Der ultimative Mikrofonvergleich

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  • Valnir Aesirsson schrieb:

    Ich hab hier halt ein Problem mit Raumhall, da der Raum halt einfach sehr sehr leer ist. Und es stört mich eben das ich diesen selbst mit unterlegtem Gamesound immer noch wahrnehmen kann.
    Bei Problemen mit Hall kann ein Gate auch Wunder bewirken (außer du bist einfach zu weit weg vom Mikrofon), Software Lösungen sollten da wohl genau so gut funktionieren (habe es nur als Hardware).

    Hast du nicht die Möglichkeit näher ans Mikrofon zu kommen, oder andersrum falls dem so ist?

    Ich hatte selbst das SM7B für Monate, aber selbst das nimmt Nebengeräusche und auch Hall ordentlich mit auf, als ich mir dann mal einen Mikrofonprozessor zugelegt hatte (dbx286s in meinem Fall) begannen auf einmal alle Mikrofone an zum Leben zu erwachen.

    Selbst mein gammeliges Lavalier (28€) klingt auf einmal wie ein großer Junge.
  • HATE regelt schrieb:

    Hast du nicht die Möglichkeit näher ans Mikrofon zu kommen
    Nicht ohne das Mikrofon im Mund zu haben, nein.
    Und ich verwende eben bereits ein Noise Gate das so eingestellt ist das es gerade so bei meiner Sprechlautstärke eben greift. Deswegen zieh ich nun ja ein dynamisches Mikrofon in Betracht da diese ja nur das aufgreifen sollen was direkt vor ihnen ist, wobei ich hier eben mit verschiedenen Modellen probieren muss, aber ich werd mir die Idee mit dem Prozessor mal durch den Kopf gehen lassen
  • Das Shure Beta 87a ist sehr nett, aber mal wieder ein Kondensator, da hört man Raumhall. Das Shure SM7b halte ich für überteuert, wenn man bedenkt, dass es sich technisch kaum von diversen €100 Shures unterscheidet.

    Keine Ahnung, was das Problem mit dem Procaster sein soll. Hat halt den typischen Broadcast-Sound und eignet sich sehr gut für suboptimale Aufnahmeumgebungen. Das Shure SM7b ist da etwas neutraler, aber ob einem das 100% Aufpreis wert ist, naja, muss jeder selbst wissen. Beiden brauchen einen potenten Pre-Amp.

    Aber hier wird doch eh wieder mal mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wir reden nicht von nuanciertem Operngesang mit Vier-Oktaven-Tonumfang, sondern von Blahblah, welches über Krachbumm-Spielesound gelegt wird und dann eh meist unter suboptimalen Bedingungen abgehört wird, wenn nicht gar um 25% beschleunigt, wie das viele YouTube-Zuschauen machen.

    Ein rauscharmes Interface (AG03 oder so) und ein dynamisches Mikro welches unempfindlich für Umgebungsschall, mehr braucht es eigentlich nicht. Shure SM58 für 110€.... wahrscheinlich würde es sogar das SM48 für 50€ tun. Oder irgend ein anderes AKG, Sennheiser, was auch immer. Gibt natürlich genug Alternativen für Leute, die gerne Geld verbrennen wollen. Das RE20 für €550 ist sicher auch ein feines Teil.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Die Kiste ()

  • Selbst wenn ich mir simples "Blahblah" über meine gammeligen Boxen anhöre höre ich definitive Unterschiede ob 1 Video mit etwas ordentlichem aufgenommen wurde oder bei dem anderen nur in einen Stock gesprochen wurde.

    Ich nehme einfach mal an du hast noch nie in ein RE20 gesprochen oder viele Vergleiche mit anderen Mikrofonen gehört, sonst würdest du dieses niemals dem SM7B vorziehen, selbst wenn beide das gleiche Preisschild hätten.

    Was hat die Sache eigentlich direkt mit Geld verbrennen zu tun?

    Und wegen dem Procaster, es kommt da sicherlich stark auf die Stimme an, aber bei jedem der eine etwas bassbetonte Stimmte hat klingt es einfach nur sehr dumpf.
  • Also erstmal fällt das schon mal nur Dir auf, weil Du Deine eigene Stimme selbst 1000x abgehört hast. Es geht hier auch nicht drum, was ich persönlich bevorzuge, sondern darum, dass man sich für reine Sprachaufnahmen keine High-End-Wunder-Mikros braucht. Der Frequenzumfang beim gesprochenen Wort ist dermaßen gering, dass jedes halbwegs sauber konstruierte dynamische Mikro damit locker umgehen kann. Die "dicken Dinger" sind einfach komplett unnötig. Es läuft doch letztendlich nur auf eine unterschiedliche Tonfärbung heraus oder und da gibt es in absolut jeder Preisklasse Mikros, die entweder höhenlastig, tiefenlastig oder irgendwo dazwischen agieren. Meist sind die Unterschiede eh dermaßen pillepalle, dass 10 verschiedene Leute beim Blindhören wahrscheinlich 10 verschiedenen Präferenzen haben würden.

