@ vom Thema abweichende Diskussion: Ist einfach die Frage, wie man YT als Hobby für sich interpretiert. Spätestens, wenn ein finanzieller Erwerb hinter einer Sache steckt, muss man anders denken und planen als ein 'nur' Hobbyist, der in seine Freizeitbeschäftigung vielleicht sogar noch Geld reinsteckt, um daran Spaß zu haben (Equipment, Games, Software kaufen sich schließlich nicht von selbst). Ich begreife YT als ein mit anderen gemeinsam ausgeübtes Hobby, bei dem ich dadurch der Aktivposten bin, indem ich das Game zocke, von dem es gerade Videos zu sehen gibt. Die Mitspieler schauen mir dabei über die Schulter und geben ihren Senf zu meinen Aktionen ab - oder belassen es einfach beim Zuschauen. Ist mir beides willkommen, aber dieses Selbstverständnis führt auch dazu, dass für mich Interaktion mit den Zuschauern und deren Feedback wichtig ist und wichtig sein muss, da dieses Hobby ansonsten für mich nicht funktioniert.
Die potenzierte Version davon dürfte dann der Youtuber sein, der aus seinem Kanal finanziellen Gewinn generiert (und generieren will), da geht es ohne das Publikum nicht, also muss man mit diesem interagieren und zumindest die Wünsche und Vorlieben kennen, um sie immer wieder zu bedienen. Da bin ich als Zuschauer auch rigoros, wenn ich denn mal wirklich zuschaue: Kommt über längere Zeit kein Content mehr, der mich interessiert, ist ein Abo auch ganz schnell wieder weg.
@ VincentLP: Ich habe bisher mit zwei verschiedenen Versionen des "Call to Action" recht gute Erfahrungen gemacht, vielleicht hilft es Dir ja auch weiter - denn sie sind beides Varianten des 'Interaktionsanbietens', die man relativ simpel in ein LP einbauen kann.
1.) Spekulieren: Wenn ich ein Game blind zocke, dann spekuliere ich während Storypausen oder an Stellen, an denen ich vielleicht mal nicht weiterkomme, über anstehende Entwicklungen, den Ausgang eines Storyarcs und so weiter und frage gerade bei Spielen, die sich noch im Early Access befinden, meine Zuschauer, was sie denken, wie sich eine Sache entwickeln wird und was sie gerne im Spiel hätten. Gerade wenn es echte Fans sind oder Leute, die schon eine Weile dabei sind, dann lassen sie sich darauf durchaus mal ein.
2.) Um Hilfe bitten: Bei meinen Early Access Survival Games habe ich immer mal wieder eine Stelle, an der es nicht so gut klappt, und wenn ich dann mehr als während einer Folge bei einer von mir gewünschten Entwicklung nicht weiterkomme, dann frage ich meine Zuschauer durchaus, ob sie eine Idee haben oder wie sie das Problem gelöst haben. Als der Letsplayer ist man schließlich nicht der allwissende Spieleguru, Dinge können auch mal schiefgehen, gerade bei Subnautica verirre ich mich regelmäßig in der Unterwasserpampa. Da dann konkret sagen: Wo finde ich denn Ort X? oder Wo geht es in diese Höhle hinein? erbringt eigentlich meistens eine Antwort. Oder aber jemand erzählt mir von ganz alleine, wenn ich an irgendwas erfolglos herumfrickle, wie ich das lösen kann (ich habe nette Zuschauer^^).