Also bei den Indiana Jones Adventures konnte man sterben. Entweder schon durch Faustkampf, Fehler bei bestimmten Rätseln oder durch falsche Antworten gegenüber dem Gegner. War man Tot, war das Spiel auch vorbei und die Punktbewertung kam. Soviel zu LucasArts.
Andere LucasArts Adventures sind eher auf Familien Vergnügen getrimmt. Schräger Humor und Sau Dämliche Interaktionen. Das sollte vor allem Unterhalten. z.B. Monkey Island. Es gibt nirgends was wo man sterben könnte. Dafür ist der abgedrehte Piratenhumor im Vordergrund.
Bei Indiana Jones gibt es nicht all zu viel zum lachen. Es will ja auch ein richtiges Abenteuerspiel sein und es den Filmen gleich tun.
Die meisten anderen Adventures von LucasArts wollten aber dem Spieler dazu bewegen nicht jedesmal von Speicherpunkt xyz wieder anfangen zu müssen. Es sollte Unterhalten werden mit Witz und Humor.
Weitere Adventure von LucasArts mit Sterbemöglichkeit waren ManiacMansion und ZackMcKracken. Die Wahrscheinlichkeit war aber gering, wenn man sich nicht zu blöde angestellt hat und es nicht gerade heraufbeschworen hat.
In Monkey Island 1 gibs auch gegen Sierra eine kleine Hommage was die Tode in Adventures angeht. Dort wurde nämlich eine Sierra Fehlermeldung einprogrammiert das der Held nun tot sei. Aber gut das unten ein Gummibaum war. 
Aber auch Sierra hat ein paar Spiele gemacht wo man nicht sterben konnte. Jedenfalls war es dann schon recht schwer.
Bei Torins Passage gab es nicht viele Stellen wo man sterben konnte. Und selbst wenn hat das keinen Einfluss drauf gehabt auf Punktbewertung und man startete wieder an der Ausgangsposition bevor man starb mit dem Sprüchen wie: "Upps, versuchs noch mal" oder "Hoppla", etc.
Wenn man es zu oft probiert hatte, war es nervig irgendwann. <- Ein Grund warum man es bei vielen Adventures heutiger Zeit weg lässt.
Ein anderer Punkt das ein Adventure so richtig an die Nerven gehen kann ist dem Spieler zu ermöglichen Gegenstände die gebraucht werden später, die Möglichkeit zu geben diese weg zu werfen oder nicht zu finden bzw. nicht drauf aufmerksam gemacht wird das dies von Bedeutung ist. Der Raum wo man dann dieser Gegenstand ist kommt man auch nicht mehr hin und somit ist das Spiel ein Unendlichkeitsspiel geworden. Der Spieler denkt dann das er es beenden kann, aber in Wirklichkeit ist das Spiel schon vorbei.
Auch da hatte Sierra einige Games in Petto gehabt.
Auch voll Nervig sind Rätsel Einlagen wie sie bei Monkey Island 5 Kapitel 1 und 3 verbaut worden sind. Stundenlanges herum Gerenne auf der selben Insel um Zufalls generierte Ereignisse zu lösen. Die Rätsel sind nicht schlecht, das nervige ist das ganze Gerenne dabei und die wirkliche investierte Spielzeit die man dafür rein ballert.
Lieber habe ich in Adventures ein bis max. 3 Räume wo Rätsel miteinander verschachtelt sind.
Das LucasArts Adventure "The Dig" hat das zwecks Rätseleinlagen schon recht gut gemacht. Es war SciFi, Rätsel, auch die Crew konnte man sterben lassen. Und die Kristallrätsel waren wirklich nicht auf Anhieb gleich zu verstehen.
Im Endeffekt geht es mir bei einem Adventure Spiel nicht darum wie oft man oder ob man überhaupt Sterben kann, sondern um die Geschichte die einem dort präsentiert wird. Das ist erst mal der Kern eines Adventures.
Ein Monkey Island oder ein Sam & Max Spiel spiele ich gewiss nicht um an irgendein Rätsel oder Hindernis zu sterben, sondern da geht es mir vor allem um Unterhaltung und den schrägen Humor. Und da wäre es Unpassend, wenn man den Helden sterben lassen würde.
