Beiträge von LefirnLP

    Liebe Let's Player aus dem LPF, liebe Abonnenten und Reddit User,
    heute habe ich die 1000 Abonnenten Marke auf meinem YouTube Kanal erreicht und ich möchte diese Gelegenheit dazu nutzen um ein klein wenig über YouTube zu erzählen und meine Erfahrungen der letzten 4,irgendwas Jahre mit euch zu teilen. Vielleicht finden einige dies hilfreich, motivierend oder was auch immer dich dazu treibt wenn du dir solche Dinge durchliest.
    Eine kleine Warnung an dieser Stelle, die Nachricht könnte etwas länger werden, also nimm dir Zeit, lehne dich zurück und lass mich eine Geschichte erzählen. Ich startete als Let’s Player im März 2012. Wie alt war ich als ich angefangen habe? Die Antwort könnte für einige von euch überraschend sein. 12. Ja, ich war 12 Jahre jung als ich mit YouTube anfing, weil ich einen großartigen deutschen Let’s Player schaute: Gronkh. Ich wollte das auch machen – Spiele spielen die mir gefallen und meine Erfahrungen damit mit anderen Menschen da draußen teilen.
    Ich tat also alles Notwendige – lesen und mich selbst über alles informieren, kaufte einigermaßen gutes Equipment und begann. Genau so. Rollenspiele waren das Genre was ich am meisten auf meinem Kanal spielte, und das hat sich über die letzten 4 Jahre nicht verändert, obwohl sich alles andere änderte.
    Hab ich irgendwelche unfreundlichen Kommentare über mein Alter bekommen? Nein, glücklicherweise nicht. Ich spielte also weiter und weiter, nahm niemals eine Pause oder Auszeit davon, weil dies nun mein neues Hobby war und ich habe es wirklich genossen, dies ist bis heute der Fall.
    Ich konnte mir niemals vorstellen eine Pause zu nehmen, YouTube hat sich so in meinen Alltag integriert und ich glaube das ist eine großartige Sache. Wie auch immer, eine Jahr verging und ich glaube ich war so bei 50 Abonnenten zu dieser Zeit, als mich ein anderer YouTuber mit dem ich Kontakt habe seitdem ich angefangen hatte, fragte was ich von der Idee halten würde die Kanäle zusammenzulegen. Er erklärte welche Vorteile es hätte und gut, ich sagte ich würde darüber nachdenken. Einige würden sagen es gab an dieser Stelle ein Missverständnis, weil er dachte ich hätte sofort zugesagt, aber na gut, es gab von da an keinen Weg zurück, ich ließ nun die Würfel fallen wie sie wollen und gab meinen alten Kanal und alle Videos die ich bis zu diesem Punkt gemacht hatte auf und trat besagtem Let’s Player auf seinem Kanal bei. Daraufhin luden wir zusammen alle meiner alten Videos auf diesem Kanal hoch, was uns über 3 Jahre Arbeit gekostet hat und um eine lange Geschichte kurz zu halten, das ist immer noch der Kanal auf dem ich meine Let’s Plays mache und es ist der Kanal mit dem ich 1000 Abonnenten erreicht habe.
    Dies ist also der aktuelle Stand. Ich wollte mich nur ein wenig vorstellen, sodass du weißt worüber ich spreche, wenn ich über „unseren Kanal“ spreche.
    Nun, da dies abgehakt ist, lass mich beginnen zu erzählen was ich über YouTube, Let’s playen, Spiele und ähnliches in den letzten 4 Jahren gelernt habe.
    Wenn irgendwer jemals zu dir gesagt hat: „Nun ist die perfekte Zeit um einen Let’s Play Kanal auf YouTube zu starten“ so ist er ein Lügner. Die beste Zeit ist nicht jetzt, die beste Zeit war nicht vor 2 Jahren, nein nichtmal vor 4 Jahren. Ich denke es war eine schiere Übersättigung an Let’s Plays als ich mit YouTube begann und ist es bis heute noch.
    Sollte dich das nun davon abhalten einen eigenen Kanal zu starten oder die Sachen zu verfolgen die du auf deinem YouTube Kanal magst? Ich hoffe dass dies in den meisten Fällen nicht der Fall ist.
    Weil ich gelernt habe, dass, egal wie gut dein Content ist, wie hervorragend deine Qualität ist oder wie informativ, lustig oder außergewöhnlich dein Stil Videos zu machen ist, du immer Glück brauchst.
