Mit zunehmender Bekanntheit wird das aber schwierig, vor allem das Erkannt werden kann dazu führen, dass sich jemand das KFZ-Nummerschild aufschreibt oder ähnliches macht, wie z.b. einem hinter her laufen bis man daheim ist.
Ich empfehle für solche Fälle eine Ziegenmaske.
Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass dieses "reich und berühmt durch Youtube" für mich gar nicht mal so attraktiv ist. Was viele scheinbar auch nicht bedenken, dass es dann eben nicht mehr ausreicht, das Hobby so zu führen, wie man es im Moment tut, sondern es dann halt wirklich in Arbeit ausarten kann. Dann kannst du nicht mehr das spielen, worauf du Lust hast, sondern musst dir Spiele raussuchen, die entsprechende Klicks bringen und damit Reichweite und Werbeeinnahmen. Stichwort Werbeeinnahmen, irgendwann wäre ich dann wohl auch gezwungen sein, Werbeeinnahmen zu schalten, was mir tierisch gegen den Strich geht. Werbung hat für mich schon lange einen Zustand erreicht, wo sie vor allem im Internet nicht mehr ertragbar ist und ich für nichts und niemanden meinen Werbeblocker abschalte. Wenn ich jemanden unterstützen will, dann greife ich in den eigenen Geldbeutel und schicke ihm das Geld direkt, als meine Lebenszeit mit Werbeclips zu verschwenden, die mich null interessieren.
Weiterhin die Unsicherheit, die durch die Abhängigkeit von Youtube entsteht. Durch den uneinsichtigen Algorithmus und die Gefahr, dass der Kanal durch Strikes oder Demonetarisierung ganz schnell mal weg sein kann bzw. deutliche finanzielle Einbußen erfährt, ohne dass es unbedingt an dir liegen muss. Ich vergleiche das ganz gerne mit einem Angestelltenverhältnis, wo der Chef aber nicht verpflichtet ist, dich für deine Arbeit zu bezahlen, sondern das nach Lust und Laune machen kann. Von daher kann ich es auch voll nachvollziehen, dass viele jetzt auf Twitch-Streams umsteigen. Ist normalerweise weniger Aufwand, die Hürden zum Monetarisieren sind wesentlich geringer und durch den Live-Aspekt und die direkte Aufmerksamkeit, die sie bekommen, sind die Zuschauer auch eher gewillt, zu spenden oder ein Abo dazulassen.
Und ich habe auch von einigen Leuten, die mit Gamingvideos auf Youtube tatsächlich ihr Geld verdienen, öfter gehört, dass sie mittlerweile die Lust am Spielen selber verloren haben. Sie müssen halt Videos produzieren, weil die Miete bezahlt werden muss. Das Problem, wenn das Hobby zum Beruf gemacht wird. Dadurch, dass du gezwungen bist, das regelmäßig zu bringen, kann auch schnell der Spaß daran flöten gehen. Sobald du mal keine Videos bringst, weil dir nicht danach ist oder du krank bist, geht Geld flöten.
Der letzte Punkt, der bei meinem Kanal dann durch die Reichweitensteigerung ein Problem werden könnte, sind die indizierten Spiele. Ich achte extra darauf, das Zeug ungeschnitten zu bringen, wie es eben vom Entwickler gedacht war. Außerdem macht Gore und Splatter für mich einen großen Teil des Spielspaßes aus. Ich glaube, wirklich Stress mit der USK hatten bisher zwar nur Gronkh, Sarazar und Pietsmiet wegen indizierter Spiele auf dem Kanal mal gehabt, aber trotzdem ist da immer das Risiko da, dass sie dir deswegen ans Bein pissen können.
Von daher bin ich froh darüber, wie mein Kanal läuft und werde ihn daher auch so weiterführen. Wenn es mir da wirklich um Viewzahlen und Reichweite gegangen wäre, hätte ich entweder schon lange aufgegeben oder meinen Content den aktuellen Trends angepasst. Und das ist eine Sache, die ich zumindest im Moment absolut vermeiden will, da mir die Entwicklung zu den zusammengeschnittenen Gameplay-Videos und Multiplayer-Titeln gar nicht zusagt. Ich mache die Videos, weil ich das Spiel zeigen will und nicht ein Best-Of aus pseudo-lustigen Szenen im Spiel. Deswegen bin ich froh, dass ich das Hobby auch als Hobby betreiben kann, die Spiele spielen kann, die ich will und mir um Trends, Hype-Spiele, die mir keinen Spaß machen und Aufrufzahlen bzw. Abos keine Gedanken machen muss.