Ist es die Kunst etwas sein zu wollen was man nicht ist? Nope
Naja, man kann vieles sein wenn man will. unter anderem kann man auf Youtube Teile von sich rauslassen, die im schnöden Alltag sonst wenig Platz finden. Und auch wenn ich mich selbst über gekünsteltes Rumgekreische und Co aufrege - Es wird ganz offenbar genauso nachgefragt wie diese ganzen Pseudo-Reality-Sendungen im Fernsehen. Wer das gut bedienen kann, ist auf seine Art auch gut. Dass ich selbst sowas nicht ausstehen kann zählt da wenig 
Sind es die richtigen Spiele die im Hype sind? Nope
Ein guter Let's Player erkennt Trends früh und kann seinen Inhalt darauf einstellen. Nicht nur das Video an sich ist ein Qualitätsmerkmal. Für Erfolg muss man auch diverse andere Fähigkeiten mitbringen
Authentisch sein und sich nicht verstellen egal wie man ist, dass macht einen guten Lets Player aus (der wichtigste Punkt)
Wie bereits gesagt: Wenn man eine große Nachfrage trifft, kann man SO schlecht nicht sein. Und es kommt auch verdammt aufs Kanalkonzept an
Gute Qualität 1080p ist in 2018 Voraussetzung
Gute Mikrofon Qualität
Auf alle Fälle Wünschenswert und auch kein unwichiger Faktor
Der Unterhaltungswert ist dennoch weiterhin Trumpf und schlägt alles andere. Wer über alle Maßen unterhaltsam ist, kann auch schlechte Technik ausbügeln. Überragende Technik kann aber keinen fehlenden Unterhaltungsfaktor kompensieren - außer man hat halt einen Kanal, der ein Konzept verfolgt, bei dem man gar nicht selbst im Zentrum steht.
Was sollte das Ziel eines Lets Players sein?
Viele Klicks? Vieles Abos? Berühmtheitstatus?
Jeder hat seine eigenen Ziele und fast alle Ziele sind legitim. Ich zum Beispiel habe einen für mich verträglichen Mittelweg gewählt. Ich wähle meine Spiele durchaus zum Teil nach Erfolgsaussicht aus, aber auch nur welche die ich wirklich spielen möchte. Ich strebe Kanalwachstum an, setze mir auch gerne mal sportlichere Ziele, lasse aber auch potentiale ungenutzt weil ich (derzeit) weder regelmäßig streamen mag, noch gerne meine Fresse auf meine Thumbnails packe und mich Spiele wie Fortnite nicht so jucken.
Warum wurdet ihr Lets Player ?
Das Zocken hat sich mit dem Einzug des Internets geändert. Damals waren Zeitschriften, später Onlinemagazine die einzigen Informationsquellen und das daddeln war irgendwie besonderer. Heute wird viel einfach nur noch massenkonsumiert.
Aber warum nicht die neuen Möglichkeiten nutzen um selbst eine neue Spielerfahrung zu machen. Let's Plays war einfach wieder etwas intensiveres Spielen und hilft mir ebenfalls auch mal an Dingen dranzubleiben (The Witcher 3 hat schon über 300 Folgen bei mir, nähert sich aber laaangsam dem Ende xD)
Mit wachsenden Erfolg ändern sich aber auch die Ziele teilweise und auch die Motivation. Als ich anfing tat ich mich schwer überhaupt jede Woche irgendwas auf meinen Kanal zu bringen, mittlerweile sind es 2 Videos am Tag. Es macht einfach mehr Spaß, wenn die Videos auch geschaut werden.
Und Vermarktung an sich ist nichts schlimmes. Ein Youtuber kann noch so tolle Videos - er wird es schwer haben, wenn er nicht dafür sorgen kann, dass die Videos auch geschaut werden. Es hat schon seinen Grund das viele der "ich mache das ja auch eigentlich nur für mich"-Fraktion - die oft das Argument der Authentizität anführen - selten wirklich groß werden. Ist auch nicht schlimm, denn wie gesagt: Ziele auf Youtube können eben verschieden sein. Genau so sollte man aber auch nicht über jene meckern, die aus dem Kanalerfolg ihre Motivation ziehen und den Kanal auch entsprechend führen. Nur all zu oft zeigen die, die sich wenig um den Erfolg bemühen leider umso mehr Missgunst für erfolgreiche Kanäle, die ihnen nicht schmecken.