    Du kannst den besten Content machen, aber ohne jemanden der deinen Kanal verbreitet oder ohne selbst immer und immer wieder Werbung zu machen, wird es bei dir wahrscheinlich genauso laufen wie bei uns.
    Wir mögen nun 1000 Abonnenten haben, aber ich könnte jeden aktiven Abonnenten an einer Hand abzählen.
    Die wichtigste Sache, die du mitnehmen sollst ist, dass dich dies auf keinen Fall aufhalten soll. Das Beste würde aktuell sein, wenn es dich nicht interessieren würde, wie viele Views oder Abonnenten du hast, so lange du für deine Abonnenten da bist, sofern du welche hast. Aber so lang du die Dinge liebst, die du mit deinem Kanal machst, den Content den du produzierst, ist YouTube wirklich großartig. Besonders wenn du die Möglichkeit hast eine Community um deinen Kanal zu bilden, Leute die sich für deinen Content interessieren, Leute die kommentieren, die dich bestätigen und neuen Content erwarten – das ist einfach nur großartig. Wie auch immer, kommen wir zu unserem Fall zurück, nach 3 Jahren auf YouTube haben wir damit begonnen uns selbst immer mehr zu fragen „Warum kommen wir nicht vorwärts“ „Wieso können wir keine Form einer Community halten?“ „ Warum zu Hölle schaut niemand unsere normalen Let’s Plays und was können wir machen um mehr Leute zu erreichen?“
    Gut, wie du dir wahrscheinlich vorstellen kannst, wenn man einen YouTube Kanal mit einer anderen kreativen Seele hat, dann entstehen schnell Diskussionen und ich kann dir sagen, wir haben so manche Nacht durchdiskutiert, und wir haben immer ein paar Wege gefunden um unseren Kanal zu verbessern, ob es eine größere Nachbearbeitung der Videos war, die Idee für einen Kanaltrailer, unsere Thumbnails neu zu gestalten – die Art wie wir unsere Titel, Beschreibungen oder Tags schreiben. Was ich damit sagen möchte, ist, dass Iteration einer der Schlüsselaspekte ist und nicht konservativ sein ist außerdem sehr wichtig – auch wenn du es magst wie du die Dinge auf YouTube vor einigen Jahren gemacht hast, du solltest möglicherweise über neue Wege nachdenken, welche dem Kanal im Endeffekt helfen können. Ich selbst brauchte eine lange Zeit um darauf zu kommen. Ich nehme an das ist einer der negativen Aspekte wenn man sehr jung mit YouTube anfängt.
    Wie auch immer, ich denke das ist schon sehr viel meiner Erfahrung auf YouTube. Du brauchst Glück (zumindest in den meisten Fällen, wir wissen alle dass es auch Ausnahmen gibt) wenn du eine Community zusammenbekommen willst. Natürlich Qualität und Dinge wie SEO helfen, aber wirklich, Spaß haben ist letztlich das Einzige was zählt. Wenn du keinen Spaß hast weil du nur wenige Aufrufe oder Abonnenten hast, vielleicht einen Kommentar im Monat oder weniger, solltest du vielleicht darüber nachdenken einfach aufzuhören oder – ein besserer Weg – darüber nachdenken anderen Content zu produzieren. Neben den Let’s Plays begannen wir vor ein paar Jahren damit Real Life Videos zu machen und dass lief immer besser als die normalen Let’s Plays. Und gut, wenn du merkst, dass VLOGs, Reisetagebücher oder was auch immer du nebenbei machst dir mehr Spaß machen dann fokussiere dich darauf.
    In den mehr als 4 Jahren habe ich niemals darüber nachgedacht aufzuhören, weil ich wusste, an irgendeinem Punkt zu irgendeiner Zeit wird irgendjemand eins unserer mehr als 6000 Videos schauen und sich unterhalten fühlen, weil wir Spaß daran haben solche Videos zu erstellen und ich hoffe das wird in den nächsten Jahren so weitergehen.
    Ich hoffe dies war nicht allzu verwirrend, ich habe hier oder dort vielleicht ein wenig zu viel ausgeholt.
    Egal, vielen Dank fürs zuhören, hab einen schönen Tag und mache großartigen Content.
    Viele Grüße
    MorusLP



