Beiträge von retroperspektive

    Seit wann let's playst du:
    Anfang des Jahres, also Januar 2017. Ich veröffentliche zwischen 5 und 8 Videos pro Woche nach einem öffentlichen Sendeplan.


    Warum hast du damals damit angefangen:
    Spiele sind meine Leidenschaft, und das wollte ich mit anderen Menschen teilen. Schon weit vor dem Let's Playen habe ich das Prinzip "Nebensächlich beim Spielen zuschauen" gemocht. Damals, als man sich zu viert ins Wohnzimmer gesetzt und gequatscht hat, während einer irgendetwas spielt. Ich mag einfach das ganze Konzept.


    Gab es Momente in den du schon mal mit dem let's playen aufhören wolltest:
    Nicht wirklich. Ich spiele gerne und würde auch spielen, wenn ich es nicht aufzeichnen würde.
    Zwar erfordert das Let's Playen einen Zeitplan und zusätzlichen Aufwand (und auch Kosten), allerdings versuche ich auch von Anfang an nicht mehr zu veröffentlichen, als ich neben Familie und Beruf produzieren kann und möchte.


    Wenn ja, wieso:
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    Wie motivierst du dich, wenn es mal nicht so gut läuft:
    Ich spiele in erster Linie für mich selbst. Das Let's Playen sorgt dafür, dass ich mehr Spaß an den Spielen habe, und die Spiele nicht sofort wieder beiseite lege. Das allein motiviert mich dazu, das Let's Playen fortzusetzen. Ich habe dann nämlich mehr von meinem Hobby.


    Was ist das frustrierendste am let's playen:
    Manchmal ist es zeitlich etwas knapp, wenn im richtigen Leben etwas Unvorhergesehenes passiert und ich keine Zeit finde, aufzunehmen und zu produzieren. Meist nehme ich allerdings für mehrere Wochen im Voraus auf, sodass ich immer einen kleinen Puffer habe.
    Ärgerlich ist es auch, sich mit der Technik herumschlagen zu müssen, z.Bsp. wenn eine Aufnahme unbrauchbar ist oder Ähnliches. Aber das ist sicher etwas, das einfach dazu gehört, denn nichts im Leben läuft perfekt. Hehe.


    Und was ist das zufriedenstellendste:
    Wenn ich es schaffe, Menschen (und da spielt es erst mal keine Rolle, wie viele Menschen) mit dem, was ich mache, zu unterhalten.
    Aber auch, dass ich Spiele spiele, die ich sonst überhaupt nicht oder nicht erneut gespielt hätte, ist ein positiver Nebeneffekt.


    Träumst du insgeheim davon mal leben zu können oder ist es nur ein reines Hobby für dich:
    Schön wäre es sicher, allerdings ist mein Ziel nur die Kosten decken zu können. Ideal wäre es genug Geld damit zu verdienen, um die nötige Hardware (PC-Upgrades, Mikrofon u.s.w.) und Software (Videobearbeitungsprogramm, Spiele u.s.w.) zu finanzieren. Aktuell stecke ich deutlich Mehr Geld hinein, als ich herausbekomme (nämlich nichts).


    Was wäre dein Tipp für Jemanden der mit dem let's playen anfangen möchte:
    Geh mit Spaß an die Sache, oder lass es sein. Und setze Dir realistische Ziele.

    30 FPS sind sicher kein Drama, solange die Bilder scharf sind. Kommt sicher aber auch auf das Spiel an. Aber solange keine all zu schnellen Bewegungen im Spiel vorhanden sind, wird dich für 30 FPS keiner hängen.

    Ich musste auch viel herumsuchen, um herauszufinden, wie das funktioniert! :D
    Um auf Dauer Ordnung zu wahren, sicher eine der besten Optionen.


    Was mit allerdings aufgefallen ist, ist, dass "vertikale" und "horizontale" Anordnung manchmal nicht richtig übernommen werden. Keine Ahnung, ob das bloß ein Anzeigefehler ist, oder ob ich einfach nur etwas übersehe.

    Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, warum man diese Funktion bei üblichen Let's Plays nicht nutzen sollte.


    Diese Nach-Plan-Veröffentlichen-Funktion benutze ich eigentlich nur noch.
    Ich produziere regelmäßig ~2-3 Wochen im voraus und veröffentliche dann automatisch. Besonders wichtig, da ich arbeiten muss, und dank dieser Funktion nicht zwingend zuhause sein muss, um ein Video zu veröffentlichen. Ich habe unter jedem aktuellen Video den aktuellen Sendeplan verlinkt (ein Google-Tabellen-Dokument), und an diesen halte ich mich auch pünktlich.


    Ich bin davon überzeugt, dass bei visuellen Medien die Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit durchaus wichtig ist. Was nicht bedeutet, dass es nicht auch anders funktionieren kann. Vor allem bei aufwendigen Produktionen, die eher selten erscheinen, spielt die Zeit sicher eine untergeordnete Rolle. Bei einer langen Serie von Videos allerdings halte ich das für recht wichtig, und diese Funktion nimmt einem eine Menge Arbeit ab, ohne irgendwelche Nachteile/Kosten.

