Besonders wenn es dann noch die komplett neutrale Schreibweise mit dem Stern ist (z. B. Student*innen).
Ich habe einmal versucht, einen Text, der wirklich auf diese Art und Weise komplett neutral formuliert war, zu lesen und bin gescheitert. Der Stern stört den Lesefluss extrem.
Dieses ganze Gender-Gedöhns hat dazu geführt das ich selbst in geschäftlichen E-Mails nicht mehr so übertrieben höflich mit "Sehr geehrter Herr XY" (bzw. Frau) anfange, sondern einfach mit einem "Hallo Herr/Frau XY". Mir geht dieser Murks auf den Keks. Uh, alles klingt männlich wir müssen dafür sorgen das die weibliche Form immer vorangestellt wird - nur das ist höflich! Gar nichts ist das, wenn man Zeit für so einen Nonsens hat ist das eher beispielhaft dafür, was wirklich schief läuft: Für die eigentlichen Probleme interessiert sich keiner, aber an solchen Dingen können sich die Leute dann extrem aufhängen. Jemand, egal ob Mann oder Frau, ist nicht mehr oder weniger wert oder achtenswert nur weil ich ihn im Text an erster Stelle nenne. Damit drücke ich auch keine Höflichkeiten aus, selbige drücke ich aus wenn ich als halbwegs gut erzogener der Frau zuerst die Hand gebe.