    Hallo zusammen,


    mein Let's Play Partner schrieb dies auf Reddit und ich habe mir mal die Zeit genommen, es ins Deutsche zu übersetzen, da ich denke dass in einigen Punkten einiges an Diskussionsbedarf besteht.
    Stimmt ihr den Schlüsselaussagen zu und wenn nicht warum? Habt ihr ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr mögliche Verbesserungen an und wie habt ihr euch schon verbessert?



    Ich hoffe auf eine angenehme und aufschlussreiche Diskussion und nehmt euch bitte Zeit für eure Antworten. :)


    Viele Grüße,


    Lefirn

    Bei mir gibt es mehrere Formate wie ich an Abonnenten gekommen bin.
    Machen wir mal eine Reihenfolge:
    - Die meisten Abonnenten kamen durch eine Modvorstellungsserie + Installationstutorial auf den Kanal. (Habs geschafft, dass gleich alle zu toten Abonnenten wurden)
    - Danach stehen LPTs mit anderen LPern (gegenseitiger Support) und Let's Tests auf der Liste
    - Des Weiteren kamen die Abos durch jahrelanges kontinuierliches und regelmäßiges hochladen der LPs. LPs machen auch den größten Anteil auf dem Kanal aus, aber bringen pro Video mit Abstand am wenigsten Abos und Views.
    - Zum Schluss sind da noch die Livestreams, die ich erst seit kurzem veranstalte.


    Zu sagen bleibt hier aber noch, dass der Kanal mittlerweile (mehr oder weniger) auf ein Genre spezialisiert ist und wenn man immer die neuesten Spiele spielt, kommt auch n bisschen was zusammen. Aktuell bin ich jedoch nicht mal wirklich daran interessiert Abonnenten zu bekommen, da 99% meiner Abonnenten "tote Abonnenten" sind und das dann letztlich eh nur eine traurige Zahl ist. Ich finde es gerade viel wichtiger eine stabile Community aufzubauen, da man mit reinen LPs durch Glück, Zufall, Talent bzw. einzigartigen Projekten, Beziehungen und Mundpropaganda in unserer Größe wächst.
    Glück und Zufall kann ich nicht beeinflussen, also bleibt der Rest. Ob ich Talent habe muss jeder, der auf den Kanal kommt für sich selbst entscheiden und die anderen beiden Punkte dauern seine Zeit. Weswegen man schlussendlich sagen kann, dass ich durch Geduld an meine Abonnenten gekommen bin und wohl auch in Zukunft kommen werde.


    Man sollte sich in verschiedenen Formaten ausprobieren, aber der Spaß sollte ganz oben stehen. Deshalb mache ich nach wie vor LPs und nichts anderes, was mir sehr viel schneller Abonnenten einbringen würde.

    Als Let's Player ist man ja generell geneigt, neben den eigentlichen Videos, eine aktive Community aufzubauen um Feedback zu erhalten etc. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade zu Anfang, wenn die Community bestenfalls bruchstückhaft vorhanden ist, viele Anfragen zum gemeinsamen zocken ankommen. Ich finde hier muss man vorsichtig sein. Klar sind die Abonnenten freundlich und aufgeschlossen zu einem, wenn sie einen nicht mögen würden, hätten sie ja nicht abonniert. Zockt oder schreibt man nun öfters außerhalb von YouTube mit ihnen so zerstört man die Ansätze der Community. Klar, man bekommt neue Freunde. Aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass diese "Freunde" nur an einem interessiert sind, weil man YouTuber ist und nicht weil man symphatisch ist. An dieser Stelle gilt abzuwägen was einem lieber ist. Entweder die Community die sich durch vorhandene Ansätze vergrößert, oder ob man die Knospe der Community zu "Freunden" gewinnt und das Communitywachstum bestenfalls stagniert (in den meisten Fällen interessieren sich die Leute nicht mehr für die Videos, die man macht, sondern wollen unbedingt andauernd mit einem zocken).
    Vor gemeinsamen Aufnahmen mit Abonnenten rate ich allgemein ab. Ihr wollt mit euren Videos eure Zuschauer unterhalten und habt schon jede Menge Erfahrung im kommentieren gesammelt. Ein Abonnent mit bestenfalls mittelmäßigem [lexicon]Mikrofon[/lexicon] unterhält die Leute durch seltene Kommentare nicht wirklich, sondern schreckt eher ab. Wenn man eine Togetheraufnahme machen möchte, dann empfiehlt es sich, diese mit erfahrenen Produzenten zu machen, die auch angemessene Unterhaltung und Qualität liefern können.
    Letztlich ist es eure Entscheidung, wie ihr das handhabt. Ich finde man sollte sich für die Community einsetzen und ihnen das zeigen, was sie sehen wollen, nur manchmal wissen die Zuschauer eben nicht, was das Beste für sie ist und der Produzent leidet im Endeffekt drunter.
    Gruß
    Lefirn