Beiträge von Peacemaker zockt

    Ist eine schwierige Frage, hat eben beides seine Vor- und Nachteile. Ich denke, dass du dich fragst, wie viel du dafür tun willst, um mit deinem Kanal zu wachsen. Und wie viele Kompromisse du da eingehen willst. Seien es zusätzliche Projekte, die von deiner sonstigen Frei- und Familienzeit abgehen oder eben Spiele zu spielen, die du nicht so sehr magst, aber die eben eine größere Fanbase und damit mehr Aufmerksamkeit haben.


    Sich auf ein Genre zu spezialisieren kann natürlich die Vorteile haben, dass man je nach Nische weniger Konkurrenz hat und man evtl. sich damit einen Namen machen kann. Allerdings hat man meistens deswegen so wenig Konkurrenz, weil eben sich allgemein wenig Zuschauer für diese Nische interessieren. Bei den Hype-Spielen hat man natürlich deutlich mehr und größere Konkurrenz aber eben auch viel mehr potentielle Zuschauer, die sich mal auf einen kleineren Kanal verirren oder explizit danach suchen werden.


    Was die eigene Erfahrung angeht, ich hatte vor zwei Jahren einen kleinen Schub durch meine Skyrim-Streams auf Youtube gekriegt und innerhalb von ein paar Monaten meine Abonnenten verdoppelt. Damals wurden Livestreams aber wohl auch noch aktiv von Youtube gepushed und ich war scheinbar öfter auf der Startseite. Auch hat die Beliebtheit von Skyrim da nochmal sehr geholfen. In der Zeit hatte sich das auch auf die Let's Plays ausgewirkt und die Aufrufe da waren auch deutlich gestiegen. Aber die meisten neuen Zuschauer waren dann eben nur wegen Skyrim da. Und als das dann beendet wurde, wurden auch die Zuschauer insgesamt wieder deutlich weniger. Selbst bei Oblivion, was ich direkt danach gestreamt hatte, war nur noch ein Bruchteil der Zuschauer da. Nach einigen Monaten bin ich dann auch wieder von den Aufrufen wieder auf den Stand vor den Skyrim-Streams gefallen, was Abonnenten angeht, stagniert die Zahl seit rund einem Jahr: Für 10-15 neue Abonnenten im Monat deabonnieren auch wieder 10-15.


    Ich habe zwar auch meine Haupt-Genres mit Rollenspielen, Ego-Shootern und Adventures abgedeckt, ab und an kommt aber mal auch was aus dem Rennspiel- oder Strategie-Bereich, wenn ich da gerade mal Lust drauf habe. Und auch wenn ich ein paar aus meiner Community habe, die sich mehr oder weniger alle Videos anschauen, die meisten sind dann wirklich nur wegen einem Projekt da und danach wieder auf anderen Kanälen unterwegs. Mache ich allerdings auch so.


    Deswegen meinte ich, dass du für dich entscheiden musst, wo du deine Prioritäten setzt. Willst du versuchen, möglichst viele Leute zu erreichen und läufst dann evtl. Gefahr, dass du trotz der Versuche immer noch keinen Erfolg hast oder die Spaß am Spielen selber verlierst? Oder bleibst du bei den Spielen, die du magst und riskierst damit, keine großen Sprünge machen zu können.


    Klar, es gibt da auch immer noch einen Mittelweg zwischen den Extremen. Verschiedene Spiele, die du magst zur Auswahl stellen, und die Zuschauer dann über das nächste Projekt abstimmen lassen zum Beispiel.


    Ich für mich habe damals entschieden, mich auf die Projekte zu fokussieren, auf die ich Lust habe und die dann durchzuziehen. Ungeachtet der Abos und Aufrufzahlen. Mir war von Anfang an klar, dass ich auf Youtube mit meinem Kanal nix reißen werde und ich hätte noch nicht mal gedacht, dass ich überhaupt mal über 50 oder 100 Abonnenten und regelmäßige Zuschauer habe. Wäre ich mit dem Kanal auf Erfolg ausgewesen, hätte ich den entweder schon längst eingestellt oder mich wahrscheinlich in SEO und Spiele einfuchsen müssen, auf die ich eigentlich keine Lust habe. Und das war mir dann als Hobby doch zu schade.

    Ja, gerade mit der Link-Steuer für Zeitungsartikel schneiden die sich doch ins eigene Fleisch. Als ob Google sagen würde: "Oh, ja gerne zahle ich euch dafür Geld, dass ihr bei uns in der Suchmaschine angezeigt werdet." Die werden dann einfach die Links rausnehmen und die Aufrufe wie schon gesagt werden dann wahrscheinlich deutlich in den Keller gehen. Wundert mich, dass das wohl keiner sieht oder wahrhaben will.

    Meine Folgen sind meist zwischen 5 und 15 GB groß, Upload mit 40 Mbit geht dann in maximal 40-50 Minuten durch. Bei Spielen mit viel Vegetation gibt es auch gerne mal Ausreißer nach oben, was die Dateigröße angeht. Point & Click Adventures haben meist nur 500-1000 MB pro Folge, da sich die deutlich besser komprimieren lassen. Hochskaliert wird alles (auch die Retro-Spiele) auf 1440p.

    https://twitter.com/knallkultur/status/1100002384636506113


    Langsam frage ich mich, was genau an der Urheberrechtsreform überhaupt noch gut sein soll.
    Scheinbar ist Artikel 12 auch absolute Kacke. Soviel zu dem Argument mit dem Schutz der kreativen.

    Das war ja auch nie Sinn und Zweck der Reform. Die soll einfach nur den Verlagen ein Druckmittel gegen die Plattformen bieten und die zwingen, Lizenzen zu kaufen. Das mit den Kreativen wurde nur vorgeschoben, um das irgendwie positiv im Internet darstellen zu können.

    Ich bin jetzt auch wieder bei fast allen Browsern auf das alte Design gewechselt, das ist einfach übersichtlicher. Im neuen Design werden die Dislikes nur noch prozentual angezeigt, die Videos nicht mehr nach Hochlade-Datum, sondern nach Veröffentlichungsdatum sortiert und generell finde ich das deutlich unübersichtlicher als vorher. Aber am Design wird sich ja leider nicht mehr viel ändern.


    Der einzige Vorteil vom neuen Studio ist der verbesserte Videoeditor, falls mal was weggeschnitten werden muss. Aber das mache ich mittlerweile eigentlich auch wieder alles vor dem Upload zu Youtube.