Und solch abwertung gegen Sexuelle vorlieben, müssen ja nun erstmal nichts mit Politik zu tun haben, weswegen es mich noch mehr verwundert weswegen dieser nun ins Rechte Lager gepackt wurde.
Es ist einfacher, in Schwarz-Weiß zu denken, als die Probleme ruhig zu analysieren.
Und dann wird halt alles Schlechte auf das Feindbild bezogen. Sehr gut für den einfach gestrickten Bürger geeignet, der sich nur mal nicht so scheiße fühlen will, ohne sich groß anzustrengen.
Mir wurde dann gesagt, dass er dies nicht so sehe. Vergleiche man Rechtsextremismus mit Linksextremismus so seie Linksextremismus viel harmloser und geringer, schließlich fackeln diese "nur" Autos ab, die Rechtsextremisten fackeln Asylunterkünfte ab.
Relativierungen sind schlechte Argumente, deine Antwort darauf war auch sehr gut.
Ich hätte allerdings eher einen idiotensicheren Vergleich gebracht, um zu zeigen, warum eine Relativierung totaler Quatsch ist:
Wenn ich einen zwinge, Pisse zu trinken, dann ist das doch gar nicht so schlimm, ich hätte ihn ja auch Scheiße fressen lassen können.
Vollkommen egal, ob Rechtsextremismus viel schlimmer ist, als Linksextremismus, oder nicht, denn das ändert nichts daran, dass Extremismus allgemein und damit auch Linksextremismus absolut gesehen schlecht ist.
Nach weiterem hin und her, kamen wir jedoch zu dem schluss dass die aktuelle Nichtssager-Politik große verschuldung daran hat, das es den Extremismus/Populismus so gibt wie wir ihn aktuell wahrnehmen.
Joah, neben einer mittelmäßigen Bildungspolitik, der Tatsache, dass die mahnenden Erinnerer des Krieges langsam aussterben und dem "Problem", dass es "den deutschen Bundesbürger" nicht mehr so wirklich gibt mitsamt der Angst nach Verlust der Kultur. Die kann ja begründet sein, oder vielleicht auch nicht. Dann gibts da ja auch noch die Änderung der Medienlandschaft, die sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat. Auch die hat einen großen Einfluss.
Mir kommt es letzter Zeit immer mehr vor, als wolle man Linksextremismus nicht wahr haben
Habe diesen Eindruck eher bei Rechtsextremismus.
Siehe CSU:
"Die 30k Demonstranten in München gegen das PAG waren alles Linksextremisten!!!"
Sie hätten eine Minute bloß die Fresse halten müssen, sie haben der AFD so hart in die Karten gespielt durch ihr benehmen. Versteht mich nicht falsch, wenn man sowas im Bundestag ankündigen muss, sollte man dies auch tun, daher kann ich die Reaktionen nachvollziehen. Aber, diese Diskussion hätten sie nach dem Bundestag führen können so haben sie der AFD unnötig wie gesagt in die Karten gespielt. Dieses verhalten ist für mich völlig unverständlich, Politiker hätten hier die Absichten der AFD erkennen müssen und Strategisch dementsprechend Reagieren müssen bzw eben nicht.
Dann lass mich versuchen, dir das Verhalten ein bisschen verständlicher zu machen. 
Es gab an der ganzen Situation nur eine Sache, die so nicht hätte laufen dürfen, und das war das Rumgebrülle der anderen Abgeordneten.
Ansonsten hat vor allem Fr. Roth absolut richtig gehandelt, indem sie den "Wortbeitrag" dann verfrüht beendet hat.
Dein Vorschlag, im Nachhinein darüber zu diskutieren, ist aus folgenden Gründen nicht so sinnvoll:
- Wenn Fr. Roth als stellvertrentende Bundestagspräsidentin (wenn ich das Amt richtig im Kopf habe) die Minute abwartet und dann im Nachhinein einen Regelverstoß tadelt, ist sie ihr Amt direkt los, da sie damit direkt zeigen würde, dass sie unfähig ist, es auszuführen. Der Bundestagspräsident (bzw. seine Stellvertreterin) hat die Aufgabe, ein Abschweifen von der Diskussion zu unterbinden. Nicht zu tadeln, zu unterbinden! Das hat sie getan und soll sie wirklich ihr Amt riskieren, weil ein paar dumme AfD-Kinder bocken? Ganz bestimmt nicht.
