Beiträge von Tueddeldraht

    Also ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht von dem Spiel bin. Bevor hier gemeckert wird darf man gerne die Begründung lesen.


    Yooka Laylee wurde als geistiger Nachfolger von Banjoo Kazooie angekündigt. Dies trifft es leider nicht richtig. Anstatt den eigentlichen Schritt in Richtung Banjoo Threeie zu gehen ist man hier einen Schritt zurück gegangen und aus meiner Sicht sogar zwei.. Somit befinden wir uns bei Banjoo "Zero(ie)".


    Das Artdesign ist einfach nur super und wird auch die nächsten Jahre nicht wirklich altern. an manchen Stellen habe ich leicht matschige Texturen entdeckt, dies ist aber nicht ganz so schlimm.


    Alles fängt schon bei dem Intro an, welches ich in keinster Weise überspringen kann (hier mag man mich bitte Korrigieren falsch ich falsch liege). In der ersten Sequenz sieht man auch schon einen gigantischen Rückschritt, die Animationen! Es gibt in den Ausschnitten (also Sequenzen und Gespräche) keine eigenständigen Animationen mehr, stattdessen wird das ein und das selbe Bewegungsmuster abgespielt. Trowzer greift X-Mal zum Telefon und andere Charaktere scheinen in eine Art Limbo gefangen zu sein. Bei der – nennen wir es mal – "Sprachausgabe", sehe ich auch keinen wirklichen Fortschritt, sondern einen Stillstand, welcher nicht nur and Banjo Kazooie erinnert, sondern deckungsgleich ist. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass Tonaufnahmen Recycelt worden sind, so Authentisch klangen diese wie damals.


    Nach dem Intro geht es auch zu den ersten Gehversuchen in der dirtten Dimension mit unseren beiden Helden. Hier frage ich mich, warum hat man nicht den Weg eingeschlagen wie beim ersten Banjo; warum muss ich ein Tutorial absolvieren, welches generischer nicht sein kann – die Betonung liegt hier auf muss? In diesem Tutorial wird sogar höhnisch auf solche Gameplay Methoden von Laylee reagiert, also warum der Zwang?


    Und auch im Tutorial bemerkt man einige Elemente die nicht ganz so rund laufen. Die Kamera ist irgendwie nicht richtig, dies konnte das Entwicklerteam (also ehemalig Rare) wesentlich besser. Ich würde sogar soweit gehen und einfach mal behaupten, dass Mario 64 eine bessere Kamera hatte. Die Steuerung hingegen Butterweich und ein Delay ist nicht zu merken (Getestet am PC via XBox 360 Controller). Einziger Kritikpunkt ist hierbei das Gefühl im Wasser, irgendwie falsch und nicht intuitiv.


    Wie bei den Banjo Spielen und auch Donkey Kong und den anderen von Rare spielt das Sammeln eine große Rolle. In dem Fall kann man folgendes Austauschen: Noten/Feder, Puzzleteile/Pagies, Jinjo/Ghostwriter. Hier muss man aber auch loben, das die Thematik Buch konsequent durchgesetzt wurde.. in Anbetracht der Sammelgegenstände. Im restlichen Spiel vergisst man dann leider, dass man sich eigentlich in einem Buch befindet. Abhilfe hätte eventuell eine Papierstruktur geschaffen, bzw. auch Papierreferenzen. Dies konnte man auch damals auf dem N64 in Paper Mario bestaunen. Zur "Verteidigung" Mario 64 setzt das Gemälde Setting nicht konsequent durch und Banjo Kazooie hat nicht wirklich etwas von einem Puzzle.. Um den Verteidigungspunkt zu wiederlegen könnte man in den Raum stellen, dass Yooka Laylee auch nicht Banjo Kazooie ist, sondern ein (geistiger) Nachfolger, hier hätte man mehr rausholen können.


    Interessant und gut gelöst fand ich das Thema Backtracking. In den Alten spielen musste man durch "alte" Landschaften gehen um hier noch etwas abzureifen um weiter zu kommen. Hier hat man entgegen gewirkt, indem man die Level erweitern kann.. dafür braucht man natürlich auch die Pagies für (passt ganz gut und macht es erträglicher).


    Die Level an sich sind gut durchdacht und hübsch designed. Hier jetzt einen (persönlichen) negativ Punkt (soll am Spiel nichts schmälern): Die Level sind an bestimmten Stellen zu Leer. Zu mindestens ein Easteregg oder einen kleinen Spruch würde ich erwarten, wenn ich im Level an stellen gehe, wo man eigentlich nicht hingehen kann bzw. soll. Hier kommen wir auch zum nächsten Thema Aktion/Reaktion!