    Also 13 Sekunden, in denen man bloß den eigenen Namen feiert, finde ich persönlich ein wenig unnötig. Alles über 10 Sekunden halte ich persönlich für "tödlich".


    Die Frage, die man sich doch stellen muss, ist ja, warum 13 Sekunden, wenn 5 reichen würden?
    Wenn Dein Intro einen individuellen Einblick in die Folge geben würde, dann dürfte es gerne etwas länger sein, aber ein 0815-Hier-ist-mein-Name-Intro (am besten noch mit urheberrechtlich geschützter Musik, deren Rechte man nicht eingeholt hat) ist einfach zu viel des Guten, sorry.


    Eine Endcard mit Links zu Videos, Playlists oder sonstwas, finde ich wiederum völlig in Ordnung, weil der eigentliche Inhalt dann bereits vorbei ist, und man bei Bedarf einfach abschalten kann. Außerdem sehen nur diejenigen, die auch Interesse an dem gesamten Video hatten, die Endcard. Und genau diese Leute freuen sich sicherlich über noch mehr.


    Bloß meine Meinung, nichts für Ungut. Kann außerdem auch gut möglich sein, dass Deine Zielzuschauerschaft deutlich jünger ist, als ich es bin.

    Wenn es kurz und knackig ist, sicherlich nicht schädlich, um eine "Marke" aufzubauen, aber letzten Endes sind es die meisten Intros nicht wert, mehr als ein mal gesehen zu werden.
    Also für jedes Let's Play ein mal in der ersten Folge vielleicht?


    In dem Zusammenhang merke ich erst, dass mir bei all meinen Abos bloß ein einziger Kanal durch sein Intro im Kopf geblieben ist (Jon Sandman, englischer Let's Player).


    Fazit also, würde ich sagen: Kann helfen, wenns "catchy" und nicht zu lang ist. Auf Humor würde ich dabei ebenfalls verzichten, weil man bei Humor meiner Einschätzung nach ganz schnell daneben treffen kann.


    Ansonsten einfach drauf verzichten.

    Ich bin bestätigter Partner. Ob Ads funktionieren, weiß ich nicht, weil ich auf meinen Videos generell keine Werbung schalte. Ich wollte bloß Partner werden, um die Funktion "geplante Veröffentlichung" zu erhalten. Dies funktioniert bei mir nach wie vor, obwohl ich mich unter der Marke von 10.000 Views befinde.


    Kann mir vorstellen, dass es sich um einen Bug handelt, wenn einigen bestätigten Partnern mit weniger als 10.000 Views diese Funktion nicht mehr zur Verfügung steht. Kann ich zumindest nur hoffen.

    Ich persönlich besitze einige Spiele auf mehreren Plattformen (z.Bsp. Resident Evil 5; einmal für Play Station, ein mal für PC). Ich kann es aber auch verstehen, wenn jemand ein Spiel, das er irgendwann mal gekauft hat, auf eine andere Art und Weise besorgt, um erneut in den Genuss zu kommen. Vorausgesetzt allerdings, dass das zuvor gekaufte Spiel bis dahin nicht wieder verkauft wurde.

    Ich denke, dass die Erwartungshaltung hier die größte Rolle spielt.


    "Erfolg" ist halt relativ.


    Wenn Millionen Abonnenten und Geld der Erfolg sein sollen, muss man eben eine Menge Zeit und Arbeit einplanen. Videos müssen sich dann von der Masse abheben, sie müssen qualitativen Mehrwert bieten, suchmaschinenoptimiert sein, Trends müssen vor dem Boom erkannt werden, usw usf. Das alles darf ja Ziel sein, aber dann muss man das Ganze auch als wirklich harte Arbeit verstehen, und nicht als reines Hobby.


    Wenn der persönliche Erfolg aber z.Bsp. darin besteht, eine nette, kleine Community von vielleicht 2.000 Menschen aufzubauen, sollte dies mit etwas Durchhaltevermögen und einigen Qualitätsstandards durchaus funktionieren. Wichtig ist aber auch bei solch "kleinen" Zielen, dass man nicht erwarten sollte, schnell - oder überhaupt - zu wachsen. Wer nach wenigen Wochen bereits aufgibt, hat wahrscheinlich von Anfang an zu viel erwartet.


