Jetzt ohne erst mal auf die genannten "Künstler" einzugehen kann das wie bei Dat Adam welche du ja auch genannt hast natürlich funktionieren.
Nur warum hat es bei denen funktioniert?
Weil die sich mit Rap an sich schon ne ganze Weile vorher beschäftigt haben.
Klar es ist Cloudrap und das muss man halt an sich vom Gesamtklang mögen - ist jetzt nicht so unbedingt mein Genre was aber daran liegt das ich viel zu sehr von Hardecore/Horrorcore Rap wie Ill Bill oder Onxy geprägt bin - aber das hat halt zumindest in den Grundzügen erstmal was mit anderem Cloudrap oder HipHop allgemein zutun was ich eben von den meisten andern YouTubern die sich dann als Musiker oder oft eben Rapper versuchen - um diesen fürchterlichen Kollegah Track zu zitieren "Das hat mit Hiphop nichts zutun" oftmals weder textlich noch vom Feeling.
Es ist aber halt gerade was ganz anderes ob man sich tatsächlich mit der Musik die man machen will auseinander setzt oder ob man das halt nur macht um nen neuen Markt zu erschließen. Ich will denen allen jetzt ja auch gar nicht den Produktionsaufwand absprechen immerhin sind die Videos oft ganz "cool" gedreht und geschnitten und sound-technisch stimmts auch aber dafür haben die ja auch die nötigen Mittel bevor sie sich eben gesagt haben - komm lass ma n Lied machen. Wenn man den diesen cleanen Sound mag zumindest.
YouTuber und Musik?
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Allerdings glaube ich, dass es nicht nur daran liegt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass in jedem Genre die Attitude eines Künstlers wichtig ist.
Ich sage nicht, dass man zu 100% real sein muss, um guten Rap zu machen, ganz im gegenteil. Aber man muss es von seiner Attitüde her glaubhaft rüberbringen können, sodass es auf den Zuschauer entsprechend wirkt.
Ich sage nicht, dass ich aktuellen Deutsch oder Amirappern, alles glaube was sie sagen, aber sie bringen es immerhin gut rüber und dann wirkt das ganze glaubhaft. Bei einem Leon Machere und auch bei ApeCrime wirkt das ganze auf mich eben sehr aufgesetzt und das finde ich peinlich.
Das finde ich wichtig, dass das was man von sich gibt glaubhaft ist und das man die Vibes/Feelings gut rüberbringt, nicht das es zu 100% der Wahrheit entspricht, aber man sollte sich schon Gedanken über seinen Inhalt machen und gucken, ob man seine Inhalte gut rüberbringen kann und dafür muss man sich eben auch mit der Musik auseinandersetzen.Ja Rap an sich war jetzt ja auch nur das Beispiel da das eben in den aller meisten Fällen als Genre von solchen Tubern verwendet wird - imho weil man da eben nicht singen muss sondern "nur" halbwegs cool über den Takt flowen.... woran es aber natürlich in den meisten Fällen scheitert.
Und natürlich muss man nicht real sein aber man muss halt zumindest alles um den eigentlichen Text so aufbauen das ein passender Vibe transportiert wird. ich glaub nem Necro natürlich nicht wenn er in seinem Track "Dead Body Disposal" darüber rappt wie er daheim in seiner Badewanne das Blut aus nem toten Körper pumpt aber seine Stimme und sein Flow klingen halt abgefuckt, der Beat ist halt verglichen mit anderen Hiphop Beats sehr düster und unharmonisch und das erzeugt dann eben so ne dark grimy athmosphere in der man sowas dann bringen kann ohne übertrieben peinlich zu wirken.
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Oarr, du glaubst gar nicht, wie oft ich, wenn nicht ganz diese, dann zumindest ähnliche Diskussionen im Netz oder im gemütlichen Grüppchen auf einigen Parties hatte, Rain. Bin zwar schon etwas länger auf YT unterwegs, aber Leon Machere sagt mir nix und Ape Crime kenne ich ehrlich gesagt nur durch meinen jüngsten Neffen. Zumindest läuft Apes Shizzle gern bei mir auf den Fernseher, ist der junge Spinnselmeister mal zu Besuch, der sich das dann dort gibt. Ich muss auch sagen, ich habe mir keines der beiden Videos oben angesehen. Ich glaube aber, dass beide Kreatoren oder Kanäle so etwa das gleiche Publikum bedienen werden. Im Falle von Ape Crime kann man mich mit Content dieser Art, wahrscheinlich auch altersbedingt, jagen. Bin absolut kein Fan davon, Rain. Doch obacht, bin dadurch aber auch nicht automatisch Hater. Ich betrachte Dinge gern objektiv und lass dabei meinen eigenen Geschmack außen vor.
