Ich kann ja solche Leute irgendwie nie wirklich ernst nehmen, welche in ihren Videos dann immer so tun als gäbe es sowas wie Alkohol, Drogen, Sex usw. nicht. Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, aber es komplett wegzureden oder strikt zu meiden finde ich irgendwie auch falsch.
Mit allem Respekt: Ich halte das für ein Vorurteil. ![]()
Ich persönlich hab zwar noch nicht viele Videos vorzuweisen, aber auf jeden Fall ein Konzept, und "kinderfreundlich" taucht da nirgendwo drin auf. Ich möchte mich nicht irgendwie verstellen, nur um irgendeine bestimmte Gruppe anzusprechen. Trotzdem findet man in meinen Videos aber Alkohol, Drogen und Sex nicht, oder ständiges Fluchen, anhaltendes, lautes Geschrei... und so weiter. Das hat nichts mit "Verleugnen" zu tun, aber diese Dinge sind auch in meinem normalen Alltag nicht meine Hauptgesprächsthemen - warum sollte ich sie dann in meine Videos einbauen? Ich trinke nicht und nehme keine Drogen, und dass ich nicht mit jedermann und seinem Nachbarn über Sex rede, macht mich auch nicht gleich prüde. Mal ganz abgesehen davon, dass es mir in meinen Videos ohnehin hauptsächlich um das Spiel geht. Gut, Woolly World ist für Drogen und Sex wohl ohnehin nicht die richtige Wahl, aber auch "erwachsenere" Sachen würde ich so nicht angehen. Ich würde aber auch nicht schreiend davonlaufen, wenn ein Spiel von sich aus anzüglich wird.
Ich denke, ein Vorbild ist man dann, wenn man sich selbst nichts vorzuwerfen hat. Ich würde niemanden als Vorbild akzeptieren, der vorbildlich ist, nur weil er ein Vorbild sein will. Und das heißt auch nicht, dass ich keine Fehler habe oder glaube, ich hätte keine - wenn die Straße frei ist und ich es eilig habe, passiert es auch mir mal, dass ich als Fußgänger eine rote Ampel ignoriere. Und ich tue manchmal Dinge, die ich hinterher bereue oder für die ich mich schäme. Aber so lange es nicht die Regel ist und so lange ich weiß, dass das nicht dem entspricht, was ich von mir erwarte, kann das halt passieren und bedeutet nicht den Weltuntergang. Niemand ist perfekt.
Ob man ein solches Verhalten dann als vorbildlich ansieht oder vielleicht doch nur als "Moralaposteltum" abstempelt, muss jeder für sich entscheiden. Ein Vorbild kann man nur dann sein, wenn man auch als Vorbild akzeptiert wird.