Name: Muramasa: The Demon Blade (Oboromuramasa: Hazy Muramasa)
Autor: Deepstar
Angefangen am: 07.06.2016
Fertiggestellt am: 20.12.2016
Genre: Action Role Playing Game
Plattform/System: Nintendo Wii
Beschreibung: Muramasa: The Demon Blade, welches im Original den Titel Oboromuramasa, welcher übersetzt Hazy Muramasa bedeutet, ist ein Spiel, was bis ins Jahr 2009 von Vanillaware entwickelt wurde, in dem es auch exklusiv für die Nintendo Wii veröffentlicht wurde. Ganz in Tradition vorheriger Arbeiten des Studios mit Princess Crown und vor allem Odin's Sphere, handelt es sich um ein 2D-Sidescroller mit Kampf und vereinzelten Jump & Run Einlagen.
Dieses Spiel findet in Japan zur Edo-Zeit statt und besitzt zwei Kampagnen, wo man zwei unterschiedliche Charaktere spielt, die ein jeweils eigenständiges Abenteuer erleben.
Die junge Frau Momohime wird von der Seele des sterbenden Kriegers Jinkoro besessen, kurz nach dem dieser erfolglos ihren Verlobten angriff. Bevor die Seele den Körper aber vollständig übernehmen konnte, wird Momohime angegriffen, weshalb Momohimes Seele aus dem Körper flüchtet und dabei vom rachsüchtigen Mönch Rankai entführt wird. Da der Körper stirbt, sollte der Seele etwas geschehen, muss Jinkoro in Momohimes Gestalt entsprechend die Seele verfolgen und sie wieder in Sicherheit bringen um dann anschließend ein mächtiges Schwert zu finden, welches in der Lage ist, Jinkoros Seele in einen anderen und damit eigenen Körper zu transferieren.
Der junge Ninja Kisuke hingegen erwacht ohne jegliche Erinnerungen und versucht heraus zu finden, was genau passiert ist, bis er von Ninjas attackiert und verfolgt wird. Auf seiner Flucht bricht er aus versehen ein altes Siegel, welches verbannte Seelen ermöglicht wieder zurück zu kehren um für Angst und Schrecken in Japan zu sorgen, weshalb Kisuke nicht nur gegen diese Seelen kämpfen muss, um sie ein weiteres Mal zu verbannen und den Schaden damit wieder gut zu machen, sondern ist dabei auch auf der Spur nach seiner Vergangenheit.
Dabei ist es beiden Charakteren im Laufe des Spiels möglich insgesamt rund 100 Schwerter zu sammeln beziehungsweise zu schmieden, die jeweils einen eigenen Angriffsstil und auch Spezialangriff besitzen.
Aufgrund der Atmosphäre entschied man sich auch dazu, die originale japanische Sprachausgabe beizubehalten und es ausschließlich in die jeweilige Sprache zu untertiteln. Im Jahr 2013 erschien unter dem Titel Muramasa Rebirth auch eine Portierung mit überarbeiteter Grafik, allerdings auch nur in englischer Textsprache, für die Playstation Vita, die auch in Form von DLCs mit insgesamt vier weiteren Kampagnen das Muramasa Universum erweiterte.
Auch aus Mangel einer Playstation Vita spiele ich entsprechend die Wii Version dieses Spiels auf Deutsch.
Audio-Kommentar: Ja
Altersfreigabe: USK 12
Blind: Ja.