    Mir ist aufgefallen, das viele Aktionen keine logische bis gar keine Reaktion hervorrufen. Beispiel hierbei ist die Frucht die einem Feuerspuken lässt. Warum kann ich mit dieser nicht einen Busch in Brand setzen, der im Level keine größere Bedeutung hat? Warum passiert nichts, wenn ich andere NPC's angreife? Es sind halt kleine Dinge, die mir so speziell auffallen und von anderen übersehen , bzw. gar nicht erst wahrgenommen werden – ob aus Desinteresse oder bewussten wegschauen ist egal.


    Natürlich hat Yooka Laylee auch eine Hubworld. Dies hatten viele 3D Plattformer, warum also dieses Speil nicht? Hier auch ein Lob, denn diese Hubworld ist schön Designed und als Negativpunkt ist wie beim Leveldesign die Leere (Eastereggs bitte :) ) und auch Aktion/Reaktion zu benennen. Auch etwas nervig ist das Quiz gegen die Ente, wo man sich an bestimmte Sachen erinnern muss, bzw. Raten, da man manches noch nicht gesehen/erhalten hat.


    Das eigentliche fast schon nervige finde ich diese Referenz die im Sekundentakt vollzogen wird im Bezug auf Banjo Kazooie. Ich hab wirklich das Gefühl, als ob einer der Entwickler neben mir steht und mit den Finger auf etwas zeigt und mir jedes mal sagt: "guck mal, genau wie in Banjo Kazooie ... schau doch mal, dass ist genau so .. und hier, sowas gab es damals auch ..". Nennenswert sind hier neben den Sammelobjekten, die Ansprachen vom Bienentyp in den Leveln (Gruntildas Reime), die Verwandlung (Mumbo) und kleinereFertigkeiten die es halt so auch gab.


    Dies sind meine Punkte zum Spiel. Es sit kein schlechtes Spiel, aber es ist auch nicht die Revolution der Videospielbranche (ganz ehrlich und ohne Rosarote Retro Brille) im Bezug auf Jump and Run / Plattformer. Yooka Laylee ist ein grundsolides Spiel für Einsteiger und kenner, Personen die den Sammelwahn aus N64 Zeiten nicht mochten, werden hier auch keine Freude haben.

    Hollerö!
    Ich bin hier schon etwas länger angemeldet, kam aber nie wirklich dazu, mich hier mal vorzustellen ._.


    Kurz zu mir, man nennt mich Tüddeldraht und ich bin, seit ich denken kann, begeisterter Zocker. Mit Let's Plays will/wollte ich schon länger anfangen, allerdings fehlte mir dazu immer die Lust. Als "einfache" Alternative habe ich mit Live Streams angefangen, da diese etwas einfacher in der Vorbereitung und im Fluss sind.


    Angefangen hat alles bei mir mit dem NES und dem SNES, die standen bei uns zuhause und waren regelmäßig im Betrieb; wen wundert es, dass ich bei Nintendo geblieben bin?!


    Da wir damals nicht alle Konsolen und Spiele hatten, kam ich auf die Idee, mir meine eigene Sammlung anzulegen. Ich konnte mir innerhalb kürzester Zeit diverse Spiele – und vor allem Konsolen – zulegen. Gesammelt wird nicht willkürlich, sondern was für (rein subjektiv) "gut" befunden wird. Nebst Retro-Games besitze ich auch aktuellere Spiele-Titel; auch wenn ich der Meinung bin, dass diese meist überteuert sind, komm ich hin und wieder mal in den Genuss solcher Spiele.


    Anfang des Jahres habe ich mit dem Streamen angefangen und gemerkt, dass mir dies – trotz fehlender Zuschauer – Spaß macht. Vor kurzem lief bei mir The Walking Dead (Telltale); regelmäßig gibt es in Garry's Mod Matches zwischen Freunden und hier und da auch mal Solospiele (The Binding of Isaac, Random Steam Games, Un-Lizenziertes, Retro-Games...).


    Gelernt habe ich ITA und Mediengestalter (Digital und Print, Konzeption und Technik) und bringe in den Streams (eher hinter den Kulissen) das Wissen mit ein.


    So, das war es im Groben zu meiner Person, wenn noch Fragen sind, könnt Ihr mir die gerne schreiben.