Was mich "besonders" macht? Nun, ich würde wohl, so wie die meisten in diesem Thread, schreiben, dass es nichts groß gibt was mich einzigartig oder besonders macht. Aber das ist auch der Punkt, wie ich denke. Man muss nicht einzigartig und besonders sein und sich an die Spitze stellen, weil man es bereits seit der Geburt ist! Ich schaue die Videos einiger Kollegen und Kolleginnen (neben anderen Content Creatorn außerhalb der Let's Play Szene), weil ich ihren Content witzig und unterhaltsam finde. Nicht, weil ich denke, dass sie etwas besonderes sind, oder etwas besonders gut können. Mir kommt es nicht darauf an, dass jemand etwas ganz bestimmtes haben oder können muss. Das ist kein Wettbewerb, auch wenn viele es als solchen beschreiben und manche es sicherlich auch denken.
Es geht darum, dass ich meine Freizeit - neben der Zeit die ich meinen eigenen Projekten widme, hehe - den Personen schenke, die mich unterhalten können. Und das können die Personen, deren Content ich schaue. Ich bin so eingestellt: Wenn ich ein Video eines Kollegen oder Kollegin anschaue, dann like und kommentiere ich dieses Video, weil ich mir vorstellen kann, dass diese Person dankbar dafür ist, weil man es dadurch direkt sehen kann, dass sich jemand mit dem Inhalt des Videos auseinandergesetzt hat. Ein klares Zeichen dafür, dass dieses Video nicht umsonst gemacht wurde, oder "nur" zur eigenen Belustigung.
Ich weiß ja nicht wie man hier im allgemeinen denkt, aber ich für meinen Teil bin noch Oldschool eingestellt. Bedeutet, dass es mir keinen Zacken aus der Krone bricht, mir auch mal die Projekte anderer Leute anzuschauen, um zu gucken ob es was für mich ist. Und wenn, dass ich dann ein Like und einen Kommentar dalasse, um zu signalisieren, dass mir der Content gefallen hat. Heutzutage, habe ich das Gefühl, ist sich inzwischen jeder selbst der Nächste und man schaut quasi nur noch auf eigene Sachen. Klar, sollte man machen, wenn man wachsen will. Aber es tut nicht weh, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, neue Leute kennenzulernen und sich ein Stückweit mit ihnen anzufreunden und den eigenen Wirkungskreis - vielleicht durch Kollaborationen - zu erweitern.
Damals (2017) habe ich das getan und es war eine geile Zeit. Ich hatte neben meinen eigenen Projekten etwa 40 Kanäle, deren Videos ich regelmäßig geschaut, geliket und kommentiert hatte und kam so auch selbst zu immer mehr Aufmerksamkeit. Das passiert irgendwann automatisch. Und auch jetzt habe ich wieder um die 12 Kanäle, dessen Content ich schaue, weil es mir gefällt was ich sehe. Nur, anders als damals kann ich das jetzt in aller Ruhe, ohne meine eigenen Projekte zu vernachlässigen, weil es die Funktion gibt, die Videos zu einem bestimmten Zeitpunkt auf öffentlich zu stellen. Anders als damals. ![]()