Spielsprache: Japanisch mit deutschem Text
Spielauflösung: 854x466
Maximale verfügbare Videoauflösung: 3304x1800
Logo vom Spiel:
Screenshots:
Videos:
Playlist
Momohimes Geschichte
Eröffnungsakt
#01 - Kampfschule im Wald
#02 - Erwachen auf dem Friedhof
2. Akt
#03 - Auf der Suche nach dem Mönch
#04 - Abzweigungen für einen späteren Zeitpunkt
#05 - Zurückholen der Seele
3. Akt
#06 - Aktivitäten in Yoshiwara
#07 - Zurück durch Sagami
#08 - An der Küste
#09 - Das Schicksal der Familie
4. Akt
#10 - Das falsche Gefühl
#11 - Schweben zwischen den Stämmen
#12 - Bis in die Wolken
#13 - Am Ende des Tages
#14 - Das Monster von Takayama
5. Akt
#15 - Lange genug verschoben
#16 - Wieder über das Gebirge
#17 - Folge dem Pfad des Bambus
#18 - Der Magistrat von Narukami
6. Akt
#19 - Verführung des Weges
#20 - Dojimas Klingen
#21 - Ninjas in vier Wänden
#22 - Durch die Geisterstadt
#23 - Höllische Begegnungen
#24 - Kampf mit den Onis
7. Akt
#25 - Viel Ärger in Iga
#26 - Wirklich in den Wolken
#27 - Der Kampf um den Himmel
Letzter Akt
#28 - Ruf zur Geisterstunde
#29 - Die Sage über die Schneefrauen
#30 - Versteckte Armee
#31 - Ankunft im Tempel
#32 - Sperre zum Aufstieg
#33 - Lebenswandel
Kisukes Geschichte
Eröffnungsakt
#34 - Gejagt von den Ninjas
#35 - Die Aufmerksamkeit der Füchse
2. Akt
#36 - Stadt der Samurais
#37 - Bis die Geister kommen
#38 - Das Tal der Schädel
3. Akt
#39 - Gemäß der Vereinbarung
#40 - Verhinderung der Pest
#41 - Torahimes Rache
4. Akt
#42 - Verfolgung über die Straßen
#43 - Das Konzert von Tengu
#44 - Entgegen der Naturgesetze
5. Akt
#45 - Ein unmoralisches Angebot
#46 - Panische Himmelshunde
#47 - Die Tempel im Blick
#48 - Zeichen der Spinne
6. Akt
#49 - Ein Abstecher nach Mikawa
#50 - Über alle Berge
#51 - Zusammenstoß der Armeen
7. Akt
#52 - Ende der Geschichte
#53 - Nur an zweiter Stelle
#54 - Der Weg des Schwertes
Letzter Akt
#55 - Vom Berg runter kommen
#56 - Der Weg zurück
#57 - Begegnungen des Lebens
#58 - Auf zum Schlossgelände
#59 - Das Treffen mit dem Shogun
#60 - Gnade von Amitabha
Momohimes Übergangsgeschichte
Eröffnungsakt
#61 - Eine neue Bedrohung?
2. Akt
#62 - Ozarus Zorn
#63 - Beschwörte Dämonen
3. Akt
#64 - Der Ersatzplan
#65 - Eine vertraute Kriegerin
4. Akt
#66 - Die Schönheit von Mino
#67 - Blanke Baumwipfel
Zwischen Akt
#68 - Halbe Japanreise
#69 - Bestrafung der Füchse
#70 - Zusammenlebend auf der Selbstfindung
Kisukes Übergangsgeschichte
Eröffnungsakt
#71 - Eine Sache des Glaubens
2. Akt
#72 - Abseits der Hauptstadt
3. Akt
#73 - Eine neue Spur
#74 - Alle auf einmal
#75 - Prüfung der Schwerter
4. Akt
#76 - Rechnung von Gottes Geschöpfe
#77 - Geister des Krieges
Zwischen Akt
#78 - Auf den Dächern von Edo
#79 - Der letzte Wille
Momohimes Übergangsgeschichte
5. Akt
#80 - Durch das Spinnennetz
6. Akt
#81 - Anstrengungen für die Schwerter
#82 - Jäger aus der Hölle
#83 - Beweis auf dem Schlachtfeld
7. Akt
#84 - Die Macht der Götter
#85 - Fall des Drachengottes
Letzter Akt
#86 - Die höchste Schwertschmiedekunst
#87 - Beweis unserer Macht
#88 - Umsehen in der Hauptstadt
#89 - Das Monster im Meer
#90 - Wenn nichts passiert
Kisukes Übergangsgeschichte
5. Akt
#91 - Dächer von Narukami
6. Akt
#92 - Pläne der Oni
#93 - Endstation: Hölle
7. Akt
#94 - Die Armee der tausend Füße
#95 - Von unten nach oben
Letzter Akt
#96 - Die Abrechnung
#97 - Religiöse Überzeugung der Mönche
#98 - Auf dem Weg zum Shogun
#99 - Kontrolle über die Dämonenklingen
Review:
Grafisch in seinem 2D-Stil wirklich wunderbar und sieht daher auch heute noch sehr gut aus. Manche Hintergründe haben mich grafisch sogar richtig umgehauen. Die Hölle oder auch das Schlachtfeld wie auch, wenn man auf der Mauer von Städten rumläuft und diese im Hintergrund zu sehen ist, ist wirklich sehr sehr hübsch.
Vom Gameplay finde ich das Spiel auch ziemlich kurzweilig, von der Steuerung ziemlich leicht zu erlernen. Dabei kann man das Spiel mit der WiiMote genauso gut spielen, wie mit dem GameCube Controller. Habe das zumindest mit der WiiMote auch auf einer originalen Konsole mal gespielt. Habe für diesen Durchlauf aber auf Emulator mit Controller gesetzt, auch wenn sich das grafisch wegen der 2D Grafik nicht auswirkt.