Grob gesagt soll meiner Meinung nach jeder das machen, worauf er Bock hat. Es gibt Strolche, die filmen sich dabei, wie sie sich durch ihren Bart krauscheln und es gibt Mädels dazu, die darauf abfahren. Man probiert sich halt aus, die Wenigsten werden mit dem weitermachen, was sie tun, sollte kein Erfolgserlebnis eintreten. Somit ist das Publikum und deren Reaktion auf Content immer oder besser richtig häufig der wichtigste Faktor in solchen Sachen, denke ich. HarzIV-TeeVee gibt es warum? Genau, weil es halt bei nicht Wenigen ankommt. Wenn Ape Crime damit Erfolg hat, warum dann nicht weitermachen? Ich meine, ich muss mir deren Shizzle ja nicht zwangsläufig geben aber ich wäre wiederum auch nicht abgeneigt, würde sich mein LieblingsLPer oder meine LieblingsLPerin an der Musik versuchen. Wär echt interessant zu sehen, was dabei entsteht muss ich sagen. Allerdings finde ich persönlich, sollte kein Talent dahinterstecken, sollte man solch Zeug auch nicht unbedingt weiter pushen. Ein sehr gutes Beispiel für mich hierfür: Micaela Schäfer's Oben-Ohne-"DJane"-Exzesse. Das ist für Jemanden, der das Deejaying recht ernst nimmt, Schmerz, vergleichbar mit 'nem amtlichen Tritt in südlich gelegene Regionen des menschlichen Körpers. Ich weiß, das Mädel wird's sicher nie schaffen, einen weichen sauberen Übergang zwischen zwei Platten auf analogen Plattenspielern zu meistern. Dennoch gibt's auch da Leute, die sich das freiwillig geben. Geschmäcker sind halt verschieden, dennoch ist's für mich unnötig, dies zu pushen.

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Na gut das Sänger-Argument seh ich immer sehr kritisch da dieser ja einfach seine Stimme als Instrument verwendet so wie der Gitarrist eben seine Gitarre. Das ist gerade eben dann wichtig wenn eben in einer Sprache gesungen wird die man nicht versteht und die Stimme dann eben nicht mehr durch Aussage auffällt sondern nur dadurch wie sehr oder eben nicht sie sich in das restliche Klangbild einbettet.
Und wirklich mischen und Beatproduktion machen die in einer solchen Größenordnung - soll heißen mit der Art Budget wie jetzt einer der genannten Tuber da ran gehn wird - produziern auch nicht selbst, was ich auch gar nicht schlimm find denn lieber hört sichs wenns schon keine Message hat gut an als wenn der Beat nich ballert und die Stimme irgendwo ganz weit hinter dem Beat ist. -
Ja das sehe ich ähnlich, aber da wird es wie gesagt schwer zu differenzieren. Denn man kann bei einem Leon jetzt ja das selbe behaupten, aber naja...allgemein gehts mir darum, dass ein Sänger bei einer Band wohl doch mehr zum Song beisteuert.
Man kann ja bei Leon oder "Füge hier Yter X ein" das selbe sagen, es gibt ne Menge erfolgreiche Musiker die nur sehr bedingt ihr Instrument beherrschen, gib dir mal alten Punkrock oder Thrashmetal ;DNaja, das würde ich so nicht ganz unterschreiben. Beim Mischen vielleicht am ehesten, aber bei einer Band entsteht ein Song und damit auch die Instrumentalisierung ja gemeinsam. Klar viele Rapper lassen sich ihre Beats custom produzieren, sind da dann aber auch beteiligt. Wie bei der Crack Ignaz und Wandl Kollabo z.B. Mindestens genauso viele Rapper produzieren und mischen sich aber selbst.
J.Cole zum Beispiel und auch Kanye macht Beats. Und die sind eine Größenordnung, da können deutsche YTler nur von träumen.
Ja natürlich gibts im Hiphop einige Leute die ihre Beats selbst machen, was auch gerade wenn man n bisschen vom Mainstream weg geht ziemlich wichtig ist, da fallen mir auf die schnelle zum Beispiel Sicknature oder Celph Titled ein aber ich würd halt jetzt behaupten dass das jetzt halt einfach ein ganz anderes Level an reinem Musikverständnis bedarf als man das im Normalfall voraussetzt. -
Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Ich mache bei mir auch was ich will. Mal Mukke, mal Gaming, RL Comedy, How To s, Tutorials usw.
Prefissionell oder nicht liegt nur an der Zeit und dem Engagement, das man in die Sache steckt. Ob es dann am Ende "gut" bzw MassenTauglich ist entscheiden die Zuschauer.
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