Bei Indy ist es das Mitfiebern der Story. Wo geht es jetzt lang? Wie komme ich an der Wache vorbei etc. pp. Das sind realistisch gehaltene Storys. Wo man dann auch bei Fehlern sterben kann. z.B. von einer Mechanischen Statue überrannt werden. Oder an der nächsten Falltüre runterknallen. Von Sägen zerfetzt werden oder von Axten erschlagen werden.
Tode in Adventures sind aber nicht nur bei Sierra bekannt. Gibt diverse andere Games wo man dies machen kann.
z.B:
- Flight of the Amazon Queen
- Sanatarium (vor allem bei Bosskämpfen)
- Legend of Kyrandia
- Guilty + Innocent Until Caught (Gibs auch in Deutsch, Sind 2 Games die zusammen gehören.)
- Black Mirror
- Fahrenheit (Sterben durch z.B. schwache Nerven der Figur)
Ein Adventure ist vor allem dann gut, wenn A) die Story grandios erzählt und rüber gebracht wird (davon lebt schließlich ein Adventure nun mal) und B) wenn die Rätsel angemessen sind. Das heißt: Sind Rätsel zu Aufwendig, weil dafür ewig lange Wege zurück gelegt werden müssen, dann ist es ein Spiel was sich keiner wieder anschauen wird. Der Wiederspiel wert ist gering dadurch. Anders Spiele wo Rätsel recht Stationär sind an einem Ort. Sprich Rätsel können noch so Kompliziert sein, jedoch will ein Spieler nicht jedesmal für ein neuen Versuch von A nach B rennen wollen.
Und ob man nun in einen Adventure Spiel sterben kann oder nicht ist völlig Schnuppe. Davon lebt so ein Adventure Spiel einfach nicht. Es lebt in erster Linie von der Erzählenden Geschichte. Und die kann auch wie ein Film ablaufen.
Moderne Vertreter mischen das meist noch mit anderen Elementen. Dann entstehen solche Spiele wie z.B.:
- Heavy Rain
- Beyond - Two Souls
Das sind so die modernen Vertreter schon. Diese Spiele leben auch in erster Linie von der Filmreifen Geschichte. Weil das Gameplay in diesen Spielen ist mehr als nur simple gehalten. Inspiriert vom Spiel Farenheit. Es soll vor allem wie bei einem Adventure die Geschichte beeinflussbar sein. Handlung und Ablauf. Aktion und Reaktion. Das ist dann auch der Schlüssel eines Adventures solcher Art.
Als klassisches Point & Click Adventure könnte ich ja noch eventuell Star Trek - Judgment Rites vorschlagen. Da hat man dann auch was zum knobeln. Das Spiel gibt es auf Deutsch, aber es gibt auch eine bessere Talkie Version die dann allerdings nur auf Englisch erhältlich ist. Da kann man sich auch mal ganz leicht mal in Nirwana beamen, sprich sterben, wenn man das will.
Und so nebenbei: Sam und Max - Hit the Road spiele ich heutzutage nicht weil es gute Rätsel drin hat oder man dort sterben kann, sondern einfach wegen des schrägen Humors der da so schön verbaut worden ist.
Genauso spiele ich auch Torin's Passage von Sierra sehr gerne. Ebenfalls weil es lustig ist. Sterben in dem Spiel ist quasi kein Spielende.
Auch gerne spiele ich die Indiana Jones Teile noch sehr gerne. Nicht etwa weil man da sterben kann, sondern wegen der Geschichte selbst schon.
Adventures die Schwierigkeitsgrade anbieten finde ich auch noch mal ne Ecke besser, weil dann ist auch für jeden was dabei. Damit Rätsel schwerer sind und oder die Gegenstände oder Objekte zunehmen an Vielfalt und Kombinationsarten.
Abenfalls sei gesagt das jeder User da auch seine eigene Vorstellung hat welches Genre so ein Adventure haben sollte. Einige können z.B. mit Kings Quest nicht viel anfangen, weil ihnen das Gameplay diesbezüglich nicht zusagt. Oder andere regen sich über den Inhalt auf. Oder oder oder.... Geschmäcker sind halt verschieden. 