- AfDler sind dumme, nervige Kleinkinder. Und was machen dumme, nervige Kleinkinder so? Richtig: sie testen ihre Grenzen aus.
Den AfDler diese Schweigeminute durchgehen zu lassen hätte genau denselben Effekt, wie einem Kleinkind ausnahmsweise mal das Anschauen einer spätabendlichen Fernsehsendung zu erlauben: dein dummes, nerviges Kleinkind heult mindestens die nächsten drei Wochen vor dem Zubettgehen rum und will aufbleiben, und testet so seine Grenzen aus.
Wenn du die Schweigeminute einmal durchgehen lässt, wird bald darauf das nächste dumme, nervige AfD-Kleinkind seine Grenzen austesten und beim nächsten für die AfD uninteressanten Thema die nächste Schweigeminute für jemand anders durchführen. Wenn du dann jedoch unterbindest, musst du dir den Vorwurf anhören, dass du das Leben dieser Person für weniger wert hälst, als das der Susanna. Und das ist ne ganz knifflige Kiste, denn ein Abwägen von Menschenleben ist verfassungswidrig und dann bist du plötzlich auf ganz dünnem Eis. Auch so hättest du also wieder verloren, nur dann halt später.
Du siehst also, egal wie man es dreht und wendet, taktisch war diese Aktion der AfD für deren Intelligenzniveau unfassbar intelligent.
Sie hätte so oder so gewonnen. So allerdings kann sie keine zweite Schweigeminute versuchen. Denn spätestens jetzt weiß sie ja, wie sie eine Schweigeminute zu beantragen hat. Diese lächerliche Provokation geht also so kein zweites mal.
Und ja, es war ganz klar eine Provokation. Hätte die AfD nämlich in irgendeiner Form ehrliches Interesse an dem Tod der Studentin oder einer Schweigeminute für sie gehabt, hätte sie sich vorher erkundigt, wie man denn eine Schweigeminute im Bundestag einbringt. Das kann man von denen erwarten, denn teilweise sitzen da promovierte Leute in deren Reihen. Dass man erst denkt und dann handelt, sollten die irgendwo auf dem Weg zum Doktortitel mal gelernt haben.
Traurig fand ich es nur, dass es so viele gab, die denken, man hätte die Schweigeminute durchgehen lassen, teilweise noch emotional begründet, weil "sich das halt so gehört". Da könnte ich die Krise kriegen. In der Gesetzgebung haben Gefühle möglichst wenig zu suchen!
Übrigens hat kurz darauf eine AfD-Fraktion in einem Landtag versucht, eine Schweigeminute auf dem offiziellen Weg reinzubringen, und rate mal, was dann passiert ist, als die anderen Parteien das aus unverständlichen Gründen abgelehnt haben:
"Mimimimimimimi wir sind dumme, nervige Kleinkinder, mimimimimimimimimi!"
(Das habe ich aber nur am Rande mitbekommen, also nur unter Vorbehalt, könnte auch sein, dass ich es falsch in Erinnerung habe)
Das ist nur ein kleines, nicht besonders starkes Beispiel. Worauf ich hinaus möchte ist, dass die Politiker in diesem Land anfangen müssen sich für die Probleme der Menschen in diesem Land einzusetzen.
Sie müssten vor allem mal mehr erklären, was sie tun und wieso. Wenn man es nachvollziehen könnte, dann wäre die Nähe zu den Bürgern ganz einfach zu schaffen.
Ich könnte weinen weil ich von so einer Inkompetenz vertreten werde..
Ja, das tue ich auch. Aber was soll man sich denn davon erwarten, wenn es größtenteils Juristen im Bundestag gibt? Wie sollen die die Probleme einer breit gefächerten Bevölkerung verstehen? Die haben ab ihrem Studium nur noch hochgestochenes Zeugs gehabt und waren seitdem nie wieder auf dem Boden.
Wenn Politiker nicht bald anfangen, Kompetenter zu werden und die Probleme angehen, dann werden wir hier in Deutschland am Populismus und Extremismus ordentlich zu knabbern haben.
Ja, das stimmt.
Ist ja auch aktuell schon der Fall.
So jetzt dürft ihr mich außeinandernehmen
Done. :3