Seit wann let's playst du:
Seit Anfang 2014, da aber noch sehr unregelmäßig und nicht wirklich ernsthaft
Warum hast du damals damit angefangen:
Neugier, wie sich das Spielerlebnis ändert, wenn man nicht nur für sich sondern auch für andere spielt. Außerdem fand ich es eine gute Möglichkeit meine Leidenschaft fürs Zocken mit anderen zu teilen.
Gab es Momente in den du schon mal mit dem let's playen aufhören wolltest:
Nicht wirklich aufhören. Es hatte sich nur immer wieder etwas im Sand verlaufen.
Wenn ja, wieso:
Hatte ohnehin geringen Output, nicht großartig Zuschauer - also schlief es auch mal für ein paar Wochen oder Monate weg.
Wie motivierst du dich, wenn es mal nicht so gut läuft:
Mittlerweile einfach die Erfahrung die man gemacht hat. Mir macht das Daddeln Spaß und ich habe verschiedene Phasen meines Kanals schon miterlebt. Ich weiß, dass manche Phasen vorbeigehen und sich immer wieder neue Chancen ergeben.
Was ist das frustrierendste am let's playen:
Sich den ersten Zuschauerstamm aufzubauen. Gefühlt gibt es fast so viele Let's Player wie Zuschauer und irgendwie muss man aus den anfänglichen Sumpf rauskommen, dass man irgendwann auch mal über Suche und Videoempfehlungen gefunden wird.
Ein anderer Frustmoment, den fast jeder irgendwann erlebt: Man nimmt ein Spiel auf, womöglich mehrere Folgen, und merkt im Nachhinein, dass Sound oder Bild nicht aufgenommen wurde. Im schlimmsten Fall hat man nicht einmal einen Speicherstand, zu dem man zurückkehren kann. Vor allem bei storylastigen Titeln die Hölle. Mittlerweile mache ich meist erstmal kleine Testaufnahme, schau nach der Folge nochmal rein und habe mehrere Speicherstände die ich rotiere, falls das Spiel es zulässt.
Und was ist das zufriedenstellendste:
Natürlich wenn man merkt, dass man anderen eine Freude macht. Wenn man sieht, dass es Zuschauer gibt, die zur Veröffentlichungszeit da sind, um sich die Folge ihres Lieblingsspiels anzuschauen. Wenn ein Spiel ein unerwarteter Erfolg wird, der dem Kanal einen riesigen Schub verleiht. Wenn man sieht, wie man sich selbst weiterentwickelt hat - bei mir ist es unter Anderem die Entwicklung vom Gelegenheits-LPer zu einem festen Uploadplan mit derzeit 14 Folgen. Wenn man ein Spiel nach vielen Monaten durchgespielt hat, sich ein altes Kapitel damit schließt und ein neues anfägnt. Wenn man irgendwann anderen, an den eigenen Erfahrungen teilhaben lassen kann.
Es gibt einfach viele kleine und große Dinge, die uns unbeirrt weiter machen lassen.
Träumst du insgeheim davon mal leben zu können oder ist es nur ein reines Hobby für dich:
Träumen darf man ja und ich würde gerne mein Brot mit etwas verdienen, dass mir einfach mal richtig Spaß macht. Ich weiß nur nicht, in wie weit ein gewissen Pflichtgefühl dann dem Spaß am Hobby irgendwann im Weg stehen könnte. Aber darüber mache ich mir Gedanken, falls es jemals so weit kommt. Derzeit lohnt sich der bürokratische Aufwand noch gar nicht für eine Monetarisierung.
Was wäre dein Tipp für Jemanden der mit dem let's playen anfangen möchte:
Am besten Indiegames oder andere Nischen suchen, die nicht zu stark von Let's Playern mit mehr als 100.000 Abonnenten gedeckt werden. Außerdem versuchen, so gut es eben geht einen festen Uploadplan zu etablieren. Das hilft einem enorm, vorhandene Zuschauer auch zu halten. Wenn man noch nicht all zu hohen Output hat, dann nicht all zu viele Spiele zugleich spielen, damit die Zeit zwischen den Folgen nicht zu groß wird.
Schaut euch am besten auch Themen wie SEO (Search Engine Optimization) an, damit ihr irgendwann auch über Youtube gefunden werdet.
Die Tipps sind natürlich gemeint, wenn jemand ambitioniert rangeht. Da der Spaß im Vordergrund steht - es ist verdammt nochmal ein Hobby! - soll jeder sich in seiner eigenen Geschwindigkeit entwickeln und seinen eigenen Stil finden. Ganz wichtig ist einfach Durchhaltevermögen. Die ersten 100 Abonnenten sind in der Regel eine Quälerei zu erreichen. Schafft man die ersten Hürden wird, wird vieles einfacher.