Angepinnt Der ultimative Mikrofonvergleich

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    Das meiste Potenzial lässt sich schon mit der richtigen Positionierung rausholen, dazu verlinke ich einfach mal ein Video, das ich gerade auf die Schnelle gefunden habe:



    Falls die Zeitverlinkung nicht klappt: Bei 6 Minuten 27 Sekunden testet der Typ den Nahbesprechungseffekt und den Unterschied zu einem zu großen Abstand, wenn das Mikrofon quasi auf dem Tisch steht. Und ich glaube, bei dir ist es einfach noch zu weit weg, also würde ich es so versuchen wie der Typ im Video bei 6:27.
  • UndiscoveredLP schrieb:

    Und wie? Ich habe keinerlei Ahnung in der Hinsicht ;)
    @Die Kiste

    Bei der Aufnahme stand es vor mir auf dem Schreibtisch, vielleicht 10-15cm

    Halte das Mikrofon mal auf Mundhöhe und ca. 15 cm Entfernung (und lade eventuelle eine Aufnahme davon hoch, wenn Du Lust hast).
    Wenn das Mikro in dieser Position besser klingt (wovon ich ausgehe), dann würde ich mir halt einen Mikrofonarm kaufen und das Ding dann aus dieser Entfernung besprechen. Generell klingt kein Mikro toll, wenn man es irgendwo mit so einem Ministänder auf den Schreibtisch stellt.
  • Alle Achtung!
    Wie hast du es dann geschafft, dem Fox trotz so geringem Abstand solch eine maue Performance zu entlocken?

    Das Headset-Mikro klingt für meinen Geschmack - mal ganz vom Rauschen abgesehen - wesentlich isolierter und damit letztlich klarer und verständlicher.

    Wenn ich mir das verlinkte Review dann auch so anhöre...
    Für das Geld könnte man sich doch eigentlich auch ein AT2020 XLR mit einem kleinen U-Phoria kaufen.

    Die Kiste schrieb:

    ...aber technisch spricht nichts gegen Großmembran-Elektret-Kapseln.

    Es gibt sehr gute Elektret-Großmembran-Kondensatormikrofone, angefangen beim AT2035, AT4033a und andere...
    Danke für die Info!

    Bin bei den Studiomikros ab Mittelmembran eigentlich davon ausgegangen, dass ein Elektret bei 48V Vorspannung grundsätzlich keine Verwendung (Notwendigkeit) mehr findet.

    Wieder was gelernt.
    Ein Plädoyer für XLR:
    USB-Mikrofone unter Windows 10
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    Dr. Strangelove schrieb:



    Bin bei den Studiomikros ab Mittelmembran eigentlich davon ausgegangen, dass ein Elektret bei 48V Vorspannung grundsätzlich keine Verwendung (Notwendigkeit) mehr findet.

    Die Dinger brauchen in der Regel auch gar keine 48V sondern begnügen sich real mit weniger. Ist halt in den Spezifikationen so angegeben, weil es der Industrie-Standard ist.
  • Ist irgendwo auch eine relative Aussage [Blockierte Grafik: https://www.letsplayforum.de/wcf/images/smilies/wink.png]
    Wenn man dazu in der Lage ist, die 48V zu stabilisieren und in Form von maximalem Gain / Pegel auszunutzen, soweit es die Komponenten mitmachen und nicht mit massivem Rauschen versetzen... warum nicht?
    Oder man bläst den Großteil halt ins Leere, wie bei den 15 Euro OEM-Mikrofonen.

    Ist in der Praxis aber natürlich immer eine Frage des richtigen Ermessens, wie viel Leistung man dem Preamp wirklich abverlangen muss, um die technischen Parameter für den angedachten Einwendungszweck ins Gleichgewicht zu bringen.

    Gerade bei Elektreten läuft man da schnell ins Limit.
    Durfte ich auch bei meinen beiden Primo EM172 Kapseln feststellen. Da übersteigen selbst die 24V bei weitem den üblichen Sweetspot.
    Ein Plädoyer für XLR:
    USB-Mikrofone unter Windows 10

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dr. Strangelove ()

  • Ich bin mir nicht sicher (ich habe zu wenig Kenntnisse im Bereich Elektronik), ob die Spannung der Phantomspeisung angesichts der Existenz von Spannungswandlern irgend eine großartige Relevanz hat. Man hat sich halt auf einen Standard festgelegt. Auf Wikipedia findet sich die Aussage, dass "die meisten phantomgespeisten Mikrofone auf dem Markt mit Spannungen zwischen 9 und 52 V arbeiten [können]".

    Interessant: das €150 Elektret-Kondensator-Mikro AT2035 hat laut Specs ein eben so geringes Eigenrauschen wie das €2.500 teure Neumann U87. Aber OK, das U87 ist ja auch 50 Jahre alte Steinzeittechnik.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Die Kiste ()

  • Mehr Spannung heißt pauschal auch mehr Pegel auf den Leitungen... was im ersten Moment was Gutes ist, da man sich somit immer ein Stück weit vom Störpegel (Grundrauschen) wegbewegt. Je nach Membransystem und der Art der Schaltung gibt es dann aber selbstverständlich höhere oder niedrigere Targets als Arbeitsspannung.

    Was die Signalqualität betrifft darf vor allem die Güte der Komponenten nicht Außer acht gelassen werden. Ob sie nun im Mikrofon selbst oder im PreAmp und Wandler liegt. Theoretisch kann ja jedes elektische Bauteil in der Kette als Störer fungieren, welcher sich umständlicherweise auch noch non-linear auf den Frequenzgang auswirkt. Sowas muss in der Summe aufwendig korrigiert werden, wenn man ein wirklich lupenreines Signal bekommen möchte.