    Ich persönlich bin im "echten" Leben ein "normaler" Mensch, mit Lebensgefährtin, einem bürgerlichen Beruf, und dem Hobby Videospiele.
    Wichtig an dieser Stelle ist: Ich erwarte keinen schnellen Wachstum auf meinem Youtube-Kanal, und freue mich einfach über jeden, der vorbeischaut und vielleicht sogar bleibt. Dass es Jahre dauern kann, bis sich mal einige Hundert angesammelt haben, war mir von Anfang an bewusst. Und genau das ist der vielleicht einzige Grund, warum ich jetzt (nach knapp 4 Monaten) kein Stück meiner Motivation verloren habe, obwohl ich keine 20 Abonnenten habe:
    Geld durch Youtube habe ich nicht nötig, auch wenn es sicher schön ist, das Hobby gegenfinanzieren zu können, da die Stromrechnung und andere Anschaffungen durchaus Kosten verursachen. Allerdings mache ich das alles in erster Linie, weil es das ist, was ich gerne mache, und ich mich freue, wenn ich das mit anderen Menschen teilen kann. Sollte dies auf taube Ohren stoßen, ist das sicher schade, und den Mehraufwand eventuell irgendwann nicht mehr wert. Aber wer realistische Erwartungen stellt, kann eigentlich keine Enttäuschungen erleben, sondern höchstens Erfahrungen sammeln.


    Ich hoffe, ich bin nicht zu sehr abgeschweift. Wollte nur ein klares Beispiel nennen.

    Ich bin kein Profi auf dem Gebiet, aber ich weiß ja, wie es ist, ein Zuschauer zu sein. Und ich denke, das Wichtige ist die Regelmäßigkeit, und nicht die Anzahl der Videos an sich.
    Es ist doch wie beim Fernsehen: Ob eine Serie z.Bsp. immer jeden Dienstag Abend kommt, oder Montags bis Freitags abends, das ist vielen Leuten völlig Lachs. Wichtig ist den Zuschauern meist bloß, dass sie genau wissen, wann sie mit der nächsten Folge rechnen dürfen.
    Der erste wichtige Schritt ist also, einen Sendeplan zu erstellen, der auch für jeden einsehbar und gut zu merken ist. Am besten immer in jeder Videobeschreibung verlinken.
    Die wöchentliche Anzahl der Folgen richtet sich dann hauptsächlich nach Dir - also danach, wie viel Zeit Du hast und wie viel Bearbeitung nötig ist.

    [...] Die Schwierigkeitsgradauswahl zu erläutern finde ich sehr interessant [...]

    Ja, finde ich auch wichtig.
    Habe beispielsweise bei meinem Planet Coster Lets Play in der ersten Folge bereits gesagt, dass ich auf "easy" spiele, damit immer am Park gearbeitet werden kann und man nicht ständig auf Geld warten muss, um weiterbauen zu können.
    Auf so etwas sollte man meiner Meinung nach hinweisen.

    Ich nehme den Teamspeak-Ton direkt mit dem Spiel-Ton zusammen auf. Nur meine Stimme wird in einer extra Spur aufgenommen und anschließend in Audacity verarbeitet.
    Man muss eigentlich nur von Anfang an darauf achten, dass die anderen Mitspieler später halbwegs vernünftig zu hören sind. Die Qualität ist sicher nicht die beste, aber für Youtube sollte es langen.
    Und solange man im Video selbst regelmäßig spricht, klingt das Endprodukt insgesamt betrachtet nur selten verkehrt. Ich glaube, dass bei Mitschnitten "fremder" Stimmen meist eine größere Toleranz herrscht.
    Meiner Meinung nach zumindest.

    Wäre ich mit meiner Arbeit gänzlich unzufrieden, würde ich sie wahrscheinlich gar nicht erst hochladen.


    Ich gucke natürlich hier und da in eine oder zwei meiner Folgen rein. Bei meinen ersten Videos war es seltsam, mich selbst zu hören. Ich konnte das überhaupt kein bisschen einschätzen, wie ich das finden soll.


    Ein paar Monate später - also jetzt - empfinde ich das als fast schon normal.
    Es ist witzig manchmal, und auch ein wenig erschreckend, wenn ich mich dann Dinge sagen höre, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern konnte, dass ich sie gesagt habe.


    Für mich ist es auch interessant zu hören, wie sich meine Stimmung von Video zu Video unterscheiden kann. Aber vielleicht achte ich auch nur zu genau darauf. Ich versuche mich natürlich immer auch selbst ein wenig zu reflektieren, aber in der Regel akzeptiere ich mich ganz so, wie ich bin.
    Sicher gibt es immer etwas, das man besser oder anders machen könnte. Das weiß ich. Aber ab einem bestimmten Grad hätte ich Sorge, dann den Spaß an der Sache zu verlieren, wenn ich nicht mehr einfach nur ich sein könnte.


    Und zum Thema Daumen hoch beim eigenen Video: ich würde mir selbst niemals einen Daumen nach oben geben, auch wenn das nichts Verwerfliches ist, wie ich finde.

    Benutz doch ein Noise Gate, damit das Rauschen zumindest dann weg ist, wenn Du nicht sprichst. Weil dann fällt das auch nicht mehr so auf. Ist bei Audacity zwar keines vorinstalliert, aber es lassen sich Plugins dafür finden. Achte beim Schwellenwert des Gates nur darauf, dass keine Wortenden oder leise Worte geschluckt werden.