Beiträge von Nerd-Gedanken

    Hallo zusammen,


    heute ist es mal an mir, eine potentiell im Anfängerbereich angesiedelte Frage zu stellen, die mir schon eine Weile lang auf der Seele brennt. Im Augenblick verfüge ich über eine relativ schmalbrüstige Internetleitung (16k, Upstream ~2,4mbit), liebäugle aber dennoch schon sehr lange mit dem Streaming. Lust darauf hätte ich nämlich schon, vor allem habe ich eine Menge Games, die ich lieber im Stream als im LP zocken würde.


    Da ich selbst ein ziemlicher Technoob bin und was das Streamen angeht, nicht wirklich viel Erfahrung habe, hier die Frage an euch: ist mit so einer Leitung ein Streaming (idealerweise gleichzeitig YT/Twitch) überhaupt möglich, und wenn ja, welche OBS Einstellungen würdet ihr mir dafür empfehlen? Welche Spiele kann man damit überhaupt sinnvoll streamen, ohne krasse Bewegungsartefakte hinnehmen zu müssen?


    Ideen & Hilfen sind sehr gern genommen :)
    Liebe Grüße!

    Liegt vielleicht an dem Bug, das Videos erst nach 10min auf dem Kanal erscheinen wenn sie Veröffentlicht werden ?

    Ah, das ist das also ... ich habe mich die letzte Zeit schon gefragt (vor meiner krankheitsbedingten Pause), woran es hakt, dass es so ewig dauert, bis ein Video nach der Veröffentlichung sichtbar wird. Haben sie also mal wieder was verschlimmbessert, pah!

    Generell mal ein Gedanke zu diesem Thread: Der ist eigentlich so gedacht, dass man nicht nur nach Feedback fragt, sondern auch welches gibt. Idealerweise Feedback geben zum Poster vor einem, und Feedback bekommen von dem Poster nach einem. Denn seien wir ehrlich, die Wahrscheinlichkeit, dass einem jemand seine Zeit widmet, wenn man das selbst nicht für andere zu tun bereit ist, ist ein gutes Stück geringer. ;)

    Ich habe schon mehrere Keys von Entwicklern erhalten - Porno Studio Tycoon, Verdant Skies, All Walls must Fall - nachdem ich mich über Keymailer dafür beworben hatte. Beim ersten Key war mein Channel noch sehr klein, um die hundert Abos, beim letzten knapp vor vierhundert. Allen Games gemein ist, dass es Indieentwickler sind, was höchstwahrscheinlich die Chance sehr erhöht hat, einen Key zu erhalten :)


    Generell sollte man sich immer 'trauen' zu fragen, denn seien wir ehrlich, was hat man zu verlieren? Klar kann ein Publisher/Indie-Entwickler nein sagen, und dann hat man eben keinen Key, aber wenn das Gegenüber ja sagt, hat man gewonnen. Wichtig ist, denke ich, dem Keyvergeber zu erklären, warum man den Key haben will, was man für Sachen auf dem Channel macht, was für ein Format aus dem Key heraus entstehen soll (Let's play, Let's try, Rezension, etc.) - mit offenen Karten spielen hilft idr sehr, weil der Keygeber entscheiden kann, ob das, was man plant, zur Werbestrategie passt.

    Auch hier nochmal Gratulation zu den 1000, ihr beiden :) ihr macht das auf jeden Fall richtig :)


    Ich darf mich heute auch noch ein bisschen freuen - die 400 sind geknackt, es geht stetig aufwärts. Inzwischen bin ich nun etwas mehr als ein Jahr dabei und hätte, als ich mit meinem Subnautica-Tutorial mehr just for fun begonnen habe, nicht gedacht, dass der Channel so wachsen würde. Dass es vor allem ohne Streams und ohne Cam-Begleitung funktionieren würde, eine kleine Community aufzubauen, Leute bei den Videos zu halten und neue zu gewinnen - das LP ist imho noch lange nicht tot, es ist einfach eine Frage, was man macht, wie man sich den Zuschauern vermittelt und was man erreichen will.

    Bei meinen Abos schaue ich immer mal wieder 'rein, je nach Content regelmäßiger (zB Walulis ist jede Woche dran), bei anderen weniger regelmäßig, da viele LPer drunter sind - da muss mich ein Spiel interessieren, damit ich dran bleibe.