    Und dabei ist dann noch nicht mal hinzugenommen, welche Qualität überhaupt die Kette drumherum hat.
    Siehe zum Beispiel die üblichen Consumer-Klinkeneingänge an Mainboards. Da kommt allein an elektromagnetischen Inteferenzen manchmal schon derart viel "Dreck" in die Leitung, da hilft auch keine höhere Speisespannung mehr (die bei Onboard ohnehin meist viel zu niedrig liegt).

    Letztlich müssen da alle Parameter - vor allem die der dahintergelegenen Kette - Hand in Hand gehen, damit eine ordentliche Quali zustande kommt.

    All diese Komponenten nun in ein kompaktes USB-Mikrofon zu stecken, macht in der Hinsicht sicherlich einiges kalkulierbarer.
    Allerdings muss dann nach wie vor auch das Betriebssystem mitspielen [Wink mit den nativen USB-Treibern unter Windows] und hier und da aufgrund der Baugröße auch ein technischer Kompromiss inkaufgenommen werden.

    USB-Mikros von bspw. Rode oder Audio Technica sind angesichts all der Dinge, die da schiefgehen können, immernoch spitze.
    Aber so lange ich von Seiten Windows keine Bereitschaft sehe, die Treiber-Architektur zu stabilisieren und die Hersteller selbst auch keine Schritte wagen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, tendiere ich doch stark zu Audio-Interfaces mit XLR.
    Ein Plädoyer für XLR:
    USB-Mikrofone unter Windows 10
  • Hallo,
    tut mir leid, dass ich hier etwas dazwischen funke. Folgendes:
    Ich habe bereits ein mikrofon, nutze dieses aber so gut wir gar nicht mehr zum streamen/Videos produzieren. Mich nervt es allerdings das große Teil ständig im Gesicht zu haben (thats what she said).

    Ich hätte ganz gerne eine Headset, welches ein einigermaßen gutes Mikrofon verbaut hat. Für just for fun streams sollte es ausreichend sein. Überall liest man immer von der Kombination aus Ansteckmic und Kopfhörern: habe ich bereits probiert (mit antlion modmic). Fand ich nicht sonderlich toll. Also back to the roots.

    Im Forum wird einerseits das Beyerdynamic mmx2 empfohlen. Wäre einen Blick wert. Andererseits habe ich hier in letzter Zeit vom Roccat khan pro gelesen, dass das Mikrofon wohl ziemlich gut sein soll. Kann das nochmal jemand bestätigen? Gibt es im Preisbereich ~100 euro alternativen, welche einen Blick wert wären?
    Soll hauptsächlich zum daddeln inklusive ts verwendet werden.

    Danke für eure Hilfe.
  • UndiscoveredLP schrieb:

    Ich frage nochmal, falls es untergegangen ist *g
    1. Mikro so positionieren, wie du später auch bei der Aufnahme reinsprechen willst.
    2. In Audacity eine Aufnahme starten, ganz normal (also nicht zu leise!) sprechen und oben beim sich bewegenden Balken achten, wie stark er ausschlägt.
    3. Rechts unten in der Taskleiste mit der rechten Maustaste auf den Lautsprecher klicken und Aufnahmegeräte anwählen. Dort dann Doppelklick auf dein Mikro und auf den Reiter Pegel wechseln. Dort kannst du den Pegel des Mikros einstellen.
    4. Den Pegel vom Mikro in den Windows-Mikrofoneinstellungen so einstellen, dass der Balken in Audacity bei ungefähr -10 landet.
    Wenn du das getan hast, solltest du schon mal eine gute Basis für die Aufnahme haben. Der Rest wird dann eher über Nachbearbeitung erledigt.
    Ah, und ganz wichtig: die beiden Haken für den exklusiven Modus rausnehmen. Das ist auch eine Einstellung in den Windows-Einstellungen vom Mikrofon, nämlich der ganz rechte Tab mit dem Namen Erweitert.
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor
  • Mein Mikro ist mittlerweile da und ich bin echt zufrieden.
    Danke an @Julien und @Dr. Strangelove!

    Allerdings ist mir eine Sache aufgefallen:
    Egal, wie laut ich meine Audiobox 22VSL stelle, ich kann maximal -10dB erreichen. Ich wäre aber gerne auch lauter, wenn ich laut bin. Was könnte da das Problem sein?
    Im konkreten Fall erreiche ich exakt -10 dB, wenn ich extrem übersteuere und es schrecklich klingt. Kann das am Mikro liegen? Das hat angeblich son Teil eingebaut, dass automatisch das Signal um 10 dB vermindert...
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    ~Corey Taylor
  • Einen Pad-Schalter? Lässt der sich vielleicht einfach ausschalten?

    //edit
    Ah nein, das Oktava hat doch gar keine Schalter, sondern diese Vorschraub-Module. Was genau hast du denn jetzt alles dran?

    Und abgesehen davon, wenn du in der Box schon übersteuerst und in Audacity trotzdem nur auf -10 dB kommst, liegt es wohl eher am Weg von Box zu PC. Neuester Presonus-Treiber drauf? In Windows als Mono oder Stereo eingestellt?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Julien ()

  • Pads hab ich den Low-Cut drin. Mehr war nicht dabei. In der Anleitung steht aber, dass wohl so ein -10dB-Pad direkt im Mikrokörper verbaut ist. Deswegen hab ich vermutet, dass der damit zu tun haben könnte.

    Treiber muss ich mal schauen, Firmware ist auf jeden Fall aktuell.
    In Windows konnte ich die Box nicht auf Mono umstellen, mir steht da nur Stereo zur Auswahl.
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    ~Corey Taylor