Im Spiel hat man zwar Zufallskämpfe, die tatsächlich unvermittelt auftauchen, allerdings sind diese glücklicherweise nie zu häufig, meistens so alle 2-3 Bildschirme einen. Lassen sich später durch Ausrüstungsgegenstände auch erhöhen oder verringern oder man kann diese auch mit der Nutzung von Ausrüstungsgegenständen vorzeitig beenden indem man flüchtet. Grundsätzlich fand ich die nie nervig, wie gesagt eher kurzweilig und zwischendurch. Auch wenn diese Zufallskämpfe immer gleich ablaufen, man allerdings zahlreiche unterschiedliche Gegner hat.
Jedes Schwert, welches man im Spiel sammelt, hat dazu unterschiedliche Spezialangriffe und auch anderweitige Boni, weswegen es durchaus auch immer eine Idee ist, nicht immer direkt das Schwert mit den stärksten Angriffswert zu nehmen, sondern eben das, was dem eigenen Spielstil entgegen kommt. Nur für die zusätzlichen vier Enden wird vorgeschrieben, welches Schwert man ausgerüstet haben muss, um nicht das normale Ende einer Geschichte erneut zu erleben.
Drei Schwerter können immer gleichzeitig ausgerüstet werden, zwischen denen man frei im Kampf wechseln kann und sogar muss, weil diese eine Ausdauerleiste haben, die durch Abwehr von Angriffen oder durch Nutzung von Spezialangriffen abnimmt. Sinkt die Ausdauer auf Null zerbricht das Schwert und man erleidet schaden. Aber Schwerter reparieren sich auch selbstständig, wenn diese nicht aktiv selektiert sind, können aber auch natürlich durch Ausrüstungsgegenstände sofort repariert werden.
Das Spiel ist in Regionen unterteilt, die durch verschiedenfarbige so genannte Dämonenbarrieren getrennt sind. Im Laufe der Geschichte erhält man nach den Bosskämpfen immer ein neues Schwert, welches ermöglicht weitere Barrieren zu durchbrechen, das Schwert muss man aber nicht dafür ausgerüstet haben, und so die Spielwelt schrittweise zu öffnen.
Die Bosse selbst sind soweit auch grafisch imposant und orientieren sich meines Wissens überwiegend auch auf japanische Mythen und Legenden. Die Kämpfe selbst, sind soweit auch unterschiedlich und daher im Schwierigkeitsgrad nicht wirklich einheitlich, weil manche Bosse dem eigenen Spielstil einfach entgegen kommen können, andere eben weniger. Es ist nicht so wie bei vielen anderen Spielen, dass man immer mehr Techniken lernt und man entsprechend immer mehr von diesen in einem Bosskampf braucht um ihn abzuschließen. Hier können spätere Bosse also auch leichter sein als vorherige. Finde ich persönlich nicht wirklich gut, weil mir damit einfach eine gewisse Schwierigkeitskurve fehlt.
Neben den Bossen gibt es in der Spielwelt auch noch optionale Lager mit besonderen Kämpfen und damit einhergehenden Belohnungen in Form von Ausrüstungsgegenständen. Diese Lager sind überwiegend schon herausfordernd. Nach den beiden normalen Enden, erhält man die Berechtigung weiße Dämonenbarrieren zu durchbrechen, womit es zum einen möglich ist, die Bosse des jeweils anderen Charakters zu spielen, was dann auch noch einmal einen besonderen Ausrüstungsgegenstand einbringt, wie auch noch zusätzliche Lager zu öffnen, die man für das jeweils dritte Ende der Charaktere aber auch machen muss, weil man in diesen dann Schwerter erhält. Dort warten dann in der Regel auch die schwersten Kämpfe des gesamten Spiels. Zumindest für die zusätzlichen Enden gibt es so gesehen eine gewisse Schwierigkeitskurve, auch wenn das schwerste Lager hingegen dafür nicht gemacht werden muss. Wenn man das aber schafft, gibt es für den Spieler einen Ausrüstungsgegenstand, der ihn nahezu unbesiegbar macht, weil die Schwerter keine Ausdauer mehr haben.
Schafft man diesen Kampf recht früh, hat man also auch keinerlei Herausforderung mehr im Spiel und kann während sämtlich restlicher Kämpfe auch einfach was anderes machen. Dieser Ausrüstungsgegenstand erlaubt es daher auch unbegrenzt dauerhaft Spezialangriffe zu nutzen.
Die Gebiete in denen die Bosse sind, unterscheiden sich allerdings vom Rest des Spiels, durch besondere Grafiken oder eben auch durch besondere Gegner oder anderen Besonderheiten wie Fallen oder ähnliches.
Trotz der Schwächen aber ein sehr gutes Spiel mit absolut wunderschöner und zeitloser Grafik.