Angepinnt Der ultimative Mikrofonvergleich

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    PannenWender schrieb:

    Ich werde das ganze an meinem PC aufnehmen, der ist Relativ leise, aber meine beiden Stubentiger und die Trittgeräusche von den Nachbarn über mir, sowie im Sommer evtl. Ventilator (wenn es wieder wochenlang über 35° werden) habe ich viel mit Nebengeräusche zu kämpfen.
    Störende Nebengeräusche können mit einem Noisegate via. kostenlosen Audacity Plug-In entfernt werden. Bei dem Ventilator solltest du darauf achten, dass der Wind nicht unbedingt Richtung Mikrofon bläst. Sollte dann also kein Problem darstellen.

    Ob du nun ein Richtmikrofon oder ein Großmembraner in Einsatz nehmen willst, hängt ganz davon ab, was du willst/bevorzugst und für dich angenehmer ist.


    PannenWender schrieb:

    Ich habe jetzt das ProCaster als passendes Gerät im Auge, gibt es von euch aus noch Meinungen oder Alternativen.
    Ich denke mit dem Procaster wirst du wahrscheinlich lange Zeit Spaß haben. Alternativ kann ich dir das Audio-Technica AT2035 ans Herz legen. Dies ist allerdings ein Großmembran Mikrofon.

    Auf keinen Fall kann ich das Rode NT1A empfehlen.

    PannenWender schrieb:

    Beim Interface bin ich mir aber noch total unsicher, was ich da wirklich nehmen soll.
    Da du kein Budget angegeben hast, werfe ich an der Stelle einfach mal das Focusrite Scarlett 2i2 in den Raum.


    PannenWender schrieb:

    Und dazu kommt noch eine Frage, mit der ich vermutlich beginnen hätte sollen, wie spielt es sich den mit einem festen Mikrofon, wird das unbequem über die Dauer, gerade da ich ja gerne beim zocken dann doch mal die Position wechsle. Da ich ja mit dem Nebengeräuschen zu kämpfen habe, müsste ich ja eigentlich direkt am Mikro kleben.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mich beim aufnehmen keinerlei Probleme damit haben. Es ist nicht im Weg, oder sonstiges. Wahrscheinlich muss man sich erst einmal (besonders am Anfang) daran gewöhnen, dass man auf einmal ein Mikrofon vor seiner Nase hat. Als wirklich störend habe ich es aber noch nie empfunden.

    Lg
    "Man kann sich nur soweit verbiegen, bis man bricht"

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  • Bei Umgebungsgeräuschen hilft eigentlich nur eins:
    möglichst geringer Arbeitsabstand.

    Dynamische Mics können helfen. Aber auch Kondensatoren sind zu bändigen, wenn man sie richtig nutzt (und wie immer auf die Richtcharakteristik achtet).

    Finde das Procaster von der P/L nicht so super. Aber gibt (wie bei Rode üblich) viele, die damit zufrieden sind.

    Hier aber mal als Vergleich, was bereits mit einem 15 Euro Mikro möglich ist:



    Interface:
    Scarlett 2i2 oder AG03

    Unbequem finde ich nichts an statischen Mikros eigentlich nichts. Eher stört mich ein am Kopfhörer fixierter Bügel.

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    Das AT2035 ist formal ein Kleinmembraner. Sehe aber generell auch kein Problem an Großmembranern, so lange die Richtcharakteristik stimmt und man von einem Mikro nicht erwartet, dass es die Umgebung leiser machen kann (was physikalisch unmöglich ist).

    Nutze selbst seit einiger Zeit den Vorgänger, und zwar das AT3035. Bin damit sehr zufrieden.
    Dynamische Mics klingen mir zu nasal, und rauschen bei größeren Abständen zu stark, weil sie zu viel Gain fordern.
    Ein Plädoyer für XLR:
    USB-Mikrofone unter Windows 10

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dr. Strangelove ()

  • Dr. Strangelove schrieb:

    Das AT2035 ist formal ein Kleinmembraner.
    Sorry, aber da muß ich widersprechen. Das AT2020 ist das Kleinmembran gewesen, daß AT2035 das Großmembraner. :P

    Bin auch sehr zufrieden mit dem AT2035, ist ein sehr universal einsetzbares Mikrofon. Für Moderation, recorden von Instrumenten, Gesang, etc. ist das sehr gut geeignet. Es hat einen sehr neutralen und unverfälschten Klang mit gleich 0 Eigenrauschen.

    [IMG:https://www.audio-technica.com/cms/resource_library/product_images/5435e69e7ba31a12/orig/at2035_freq.jpg]
    "Man kann sich nur soweit verbiegen, bis man bricht"

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  • Einigen wir uns auf: es liegt mit knapp unter 1" auf der Schwelle zum Großmembraner? :D
    Aber ob so oder so, ändert ja nichts an der Sache.

    Für größere Studiomikrofone mit offenem Korb sind die ATs auch bei der Richtcharakteristik ganz gut unterwegs. Wenn man nicht zu weit weg geht, ist mit denen auch eine mechanische Tastatur kein Problem. Mein AT3035 klingt verglichen mit dem XM8500 etwas hellhöriger. Gleicht man den Frequenzgang ein wenig an, dann sind es aber wirklich nur noch Nuancen. Das ist bei vielen Vergleichen der Fall, wenn man ein dynamisches Mic gegen einen Kondensator antreten lässt. Auch den geringen Arbeitsabstand brauchen letztlich beide, wenn nur die Stimme hörbar sein soll.