    Diese Sound-Optimiererei hier hat einfach nur was masturbatorisches und ist an Irrelevanz doch kaum noch zu überbieten. Ihr gewinnt nicht einen einzigen Subscriber dazu, nur weil Ihr 100€ oder 200€ extra rausschmeisst, um eine andere Klangfärbung zu bekommen, oder leicht mehr Detail im Trimbre, was Ihr dann eh nur mit euren Beyer oder AKG KHs hört, und auch nur, weil Ihr direkt drauf achtet .

    Extra-irrelevant wird das ganze dann sowieso noch, wenn Ihr eh nachbearbeitet. Mit entsprechender Nachbearbeitung klingt nämlich auch eine 20€-Behringer-Gurke mehr als brauchbar, während man um die €100 schon etwas bekommt, was auch ohne großartige Nachbearbeitung mehr als passabel klingt. Mikros jenseits der Holzklasse, die einfach nur scheisse klingen, gibt's nur wenige (das Rode PODcaster ist eines davon).

    Ich glaube nicht, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich einfach mal behaupte, dass es den meisten Zuschauern komplett Wumpe sein wird. Wer Deine echte Stimme nicht kennt, der wird auch keine Nuancen vermissen. Wer mit günstigen Ohrenstöpseln, Tablet-Lautsprechern oder billigen PC-Tisch-Hupen abhört, sowieso nicht. Wer auf x1.25 Speed abhört, auch nicht. Wer beim Kochen, Putzen, Web-Surfen oder Arbeiten oder Eierschaukeln nebenbei zuhört, auch nicht.

    Bei den meisten YouTubern liegt das Problem doch eh ganz woanders (ohne hier jetzt speziell jemanden ansprechen zu wollen). Da werden Kondensator-Mikros radikal nahbesprochen, dass es nur so dröhnt, ganz so als ob das elende Gerumpel die eigene Piepsstimme männlicher machen würde. Oder es ist der Spiele-Sound so laut, dass man nur die Hälfte versteht. Oder es wird genuschelt, dass sich die Balken biegen.

    Bevor man sich da einen Kopf macht, ob das SM7b jetzt einen natürlicheren Klang in den Höhen hat als das Procaster und man dafür 200€ extra ausgeben soll, sollte man vielleicht mal einen Bass-Roll-Off machen und ein Auto-Ducking. Beides gibt's nämlich für lau und es würde die Audio-Qualität vieler Let's Plays mehr als jedes noch so kostspielige Mikro-Upgrade verbessern. Wenn ich Live-Audio brauchen würde, dann würde ich das Geld lieber für ein Interface mit eingebautem Equalizer ausgeben als für irgend ein Teuer-Mikro, nur weil dieses "natürlicher" klingt. Dank EQ klingt nämlich jedes Mikro genau so, wie ich es will.

    Gearheads wird's natürlich immer geben, wie in jedem Hobby. Also Leute, denen es einfach Spaß macht, aus reinem Selbstzweck die eigene Hardware zu optimieren. Das ist auch absolut OK, wenn's einem Spaß macht. Wenn es aber darum geht, hier jemandem mit einem spezifischen Problem zu beraten (z.B. "Suche dnymisches Mikro, weil ich dank der letzten Fehlberatung ein ungeeignetes Kondensator-Mikro gekauft habe") und man gleich mit SM7b, E945 & Co. ankommt und steif und fest behauptet, dass alles andere eh dumpf und unnatürlich klingt, dann finde ich das schon ein bisschen lächerlich. Krass, was für Profi-Ansprüchen hier manche Leute haben, ganz als ob ein SM58 oder E835 der totale unbrauchbare Rotz wären, mit denen man nur minderwertige LPs machen könnte...

    Sorry für den ellenlangen Rant, aber das musste mal raus.

    Eine lustige Sache am Rande:
    Mit etwas Handwerksgeschick kann man das €100 Shure SM57 relativ leicht so modifizieren, dass es klanglich kaum noch vom €400 SM7b zu unterscheiden ist.
  • Uff da hast du aber weit ausgeholt.

    Kurz zu den Zuschauern die du angesprochen hast, bei den meisten wird es sicherlich so sein das sie für sich selber einfach eine bessere Qualität wollen um mit ihrer "Arbeit" zufriedener zu sein.

    Keiner kam hier mit dem SM7B an und wollte es ihm aufzwingen, @Julien schrieb wenn ich mich recht entsinne das ihm das einer andrehen wollte, und @Valnir Aesirsson das er das auch grade auf thomann hatte und es mal ausprobieren möchte.

    Außerdem wurde gesagt das im Vergleich zu seinem jetzigen Mic das SM7B flacher/dumpfer klingen wird und nicht andersrum, und wer hat hier wo geschrieben das deine genannten dynamischen total unbrauchbarer Rotz wären mit denen man minderwertige LP's macht?

    Du kannst ja meckern so viel du möchtest, aber irgendwie sehe ich von deinen angesprochenen Punkten hier nichts.
  • Momentan ist das für mich eh alles nur sozusagen in der Test-Phase und ich werde jetzt wie gesagt mal ein paar Mikrofone testen und wenn mir die eben nicht zusagen sollten werd ich eben bei meinem Nt2A bleiben und mal sehn ob ich da in der Nachbearbeitung noch etwas rausholen kann.
    @Die Kiste Ich hab mich jetzt mal erkundigt was der von dir erwähnte Bass Roll Off ist da ich die Methode bisher nicht gekannt habe und mal angewendet, ist zwar bei meiner Stimmlage etwas schwierig den Mittelweg zwischen Gut und Blechern zu finden so wie ich das in Audition CS6 über den parametrischen EQ realisiert hab aber zumindest hab ich den Eindruck das man gleichzeitig zum "Stimm-Bass" auch den Hall der mich ja wie gesagt selbst stört so weniger wahrnehmen kann
  • Ich möchte hier nochmal erwähnen, dass ich mit meinem Neumann KMS 105 BK absolut zufrieden bin. Die Qualität kommt bei dem Zuschauern gut an. Ich werde immer wieder gefragt, was ich für ein Mikro benutze. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an @leBro für die gute Kaufberatung und @Obli für die Equalizereinstellungen :) Ich nutze lediglich den von @Obli empfohlenen Levelator und ansonsten bearbeite ich nichts nach. Größtenteils streame ich ja auch live. Klar hört man in den Streams ab und zu ein paar Mausklicks und das niessen meiner Freundin, aber es ist halt live. Deshalb sind die Equalizereinstellungen perfekt für mich. Der Obli ist halt ein Technikfreak :)
  • Hallo Freunde,

    Ich habe momentan wieder lust am Let's Playen, einziges manko ist meine Audioqualität. Ich habe das SC440 das benutze ich jedoch nicht für Let's Plays, davon ab ist es aktuell auch ein wenig ... Beschädigt. Mein Logitech G35 hört sich für meine jetzigen ansprüche jedoch etwas minderwertig an.

    Ich hatte überlegt mir eine Soundkarte zu zu legen, als ich über DXDIAG geschaut habe ob ich schon eine drinne habe, konnte mir das Programm dies nicht sagen, bzw sagte mir das es keine finden würde.

    Ich möchte mir bei Zeiten wenn es meine Börse zulässt das Beyerdynamic MMX 300 holen, sah jedoch das ich hierfür eine Soundkarte brauche.
    Auf Amazon (Bestelle Später, wenn vorhanden über Thomann) wurde diese Soundkarte empfohlen bzw gesagt dass die beiden oft zusammen gekauft wurden: Creative Sound Blaster Z Interne Soundkarte (PCI-Express, leistungsstarker Kopfhörerverstärker, Mikrofon mit Beamforming)

    Habt ihr vielleicht verbesserungsvorschläge an dieser Konstellation, oder würdet ihr mir ein anderes Headset + Soundkarte empfehlen?
    Für die bestmögliche Soundqualität wäre natürlich ein Großmembran Mikrofon beispielsweise von Rode empfehlenswert, ich weiß. Aber bei Let's Plays mag ich lieber Headsets.

    Gruß:
    -1K

  • @1000kcirtap
    Mit der Soundkarte machst du nichts falsch, denke ich. Es gibt zwar noch deutlich bessere, aber die sind dann auch entsprechend teurer und bieten eigentlich keinen Mehrwert. Im Zweifel kannst du ja noch mal den Thomann-Spezialisten fragen, der kann dir genau sagen ob der MMX 300 damit ausgelastet wird oder ob noch Luft nach oben ist.

    @Painschkes
    Das SC440 USB hat doch so einen brummenden Bass... Ob das dann auch wirklich nach tiefer Stimme klingt ist halt fraglich, aber hey, dein weirdes Kriterium... :P
    (rülpst leise vor sich hin)