    Weiterhin gibt das Amt in solchen Fällen immer Unterstützung. Viele Wissen überhaupt nicht, was für Sonderleistungen das Amt einem bietet. Sei es die Übernahme von Umzugskosten, die Kosten für eine (angemessene) Ersteinrichtung der Wohnung, oder sogar der Führerschein, wenn man es korrekt begründen kann. Im Falle einer defekten Waschmaschine kann man mindestens einen zinslosen Kredit bekommen, welchen man abstottert.

    Da sind wir am Punkt, den ich unter "Fremdbestimmung durch den Ermessensspielraum eines Sachbearbeiters bei der ARGE' einordne. Das System bietet Hilfeleistungen, das ist korrekt. Aber man muss sich selbsttätig in der Regel gut informieren, um all diese Hilfsleistungen zu kennen, und dann noch auf einen rationalen Argumenten zugänglichen Sachbearbeiter treffen, der einem diese gewährt, wenn der Anspruch berechtigt ist.
    Ich habe während meiner Hartz IV-Zeit relativ viel recherchiert & nachgefragt und daher die Leistungen erhalten, die ich benötigt habe, aber selbst bei meinem recht höflichen Sachbearbeiter oft erstmal vor einer zähen und langwierigen Argumentationshürde gestanden. Ich musste diesem Menschen jeden Cent extra verbal abringen und bin froh drum, Diskussionskultur während meiner universitären Ausbildung erlernt zu haben. Damals habe ich mich immer wieder gefragt, wie es wohl anderen Leuten mit demselben Sachbearbeiter ergangen ist, die weniger nachdrücklich vorgegangen sind, weniger nachgelesen hatten, weniger argumentativ agieren konnten. Von Sachbearbeitern, die sich überhaupt nicht vom Staatsgeld trennen wollen, weil sie der Ansicht scheinen, das Gegenüber verdiene das Geld generell nicht, einmal ganz zu schweigen - ein guter Freund von mir war gleichzeitig in H4 und hatte einen Sachbearbeiter, der grundsätzlich alles erstmal mit 'Nein' beantwortet hat, egal welche Anfrage. Erst nach einem Sachbearbeiterwechsel, den er nach zähem Ringen hinbekommen hat, bekam er die ihm zustehenden Leistungen im angemessenen Umfang - und so weiter.


    Das Problem des H4-Systems liegt für mich darin, dass es verallgemeinert. Bildung für 1,06€ im Monat? Was genau soll das sein, eine halbe Zeitung? Nachrichtenübermittlung - ist vermutlich Handy und/oder Internet und kommt relativ gut an einen entsprechenden Normaltarif heran. Aber schon bei einer Durchschnittswohnung von 45qm² pro Person (das war damals die Vorgabe in meinem ARGE-Gebiet, kann natürlich variieren) sind 36€ für Energiekosten UND Instandhaltung angesichts heutiger Stromversorgerpreise relativ utopisch. Je nachdem, wo man lebt, sind 35€ für Verkehr entweder machbar oder absolut zu wenig - in der Großstadt ist eine Monatskarte vielleicht zu einem solchen Preis erschwinglich, auf dem Land wird es damit eng (größeres Einzugsgebiet, weniger Benutzer).


    Weiterhin ist es inkorrekt zu sagen, dass Familien mit Kindern weniger haben. Hierfür ist unter anderem das Kindergeld da und es gibt weitere Vergünstigungen. Außerdem sollte man nicht vergessen, was hier scheinbar vergessen wird, dass Hartz 4 ein Netz ist, um Menschen kurzfristig aufzufangen, nicht eine Hängematte in der es bequem sein soll.


    Was in den ganzen Regelsätzen aber selten bis gar nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Kinder beim Aufwachsen einem sehr hohen Sozialdruck unterliegen. Gerade Kinder aus armen Familien - und so wie Du Deinen bisherigen Lebenswerdegang schilderst, dürftest Du das sicherlich kennen oder zumindest nachempfinden können - werden leicht ausgegrenzt, wenn sie mit Klassenkameraden nicht mithalten können. Ja, für das Notwendigste wird gesorgt, aber nicht für mehr - und das 'mehr' macht oft den Unterschied zwischen ruhigem Aufwachsen und Mobbing aus.