    Der Vorgänger - AT3035 - soll wohl noch aus der japanischen Fertigung stammen und die besseren Komponenten beinhalten. Das macht sich vor allem bei den Sibilanten bemerkbar:



    Gebraucht bei Kleinanzeigen oft zwischen 70-100 Euro zu haben.
    Meins habe ich in gutem Zustand für gerade mal 60 Euro geschossen. Vor dem Rode NT1 für knapp 200 Euro muss es sich nicht verstecken!
    Ein Plädoyer für XLR:
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    Hmm... Es wird nicht einfacher. :/


    Dr. Strangelove schrieb:

    Dynamische Mics können helfen. Aber auch Kondensatoren sind zu bändigen, wenn man sie richtig nutzt (und wie immer auf die Richtcharakteristik achtet).
    Heißt also, wenn ich nahe ran gehe und auf Nieren Charakteristik achte, werden eventuelle Störgeräusche in meiner Stimme untergehen? Oder muss ich noch etwas beachten?


    Malzzi schrieb:

    Da du kein Budget angegeben hast, werfe ich an der Stelle einfach mal das Focusrite Scarlett 2i2 in den Raum.
    Mein Budget steht noch nicht 100% fest. Ich bin mir selbst noch nicht ganz im klaren, wie viel ich ausgeben will, es sollte halt im Verhältnis zum Klang stehen, ich möchte dann aber auch nicht in einem Jahr wieder was neues holen, weil ich am falschen Ende gespart habe. Meine oberste Schmerzgrenze sind 500 Euros. Allerdings sollte dann schon alles drin sein (Mikro, Interface, Schwenkarm und Co.).

    Das ProCaster hatte ich vorallem ausgewählt, weil ich dachte das in der schwierigen Umgebung ein Dynamisches Teil quasi Pflicht ist, wenn allerdings auch Kondensatoren gehen, würde ich da lieber eine Klasse runter gehen, so in den hundert Euro Bereich.
    Das AT2020 sieht da schon mal nicht schlecht aus.

    Beim Interface habe ich mir mal eure Empfehlungen angeschaut und da stehlt sich mir die Frage, wie groß ist der Unterschied zwischen dem AG03 und beispielsweise dem Behringer XENYX 302USB. Preislich sind das ja auch immerhin 80 Euro. Merkt man das als Hobby Produzent oder gibt es da nur kleine Unterschiede.
    .
  • Malzzi schrieb:

    Störende Nebengeräusche können mit einem Noisegate via. kostenlosen Audacity Plug-In entfernt werden.
    Aber nur, wenn man nichts sagt. Sobald das Mikro offen ist, hilft dir auch das Noisegate nicht:
    sabelstein.com/de/magazin/wissen/eventlexikon/n/noise-gate/

    Sprich: Wenn er gerade was sagt und seine Katzen dann rumturnen oder der Nachbar ne flotte Sohle aufs Parkett legt, hilft dir das nicht.
    Viele Grüße,

    Christian
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  • PannenWender schrieb:

    Heißt also, wenn ich nahe ran gehe und auf Nieren Charakteristik achte, werden eventuelle Störgeräusche in meiner Stimme untergehen? Oder muss ich noch etwas beachten?
    Je geringer der Abstand, desto lauter die eigene Stimme im Verhältnis zur Umgebung.
    Dieses Prinzip ist auch völlig unabhängig vom verwendeten Mikrofon.

    Ab einem gewissen Störpegel hilft aber auch der geringe Abstand nicht mehr. Dann muss man entweder damit leben, oder den Raum wechseln.

    Es ist leider ein allgemeiner Irrglaube, dass das Mikrofon schlechte akustische Gegebenheiten kompensieren kann.
    Mit der Richtcharakteristik kannst du den Fokus in eine Richtung setzen (ähnlich wie beim Streukreis einer Taschenlampe). Mehr aber auch nicht.
    Ein Plädoyer für XLR:
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dr. Strangelove ()

  • Hallo zusammen,

    kA obs hier reinpasst, wenn nicht mach ich auch gerne nochmal ein eigens Thema auf. Was sind das eigentlich für kopfbefestige Mikrofone die für Fernseheshows wie z.B. Schlag den Star benutzt werden? Oder in der Heise Show? Wären die eigentlich irgendwie für LetsPlays geeignet, fänds schon cool, bei der Aufnahme etwas mehr Bewegungsspielraum zu haben...
  • @Drexel vor ein paar Monaten hatte ich mir mal das thomann.de/de/v_moda_boompro_m…2q0whGEAQYASABEgL3VfD_BwE zugelegt und muss sagen ich wurde positiv überrascht, vor allem zu dem Preis.

    Benötigt aber am besten Kopfhörer mit abnehmbarem Kabel (3.5mm) oder du knallst es dir irgendwie anders an die Ohrmuscheln. :)

    Ist zwar nicht ganz das was du suchst, aber die Quali war echt nicht bad, würde ich jederzeit wieder meinem Modmic vorziehen.