Das hatte ich tatsächlich auch schlimmer in Erinnerung beim zweiten Teil, genau wie die Malaria-Erkrankung. Ich hatte mir damals, als der raus kam extra einen neuen Rechner dafür gekauft. Und soweit ich es in Erinnerung habe, wegen der beiden Sachen nie fertig gespielt. Rund zehn Jahre später, als ich es dann nochmal für Youtube angegangen bin, bin ich mit den Sachen erstaunlich gut zurecht gekommen. Aber das habe ich bei einigen Spielen gehabt, dass ich die besser oder schlechter in Erinnerung hatte, als es dann beim erneuten Spielen auf Youtube war.
Das ging mir auch schon ein paar Mal so. Zuletzt bei Spec Ops The Line. Da habe ich auf einem leichterem Schwierigkeitsgrad teilweise deutlich länger als beim let's Play auf einem höheren Schwierigkeitsgrad gebraucht.
Aber auch da sind es eigentlich nur die Outposts, die Replayvalue geben. Die Missionen selbst haben oftmals eher einen Schlauch-Charakter und bieten meiner Meinung nach nur einen Wiederspielwert, wenn sie wirklich gut flowen. Das tun sie zwar oft, aber insbesondere die Side Missions sind da eher am schwächeln und dafür replay ich nicht.
Die Far Cry-Spiele spielt man eher ein weiteres Mal durch, wenn man ein paar Jahre Abstand hat. Direkt noch einen zweiten oder dritten Durchlauf, wie bei der Life is Strange-Reihe, würde ich da auch nicht machen.
Für mich beginnt die Reihe mit dem dritten Teil. Far Cry 3 ist für mich der Startpunkt des modernen cinematic open world FPS. Das liegt aber sicher Maßgeblich an Vaas und dem Missionsdesign. Ich finde es gut, dass Ladehemmungen und Co. gestrichen wurden. Wenn die mit im Spiel wären, wäre es tonal off, ich will keinen "realistischen" Survival-Shooter mit Mechaniken, die nur existieren um den Spieler zu stören gemischt mit einer Story wie Far Cry 3 ff. sie haben. Das soll schön im 2er bleiben, wo es hingehört.
Mit Teil drei bin ich auch erst eingestiegen, wollte jetzt aber noch einmal die Vorgänger nachholen. Vaas ist einer der besten Bösewichte. Da hat Ubisoft, passend zum Spiel, richtig geglänzt. In Far Cry 2 kamen mir die Ladehemmungen dann auch zu oft vor. Sie sollen mich auch nicht permanent nerven, können aber gerne ab und zu mal auftreten.
Das war mein größter Vorteil an dem Spiel. Die Protagonisten aus FC3 und FC4 waren... meh. Die Charaktere haben mich irgendwie nicht abgeholt.
In Teil drei und vier gibt es aber wenigstens einen Charakter, der einfach seine Meinung kundtut und überhaupt mal was sagt. Ob man sich mit dem Charakter anfreunden, die Ansichten teilen kann, ist dann eine andere Sache. Selbst wenn es ein doofer Hauptcharakter ist, ist das immer noch besser als ein stummer Fisch, mit dem alle sprechen und bei dem sie nie anmerken, warum er nichts sagt. So oft hätte ich im zweiten Far Cry gerne mal gehört, was der Hauptcharakter denkt, bei dem, was er macht. Bei Spoilerei zu Teil sechs steige ich aus, weil ich den noch spielen muss.