    Ich beschwere mich nicht darüber, dass man sich beim Leben vim H4-Satz einschränken muss. Ein Hartzer muss meiner Ansicht nach weder trinken noch rauchen noch jedes Wochenende ausgehen. Aber dieses System ist durch seinen hohen verallgemeinernden Charakter, der Wohnort, Situation und Möglichkeiten außer acht lässt, eine ziemliche Luftnummer und berechnet auch das Verhalten der Sachbearbeiter nicht mit ein. Alle Leute, die ich im H4-System steckend jemals kennen gelernt habe, wünschten sich nichts sehnlichster, als da ganz schnell wieder rauszukommen, einen Job zu finden, sich vom Amt unabhängig zu machen. Wieder selbst entscheiden zu können, wo man lebt, was man tut, wo man wann ist. Von mir selbst ausgehend: ich habe es gehasst, diese Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen und war so schnell wie möglich wieder aus dem System draußen.


    Man kann imho noch so gut mit seinem Geld umgehen - wenn Dir durch einen dummen Zufall nacheinander zB die Waschmaschine und der PC verrecken, hast Du auch als Hartzer ein echtes Problem. Das ist es, was ich am Hartz IV System so schlecht vorausgedacht finde: die Beitragsbemessung geht vom Überleben aus, nicht davon, zu leben - und dazu gehört auch, dass Dinge schiefgehen können. Dass Sonderausgaben passieren, die man eben nicht wirklich vorausberechnen kann, und so weiter.


    Ja, mit Hartz IV hat man, wenn man nicht verschwenderisch lebt, ein Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank. Aber auch nicht mehr - Familien mit Kindern und Alleinerziehende haben eher weniger, da die Ausgaben für Kinder, und auch für ein lebenswertes Aufwachsen nicht das Überleben alleine umfassen, sondern auch Sachen wie Schulausflüge, mal mit Freunden was unternehmen, das nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft oder im eigenen Zimmer stattfindet, mal kleine Wünsche erfüllen.


    Am sozialen Leben mangels Geld nicht mehr teilnehmen zu können ist auch Armut. Geringere Bildungschancen wegen mangelhafterem Zugang sind auch Armut - wenngleich man nicht betteln geht, irgendwann schlägt es sich imho auf die Psyche nieder, bei allen Unternehmungen im Freundeskreis passen zu müssen, weil das Geld fehlt; zuzüglich zur Fremdbestimmung durch den Ermessensrahmen eines ARGE-Sachbearbeiters.

    Wenn das aus einem Vollzeitjob (35-40h/Woche) erwirtschaftete monatliche Einkommen nicht mehr reicht, um alle für das Überleben notwendigen Ausgaben zu decken (damit meine ich Miete für ein Zuhause, das dem Einkommensrahmen entspricht, Nahrung, Telefon/Internet, Stromkosten, Heizungskosten, Transportkosten je nach Möglichkeiten) - das ist für mich Armut. Davon ausgenommen sind Schulden und Extras wie Essen gehen, Rauchen, Alkohol, etc. was man nicht zwingend zum Überleben benötigt. Ein Vollzeitjob sollte ein Leben ermöglichen, das sich nicht direkt an der Grenze zu 'nur eine einzige Sonderausgabe und man muss einen Kredit aufnehmen' befindet.


    Ich habe eine Weile Hartz IV bezogen und kann aus eigener Erfahrung berichten, dass man damit als Singlehaushalt durchaus überleben kann - aber nur, wenn man selbst kocht und konsequent auf alle Sonderausgaben verzichtet. Kulturelles Leben, Leute ausserhalb der eigenen Stadt besuchen, ausgehen, Alkohol, Rauchen oder ähnliches sind mit dem Geld aus dem Hartz IV Satz nur dann möglich, wenn man an allen anderen Ausgaben knapst. Und wenn irgendein Elektrogerät kaputt geht, hat man ein Problem. Geld ansparen kann man damit imho nicht, Weihnachten, Geburtstage von Familienmitgliedern, Ostern und ähnliches waren immer mittlere Katastrophen.