sich beispielsweise die Schritte der Gegner in Shootern sehr einfach lokalisieren. Auch insgesamt hören sich Games mit dem HL1202 einfach gut an. Teilweise war ich sogar überrascht, dass ich plötzlich manche Feinheiten hören konnte, die mir zuvor nicht aufgefallen waren. Insgesamt wird alles ordentlich wiedergegeben, hier konnte ich keine Defizite feststellen. Bei der Kommunikation mit Freunden oder Teammitgliedern im Voice-Chat machen die In-Ears ebenfalls einen guten Eindruck. Alle Gesprächspartner sind gut zu verstehen, nichts wirkt verfälscht. Auch hier konnte ich nichts Negatives feststellen. Interessant könnte das HL1202 damit auch für Gamer aus dem Esports-Bereich sein.
Das Mikrofon

HL1 Headset einzeln – Foto: Daniel Elger
Kommen wir nun zur Tonqualität des Schwanenhals-Mikrofons. Beachtet bitte, dass das Headsetkabel mit Mikrofon auch separat für 49€ erhältlich ist und ich es daher auch einzeln bewerte. Auch hier möchte ich wieder einzeln auf verschiedene Einsatzszenarien eingehen. Als Content Creator würde sich der Einsatz bei der Videoproduktion beziehungsweise beim Streamen und im Voice-Chat anbieten.
Die Qualität des Mikrofons ist eher im unteren Bereich anzusiedeln. Als Einsteigermikrofon für die ersten Aufnahmen oder den kleinen Geldbeutel ist es durchaus geeignet. Allerdings zeigte es bei mir ein minimales Grundrauschen. Dies könnte jedoch in der Nachbearbeitung problemlos entfernt werden. Mit einem Großmembran-Mikrofon (t.bone SC450 USB Mikrofon) im Preisbereich von unter 100€ kann das Mikrofon klanglich nicht mithalten, allerdings war dies auch zu erwarten. Im Vergleich mit einem anderen Gaming-Headset (Logitech G433) war es meinem Empfinden und der Aussagen einiger weiterer Personen nach ungefähr gleichauf. Insofern ist es für die Aufnahme geeignet, ist allerdings, wie für den Preis zu erwarten, eher im Einsteigerbereich zu verorten. Im Wesentlichen trifft dies so auch für Streamer zu. Das Grundrauschen kann man hier mit den richtigen Einstellungen beispielsweise in OBS auch problemlos entfernen.
Im Voice-Chat macht das Mikrofon einen soliden Eindruck. Meine Gesprächspartner verstehen mich mit dem HL1202 klar und deutlich. Ebenfalls ist das Mikrofon weder am übersteuern, noch ist es zu leise. Ohne Feintuning der Einstellungen ist es sofort für den Einsatz im Voice-Chat bereit.
Fazit
Zusammenfassend bietet das HL1202 HEADSET eine gute Kombination aus In-Ears und Mikrofon. Es wirkt professionell und hinterlässt auch mit Facecam einen guten Eindruck. Natürlich sind das Herzstück hier die HL1200 In-Ears, sodass der Fokus nicht zu stark auf dem Mikrofon liegen sollte. Die In-Ears sind ohne Abzüge zu empfehlen, beim Mikrofon müssen Abstriche bei der Klangqualität in Kauf genommen werden. Hier sollte allerdings auch die große Preisdifferenz zwischen In-Ears und Mikrofon beachtet werden. Für Content Creator, die bereits ein Großmembran-Mikrofon besitzen, sind die HL1200 mit dem Standardkabel möglicherweise die bessere Wahl. Ansonsten lässt sich das Mikrofon durchaus für den Einstieg empfehlen. Positiv ist hier hervorzuheben, dass auch nach dem Kauf eines HL1202 das Headsetkabel noch durch das 2-Pin Standardkabel ausgetauscht werden kann, so dass sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten bieten. Beispielsweise könnte man dann das HL1200 mit Headsetkabel für Gaming und Voice-Chat nutzen, während man für Aufnahmen und Streams auf die HL1200 mit Standardkabel und ein Großmembran-Mikrofon zurückgreift.
Wenn ihr noch Fragen zum HL1202 HEADSET habt, könnt ihr diese gerne in diesem Thema stellen. Ich werde versuchen, diese nach bestem Wissen zu beantworten.
Das HL1202 HEADSET wurde mir freundlicherweise von Hörluchs zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt.